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SATA - SCSI/SAS

Bandbreite ist nicht Performance

MB/s und GB/s sind wichtig für:

  • Backbone Netzwerke
  • Data-Streaming
  • Disk-to-Disk Backup
  • Eine einzelne Datenquelle sollte weniger Daten lieferen als die Schnittstelle verkraften kann.

IO/s sind wichtig für:

  • Transaktionsorientierende Applikationen
  • Datenbanken (z.B.: SQL und Oracle)
  • Daten- Analyse
  • Mail Server

MYTHOS:

eine SATA-Festplatte ist genauso schnell wei eine SCSI- bzw. SAS-Festplatte.

SATA

SAS

Bandbreite

150 - 300 - 600 MBit/sek

300 - 600 MBit/sek

Kapazität

bis 2 TB

bis 600 GB

Umdrehungen pro Minute

4.200 – 5.400 – 7.200

10.000 – 15.000

Zugriffszeit

8,2 – 12,5 ms

2,58 – 4,1 ms

Duplex-Betrieb

nein

ja

Dual Porting

nein

ja

Zwar ist die theoretische maximale Transferrate der beiden Schnittstellen ident, diese ist aber nur für sequentielle Operationen aussagekräftig (Bandbreite). Für den Datenbankbetrieb ist ausschließlich die Random I/O-Leistung (Performance) von Bedeutung und diese ist bei einer einzelnen SAS-Festplatte bis zu 4 x höher als bei einer SATA-Festplatte (Zugriffszeit)! Außerdem kann eine SCSI-/SAS-Festplatte Schreib- und Leseoperationen parallel durchführen (Duplex-Betrieb)!

Unter folgendem Link finden Sie die Herstelleraussagen von HP bez. des Einsatzgebiets von SATA-Festplatten:

http://h18004.www1.hp.com/products/servers/proliantstorage/serial/sata/entry/index.html

ZITAT: Speicherlösungen für nicht geschäftskritische Umgebungen mit geringen Arbeitslasten.

Wie man den nachfolgenden Tabellen sehr schön entnehmen kann waren SCSI-Festplatten bereits vor über 10 Jahren schneller als heutige SATA-Pendants.

Bild 1

2008

2008

2010

2010

Die Festplattenperformance skaliert zusätzlich mit der Anzahl der Platten! Werden die Festplatten überfordert so bricht die Geschwindigkeit oft massiv ein, obwohl Prozessor, Arbeitsspeicher und Netzwerk völlig unausgelastet sind.
Die Anzahl der Platten ist also extrem wichtig

Bild 3

Optimierungsstrategie für das Disk Subsystem:

  • SAS anstatt SATA
  • RAID Controller anstatt Standard bzw. Onboard SATA/SAS Controller
  • Effiziente RAID Varianten
  • Richtige Strip Size verwenden (z. B.: bei RAID5 64kB anstatt 16 kB)
  • abgesicherten Write Cache (BBWC/FBWC)
  • mehr Festplatten
  • Festplatten mit 15k RPM
  • 2,5" Platte verwenden - kleinere Platten haben kürzere Zugriffszeiten
  • Solid State Disks (SSD´s)
  • SATA II bzw. SATA III anstatt SATA (speziell für SSD´s)

Weitere Optimierungsmöglichkeiten:

  • Schnellere RAID Controller
  • Größere Cache-Speicher
  • Write-Back Cache
    • Sehr gut für Random-I/O Daten
    • Neutral für sequentielle Daten (gut für kurze Bursts)
  • Trennen von sequentiellen und Random-I/O Daten auf unterschiedliche RAID Controller und RAID Varianten
    • z.B.: Betriebssystem, Log-Dateien und Datenbanken auf jeweils eigene Controller und eigene RAID´s aufteilen.

Überblick der gängisten RAID-Varianten:

RAID 0 - Striping

Kapazität

Anzahl der Platten mal Kapazität der kleinsten Einzelplatte

Geschwindigkeit

Sehr hoch, exzellente Schreib- und Leseperformance

Ausfallswahrscheinlichkeit

Sehr hoch, bei Ausfall einer Platte Gesamtverlust der Daten

Kosten

Sehr gering, kein Kapazitätsverlust

Minimale Plattenanzahl

2

Anwendung

Videoschnitt, Temporärspeicher

RAID 1 - Mirroring

Kapazität

Halbe Anzahl der Platten mal Kapazität der kleinsten Einzelplatte

Geschwindigkeit

Hoch, sehr gute Leseperformance, Schreibperformance wie Einzelplatte

Ausfallswahrscheinlichkeit

Gering, eine Platte kann ohne Datenverlust ausfallen

Kosten

Hoch, nur halbe Kapazitätsnutzung

Minimale Plattenanzahl

2

Anwendung

Betriebssystem, Datenbank, hohe I/O-Last

RAID 10 - Striped Mirror

Kapazität

Halbe Anzahl der Platten mal Kapazität der kleinsten Einzelplatte

Geschwindigkeit

Sehr hoch, sehr gute Leseperformance, gute Schreibperformance

Ausfallswahrscheinlichkeit

Gering, eine Platte kann ohne Datenverlust ausfallen (Sicherheit ist 1 + x)

Kosten

Hoch, nur halbe Kapazitätsnutzung

Minimale Plattenanzahl

4

Anwendung

Datenbanken, hohe I/O-Last

RAID 5 - Distributed Data Guarding

Kapazität

Anzahl der Platten minus 1 Mal der Kapazität der kleinsten Einzelplatte

Geschwindigkeit

Normal, gute Leseperformance, bescheidene Schreibperformance

Ausfallswahrscheinlichkeit

Gering, eine Platte kann ohne Datenverlust ausfallen

Kosten

Gering, nur eine Platte Verlust

Minimale Plattenanzahl

3

Anwendung

Fileserver, Testsystem, Archivierung, Backup-to-Disk

RAID 50 - Striped RAID 5

Kapazität

Anzahl der Platten minus 2 Mal der Kapazität der kleinsten Einzelplatte

Geschwindigkeit

Hoch, allerdings langsamer als RAID 10

Ausfallswahrscheinlichkeit

gering, eine Platte kann ohne Datenverlust ausfallen (Sicherheit ist 1 + x)

Kosten

Normal, zwei Platten Verlust

Minimale Plattenanzahl

6

Anwendung

Fileserver, Datenbank, hohe I/O-Last

RAID 6 - Advanced Data Guarding

Kapazität

Anzahl der Platten minus 2 Mal der Kapazität der kleinsten Einzelplatte

Geschwindigkeit

Niedrig, Gute Leseperformance (~ Raid 5), schlechte Schreibperformance

Ausfallswahrscheinlichkeit

Sehr gering, zwei Platten können ohne Datenverlust ausfallen

Kosten

Normal, zwei Platten Verlust

Minimale Plattenanzahl

4

Anwendung

Fileserver, Testsystem, Archivierung, Backup-to-Disk

Raid-Tabelle



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