Einrichten Sicherung einer BMDNTCS mit SQL 2005
Diese Anleitung richtet sich an versierte EDV Administratoren die Erfahrung im Umgang mit Datenbanken besitzen. Diese Anleitung ist als Hilfe für das Einrichten einer Sicherung gedacht. Die Anleitung bietet daher keinerlei Grundlage für Ansprüche bei Datenverlust. Die vollständige, korrekte und wiederherstellbare Sicherung der Daten liegt alleine in der Verantwortung des Kunden.
Kontrolle des "Recovery model"
Starten Sie das SQL Managment Studio -> Databases -> rechte Maustaste auf BMD -> Properties -> Options.
Kontrollieren Sie das „Recovery model“ und ändern Sie es auf "Full" sofern es momentan auf "Simple" oder "Bulk-logged" definiert ist.

Kontrolle der Lage der Transaction-Log Datei
Starten Sie das SQL Management Studio -> Databases -> rechte Maustaste auf BMD -> Properties -> Files.
Kontrollieren Sie die Lage und die Autogrowth Einstellung der BMD Datenbank Dateien.

Die SQL2005 Datenbank schreibt durch das „Full Recovery model“ jede Transaktion in die BMD_LOG.ldf. Diese Datei wird sequentiell geschrieben und wächst daher bis sie mit einem SQL Sicherungsjob gesichert wurde. Dabei wird der Inhalt der Datei entleert, sie bleibt aber vom Betriebssystem gesehen gleich groß.
Daher sind folgende Punkte für die Log Datei extrem wichtig:
TIPP:
Wird die Datei BMD_LOG.ldf auf eine eigene Festplatte bzw. ein eigenes Raid gelegt auf dem nur die BMD_log.ldf liegt, erhöht sich Performance der BMDNTCS. Speziell bei Operationen die eine hohe Datenbank IO-Last verursachen (z.Bsp. BMDNTCS Update, Kore Auswertungen, Bilanz Aufbereitung, …)
ACHTUNG: Es sollte ein eigenes Raid sein und der Raid Controller sollte einen Schreibcache verwenden.!!!
Eine eigene Partition auf der gleichen Festplatte genügt nicht weil dadurch „Random-“ und
„Sequentielle-IO-Last“ nicht voneinander getrennt werden (können) !!!
Einrichtung der Sicherung
Voraussetzung:
Starten Sie den SQL Server Agent
SQL Managment Studio -> SQL Server Agent -> rechte Maustaste -> Start -> mit Ja/Yes bestätigen


Weiters sollte dieser Dienst auf den Autostarttyp „Automatisch“ umgestellt werden, damit dieser auch im Falle eines Serverneustarts wieder gestartet wird, und somit auch gewährleistet ist, dass die Sicherung funktionieren kann!
Diese Einstellungen können alle im Dienstmanager von Windows durchgeführt werden.

Das Sicherungskonzept der nachfolgenden Anleitung sieht folgendermaßen aus:
| 06.00 | eine vollständige Sicherung der Datenbank wird in die Backup Datei erstellt. (dabei wird die Datei jedes Mal überschrieben) |
| 09.00 | eine Sicherung der Transaktionsprotokolle wird in die Backup Datei erstellt. (die Log Daten werden an die Datei angehängt) |
| 12.00 | eine Sicherung der Transaktionsprotokolle wird in die Backup Datei erstellt. (die Log Daten werden an die Datei angehängt) |
| 15.00 | eine Sicherung der Transaktionsprotokolle wird in die Backup Datei erstellt. (die Log Daten werden an die Datei angehängt) |
| 18.00 | eine Sicherung der Transaktionsprotokolle wird in die Backup Datei erstellt. (die Log Daten werden an die Datei angehängt) |
Diese Datei muss mit der täglichen Sicherung auf ein Magnetband bzw. einen externen Datenträger gesichert werden!!!
Durch dieses Konzept kann jeder beliebige Zeitpunkt zwischen 06.00 und 18.00 Uhr wiederhergestellt werden!
Erstellen Sie ein Verzeichnis im Explorer in dem Sicherungsdatei liegen soll, z.Bsp D:\SQL-Backup

Laden Sie sich das im ZIP befindliche SQL Script „1_add_backup_device.sql“
herunter.
Per Doppelklick auf die Datei sollte automatisch das SQL Management Studio gestartet werden.
Ansonsten starten Sie das SQL Managment Studio manuell und öffnen das Script (File -> Open -> File oder auf den Button „Open File“ in der Menüleiste oder per Tastenkombination Strg + O)
Anschließend führen Sie es aus (Taste F5 oder per Button Execute)!

Es muss dann in der Fußzeile als Ergebnis „Query executed sucessfully“ angezeigt werden.

Im SQL Managment Studio muss dann unter „Server Objects“ -> Backup Devices“ auch das Backup-BMD Device ersichtlich sein.

Laden Sie sich nun das zweite Script „2_full_backup_job.sql“
herunter und gehen Sie für das Öffnen und Ausführen des Scripts exakt genauso wie unter Punkt b) beschrieben vor.
Es muss als Ergebnis wieder „Command(s) completed sucessfully“ angezeigt werden.
Laden Sie sich nun das dritte Script „3_trans_log_backup_job.sql“
herunter und gehen Sie wieder wie oben beschrieben vor.
Das Ergebnis muss wieder „Command(s) completed sucessfully“ lauten.
Nun sollten Sie unter SQL Server Agent -> Jobs beide angelegten Sicherungs-Jobs sehen:

Kontrolle der Sicherung
Der Erfolg der Sicherung kann auf zwei verschiedene Arten geprüft werden:
1. Aufgrund des Zeitstempels der Backup-Datei im Sicherungsverzeichnis:
2. Im SQL Managment Studio -> SQL Server Agent -> rechte Maustaste auf einen der Jobs -> View History:

zurück zur Liste Drucken Empfehlen