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Die e-Government-Zentrale bei BMD

Die NTCS-Databox: der „No-Stop-Shop“

Vor einigen Jahren startete mit FinanzOnline eine e-Government-Initiative in Österreich. Beginnend mit der Möglichkeit, einzelne Steuererklärungen hochzuladen, gab es bald weitere Funktionalitäten wie etwa das Herunterladen von Bescheiden oder auch die Ansicht der Steuerkonten. Weitere Portale, wie etwa der elektronische Rechtsverkehr der Justiz (webERV) oder auch der elektronische Bilanz Transfer (eBT) für die Banken folgten. Genau dies macht es aber für den Nutzer auch sehr kompliziert: Verschiedenste Plattformen mit unterschiedlichen User-IDs, unterschiedlichen Passwörtern, unterschiedlichen Funktionsweisen und sogar unterschiedlichen Formaten, die man hochladen muss, sind tagtäglich zu kontrollieren.

Nicht so für BMD-Anwender: Mit der NTCS-Databox sind die wichtigsten relevanten Funktionen der verschiedensten Portale verfügbar, und zwar ohne, dass man in diese überhaupt einsteigen muss. Die User-IDs und Passwörter werden einmalig in einem geschützten Bereich hinterlegt und schon kann es losgehen. Ob nun eine Steuererklärung abgegeben wird oder aber eine Bilanz elektronisch an die Bank gesendet wird, all dies geht im gleichen Programm mit den gleichen Arbeitsschritten und vollständig transparent für den BMD-Anwender.

Dabei beschränkt sich aber die Unterstützung nicht nur auf das automatische Hochladen von Erklärungen - nein, der gesamte Workflow ist abgebildet: Wird eine Erklärung abgegeben (die vorher im Vier-Augen-Prinzip kontrolliert wird), wird selbstverständlich automatisch auch ein Postausgang erzeugt und das Dokument archiviert. Auch werden die Portale nach Einreichung abgefragt, ob diese erfolgreich war. Falls dies nicht der Fall war (z. B. eine falsche Steuernummer hinterlegt) so wird automatisch eine Aufgabe für den zuständigen Mitarbeiter angelegt, aus der ersichtlich ist, welche Erklärung nochmals abzugeben ist und welche Fehler dabei behoben werden müssen. Auch bei erfolgreicher Abgabe erfolgt eine Rückmeldung und die Quoteninformation wird gleichzeitig upgedatet. Übrigens: Der Inhalt der - aus FinanzOnline geladenen - Quotenliste kann nun auch in NTCS lesbar angezeigt werden. Wenn zu einer Erklärung in FinanzOnline ein Bescheid einlangt, wird dieser geladen, archiviert und mit den Quelldaten versehen. Die dazugehörige Erklärung kann direkt vom Bescheid im BMD-Archiv geöffnet werden. Zum Bescheid wird für den zuständigen Mitarbeiter eine Frist angelegt, die auch einen Hinweis auf die Richtigkeit des Ergebnisses enthält. All das, ohne dass Sie selbst in ein Portal einsteigen müssen, das alles erledigt BMD für Sie, indem sie alle Portale abfragt. BMD-NTCS wird somit zum „No-Stop-Shop“, den gesamten e-Government-Bereich betreffend.

e-Government-Drehscheibe
e-Government-Drehscheibe

Dies sind wirklich herausragende Funktionalitäten der BMD-Software, die die verantwortlichen Mitarbeiter Dr. Markus Knasmüller und Robert Schwaiger (Gruppenleiter des Entwicklungsbereichs Anbu, Bilanz und Steuern) auch am e-day der Österreichischen Wirtschaftskammer vor großem Publikum vorstellen durften. Nicht zuletzt deswegen wird BMD auch immer wieder in die neuesten Entwicklungen eingebunden , die in diesem Bereich erfolgen, sei es durch enge Kontakte mit den Banken oder aber durch die Mitarbeit in der E-Gov-Experts-Group. Eine Zusammenarbeit, die noch viele weitere Verbesserungen für Sie als BMD-Anwender bringen wird, wie etwa die vollautomatische Bescheidkontrolle oder aber (sofern das BMF mitarbeitet) den automatischen Download der Lohnzettel, die dann bei Eingabe der Steuererklärungen nicht mehr mühsam händisch erfasst werden müssen.

Dr. Markus Knasmüller
Leiter Software-Entwicklung