Damit die Veränderung zum Vorjahr richtig in die FIBU gebucht werden kann, braucht die NTCS Personalrückstellung den Wert der Vorjahresrückstellung.
Bei der erstmaligen Anlage einer NTCS Personalrückstellung gibt es naturgemäß keinen Vorjahreswert.
Für die Erfassung der Vorjahresrückstellung in der NTCS gibt es dafür vorgesehene Felder am Fenster Personalrückstellungen:
- Betrag Angestellte Vorperiode manuell
- Betrag Arbeiter Vorperiode manuell
Sind Werte für die Vorperiode hinterlegt, werden diese für die Differenzermittlung bei der Verbuchung verwendet.
Werden die Werte der Vorperiode nicht erfasst, dann dotiert das Programm beim Verbuchen die ganze Personalrückstellung.
Es erfolgt ein eigener Hinweis, wie zum Beispiel hier für die Abfertigungsrückstellung UR:
Hinweis | Für die Verbuchung mit Kostenstelleninformation muss die Personalrückstellung für die Vorperiode angelegt werden, da die Veränderung pro Dienstnehmer und pro Kostenstelle berechnet und verbucht wird. |
Falls die Datenübernahme aus BMD 5.5. nicht funktioniert, können folgende Gründe dafür vorliegen:
- Das Workverzeichnis in BMD 5.5 (F12 – Pfade) und das Workverzeichnis in der NTCS (Tools → Überblick über alle Toolsparameter → Gesamtsystem → BMD 5.5 Paramter → Arbeitsverzeichnis) stimmen nicht überein.
- Das Datenverzeichnis in BMD 5.5 und NTCS stimmen nicht überein.
- Es sind in der NTCS falsche BMD 5.5 Zugangsdaten hinterlegt (NTCS → Tools → Einstellungen → Zugangsdaten).
- Es besteht kein Schreibrecht im BMD 5.5 Workverzeichnis.
Hinweis | Prüfen Sie, ob Sie aus NTCS die BMD 5.5 öffnen können, indem Sie folgenden Programmaufruf starten: TOOLS → Tools → BMD 5.5 starten.
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Es muss nicht auf den Umstieg auf den NTCS LOHN gewartet werden.
Die NTCS Personalrückstellungen können auch in Verbindung mit dem BMD LOHN 5.5 verwendet werden.
Dienstnehmer und die dazugehörigen berechneten Werte können aus dem BMD 5.5 Lohn in die NTCS Personalrückstellung importiert werden.
Die Berechnungen im BMD LOHN 5.5 müssen eingestellt sein!
Aufgrund der AFRAC-Stellungnahme "Rückstellungen für Pensions-, Abfertigungs- Jubiläumsgeld- und vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches“ vom Juni 2015 (Punkt 5.9, Rz 66) und der Ausführungen in Egger/Samer/Bertl (Der Jahresabschluss nach dem Unternehmensgesetzbuch, Band 1, 15. Auflage, Kapitel 5.461.12, Seite 391ff) ist für die Bewertung der Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen im UGB weiterhin die finanzmathematische Berechnung zulässig.
Hier ein kurzer Auszug des Artikels von Dr. Robert Reiter in RWZ 2016/67, Heft 9/2016:
„Für die Bewertung von Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen eines nach UGB erstellten Jahresabschlusses und Konzernabschlusses kann, sofern das angewendete finanzmathematische Verfahren den im Abschn. 5.5. in der AFRAC-Stellungnahme 27 (Juni2016) angegebenen Anforderungen entspricht, von einer verlässlichen Annäherung des finanzmathematisch ermittelten Betrags ausgegangen werden, wodurch eine gesondert vorzunehmende versicherungsmathematische Kontrollrechnung unterbleiben kann.
In der AFRAC-Stellungnahme 27 (Juni 2016) ist daher zu Recht vom Erfordernis einer verpflichtend einzuholenden versicherungsmathematischen Kontrollrechnung abgegangen worden.“
Daher wird in der BMD Personalrückstellungen weiterhin die finanzmathematische Berechnung angewendet.
Die NTCS Personalrückstellung rechnet in erster Linie mit dem eingegebenen bzw. übernommenen Stundensatz.
Ist die Höhe des Stundesatzes unklar und es erfolgte ein Import aus dem Paket Lohn, dann sind Einstellungen und Berechnungen im Paket Lohn zu ändern und ein neuerlicher Import durchzuführen.
In der Gutstundenrückstellung selbst gibt es außerdem noch die Möglichkeit, den Stundensatz und die Anzahl der Gutstunden entweder
- in den Stammdaten des Dienstnehmers, oder
- in der Gutstundenverwaltung (in Verbindung mit NTCS LOHN)
zu erfassen.
Sind Daten in der Gutstundenverwaltung erfasst bzw. importiert, dann werden diese in erster Linie zu Berechnung herangezogen.
Die eingegebenen Daten in den Stammdaten beim Dienstnehmer werden ignoriert.
Beim CSV-Import, beim Import aus BMD 5.5 LOHN, Import aus PR76a (BMD 5.5) gibt es eine Auswahlmöglichkeit, wohin die Daten importiert werden sollen.
CSV-Import:
Import aus BMD 5.5 LOHN:
In der NTCS sind die Kalkulationszinssätze in den Berechnungseinstellungen hinterlegt.
Am Reiter "Jubiläum" kann der Prozentsatz im Feld "Zinssatz Jubiläum UR" geändert werden.
BMD Standard = 2 %

Am Reiter "Abfertigung" kann der Prozentsatz im Feld "Zinssatz Abfertigung UR" geändert werden.
BMD Standard = 2 %
In den Berechnungseinstellungen kann am Reiter Allgemein die "Jährliche Gehaltssteigerung in %" erfasst werden.

Mit F8 kann im Detail definiert werden für welche Rückstellungsarten die Gehaltssteigerung gelten soll.

Mit der Eingabe der Gehaltssteigerung ist die Einstellung der Berechnungsart der Rentenendwertfaktoren auf die Ausprägung "geometisch steigend" hin zu prüfen.
Vordienstzeit außerhalb des Unternehmens, Vordienstzeiten im Unternehmen und Ruhenszeiten:
In den Stammdaten des Dienstnehmers können Sie die Ruhenszeiten in Monaten eingeben.
Bei der Berechnung der Dienstjahre wird die Ruhenszeit zur Multiplikatorermittlung abgezogen.
Bei der Berechnung der Rentenendwertfaktoren bzw. bei der Fluktuationsberechnung werden die Ruhenszeiten generell nicht berücksichtigt.
Die Vordienstzeiten werden am entsprechenden Reiter für die Abfertigung und das Jubiläum eingetragen.

Vordienstzeiten außerhalb des Unternehmens wirken sich nur auf die Multiplikatorermittlung aus, nicht aber auf die Rentenendwertfaktoren.
Vordienstzeiten innerhalb des Unternehmens wirken sich sowohl auf die Multiplikatorermittlung als auch auf die Berechnung der Rentenendwertfaktoren aus. Sie führen im Ergebnis somit zu einer De-facto-Vorverlegung des Eintrittsdatums.
Rufen Sie die Berechnungseinstellungen entweder im Kontextmenü über die rechte Maustaste oder unter "Personalrückstellungen" → "Berechnungsparameter" auf.

In den Berechnungsparametern können Sie von der Ebene "Firma“ auf "Kollektivvertrag“ wechseln und im Feld "KV-Nr." die KV-Nummer eintragen.
Nun können Sie z. B. bei den Entgeltsmultiplikatoren mit F4 neue Entgeltsmultiplikatoren, basierend auf dem KV, erstellen.
Im neuen Fenster können Sie eine Faktorentabelle (Menüpunkt "Faktorentabelle“ → NEU) anlegen und Faktorenwerte (Faktorenwerte über die rechte Maustaste → Neu) erfassen. Wenn Sie mit der Eingabe fertig sein, drücken Sie das Speichersymbol am Beginn der Zeile.
In den Berechnungseinstellungen erfolgt die Markierung von KV-mäßigen Berechnungseinstellungen mit dem grünen Pfeil und mit dem Andruck neben dem Feld.
Es kann vorkommen, dass Dienstnehmer, bevor sie das eigentliche Jubiläumsentgelt erhalten, nach z. B. 10 Jahren einen fixen Geldbetrag erhalten.
Was in BMD 5.5 nicht möglich war, kann jetzt in der NTCS Personalrückstellung erfasst werden.
Dazu können Sie in den Berechnungseinstellungen in der NTCS Personalrückstellung in den Feldern "Fixwerte Angestellte“ und "Fixwerte Arbeiter“ Werte für fixe Zuschläge erfassen.
Soll in der Berechnung der Urlaubsrückstellung bei neu eingetretenen Dienstnehmern aliquotiert werden, dann ist in den Berechnungseinstellungen im Reiter "Urlaub" im Feld "Aliquotierung bei Neueintritt“ die Ausprägung "Ja" zu hinterlegen.

Wichtig ist: Sobald im Lohnpaket eine Aliquotierung (Restanpassung) vorgenommen wird, darf in den Personalrückstellungen NICHT aliquotiert werden. Es würde zu einer doppelten Aliquotierung kommen.
Bei der Aliquotierung geht es darum, den noch nicht erarbeiteten Urlaub aus dem Resturlaub zum Stichtag herauszurechnen.
Es gibt die Möglichkeit, die Berechnung der Personalrückstellung automatisch oder manuell durchführen zu lassen.
Beachten Sie, ob die Personalrückstellung manuell berechnet wird. Dann stellen Sie in den Berechnungseinstellung den Punkt "Rückstellung automatisch berechnen“ auf Ja.

Personalrückstellungen können fixiert werden.
Dann können zwar Berechnungseinstellungen angepasst, aber keine Dienstnehmer bearbeitet werden.
Die Veränderung der Berechnungseinstellungen hat keine Auswirkung auf das Personalrückstellungsergebnis.
In beiden Fällen werden Sie mit dem abgebildeten Hinweis darauf aufmerksam gemacht.
Durch die Fixierung werden die Berechnungseinstellungen gespeichert und die Dienstnehmer können nicht mehr verändert werden.
Verändert sich das Ergebnis nach dem Aufheben einer Fixierung, dann haben sich die Berechnungseinstellungen geändert, welche das Programm zur Berechnung aktuell wieder lädt.