Wofür Zahlungskonditionen benötigt werden und wo diese als Vorschlag hinterlegt bzw. manuell ergänzt werden können, wird in diesem Hilfedokument beschrieben.
Zahlungskonditionen dienen dazu, Ihrem Kunden mitzuteilen, innerhalb welcher Frist eine Rechnung zu bezahlen ist. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, Ihrem Kunden eine Reduktion des Betrags anzubieten, wenn die Rechnung innerhalb einer gewissen Frist bezahlt wird (Skonto).
Zusätzlich dienen die Zahlungskonditionen als Information für die Buchhaltung, damit überfällige Rechnungen gemahnt werden können.
Auch ohne Lizenz für die Buchhaltung haben Sie in der Belegliste einen Überblick über die Fälligkeit der Rechnungen.
Hinweis | Werden die Zahlungskonditionen nicht erfasst (Stammdaten oder Belege), setzt das System die Rechnungen sofort auf "fällig" und am Beleg wird automatisch der Zahlungskonditionstext "Zahlbar sofort nach Erhalt der Rechnung" angeführt.
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Die Zahlungskonditionen können über mehrere Arten erfasst werden - entweder direkt in den Kundenstammdaten oder manuell bei der Belegerfassung.
Folgende Felder stehen für die Zahlungskonditionen zur Verfügung:
| Zahlungsziel (Tage) | Hinterlegen Sie hier die Anzahl der Tage, die Sie Ihrem Kunden für die Bezahlung der Rechnung gewähren. |
Skonto (%) | Soll dem Kunden ein Skonto gewährt werden, kann in diesem Feld der Prozentsatz für das Skonto hinterlegt werden. Sobald ein Prozentsatz hinterlegt wird, muss auch die Anzahl der Tage für das Skonto definiert werden. |
Skonto (Tage) | Anzahl der Tage, innerhalb welcher sich der Kunde das Skonto bei der Bezahlung der Rechnung abziehen darf |
Gerade wenn Sie Ihre Kunden in den Stammdaten erfassen und mit diesen spezielle Zahlungskonditionen vereinbaren, empfiehlt sich die Hinterlegung direkt am Kunden.
In den Kundenstammdaten im Bereich "Rechnungsoptionen" können sowohl für Privat- als auch Firmenkunden Zahlungskonditionen hinterlegt werden.
Werden bei einem Kunden die Konditionen hinterlegt, werden diese bei der Belegerfassung als Vorschlagswert übergeben.
Hier ist im Standard das Feld "Zahlungsziel in Tagen" ersichtlich.
Soll neben dem Zahlungsziel in Tagen auch ein Skonto für den Beleg hinterlegt werden, ist dies möglich, indem das Feld "Skonto" aktiviert wird.
Mit der Aktivierung werden die Felder "Skonto %" und "Skonto Tage" eingeblendet.
Beispiel | Der Kunde "Florian Aschbauer" hat eine größere Bestellung in Auftrag gegeben. Normalerweise gewähren wir ihm keine Sonderkonditionen. Aufgrund der Höhe der Bestellung wurde jedoch eine Sondervereinbarung getroffen. Er erhält ein Skonto von 2 %, wenn er die Rechnung innerhalb von 2 Tagen bezahlt. Sollte er die Zahlung innerhalb der Skontofrist nicht tätigen, wurde eine generelle Zahlungsfrist von 10 Tagen vereinbart.
Da der Kunde im Normalfall keine eigenen Zahlungskonditionen hat, werden diese manuell am Beleg erfasst.
Aufgrund der Hinterlegung der Zahlungskonditionen wird nun der Zahlungskonditionstext mit "Zahlbar innerhalb von 2 Tagen abzüglich 2 % Skonto, 10 Tage ohne Abzug" am Beleg angeführt.
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Beispiel | Die Kundin "Alexandra Schmidhofer" ist eine der ersten Stammkundinnen, weshalb mit ihr fixe Zahlungskonditionen vereinbart worden sind. Sie erhält 2 % Skonto, wenn die Rechnung innerhalb von 3 Tagen bezahlt wird und ansonsten eine Zahlungsfrist von 15 Tagen.
In den Kundenstammdaten werden daher im Bereich "Rechnungsoptionen" der Skonto-Prozentsatz, die Skonto-Tage und das Zahlungsziel in Tagen hinterlegt.
Wird nun ein neuer Beleg für die Kundin erfasst, werden die Zahlungskonditionen aus den Stammdaten automatisch für den neuen Beleg übernommen. Durch die Hinterlegung der Skonto-Vereinbarung wird auch diese in der Belegerfassung automatisch aktiviert und angezeigt.
Durch die hinterlegten Zahlungskonditionen wird der Zahlungskonditionstext "Zahlbar innerhalb von 3 Tagen abzüglich 2 % Skonto, 15 Tage ohne Abzug" ermittelt und am Beleg angeführt.
Hinweis | Auch wenn die Zahlungskonditionen in den Stammdaten hinterlegt sind und automatisch in der Belegerfassung ermittelt werden, können diese manuell für einzelne Belege abgeändert werden. |
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Aufgrund von Zahlungskonditionen wird die Fälligkeit von Rechnungen ermittelt. Dies dient einerseits dazu, einen Überblick darüber zu erhalten, welche Rechnungen noch offen sind und bis wann mit einer Zahlung zu rechnen ist, andererseits kann ab Fälligkeit einer Rechnung über die Buchhaltung eine Mahnung an den Kunden geschickt werden.
In der Belegliste ist für sämtliche Rechnungen mit dem Status "Versendet" ersichtlich, ab welchem Datum diese fällig sind.
In der Spalte "Fällig bis" ist ersichtlich, mit welchem Datum die Rechnung fällig ist. Dabei handelt es sich um die Nettofälligkeit der Rechnung. Skontofristen werden hier nicht berücksichtigt.
Beispiel | Die Rechnung Nr. 74 wurde mit 05.11. ausgestellt. Aufgrund der Zahlungskonditionen muss diese innerhalb von 30 Tagen ohne Abzug (= Nettofälligkeit) bezahlt werden.
Dadurch ist in der Belegliste ersichtlich, dass diese Rechnung ab 05.12. fällig ist.
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Mit Abschluss der Rechnung erhält diese den Status "Versendet" und wird zusätzlich in der Buchhaltung verbucht.
Die auf der Rechnung hinterlegten Zahlungskonditionen werden an die Buchhaltung übergeben und sind hier in der Belegverwaltung ersichtlich.