Grundlegende Informationen zum Paket Produktionsplanung und -steuerung finden Sie unter
Erste Schritte PPS.
Wenn im Produktionsbereich mit Produktionslinien gearbeitet wird, welche gleich aufgebaut sind und mehrere unterschiedliche Arbeitsplätze beanspruchen, kann im BMD-System ein Wechsel der Produktionslinie einen automatischen Wechsel der beanspruchten Arbeitsplätze auslösen. Die Einstellung und die Möglichkeiten werden in diesem Dokument beschrieben.
Beispiel | Der Aufbau der Produktionslinien und der Zusammenhang mit den Arbeitsplätzen in BMD kann wie folgt aussehen:
Vorgang | Produktionslinie 1 | Produktionsinie 2 | | Vorbereiten | Arbeitsplatz VB | Arbeitsplatz VB | Kochen | Kocher 1 | Kocher 2 | Abfüllen | Abfüllanlage 1 | Abfüllanlage 2 |
Wie in der Tabelle ersichtlich ist, kann bei einem Produktionslinien-Wechsel ein Arbeitsplatz auch unverändert bleiben.
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Hinweis
| Die Produktionslinien- und Arbeitsplatz-Zuordnungen, die in diesem Dokument beschrieben werden, sollten auf alle Fälle verwendet werden, wenn - es sich um Arbeitspläne in einer Firmengruppe handelt,
- die Fertigung NICHT in der WWS-Hauptfirma erfolgt.
Bei Fragen dazu wenden Sie sich bitte an den BMD-PPS-Support.
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Es sind für den Produktionslinien- samt automatischem Arbeitsplatz-Wechsel keine besonderen Parameter-Einstellungen erforderlich. Wenn bei einem Wechsel des Arbeitsplatzes auch ein Wechsel des Lagers in der Stückliste (Lagerermittlung lt. Arbeitsplatz) erfolgen soll, ist folgender Parameter zu aktivieren:
Parameteraufruf:
PPS → Stammdaten → Einstellungen → Parameter
→ PPS & WWS allgemein → Stückliste
| Folgende Ausprägungen sind hier möglich:
0 - Nein 1 - Ja 2 - Auch beim Rückmelden
Steuert, ob beim Wechsel des Arbeitsplatzes auf einer Auftragsstücklistenposition der Lagerort neu ermittelt werden soll. Der APZ-Wechsel kann beispielsweise durch einen Produktionslinien-Wechsel erfolgen.
Neue Ausprägung ist nun "auch bei Rückmelden", dies bedeutet, dass bei einer Materialrückmeldung nun das Lager lt. APZ mitgegeben werden kann, das Material wird dann von dort aus abgebucht. |
Die Wartung der alternativen Produktionslinien und Arbeitsplätze erfolgt im Stammdaten-Arbeitsplan und ist somit auch Artikel- bzw. Stücklisten-bezogen. Die Struktur ist dabei folgende:
- Dem Arbeitsplan werden grundsätzlich die unterschiedlichen Produktionslinien zugeordnet
- Dem einzelnen Vorgang wird mitgeteilt, welcher Arbeitsplatz für die einzelnen Produktionslinien zu beanspruchen ist.
Die Zuordnung einer Produktionslinie erfolgt am Arbeitsplan über die Funktion "Linienzuordnung anzeigen/bearbeiten".
Beispiel | Dem Arbeitsplan für den Artikel "FB-4000" ist bislang noch keine Produktionslinie zugeordnet. Über die Funktion "Linienzuordnung anzeigen/bearbeiten" kann eine Produktionslinie zugeordnet werden.
Die erste Zuordnung wird dabei als "Standard-Linie" übernommen.
Als Alternative wurde noch die Hobelanlage 2 zugeordnet.
Die Standard-Linie wird ins Feld "Produktionsliniennummer" des Arbeitsplans übernommen.
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Hinweis | Die Linien-Zuordnung mit der Kennzeichnung "Standard" wird bei der Stücklisten- und Arbeitsplankopie auf einem Produktionsauftrag verwendet. |
Auf Vorgangsebene können über die Funktion "APZ-Zuordnung anzeigen/bearbeiten" mehrere Arbeitsplätze zugeordnet werden.
Es ist nun möglich, die Vorgabezeiten allgemein zu halten oder je Arbeitsplatz zu steuern. Wenn es sich um gleichwertige Maschinen oder Arbeitsplätze handelt, können die Vorgabezeiten direkt am Vorgang hinterlegt werden. Ansonsten erfolgt die Pflege der Zeiten im Reiter "Alternative APZ". Folgende Informationen können arbeitsplatz-spezifisch vorgegeben werden:
- Soll-Rüstzeit-variabel (StRf)
- Soll-Rüstzeit-fix (StRf)
- Soll-Bearbeitungszeit-variabel (StBx)
- Soll-Bearbeitungszeit-fix (StB)
- Soll-Übergangszeit (StÜ)
- Transportlosgröße (TxM)
- Soll-Anzahl-Mitarbeiter (SAnzMA)
- Soll-Last-Mitarbeiter (SL-MA)
- Soll-Last-Arbeitsplatz-variabel (SLx-APZ)
- Soll-Last-Arbeitsplatz-fix (SLf-APZ)
- Soll-Bezugsmenge (SBxM) + Soll-Bezugsmengeneinheit (SBxME)
Beispiel | Für einen einzelnen Vorgang werden die Arbeitsplatz-Zuordnungen (Funktion "APZ-Zuordnungen anzeigen/bearbeiten") gepflegt.
Die Auswahl im linken Bereich bietet für die zugeordneten Produktionslinien alle Arbeitsplätze an. Die richtigen Zuordnungen sind dann auszuwählen.
Am Vorgang im Feld "APZ-Nr" wird dann eine Standard-Zuordnung dargestellt. Die Details können auch im Reiter "Alternative APZ" zum Vorgang eingesehen werden. Dort ist auch die Pflege der unterschiedlichen Vorgabezeiten möglich.
Der zweite Vorgang Abpacken erfolgt auch auf zwei unterschiedlichen Arbeitsplätzen, die abhängig von der ausgewählten Produktionslinie sind. Die Vorgabezeiten sind jedoch allgemein hinterlegt und nicht APZ-spezifisch.
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Auf dem Produktionslos selbst wird die Produktionslinie selbst vermerkt - diese korrespondiert mit jener, die auch am Arbeitsplan angezeigt wird. Bei der Neuanlage eines Produktionsloses wird dabei die Standard-Produktionslinie verwendet.
Erfolgt nun ein Wechsel der Produktionslinie auf dem einzelnen Produktionslos, wechseln auch die Arbeitsplätze auf den einzelnen Vorgängen - und mit ihnen die spezifischen Vorgabe-Zeiten, sofern am Reiter "Alternative APZ" Werte hinterlegt waren.
Beispiel | Ein neue angelegtes Produktionslos beansprucht die Standard-Produktionslinie "H1". Dementsprechend werden auch die Arbeitsplätze dieser Produktionslinie sowie deren spezifischen Vorgabezeiten herangezogen.
Ein Wechsel der Produktionslinie kann nun durch Bearbeiten des Produktionsloses erfolgen.
Dementsprechend werden die Arbeitsplätze im Arbeitsplan geändert.
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Hinweis | Im Programm erfolgt kein automatisierter Produktionslinien-Wechsel nach bestimmten Kriterien. Der Anstoß dazu erfolgt stets vom Benutzer. |