UebergeordnetesD.bmp Grundlegende Informationen zum Paket Produktionsplanung und -steuerung finden Sie unter Erste Schritte PPS.


 Überblick

Die Aliquotierung in der BDE-Zeit unterstützt das Aufteilen der geleisteten Zeiten, wenn mehrere Zeitaufzeichnungen parallel erfolgen.

Dabei kann die Aufteilung nach mehreren auszuwählenden Variablen erfolgen. Die Aliquotierung von Zeitaufzeichnungen wird sowohl für Mitarbeiter (Leistungen) als auch für Arbeitsplätze (APZ-Aufzeichnungen) unterstützt.

Für die APZ-Aufzeichnungen kann eingestellt werden, ob die Zeiten oder die Auslastung aliquotiert werden.

Hinweis 
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Die Aliquotierung wird ausschließlich beim Stempeln von Zeitaufzeichnungen durchgeführt.

Werden Von- und Bis-Zeiten nachträglich geändert, erfolgt keine erneute Aufrollung und Aliquotierung der Zeiten!

Hinweis 
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Bei einer Stempelung, die keinen Vorgang hat, kann von diesem keine Aliquotierungsbasis ermittelt werden (ist somit immer 0). Daraus ergibt sich: Wenn eine Tätigkeit ohne Vorgang gestempelt wird, bekommt diese keine Zeit, wenn ein Vorgang gleichzeitig angestempelt worden ist.
  • Fall 1: Eine Stempelung ohne VG läuft alleine: Die Stempelung ohne Vorgang bekommt 100 % der Zeit.

  • Fall 2: Es laufen zwei Stempelungen (eine mit und eine ohne Vorgang) gleichzeitig: Die Stempelung ohne Vorgang bekommt 0 % der Zeit. Die Stempelung mit Vorgang bekommt 100 % der Zeit.

  • Fall 3: Es laufen zwei Stempelungen (beide ohne Vorgang) gleichzeitig: Jede Stempelung ohne Vorgang bekommt 50 % der Zeit.

Beispiel 
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Zeitaufzeichnungen werden dann aliquotiert, wenn sie parallel auf einem Arbeitsplatz/von einem Mitarbeiter durchgeführt werden.

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 Einstellungen

Die für die Aliquotierung relevanten Parameter sind unter folgendem Menüaufruf zu finden:
PPS → Stammdaten → Einstellungen → PEP & PM – Allgemein/BDE/KM → Betriebsdatenerfassung

 Mitarbeiteraufzeichnungen


Wenn die Deckelung aktiv ist, wird für den jeweiligen Zeitabschnitt geprüft, ob die ermittelte Ist-Last (Aufteilung erfolgt anhand der Soll-Last-MA aller gleichzeitig gestempelten Vorgänge) größer als die Soll-Last-MA des jeweiligen Vorgangs ist. Wenn die Deckelung aktiv ist, darf die Ist-Last nicht größer als die Soll-Last sein. Falls Ist-Last > Soll-Last, wird die ermittelte aliquote Dauer mit der Solllast-Mitarbeiter (%-Satz) gedeckelt → Aliquote Dauer = Volle Dauer * Soll-Last-MA.

Falls die Deckelung nicht aktiv ist, wird die aliquote Dauer wie folgt ermittelt: Volle Dauer * Aliquotierungsbasis
Bei sich zeitlich überschneidenden Mitarbeiter-Aufzeichnungen kann eingestellt werden, nach welchem Feld die Aliquotierung der MA-Aufzeichnungen erfolgt:

1 - Aliquotierung nach Teilzeitfaktor: Feld "TeilFaktor" lt. Vorgang

2 - Aliquotierung nach Sollzeit: Feld "StDMA (Soll-Durchführungszeit Mitarbeiter)" / "SAnzMA (Soll-Anzahl Mitarbeiter)" lt. Vorgang
Falls Mitarbeiterzuordnungen vorhanden: Summe der Durchführungszeiten der jeweiligen Mitarbeiterzuordnung zum jeweiligen Vorgang

3 - Aliquotierung nach Sollauslastung: Feld "SL-MA (Solllast Mitarbeiter)" lt. Vorgang

4 - Keine Aliquotierung
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 Arbeitsplatzaufzeichnungen


Wenn die Deckelung eingeschaltet ist, prüft diese anhand der Aliquotierungsbasis, ob die Ist-Last größer als die Soll-Last ist. Wenn die Deckelung aktiv ist, darf die Ist-Last nicht größer als die Soll-Last sein. Es wird die Soll-Zeit bzw. Soll-Last am jeweiligen Vorgang berücksichtigt. Falls Ist-Last > Soll-Last, wird die ermittelte aliquote Dauer mit der Solllast-Arbeitsplatz (%-Satz) gedeckelt → Aliquote Dauer = Volle Dauer * Soll-Last-Arbeitsplatz.

Diese Einstellung kann in den APZ-Stammdaten je Arbeitsplatz übersteuert werden.
Bei sich zeitlich überschneidenden Arbeitsplatz-Aufzeichnungen kann eingestellt werden, nach welchem Feld die Aliquotierung der APZ-Aufzeichnungen erfolgt:

1 - Aliquotierung nach Teilzeitfaktor: Feld "TeilFaktor" lt. Vorgang

2 - Aliquotierung nach Sollzeit: Feld "StD (Soll-Durchführungszeit)" lt. Vorgang

3 - Aliquotierung nach Sollauslastung: Feld "SL-APZ (Solllast Arbeitsplatz)" lt. Vorgang

4 - Keine Aliquotierung

Diese Einstellung kann in den APZ-Stammdaten je Arbeitsplatz übersteuert werden.
Bei sich zeitlich überschneidenden Arbeitsplatz-Aufzeichnungen kann eingestellt werden, welche Information aliquotiert wird (das heißt, auf welches Feld die berechnete Aliquotierung geschrieben wird):

1 - Aliquotierung der Dauer: Es wird die aliquote Dauer der APZ-Aufzeichnung ermittelt und auf das Feld "Dauer" geschrieben. Die Ist-Last bleibt bei 100 %.

2 - Aliquotierung der Auslastung: Es wird die volle Dauer geschrieben. Die Ist-Last auf der APZ-Aufzeichnung wird entsprechend aliquotiert und auf das Feld "IL-APZ" geschrieben.

Diese Einstellung kann in den APZ-Stammdaten je Arbeitsplatz übersteuert werden.

 Aliquotierung der Dauer

Beim Anstempeln eines Vorgangs wird vom Programm geprüft, ob dies der einzige Vorgang zum Mitarbeiter oder Arbeitsplatz ist.

Wenn ja, wird nicht aliquotiert. Wenn es nun aber schon angestempelte Vorgänge gibt, ist zu aliquotieren.

Abfolge der Berechnung:
  1. Ermittlung des neuen Aliquotierungszeitpunktes (aktueller Zeitpunkt)
  2. Ermitteln und Setzen der vollen Ist-Dauer
  3. Ermitteln und Setzen der aliquoten Ist-Dauer
  4. Setzen des Aliquotierungszeitpunktes auf das Feld "Aliquotiert bis"
Information auf der Leistung:
Aliquotiert bis Dieses Feld wird beim Anstempeln mit der zuletzt angestempelten Zeit beschrieben. Werden von einem Mitarbeiter parallel mehrere Vorgänge im Fenster BDE-Zeit gestempelt, wird dieses Feld mit dem neuen aktuellen Datum und der Uhrzeit überschrieben.

Information auf der APZ-Zeitaufzeichnung:
Aliquotierungszeitpunkt Zeitpunkt, an dem die Aliquotierung zuletzt vorgenommen wurde.
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 Ermittlung der vollen Ist-Dauer

Die volle Ist-Dauer ist die Zeitspanne zwischen Ende und Start abzgl. von Pausen (Nichtleistungszeiten).

Information auf der Leistung:
Volle Ist-Dauer 
Errechneter Wert der Aliquotierung in Einheit Sekunden. Ist die Zeit zwischen Start- und Stopp beim Anstempeln von Vorgängen abzüglich Pausen, Störungen etc. Dieses Feld wird beim Anstempeln eines Vorgangs mit dem Wert 0 befüllt. Sobald der Vorgang abgestempelt wird, oder ein zusätzlicher Vorgang angestempelt wird, wird es aktualisiert. Details siehe Aliquotierung in der BDE.

Information auf der APZ-Aufzeichnung:
Volle Ist-Dauer Dies ist die Differenz zwischen den Feldern "Von Zeit" und "Bis Zeit". Hier werden außerdem sämtliche Nichtleistungszeiten (wie z. B. Pausen und Störungen) herausgerechnet.

IstDauerVoll [neu] = IstDauerVoll [alt] + (Aliquotierungszeitpunkt [neu] - Aliquotierungszeitpunkt [alt]) - Pausen zwischen Aliquotierungszeitpunkt [neu] und Aliquotierungszeitpunkt [alt]
 

 Ermittlung der aliquoten Ist-Dauer

Leistung:
Aliquote Ist-Dauer 
Errechneter Wert der Aliquotierung in Einheit Sekunden. Ergibt sich aus der vollen Dauer (LEI_IST_DAUERVOLL) und einem errechneten Faktor der Aliquotierung. Der Faktor ergibt sich aus parallel laufenden Vorgängen. Dieses Feld wird beim Anstempeln eines Vorgangs mit dem Wert 0 befüllt. Sobald der Vorgang abgestempelt wird, oder ein zusätzlicher Vorgang angestempelt wird, wird es aktualisiert. Details siehe Aliquotierung in der BDE.

APZ-Aufzeichnung:
Aliquote Ist-Dauer Die aliquote Ist-Dauer ist die volle Dauer, multipliziert mit einem Aliquotierungsfaktor. Der Aliquotierungsfaktor kann sich aufgrund der Soll-Durchführungszeit, APZ-Solllast oder des Teilfaktors des Vorgangs berechnen. Welches Feld verwendet werden soll, kann am APZ bzw. in den BDE-Parametern eingestellt werden. Bei der Berechnung des Aliquotierungsfaktors werden diese Werte aller zu dieser Zeit am APZ parallel laufenden Vorgänge summiert und mit dem jeweiligen vom aktuellen Vorgang wieder multipliziert.

Die automatische Aliquotierung der vollen Ist-Dauer (Dauer zwischen Von- und Bis-Zeit) erfolgt nur bei der Zeiterfassung über das Fenster "BDE-Zeit".

Für genauere Informationen fordern Sie bitte die Dokumentation im PPS Support an.

 Ermittlung ohne Deckelung

Die ermittelte aliquote Dauer wird der Zeitaufzeichnung vollständig hinzugerechnet.

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 Ermittlung mit Deckelung

Die ermittelte aliquote Dauer wird anhand der "Solllast" des Vorgangs gedeckelt (Solllast-APZ und Solllast-Mitarbeiter) und erst dieser Wert der Zeitaufzeichnung hinzugerechnet.

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 Aliquotierung der Auslastung

 Ermittlung ohne Deckelung

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 Ermittlung mit Deckelung

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Beispiel für die Aliquotierung von APZ-Aufzeichnungen mit aktivierter Deckelung 
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Wenn drei Aufzeichnungen parallel erfolgen, wird die Zeit eines jeden Zeitabschnitt (#1, #2, usw.) eigens aliquotiert.
Auslöser für die Aliquotierung ist immer ein An- und Abstempeln.

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Grüner Balken: Volle Ist-Dauer
Hellblaue Balken: Aliquote Dauern je Zeitabschnitt
Dunkelblauer Balken: Summe aliquote Dauern

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Aliquotierungszeitraum #1 (Von 8:00 bis 9:00 Uhr)
Volle Dauer = 60 min

Aliquotierungsfaktor = 50 / 50 = 1

Aliquotierte Zeit = 60 min * 1 = 60 min

Deckel = 60 min * 50/100 = 30 min

 Bestandteil Dauer für Aliquotierungszeitraum #1 auf APZ-Aufzeichnung #1 = 30 min

Aliquotierungszeitraum #2 (Von 9:00 bis 10:00 Uhr)
Volle Dauer = 60 min

Aliquotierungsfaktor für …
… APZ-Aufzeichnung #1 = 50 / (50 + 30) = 0,625
… APZ-Aufzeichnung #2 = 30 / (50 + 30) = 0,375

Aliquotierte Zeit für …
… APZ-Aufzeichnung #1 = 60 min * 0,625 = 37,5 min
… APZ-Aufzeichnung #2 = 60 min * 0,375 = 22,5 min

Deckel für …
… APZ-Aufzeichnung #1 = 60 min * 50/100 = 30 min
… APZ-Aufzeichnung #2 = 60 min * 30/100 = 18 min

 Bestandteil Dauer für Aliquotierungszeitraum #2 für …
… APZ-Aufzeichnung #1 = 30 min
… APZ-Aufzeichnung #2 = 18 min

Hinweis zu Betriebsmeldungen/-störungen 
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Sollten Betriebsmeldungen bzw. -störungen vorhanden sein, müsste im Monatsabschluss die Funktion APZ-Aufzeichnungen: IDB überführen vorhanden sein, damit diese herausgerechnet werden.

Bei der Überleitung wird anhand des berechneten Faktors die Zeit laut Betriebsstörung aufgeteilt. Die Felder "Dauer", "Volle Ist-Dauer" und "aliquote Ist-Dauer" werden auf der APZ-Aufzeichnung dementsprechend verändert.

Hinweis zu Nichtleistungszeiten
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Pausen- und Kapazitätsmodelle werden mit der Funktion APZ-Aufzeichnungen: Nichtleistungszeitenkorrektur beim Monatsabschluss auf der APZ-Aufzeichnung berücksichtigt.


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Siehe auch: