In dieser Themenhilfe erhalten Sie alle relevanten Informationen zur Verwendung von Fremdwährungen und Fremdsprachen in der Warenwirtschaft.
Als Fremdwährungen bezeichnet man Währungen, die von der im eigenen Firmenstamm hinterlegten Währung abweichen.
Soll der Verkauf oder Einkauf in einer Fremdwährung erfolgen, kann je
Kunde oder
Lieferant die gewünschte Währung hinterlegt werden.
Ebenso kann im Kopfbereich der jeweiligen Erfassung (z. B. Auftrag oder Bestellung) die Währung manuell geändert werden. Anhand der
Kurstabelle wird dann der jeweilige Kurs ermittelt.
Für die Verwendung von Fremdwährungen ist die Lizenz "Fremdwährung und Fremdsprache" (nswws110) erforderlich.
Einstellungen, die für die Überleitung der Daten in das Paket FIBU relevant sind, finden Sie im Dokument
Buchen mit Fremdwährung.
Im Firmenstamm ist unbedingt die eigene Währung (= Grundwährung) einzustellen. Diese ist bei der Anlage der Firmenstammdaten im Feld "Währung" zu hinterlegen.
| Hier wird die Grundwährung der Firma hinterlegt. Normalerweise wird hier EUR für Euro eingetragen, außer Sie möchten die Firma in einer anderen Währung führen. Wird für diese Firma eine abweichende Grundwährung gebucht, so ist es notwendig, eine eigene Kurstabelle für diese Währung anzulegen. Achtung!
| Die Angabe der Grundwährung in den FIBU-Stammdaten ist für die Finanzbuchhaltung zwingend! |
Eine Währung kann in diesem Feld nicht nachträglich umgestellt werden! Die Änderung der Firmen-Währung ist eine umfangreiche und aufwendige Umstellung von Daten und kann nur über folgende Funktion ausgeführt werden: Stammdaten → Firmen → Firmen → Fenstermenü Funktionen → Währung umstellen.
Besonderheiten dieses Feldes in der LEA Die LEA kann prinzipiell nur in einer Währung geführt werden. Diese ist auf der Verrechnungsfirma einzutragen. Von hier aus wird die Währung in das gleichnamige Feld der Honorarposition übertragen, vorausgesetzt, es kommt keine höhere Priorität zum Einsatz (siehe Honorarnoten in Fremdwährungen). Besonderheiten dieses Feldes für die Schweiz  Bei Firmensitz Schweiz ist es möglich, die UVA wahlweise in der Grundwährung oder Zweitwährung auszudrucken. |
Weicht die Währung des Kunden von der Währung der eigenen Firma ab, muss diese beim Kunden hinterlegt werden.
Die Fremdwährung ist für die Ermittlung der korrekten Kurse nötig.
Weicht die Währung des Lieferanten von der Währung der eigenen Firma ab, muss diese am Lieferanten hinterlegt werden.
Die Fremdwährung ist für die Ermittlung der korrekten Kurse nötig.
Fremdwährungskurse können im Paket WWS
→ Stammdaten
→ Weitere Stammdaten
→ Kurse angelegt werden.
Dies ist speziell dann erforderlich, wenn mit unterschiedlichen Grundwährungen gearbeitet wird.
Im Fenster "Kurse" finden Sie die Standardkurstabelle (Kurstabelle Nr. 0), die mit der Grundwährung EURO bei der Installation mitausgeliefert wird.
Mit "Neu" können Sie eine neue Kurstabelle mit Kursen anlegen.
Die Eingabe der Kurse erfolgt mit einem Ab-Datum. Die Kurse können somit vordatiert werden. Ermittelt wird der Kurs für den Verkauf vom Feld "Verkauf" und für den Einkauf vom Feld "Ankauf". Ist hier nichts hinterlegt, wird der Wert vom Feld "Mittel" herangezogen.
Das Datum für die Kursfindung wird mit folgendem Parameter festgelegt:
Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Auftragserfassung → Kopfdaten
| Bei Erfassung in Fremdwährung kann mittels Parameter definiert werden, welches Datum für die Kursfindung ausschlaggebend ist. |
Es ist nicht zwingend notwendig, eigene Preistabellen in der jeweiligen Fremdwährung zu führen. Will man Preisschwankungen durch Kursdifferenzen oder Rundungsdiffernzen vermeiden, empfiehlt es sich jedoch.
Im Preistabellen-Kopf (Paket WWS
→ Preise und Rabatte
→ Preistabellen) kann die Währung hinterlegt werden. Die Verkaufs- oder Einkaufspreise müssen dann in dieser Währung gepflegt werden.
In den Kopfdaten von Auftrag oder Bestellung wird der Kunde oder Lieferant ausgewählt. Es wird automatisch die im Personenstamm hinterlegte Währung in die Erfassung übernommen. Es kann jedoch je Auftrag oder Bestellung die Währung manuell geändert werden.
Die wesentlichen Fremdwährungs-Felder in den Kopfdaten sind folgende (z. B. für den Auftrag):
| Währungskurs | Auftragswährungskurs. Es wird der Kehrwert des ermittelten Werts aus der Kurstabelle (1/x) gespeichert. Die Kurstabelle ist in den FIBU- oder Firmenstammdaten zu hinterlegen.
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Währungskursdatum | Kursdatum: Der Kurs dieses Tages soll herangezogen werden.
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| Währungskursfaktor | Auftragswährungskursfaktor
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| Währungskurs fixiert | Kurskennzeichen (z. B. Kurs ist fixiert; d. h., bei der Rechnung darf der Kurs nicht neu ermittelt werden)
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Hinweis | Wird der Währungskurs in der jeweiligen Erfassung manuell geändert, ist es wichtig, das Feld "Währungskurs fixiert" auf "Ja" zu stellen. Ansonsten würde bei der automatischen Ermittlung (z. B. beim Rechnungsdruck, bei der Lagerbuchung ...) wieder der Kurs laut Kurstabelle ermittelt werden.
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Hinweis | Besonderheit bei der ER-Kontrolle im Zusammenhang mit manuellen Kursänderungen Manuelle Kursänderungen in Bestellungen (z. B. wenn ein Kurs vereinbart und dieser für die Bestellung fixiert wurde), müssen bei der Erfassung der Eingangsrechnung ebenfalls manuell erfasst werden. Dabei ist zu beachten, dass bei der Rechnungskontrolle nicht standardmäßig mit dem Kehrwert erfasst wird. In der Warenwirtschaft wird aber immer mit dem Kehrwert der Kurse gearbeitet.
Daher ist beim manuellen Erfassen von Kursen in der ER-Kontrolle auf das Feld "Kehrwert" zu achten.
Beispiel | Eine Bestellung mit manuell geändertem Währungskurs: 1 USD = 0,92 EUR soll nun in der ER-Kontrolle erfasst werden. Der Warenwert ist 500 USD = 460 EUR
Ohne Kehrwert wird nicht korrekt umgerechnet, sondern 500 USD als 543,48 EUR ausgegeben.
Mit Kehrwert wird korrekt umgerechnet: 500 USD sind 460 EUR.
Achtung! | Sind in der Fibu keine Fremdwährungskonten erlaubt (wird das Konto in EUR geführt), würde mit dem falschen Umrechnungswert in die Fibu verbucht werden. |
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In den Positionen (z. B. beim Auftrag) können die Währungsinformationen ebenfalls eingeblendet werden. Der Preis wird anhand der hinterlegten Fremdwährungspreistabelle ermittelt. Wird der Preis aus der Standard-Preistabelle ermittelt, wird dieser auf die im Auftragskopf hinterlegte Währung umgerechnet. Für die Umrechnung kommt die Währungstabelle im Hintergrund zum Einsatz.
Im Summenbereich (rechts unten) werden die Warenwerte in Fremdwährung und der Einstandswert und der Deckungsbeitrag in der Firmenstammwährung angezeigt.
Beim jeweiligen Ausdruck (hier als Beispiel die Rechnung) werden automatisch alle Preise und Summen in der jeweiligen Währung angedruckt. Auf den Standard-Formularen wird auch das richtige Währungskürzel (aufgrund der Währung, die in der Erfassung hinterlegt ist) angedruckt.
Einstellungen, die für die Überleitung der Daten in das Paket FIBU relevant sind, finden Sie im Dokument
Buchen mit Fremdwährung.
In der Warenwirtschaft ist dieser Parameter wichtig:
Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Verbuchung → Erfassungsdatei
| Definition, ob der Währungskurs lt. Rechnung auf die Buchung übernommen werden soll.
0 - Nein: Die Felder "Fremdwährungskurs", "Fremdwährungsfaktor" und "Kehrwert" werden nicht in die Buchungsfelder übernommen. 1 - Ja: Die Felder "Fremdwährungskurs", "Fremdwährungsfaktor" und "Kehrwert" werden in die Buchungsfelder übernommen.
Hinweis: Bei Ausprägung "1" wird zusätzlich das Feld "IstKehrwert" mit "1" mitgegeben und "Fremdwährungskurs manuell" durch die Finanzbuchhaltung auf "1" gesetzt.
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In die Buchhaltung wird der Buchungsbetrag einerseits in der Firmenstammwährung und andererseits in der Fremdwährung übergeben. Der Wert in der Firmenstammwährung berechnet sich aus dem Fremdwährungskurs. Daher kann dieser Wert um die Rundung vom Listenpreis abweichen.
In den Kopfdaten der Eingangsrechnungserfassung werden Währungskurse im Standard nicht mit dem Kehrwert erfasst.
Da in der Warenwirtschaft immer mit dem Kehrwert der Kurse gearbeitet wird, ist er für die ER-Kontrolle relevant.
Will man den Kurs der Bestellung eintragen, muss das Feld "Kurs ist Kehrwert" auf "Ja" gestellt werden.
Im oben angeführten
Beispiel sehen Sie die relevanten Informationen zur ER-Kontrolle mit Fremdwährungen.
Folgende Parameter sind für Fremdwährungen relevant.
Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Auftragserfassung → Kopfdaten
| Bei Erfassung in Fremdwährung kann mittels Parameter definiert werden, welches Datum für die Kursfindung ausschlaggebend ist. |
Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Ausdrucke → Rechnungen
| Definition, ob beim Rechnungsdruck geprüft wird, ob ein aktueller Tageskurs im Fenster "Kurse" vorhanden ist.
0 - Nein (Standard) 1 - Warnung 2 - Sperre Hinweis Ist der Parameter auf "Warnung" oder "Sperre" eingestellt, erfolgt eine Kontrolle, ob es einen aktuellen Tageskurs gibt, sofern am Auftrag der Kurs nicht fixiert ist. Da es nur an Werktagen aktuelle Tageskurse gibt, wird auch nur an diesen Tagen geprüft. Wird eine Rechnung an einem Sonn- oder Feiertag gemacht, wird der Tageskurs für den letzten Werktag davor (Freitag bzw. Samstag je nach Parametereinstellung im Paket WWS → Stammdaten → Einstellung → Warenwirtschaft allgemein → Allgemein → "Werktagsregelung") geprüft.
Dieser Parameter wird in Ungarn benötigt.
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Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Auftragserfassung → Preis-/Rabatt-/Aufschlagsermittlung
| Definition, ob die Preisermittlung vorrangig mit Angebots-/Auftragswährung erfolgen soll.
0 - Nein 1 - Ja: Es wird vorrangig nach einer Preistabelle mit der Währung lt. Angebot/Auftrag gesucht und somit die Zugriffsreihenfolge lt. Preismanagement ausgehebelt.
Wird keine dementsprechende Preistabelle gefunden, erfolgt die Findung wieder über die Zugriffsreihenfolge lt. Preismanagement
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Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Verbuchung → Erfassungsdatei
| Definition, ob der Währungskurs lt. Rechnung auf die Buchung übernommen werden soll.
0 - Nein: Die Felder "Fremdwährungskurs", "Fremdwährungsfaktor" und "Kehrwert" werden nicht in die Buchungsfelder übernommen. 1 - Ja: Die Felder "Fremdwährungskurs", "Fremdwährungsfaktor" und "Kehrwert" werden in die Buchungsfelder übernommen.
Hinweis: Bei Ausprägung "1" wird zusätzlich das Feld "IstKehrwert" mit "1" mitgegeben und "Fremdwährungskurs manuell" durch die Finanzbuchhaltung auf "1" gesetzt.
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| Definition, welche Währung bei "Fremdwährungsrechnungen" für die Endbetragsbuchung gerundet werden soll.
0 - Alle Währungen: Die Rechnungswährung und die Stammwährung (lt. Firmenstamm) werden gerundet. 1 - Nur Rechnungswährung: Nur die Rechnungswährung wird gerundet.
Hinweis: Voraussetzung für die Rundung ist eine hinterlegte Rundungsmethode auf der Währung.
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Als Fremdsprachen bezeichnet man Sprachen, die von der im eigenen Firmenstamm hinterlegten Sprache abweichen.
Soll der Verkauf oder Einkauf in einer Fremdsprache erfolgen, kann je
Kunde oder
Lieferant die gewünschte Sprache hinterlegt werden. Ebenso kann im Kopfbereich der jeweiligen Erfassung (z. B. Auftrag oder Bestellung) die Sprache manuell geändert werden.
Die verschiedenen Formulare können neben der hinterlegten Standardsprache auch in anderen Sprachen ausgedruckt werden.
Für die Verwendung von Fremdsprachen ist die Lizenz "Fremdwährung und Fremdsprache" (nswws110) erforderlich.
Für das Arbeiten mit Fremdsprachen muss im Kundenstamm die jeweilige Sprache hinterlegt werden.
Weicht die Sprache des Lieferanten von der Sprache der eigenen Firma ab, kann diese am Lieferanten hinterlegt werden.
Jene Artikel, die fremdsprachig verwendet werden, können entweder über die Artikelübersicht (Paket WWS
→ Stammdaten
→ Artikel
→ Artikel → Fenstermenü
→ Extras
→ Artikelbezeichnung übersetzen) oder direkt im Artikelstamm übersetzt werden.
Im Artikelstamm wird im Feld "Artikel Bezeichnung" über die F8-Funktion das Fenster "Übersetzungen" aufgerufen.
Es öffnet sich das Fenster "Sprachen", in welchem die Auswahl der Sprache erfolgt, in der die Artikelbezeichnung übersetzt wird.
Nachdem die ausgewählte Sprache mit dem Button "Übernehmen" übernommen wird, öffnet sich das Fenster "Übersetzungen für Art-Bez". Hier wird dann im Feld "Übersetzungstext" die übersetzte Bezeichnung eingegeben.
Die übersetzte Bezeichnung wird automatisch auf den fremdsprachigen Reports angedruckt.
Hinweis | In der Artikelübersicht kann mit rechter Maustaste das Feld "Art-Bez" die Artikelbezeichnung in der gewünschte Sprache angezeigt werden (natürlich nur, wenn diese in den Stammdaten eingepflegt wurde).
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Neben den Artikelbezeichnungen können auch Textbausteine (Paket WWS
→ Stammdaten
→ Artikel
→ Textbausteine) übersetzt werden.
Im Fenster der Textbausteine kann zwischen den verschiedenen Sprachen zur Ansicht gewählt werden.
Für die Übersetzung muss der jeweilige Textbaustein ausgewählt werden und anschließend mit der Funktion "Text übersetzen" der Text in die gewünschte Sprache übersetzt werden. Informationen zu den Funktionen im Fenster "Textbausteine" finden Sie in der Hilfe
Textbausteine.
Durch den Aufruf der Funktion öffnet sich das Fenster für die Eingabe des jeweiligen Übersetzungstextes.
Weiters können über das Burger-Menü → Layout weitere Vorschaufenster für unterschiedliche Sprachen eingeblendet werden.
Durch die Auswahl der Sprache im Bereich der jeweiligen "Zusatzvorschau" ändert sich die Benennung.
Durch Doppelklick auf den Übersetzungstext kann das Fenster für die Eingabe des jeweiligen Übersetzungstextes geöffnet werden.
Im Paket WWS
→ Stammdaten
→ Artikel
→ Artikelausprägungen
→ Einheiten werden die Bezeichnungen der Einheiten übersetzt. Die Übersetzung der Einheitenbezeichnung funktioniert gleich wie die Übersetzung der Artikelbezeichnung.
Für die Übersetzung am Report ist zu beachten, dass das Feld der Einheitenbezeichnung eingefügt ist. Nur die Bezeichnung der Einheit wird übersetzt und nicht die Einheit selbst.
Hinweis
| Analog zur Artikel- und Einheitenbezeichnung funktioniert auch die Übersetzung für die Bereiche: |
Die BMD Standardformulare sind bereits für die Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch übersetzt.
Für weitere Sprachen müssen eigene Formulare erstellt werden. Als Basis dafür kann z. B. ein Standardreport kopiert werden.
Die manuell eingefügten Textfelder sowie Datenfelder mit Feld-Parametern (z. B. Ausdrucksbezeichnungen) müssen hierfür in die zusätzlichen Sprachen übersetzt werden. Die Datenbankfelder werden in der jeweiligen übersetzten Sprache dargestellt, sofern eine Übersetzung vorhanden ist.
Die Zuordnung des Reports erfolgt im Paket WWS
→ Stammdaten
→ Ausdrucke
→ Ausdrucksmodelle.
Es wird entweder ein eigenes Ausdrucksmodell erstellt oder ein bestehendes Ausdrucksmodell angepasst.
Zu jedem Ausdrucksmodell muss im Standard nur
ein Ausdrucksmodelldetail vorhanden sein, das für die Ausdrucke in allen Sprachen verwendet werden kann. Die Voraussetzung dafür ist, dass die Übersetzungen der
Stammdaten vorhanden sind.
Dieser Standard wird bei Neuanlage von Ausdrucksmodelldetails (egal ob manuell, per EDI-Assistent, Standards importieren etc.) mit der Einstellung des Sprachen-Kz auf "Ausdruck in Korrespondenz-Sprache" und der Sprachnr. auf "automatische Sprachermittlung" erstellt.
Eine Ausnahme stellt die Funktion "Detail für E-Rechnung erstellen" dar. Mit dieser Funktion wird immer die Sprache des ursprünglichen Ausdrucksmodelldetails übernommen.
Ausdruck in Korrespondenzsprache mit automatischer Sprachermittlung:
Die automatische Sprachermittlung erfolgt in folgender Reihenfolge:
- Spracheingabe im Druckdialog:
Die Eingabe im Druckdialog kann per Parameter Eingabe Sprache beim Ausdruck aktiviert werden.
- Ermittlung der Korrespondezsprache laut Parametereinstellung Sprache für Texte
Hinweis | Dieser Parameter steuert auch den Vorschlagswert der Sprache, wenn die Eingabe im Druckdialog aktiviert ist.
|
Ausdruck in Korrespondenzsprache mit manueller Sprachauswahl
Im Feld "Spachnr." kann ein Sprache gewählt werden. Diese Einstellung weicht vom Standard ab und ist z. B. nur dann erforderlich, wenn nicht für jede Sprache der gleiche Report verwendet werden kann. Beim Ausdruck wird generell ermittelt, ob Ausdrucksmodelldetails mit fixer Sprachauswahl vorhanden sind, die mit der Korrespondenzsprache übereinstimmen. Die Ermittlung der Korrespondenzsprache erfolgt laut Parametereinstellung
Sprache für Texte.
- Wenn ja, werden alle Ausdrucksmodelldetails verarbeitet, bei denen die Sprache übereinstimmt. Wenn also eine der möglichen Korrespondenzsprachen mit der Sprache auf den Ausdrucksmodelldetails übereinstimmt, werden nur diese Ausdrucksmodelldetails in der jeweiligen Korrespondenzsprache verarbeitet.
Achtung! | In diesem Fall werden Ausdrucksmodelldetails mit "autom. Sprachermittlung" nicht verarbeitet. |
Hinweis | Bei der deutschen Sprache gibt es dabei drei unterschiedliche Varianten: Deutsch (Österreich), Deutsch (Deutschland), Deutsch (Schweiz)
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- Wenn nein, werden alle Ausdrucksmodelldetails mit "autom. Sprachermittlung" verarbeitet. Der Ausdruck erfolgt immer in der ermittelten Korrespondenzsprache.
Ausdruck in Standardsprache
Bei der Auswahl des Sprach-Kz "in Standardsprache" ist nur die automatische Sprachermittlung möglich. Diese Ausdrucksmodelldetails werden bei der Verarbeitung des Ausdrucksmodells immer gedruckt. Der Ausdruck erfolgt immer in der Standardsprache.
Die Ermittlung der Standardsprache erfolgt in folgender Reihenfolge:
- Sprache der eigenen Firma
- Sprache lt. CRM Parameter
Paket CRM → Stammdaten → Einstellungen → CRM Parameter → CRM → Allgemein → Vorschlagswert Sprache:
| Hinterlegen Sie eine Sprache, die als Vorschlagswert in verschiedenen Programmen verwendet werden soll.
Grundsätzlich wird die Sprache in erster Instanz von der Sprache der Firma ermittelt und vorgeschlagen. Gibt es keine Firma, von der man eine Sprache ermitteln könnte, wird die Sprache aus diesem Parameter herangezogen. |
Nachdem die Ausdrucksmodelle und deren Details angelegt worden sind, werden diese im Paket WWS
→ Stammdaten
→ Ausdrucke
→ Ausdrucksmodellmanagement zugeordnet.
Nach den erfolgten Einstellungen können die jeweils in Fremdsprache hinterlegten Formulare automatisch in der gewünschten Sprache ausgedruckt werden.
Mit dem folgenden Parameter kann festgelegt werden, ob die Sprache für die Texte, vom Auftraggeber, vom Lieferempfänger, vom Rechnungsempfänger oder vom zentralem Rechnungsempfänger gezogen werden soll.
Paket WWS
→ Stammdaten
→ Einstellungen
→ WWS Parameter
→ Auftragserfassung
→ Kopfdaten
→ Sprache für Texte
| Definition, welche Person am Auftrag die Sprache der Texte bestimmt.
1 - Auftraggeber (Standard)
2 - Lieferempfänger
3 - Rechnungsempfänger
4 - Zentraler Rechnungsempfänger
5 - Alle 4 Sprachen möglich: Sind am Auftrag als Kunde, Lieferempfänger, Rechnungsempfänger oder zentraler Rechnungsempfänger Personen mit unterschiedlichen Sprachen hinterlegt, so ist die Einstellung "5 - Alle 4 Sprachen möglich" zu empfehlen, wenn nicht eine fixe Person die Sprache vorgibt. Wie funktioniert dies? - Wenn am Auftrag ein Text erfasst wird, wird die Sprache abgefragt.
- Je nach Ausdrucksart wird die Sprache der jeweiligen Person für den Ausdruck der Texte UND für die Ermittlung des Ausdrucksmodells verwendet! Bei der Auftragsbestätigung wird die Sprache des Kunden verwendet, beim Lieferschein die Sprache des Lieferempfängers, bei der Rechnung die Sprache des Rechnungsempfängers bzw. des zentralen Rechnungsempfängers.
Wird der Parameter auf eine der Ausprägungen 1 - 4 gestellt, so wird die Sprache der gewählten Parametereinstellung für die Sprach- und Ausdrucksmodellfindung herangezogen, egal welcher Ausdruck (Auftragsbestätigung, Lieferschein und Rechnung agieren gleich) verwendet wird.
Beispiel Die Texte sollen immer in der Sprache des Rechnungsempfängers ermittelt und gedruckt werden. Dieser hat die Sprache "Englisch" hinterlegt. Nun werden alle Texte auf Englisch erfasst. Wird nun der Lieferschein für einen Lieferempfänger mit deutscher Sprache erstellt, wird kein Text angedruckt, da der Text auf Englisch und nicht auf Deutsch erfasst worden ist. Hinweise
Für den Ausdruck der Artikelbezeichnung ist zusätzlich zu beachten, dass der Parameter "Übernahme der Artikeltexte" nicht auf "1" gestellt ist. Der Parameter ist zu finden im Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Auftragserfassung → Positionserfassung. Mit der Ausprägung "0" werden die Texte/Artikelbezeichnung IMMER beim Ausdruck aus den Stammdaten (natürlich wieder in Abhängigkeit des Parameters "Sprache für Texte") ausgelesen.
Soll bei der Erfassung bzw. Änderung von Texten zusätzlich die Standardsprache zur Auswahl stehen, ist dies mittels des Parameters "Auswahl Standardsprache für Texte" aktivierbar. Dieser Parameter ist zu finden im Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Auftragserfassung → Kopfdaten.
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Beispiel | Folgende Beispiele dienen zur Veranschaulichung der Parametereinstellungen.
Einstellungen der Personendaten: | Kunde Österreich | | Auftraggeber | | Sprache Englisch | Lieferempfänger | | Sprache Ungarisch | Rechnungsempfänger | | Kunde Frankreich | Sprache Französisch | Zentraler Rechnungsempfänger |
Einstellungen der weiteren Stammdaten: | Artikel | Übersetzung auf Ungarisch, Englisch und Französisch | Kopftext | Übersetzung auf Ungarisch, Englisch und Französisch | Ausdrucksmodell | Alle Modelle wurden für sämtliche Sprachen hinterlegt. |
Fallbeispiel 1: | Parametereinstellung | Ausprägung "Alle 4 Sprachen möglich" (am Kunden ist kein Zentraler Rechnungsempfänger hinterlegt) | Auftrag | Für die Auftragsbestätigung wird das deutsche Ausdrucksmodell mit deutschem Kopftext ermittelt. | Ausdruck Auftragsbestätigung | Für die Auftragsbestätigung wird das deutsche Ausdrucksmodell ermittelt und der Kopftext auf Deutsch gedruckt. | | Ausdruck Lieferschein | Für den Lieferschein wird das englische Ausdrucksmodell ermittelt. Die Artikelbezeichungen (laut Übersetzung der Artikelliste) und der Kopftext werden auf Englisch gedruckt. | | Ausdruck Rechnung | Für die Rechnung wird das ungarische Ausdrucksmodell ermittelt. Die Artikelbezeichnung (laut Übersetzung der Artikelliste) und der Kopftext (Rechnungskopftext) werden auf Ungarisch übersetzt. |
Fallbeispiel 1a: | Parametereinstellung | Ausprägung "Alle 4 Sprachen möglich" (am Kunden ist der Zentraler Rechnungsempfänger hinterlegt) | Auftrag | Am Auftragskopf wird der Kopftext auf Deutsch ermittelt. | Ausdruck Auftragsbestätigung | Für die Auftragsbestätigung wird das deutsche Ausdrucksmodell mit deutschem Kopftext ermittelt. | | Ausdruck Lieferschein | Für den Lieferschein wird das englische Ausdrucksmodell ermittelt. Die Artikelbezeichungen (laut Übersetzung der Artikelliste) und der Kopftext werden auf Englisch gedruckt. | | Ausdruck Rechnung | Für die Rechnung wird das französische Ausdrucksmodell ermittelt. Die Artikelbezeichnung (laut Übersetzung der Artikelliste) und der Kopftext (Rechnungskopftext) werden auf Französisch übersetzt. |
Fallbeispiel 2: | Parametereinstellung | Ausprägung "Auftraggeber" | Auftrag | Am Auftragskopf wird der Kopftext auf Deutsch ermittelt. | Ausdruck Auftragsbestätigung | Für die Auftragsbestätigung wird das deutsche Ausdrucksmodell mit deutschem Kopftext ermittelt. | | Ausdruck Lieferschein | Für den Lieferschein wird das deutsche Ausdrucksmodell ermittelt. Die Artikelbezeichungen (laut Übersetzung der Artikelliste) und der Kopftext werden auf Deutsch gedruckt. | | Ausdruck Rechnung | Für die Rechnung wird das deutsche Ausdrucksmodell ermittelt. Die Artikelbezeichungen und der Kopftext sind auf Deutsch. |
Fallbeispiel 3: | Parametereinstellung | Ausprägung "Lieferempfänger" | Auftrag | Am Auftragskopf wird der Kopftext auf Englisch ermittelt. | Ausdruck Auftragsbestätigung | Für die Auftragsbestätigung wird das englische Ausdrucksmodell mit englischem Kopftext ermittelt. | | Ausdruck Lieferschein | Für den Lieferschein wird das englische Ausdrucksmodell ermittelt. Die Artikelbezeichungen (laut Übersetzung der Artikelliste) und der Kopftext werden auf Englisch gedruckt. | | Ausdruck Rechnung | Für die Rechnung wird das englische Ausdrucksmodell ermittelt. Die Artikelbezeichungen und der Kopftext sind auf Englisch. |
Fallbeispiel 4: | Parametereinstellung | Ausprägung "Rechnungsempfänger" | Auftrag | Am Auftragskopf wird der Kopftext auf Ungarisch ermittelt. | Ausdruck Auftragsbestätigung | Für die Auftragsbestätigung wird das ungarische Ausdrucksmodell mit ungarischem Kopftext ermittelt. | | Ausdruck Lieferschein | Für den Lieferschein wird das ungarische Ausdrucksmodell ermittelt. Die Artikelbezeichungen und der Kopftext sind auf Ungarisch. | | Ausdruck Rechnung | Für die Rechnung wird das ungarische Ausdrucksmodell ermittelt. Die Artikelbezeichungen und der Kopftext sind auf Ungarisch. |
Fallbeispiel 5: | Parametereinstellung | Ausprägung "Zentraler Rechnungsempfänger" | Auftrag | Am Auftragskopf wird der Kopftext auf Französisch ermittelt. | Ausdruck Auftragsbestätigung | Für die Auftragsbestätigung wird das französiche Ausdrucksmodell mit französischem Kopftext ermittelt. | | Ausdruck Lieferschein | Für den Lieferschein wird das französische Ausdrucksmodell ermittelt. Die Artikelbezeichungen und der Kopftext sind auf Französisch. | | Ausdruck Rechnung | Für die Rechnung wird das französische Ausdrucksmodell ermittelt. Die Artikelbezeichungen und der Kopftext sind auf Französisch. |
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Die Eingabe im Druckdialog kann durch folgende Parameter aktiviert werden:
| Definition, ob im Ausdrucksdialog die Eingabe der "Sprache" möglich sein soll.
Hinweis: Die Sprache hat Auswirkung auf die Ausdrucksmodellermittlung.
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Der Parameter für die "Eingabe Sprache beim Ausdruck" ist für folgende Ausdrucke einstellbar:
- Ankaufsbestätigung
- Ankaufslieferscheine
- Ankaufsrechnungen
- Anfragen
- Bestellausdrucke
- Angebote
- Lieferscheine
- Rechnungen
- Auftragsausdrucke (AB, IA)
Über folgenden Parameter kann gesteuert werden, in welcher Sprache der Ausdruck des Landes erfolgen soll:
Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Ausdrucke → Allgemein:
| Definition, in welcher Sprache der Andruck des Landes erfolgen soll.
0 - Standard (lt. Postrichtline) 1 - Immer in Korrespondenzsprache
2 - Korrespondenzsprache nur wenn Druck nicht aktiviert: Ist im Ausdrucksmodelldetail der Druck aktiviert, dann wird das Land lt. Postrichtlinie gedruckt.
Hinweis: Möchte man für das Mailen das Land in Korrespondenzsprache und für den Druck lt. Postrichtlinie, so müssen 2 Ausdrucksmodelldetails angelegt werden.
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