Standardfelder Lohnartenschablone

Bezeichnung (Eingabe)
An dieser Stelle kann die Bezeichnung der jeweiligen Lohnart abgeändert werden. Diese Bezeichnung wird auch in der Schablone bei der Erfassung angezeigt.
Ü-Std.-Lohnart gem. § 68 (2)
Dieses Feld ist nur relevant, wenn Sie eine Überstundenschablone anlegen. Ist das der Fall, wird hier jene Lohnart hinterlegt, die für die ersten 10 freien Überstundenzuschläge gem. § 68/2 verwendet wird.
Ü-Std.-Splitlohnart
Dieses Feld ist nur relevant, wenn Sie eine Überstundenschablone anlegen.
 
Was versteht man unter einer "Splittlohnart"?
 
Überstunden werden dann "aufgesplittet", wenn von einem Dienstnehmer zum Beispiel 100% pflichtige Überstunden geleistet wurden, die ersten 10 freien Überstundenzuschläge gemäß § 68/2 jedoch noch nicht aufgebraucht sind. D.h., von den 100% pflichtigen Überstundenzuschlägen sind bis zu 10 Stunden gemäß § 68/2 frei, jedoch nur im Ausmaß von 50 %. Die restlichen 50 %, d.h. der Überhang auf 100 %, sind lohnsteuerpflichtig.
 
Hinweis
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In diesem Feld muss ausschließlich eine Splittlohnart hinterlegt werden, wenn es sich bei der Eingabe-Lohnart um einen lohnsteuerpflichtigen Zuschlag handelt (z.B. ÜSt. 100 % pflichtig oder ÜSt. 75 % pflichtig), bei dem im Lohnartenstamm am Reiter "Pflichtigkeit" im Feld "Lohnsteuer (gem. EStG)" die Ausprägung "Lohnsteuer laufend" hinterlegt ist.
 
Sind die Lohnarten im Feld "Lohnsteuer (gem. EStG)" bereits auf "11 - § 68 Abs. 2" gesteuert und ist im Feld "§ 68/2-Prozentsatz" der jeweilige Prozentsatz hinterlegt, muss keine Splittbezugsart hinterlegt werden. In diesem Fall wird die korrekte Zuteilung vom Programm automatisch vorgenommen.
 
Beispiel
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Im Feld "Eingabe-Lohnart" wurde die Lohnart "Überstundenzuschlag 75 % pflichtig" eingegeben.
Im Lohnartenstamm ist bei der Lohnart am Reiter "Pflichtigkeit" im Feld "Lohnsteuer (gem. EStG)" die Ausprägung "Lohnsteuer laufend" hinterlegt → d.h., es muss eine Splittlohnart hinterlegt werden.
 
Die Lohnart "309 - Überstundenzuschlag 75 % pflichtig" wird auf die Lohnarten "311 - Überstundenzuschlag 25 % pflichtig" und "301 - Überstundenzuschlag 50 %/10 frei (§ 68/2)" gesplittet.
 
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Ü-Std.-Grundlohn
Dieses Feld ist nur relevant, wenn Sie eine Überstundenschablone anlegen. Ist das der Fall, wird hier die Lohnart für den Überstundengrundlohn eingegeben.

Hinweis
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In der Bruttoerfassung werden ausschließlich die Eingabe-Lohnarten erfasst. In diesem Beispiel sind das die Überstundenzuschläge. Der Überstundengrundlohn und die ersten 10 freien Zuschläge werden über die Schablone automatisch erzeugt.
 
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Achtung!
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Wird eine Überstundenschablone bei einem Dienstnehmer aufgrund einer Änderung wiederholt aufgerufen und wird auf einer Lohnart, die beim ersten Mal erfasst wurde, "nichts" eingegeben, bleibt die Lohnart (z.B. LA 305 - ÜSTD 100 % pfl) in der Bruttoerfassung mit dem ursprünglichen Wert erhalten. Die Lohnart "Überstundengrundlohn" wird jedoch ausschließlich mit der Stundenanzahl jener Lohnarten erzeugt, die im Zuge der Änderung in der Schablone eingegeben wurden.
 
Beispiel
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Bei einem Dienstnehmer werden in der Bruttoerfassung über die Überstundenschablone folgende Werte erfasst:
 
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In der Bruttoerfassung werden daraufhin folgende Lohnarten produziert:
 
1124636626000001090_0.png
 
Aufgrund einer Änderung muss die Überstundenschablone erneut aufgerufen werden. Anstatt der 10 sollen nur 5 Überstunden zu 100 % frei ausbezahlt werden. Bei den 50%igen Überstunden ändert sich nichts.
 
Folgende Eingaben müssen durchgeführt werden, damit alle Lohnarten (auch der Grundlohn) mit der richtigen Stundenanzahl produziert werden:
 
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Auch wenn sich bei den 50%igen Überstunden nichts geändert hat, muss, um eine korrekte Überstundenaktivierung zu gewährleisten, der Wert erneut erfasst werden.
 
Wird in der Schablone beispielsweise nur der geänderte Wert eingegeben, d.h. es werden nur die fünf 100%igen Überstunden erfasst, bleibt  in der Bruttoerfassung die Zuschlags-Lohnart mit zehn 50%igen Überstunden erhalten. Der Überstundengrundlohn muss jedoch manuell korrigiert werden, da über die Schablone nur die zuletzt erfassten Werte generiert werden.
 
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