Grundlegende Informationen zum Paket Produktionsplanung und -steuerung finden Sie unter
Erste Schritte PPS.
Wenn sich nach dem Anlegen einer Auftragsposition die Stammdatenstückliste ändert und diese Änderung für die bereits angelegte Auftragsposition gelten soll, dann kann mit der Funktion "Stückliste erneut übernehmen" der Auftragsposition die Stückliste aus den Stammdaten erneut übernommen werden. Diese Funktion kann nicht nur für eine Position durchgeführt werden. Es können auch mehrere bzw. alle Positionen aus den Stammdaten auf einmal neu übernommen werden. Dabei werden auch Arbeitspläne neu aus den Stammdaten geladen (und eventuelle Änderungen verworfen!).
Im unten angeführten Screenshot wurde die Funktion extra als Favorit im Bereich eingestellt. In der Produktionsauftragserfassung ist die Funktion standardmäßig aktiv.
Unter WWS → Verkauf → Aufträge können mittels der Funktion "Neuermitteln" auch für mehrere Aufträge die Stücklisten neu aus den Stammdaten gelesen werden.
Diese Funktion ist nur dann möglich, wenn dahinterliegende Produktionslose noch nicht freigegeben sind bzw. es noch keine Bewegungsdaten auf diesen gibt. Wenn dies der Fall ist, erscheint eine Hinweismeldung, dass die Funktion nicht ausgeführt werden kann.
Im dabei aufgehenden Fenster muss die Option "Stückliste neu (aus Stammdaten)" aktiv gesetzt werden, bevor auf "Ok" geklickt wird.
Verbuchte Rohwarendatensätze können aufgrund der notwendigen Nachvollziehbarkeit nicht mehr bearbeitet werden. Jedoch gibt es die Möglichkeit, über die "Nacherfassung" zusätzliche Stücklistenpositionen zu buchen, obwohl das Produktionslos den Status "Fertig" hat. Sie finden die Nacherfassung im Kontextmenü einer Stücklistenposition. Einzige Bedingung beim Erfassen von Nacherfassungen ist, dass auch ein Begründungstext bei der Stücklistenposition eingegeben werden muss.
Mit der Funktion "Neu" (unter Nacherfassung) können so noch zusätzliche Rohwaren zu diesem Produktionslos abgebucht werden.
Zudem ist es auch möglich, mit den Funktionen
Storno oder
Retourmenge erfassen Rückbuchungen im Materialeinsatz vorzunehmen.
Die Funktionen unter "Nacherfassung", "Storno" und "Retourmenge erfassen" können auch eigens berechtigt werden.
Ja, Sie können die Auftragsstückliste ändern. Änderungen haben keine Auswirkung auf die Stammdatenstückliste. Die Änderungen gelten nur für diesen einen Auftrag.
Eine Möglichkeit bei diesem Problem kann sein, dass es mehr als eine Stückliste in den Stammdaten gibt. Dies kommt z. B. dann vor, wenn ein Stücklistenkopf kopiert wird. Es wird immer jene Stückliste als erste Ebene am Auftrag aufgelöst, die dem Artikel direkt als Hauptstückliste zugeordnet ist.
Welche Stückliste dem Artikel zugeordnet ist, sehen Sie an nachfolgend beschriebenen Punkten:
Im folgenden Fall ist die Stückliste mit der Bezeichnung "... NEU" nicht die
Hauptstückliste, erkennbar an dem Feld "Hauptstückliste" und dem roten X darin.
Mit der F8-Funktion im Feld "Stückliste" öffnet sich die direkt zugeordnete Stückliste zum Artikel:
Mit der F4-Funktion können Sie aus bestehenden Artikeln eine andere Stückliste dem Artikel zuordnen.
Im Reiter bzw. optionalen Bereich "Stückliste" sehen Sie die zugeordnete Stückliste zum Artikel, die bei Auftragsanlage aufgelöst wird.
Hinweis | Bei chargen- und seriennummerngeführten Stücklistenpositionen ist eine automatische Materialrückmeldung aufgrund notwendiger Rückverfolgung nicht zu empfehlen. Unter bestimmten Voraussetzungen (bestimmter Ablauf), kann die Rückverfolgung aber auch garantiert werden. Bitte aber jedenfalls eine automatisierte Materialrückmeldung mit dem PPS Support abstimmen!
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Werden Fertigprodukte über Produkte pro Produktionslos/BDE-Produkt erfasst, kann beispielsweise die retrograde Materialrückmeldung auf Produktbasis aktiviert werden. Im Dialog "Material (lt. Stückliste) ausbuchen für P.-Los" kann zusätzlich auch die Rückmeldung für bestimmte Artikelklassen eingestellt werden (siehe Screenshot):
Es werden sowohl jene Artikel zurückgemeldet, deren Artikelklasse angegeben wird, als auch jene Artikel der Stückliste, die keine Artikelklasse (am Artikelstamm) hinterlegt haben. Die Artikel, die eine Artikelklasse hinterlegt haben, aber nicht ausgewählt worden sind, werden nicht rückgemeldet.
Dieser Parameter wird auch bei der Produktrückmeldung über den BMDPpsService berücksichtigt. Für das Zubuchen von Produkten über MDE gibt es eine eigene Parametereinstellung, ob Materialien rückgemeldet werden sollen oder nicht. Falls der Parameter
Material-Rückmeldung bei Neuanlage eines Produktes auf "Ja, mit Materialfindung" gestellt ist, werden die gleichen Artikelklassen berücksichtigt wie im Parameter für die normale Produktrückmeldung.
Wenn dieser aktiv ist, werden alle noch offenen Materialien mit dem Status "Ware zubereiten" bei Fertigmeldung des Produktionsloses vom Lager abgebucht.
Das System ordnet diese Materialien automatisch dem ersten Vorgang zu. Die Materialien werden somit zu Produktionsbeginn disponiert. Es wird damit der Prozess des ersten Vorgangs herangezogen.
Mögliche Ursachen können sein:
- Es fehlt die Einheitentabelle beim Fertigprodukt.
- In der Einheitentabelle fehlt die Umrechnung auf die Einheit der Rohware.
- Die Referenzmenge am Stücklistenkopf (Stammdaten) ist falsch.
- Die Menge der Stücklistenposition (Stammdaten) ist falsch.
Standardmäßig ist es nicht erlaubt, negative Lagerkonten auszulösen – es wird aufgrund möglicher falscher Einstandspreisdaten auch nicht empfohlen, diese Standardeinstellung zu ändern.
Um Produkte bei aktiver retrograder Materialrückmeldung trotzdem auf Lager buchen zu können, gibt es die Möglichkeit der "Ausstehenden Materialrückmeldungen". Falls z. B. Wareneingänge noch nicht verbucht worden sind, obwohl diese schon in der Produktion gebraucht werden. Das Fenster "Ausstehenden Materialrückmeldungen" ist mit der Lizenz "PPS-Material" verfügbar.
Die ausstehenden Materialrückmeldungen listen alle Materialabgangsbuchungen des Produktionsbereichs, die zum Zeitpunkt des Buchens ein negatives Lagerkonto ausgelöst hätten. Um einem negativen Lagerkonto vorzubeugen, werden die Warenabgänge in der Stückliste zwar "registriert", jedoch nicht vom Lager abgebucht. Mehr dazu erfahren Sie in der BMD Hilfe zur Menühilfe
Ausstehende Materialrückmeldungen oder im Themendokument
Ablauf Ausstehende Materialrückmeldungen.
Bei Verwendung der ausstehenden Materialrückmeldungen muss garantiert werden, dass jemand zumindest einmal monatlich die Datensätze in den ausstehenden Materialrückmeldungen kontrolliert und ggf. nachbucht.
Ja, es gibt die Möglichkeit, bearbeitete Auftragsstücklisten in die Stammdaten zu übernehmen. Sie finden die Funktion
Stücklistenübernahme in Stammdaten im Kontextmenü des Materialeinsatzes.
Im Fenster "Übernahme der Stücklisten-Kopfdaten" können Einstellungen für die neue Stückliste vorgenommen werden. Nach der Übernahme wird für die neue Stückliste ein Protokoll erstellt.
Details dazu finden Sie im Onlinehilfe-Dokument
Stücklistenübernahme in Stammdaten.
Die einfachste Möglichkeit ist die Funktion "Rückmelden" im Materialeinsatz/in der Auftragsstückliste, die einzeln auf eine Stücklistenposition ausgeführt werden kann. Siehe Beschreibung
Materialrückmeldung via Funktion "Rückmelden".
Achtung: Wenn Sie mit dem Produktionszugang arbeiten, müssen Sie darauf achten, dass die abgebuchten Einzelteile nicht noch einmal durch den Produktionszugang und die Material- und Zeitbedarfsermittlung gebucht werden.
Bitte überprüfen Sie in diesem Fall das Feld "Materialbeistellung" auf der Stücklistenposition. Steht dieses auf "Nein", wird kein geplanter Abgang erzeugt.
Ja, Material kann auch auf ein fertiges Produktionslos nachgebucht rückgemeldet werden.
Die Funktion "Rückmelden" kann unabhängig vom Status des Produktionsloses durchgeführt werden. Die Rückmeldung kann aber für fertige/stornierte Produktionslose eigens berechtigt werden.
Die so genannte "Nacherfassung" ist in die Funktion "Rückmelden" integriert worden und es wird dort geprüft, ob eine Nacherfassung notwendig ist (mit Begründungstext) oder nicht.
Bei bereits fertig gemeldeten/stornierten Produktionslosen und Auftragspositionen wird für die Funktionen "Neu", "Bearbeiten" und "Materialrückmeldung" ein Begründungstext bei der Eingabe als Pflichtfeld eingefordert. Genau dann handelt es sich um eine Nacherfassung.
Wenn Materialien zusätzlich abgebucht werden, ist zu berücksichtigen, das Produktionslos mit der Funktion "Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen" neu aufzurollen, um erzeugte Produkte neu zu bewerten. Für die erfolgreiche Ausführung der Funktionen muss im Gegensatz zum Ausführen der Standardfunktionen "Neu", "Bearbeiten", "Löschen" und "Materialrückmeldung" pflichtmäßig ein Begründungstext eingegeben werden, der mit ins Lagerjournal geschrieben wird.
Folgende Funktionen mit folgenden Berechtigungen sind für die Nacherfassung möglich:
Neu (Stkl-Nacherfassung Neu (MCS_MDAUFTRAGSSTUECKLISTEMGR_NACHERFASSUNG_NEU 37756))
Bearbeiten (Stkl-Nacherfassung Bearbeiten (MCS_MDAUFTRAGSSTUECKLISTEMGR_NACHERFASSUNG_BEARBEITEN 37789))
Löschen (MCS_MDAUFTRAGSSTUECKLISTEMGR_NACHERFASSUNG_LOESCHEN 37791))
Rückmelden (MCS_MDAUFTRAGSSTUECKLISTEMGR)
Sobald der Artikel, der in eine Auftragsstückliste eingefügt wird, die Ausprägung "Kundenproduktion" oder "Lagerproduktion" hat und selbst eine Stückliste in den Stammdaten besitzt, wird immer die dem Artikel zugeordnete (Haupt-)Stückliste im Auftrag mit der Auflösung "Auflösung" eingefügt.
Der Artikel "S001" wurde nachträglich in die Stückliste des Produktionsloses 10615 eingefügt:
Wollen Sie stattdessen aber nur den Artikel eingefügt haben, kann dies auf zwei Wegen geändert werden:
Beim Einfügen eines Stücklistenartikels wird automatisch der
Stücklistenpositionstyp "Baugruppe" vorgeschlagen. Sie können diesen Vorschlagswert direkt bei Neuanlage oder durch nachträgliches Bearbeiten auf "Artikel" umstellen. Dabei wird die Stückliste des Artikels nicht aufgelöst und nur der Einzelteil in die Stückliste eingefügt.
Der Artikel "S001" wird gleich als Einzelteil eingefügt:
Die Umstellung des Stücklistenpositionstyps kann alternativ auch über die Funktion
Position in Artikel/Stückliste wandeln im Unterpunkt "Materiafluss steuern" umgestellt werden. Für eine raschere Funktionsausführung kann mit der Tastenkombination "Alt+K" die Funktion angestoßen werden. Die Funktion kann auch wieder dafür verwendet werden, wenn der Artikel doch als Stückliste aufgelöst werden soll.