Grundlegende Informationen zum Paket Produktionsplanung und -steuerung finden Sie unter
Erste Schritte PPS.
Im Fenster
BDE-Gewicht kann die Abbuchung von Rohmaterial durchgeführt werden. Dabei kann die Eingabe der verwendeten Mengen manuell oder mittels Waagenanbindung erfolgen.
Die Abbuchung kann auf Basis des Produktionsloses oder einzelner Vorgänge durchgeführt werden. Die Lagerstandsprüfung beim Abbuchen von Material kann hier speziell für den Wiegevorgang ein- und ausgeschaltet werden.
Die Bedienung des Fensters kann grundsätzlich via Touchscreen-Display erfolgen.
In den Einstiegsfeldern der Fenster "BDE-Gewicht" und "BDE-Material" wird zwischen zwei Arten von Feldern unterschieden:
- Filterfelder: Diese Felder schränken die Material- bzw. Rohwarenliste ein.
- Eingabefelder: Diese Felder steuern das Verhalten des Wiegevorgangs.
Mit Einschränken nach Produktionslos werden alle benötigten Materialien des Produktionsloses aus deren Stückliste angezeigt:
- S0011 Nougat Hell: Eswird zum Produktionslos 10612 eine Sollmenge von 470 kg benötigt.
- S0013 Butterreinfett: Es wird zum Produktionslos 10612 eine Sollmenge von 20 kg benötigt.
Für die ausgewählte Zeile in der Materialliste werden im Bereich der Gewichtsaufzeichnung genaue Informationen angezeigt:
Soll | Anzeige des Sollwertes aus der Stückliste des Produktionsloses. Wird mit Teilrückmeldungen gearbeitet, kann der Wert von der Sollmenge der Stückliste abweichen. |
Brutto | Gewogener Bruttowert |
Tara | Verpackungsgewicht |
Netto | Die Differenz aus Brutto und Tara, die beim Buchen als verwendete Menge auf die Materialposition geschrieben wird. |
Beim Durchführen der Materialrückmeldung mit einer angeschlossenen Waage kann mit Klick auf das Wiegesymbol der Wiegevorgang gestartet werden. Damit wird die oben ausgewählte Stücklistenposition für die Bearbeitung durch andere User gesperrt. Das Symbol am Funktionsknopf "Start Wiegevorgang" ändert sich in "Ende Wiegevorgang".
Der Messwert wird als Balken der Sollmenge gegenüber gestellt:
Mit Klick auf "Messwert aufzeichnen" wird der Wiegevorgang beendet. Der aktuelle Messwert wird als verwendete Menge gespeichert.
Wird zu viel bzw. zu wenig Menge eingefüllt oder eingegeben, fragt das Programm, ob die Menge gespeichert werden soll.
Dieses Fenster besitzt auch einen eigenen Lagerstandparameter. Dieser prüft je nach Einstellung, ob das Verbuchen der Rohwaren ein negatives Lagerkonto erzeugen würde.
Mit Klick auf das Symbol "Manuelle Eingabe" kann der Messwert manuell (mittels Nummernblock/Tastatur) eingegeben werden:
Nach Bestätigen mit Enter bzw. Klick auf "Eingabe verarbeiten" wird die Materialrückmeldung gebucht.
Weichen Messwert und Sollwert voneinander ab und liegt der Messwert nicht innerhalb definierter Toleranzbereiche, erscheint beim Speichern der Rückmeldung folgende Abfrage:
"Die verwendete Menge X kg ist kleiner als die Sollmenge Y kg. Wie wollen Sie fortfahren?".
Die Möglichen Ausprägungen sind: "Speichern", "Offene Sollmenge Absplitten" und "Abbrechen". Die Bedeutung der drei Ausprägungen sind weiter unten im Text angeführt.

| Ist im Fenster "BDE-Material" oder "BDE-Gewicht" ein Toleranzbereich festgelegt worden, kann mit diesem Parameter gesteuert werden, ob der Datensatz nur gesplittet oder gespeichert werden kann.
Folgende Ausprägungen stehen zur Verfügung:
0 - Warnung: Würde eine Wiegung oberhalb der Toleranzgrenze liegen, kann in der nachfolgenden Abfrage nur "Speichern" oder "Abbrechen" ausgewählt werden. Würde die Wiegung unterhalb des Toleranzbereichs sein so kann nur "Splitten" oder "Abbrechen" ausgewählt werden.
1 - Zulässig: Würde eine Wiegung oberhalb der Toleranzgrenze liegen, kann in der nachfolgenden Abfrage nur "Speichern" oder "Abbrechen" ausgewählt werden. Würde die Wiegung unterhalb des Toleranzbereichs sein, kann "Splitten", "Speichern" oder "Abbrechen" ausgewählt werden.
2 - Sperre: Würde eine Wiegung oberhalb der Toleranzgrenze liegen, so darf nicht gespeichert oder gesplittet werden. Würde die Wiegung unterhalb des Toleranzbereichs sein so kann nur "Splitten" oder "Abbrechen" ausgewählt werden. |
- Speichern: Die angegebene Menge wird gebucht. Die Restmenge wird nicht als offene Menge angesehen. Nach der Buchung gibt es also keinen offenen Disposatz für die Stücklistenposition. Es gibt nur eine Stücklistenposition nach der Buchung.

- Offene Sollmenge absplitten: Die angegebene Menge wird gebucht, ist aber nur eine Teilrückmeldung. Die Restmenge wird als offene Menge angesehen. Das heißt, es gibt nach der Buchung der Teilmenge noch einen offenen Disposatz für die Stücklistenposition (Sollmenge minus verwendeter Menge). Die Stücklistenposition wird auf zwei Stücklistenpositionen aufgesplittet.

- Abbrechen: Die Abbuchung wird abgebrochen.
Um die Schritte von oben auf wenige Klicks/Eingaben zu reduzieren, besteht die Möglichkeit, dass gewisse Aktionen bestimmte Folgeaktionen automatisch auslösen.
Diese Automatismen können über folgende PPS Parameter allgemein und computerbezogen aktiviert werden:
PPS → Stammdaten → Einstellungen → PPS Parameter → PPS → MGA-Interface
| Automatisches Wiegen: Folgeaktion für "Charge eingeben" |
| Automatisches Wiegen: Folgeaktion für "Behälter öffnen" |
| Automatisches Wiegen: Folgeaktion für "Messwert speichern" |
| Automatisches Wiegen: Folgeaktion für "Behälteretikett drucken" |
| Automatisches Wiegen: Folgeaktion für "Behälter schließen" |