Dieser Artikel betrifft den Abschluss-Navigator (auch bekannt als Checkliste 120 mit erweiterter Funktionalität) sowie die Wirtschaftsprüfungsvorlagen.
Zum Zeitpunkt der Anlage des Bilanzprojektes bzw. der Wirtschaftsprüfung wird jene Checklistvorlage verwendet, welche aktuell im System gespeichert ist, es wird also die gesamte Checkliste in vorhandener Version zum Kunden kopiert. Ändert sich danach die Vorlage in den Standards, ändert sich die Vorlage beim Kunden NICHT.
Möchten Sie trotzdem den Abschluss-Navigator oder die Wirtschaftsprüfung beim Kunden mit jener vom Standard aktualisieren, so besteht die Möglichkeit, die Vorlage vom Kunden mit der Standardvorlage abzugleichen. Unter Extras finden Sie die Funktion "Mit Vorlage abgleichen" (BMD empfiehlt keinen Abgleich!).
Der Abgleich sollte gegebenenfalls nur am Anfang der Bilanzierungs- bzw. Prüfungsarbeiten stattfinden!
Es erfolgt zusätzlich eine Sicherheitsabfrage, ob man die Checkliste wirklich mit den Vorlagen abgleichen möchte, da dabei eventuell vorhandene Daten verloren gehen könnten. Andernfalls besteht auch die Möglichkeit das Projekt zu löschen und den Abschluss-Navigator bzw. die Wirtschaftsprüfung neu anzulegen. Auswertungen und Berichte bleiben erhalten. Fragenbeantwortungen, geänderte Stati, Rückfragen, Arbeitsblätter, zugeordnete Dokumente gehen verloren.
In der XML-Struktur für die Firmenbuchoffenlegung wurde seitens des BRZ ein weiteres Feld für die Einstufung des Mandanten aufgenommen.
- Angaben zur Gesellschaftsgröße im laufenden Jahr: Dieses Feld entspricht dem bisherigen Feld "Größenklasse". Die Übernahme erfolgt aus den Firmenstammdaten.
- Gesellschaftsgröße inklusive Vorjahre: Hier wird die Einordnung gem. § 277 Abs. 4 UGB unter Bedachtnahme auf § 221 Abs. 4 UGB erfasst. Es erfolgt sinngemäß die Einstufung unter Bedachtnahme der beiden vorangegangenen Geschäftsjahre.
Es kann vorkommen, dass zum Beispiel eine Kapitalgesellschaft im laufenden Jahr als Kleinstkapitalgesellschaft, jedoch unter Berücksichtigung der vorangegangenen zwei Geschäftsjahre als kleine Kapitalgesellschaft offenzulegen ist.
Beide Felder erhalten zunächst standardmäßig den Vorschlag aus den Firmenstamm.
Sie können den Umfang für die Offenlegung ändern. Gemäß der eingestellten "Gesellschaftsgröße inklusive Vorjahre" wird die XML-Datei erstellt.
Haben beide Felder unterschiedliche Ausprägungen, werden beide Ausprägungen in die XML-Datei gesschrieben. Haben beide Felder dieselbe Ausprägung, wird sie nur einmal in die XML-Datei übernommen.
Für die Erstellung der Elektronischen Firmenbucheinreichung werden beispielsweise Vorjahresstammdaten wie Bilanzstichtag, Rechtsform, Gesellschaftsgröße, Anzahl der Arbeiter und Angestellten benötigt. Diese Vorjahresdaten können wie folgt bearbeitet bzw. angelegt werden:
Wählen Sie im Paket BILANZ → Stammdaten → Firmen- und FIBU-Stammdaten. Nachdem die jeweilige Firma im linken Fenster markiert wurde, wählen Sie in der Menüleiste Extras die Funktion "Firmen Vorjahre".
Mit F6 können Sie bestehende Datensätze bearbeiten, mit F5 können fehlende Vorjahre angelegt werden.