Die Ersten Schritte sind für jene gedacht, die das NTCS Controlling neu kennenlernen wollen, und bieten einen kurzen Überblick über Aufbau und Ablauf im Controlling.
Dagegen werden in den
Themen die einzelnen Programmabläufe, wie zum Beispiel die Anlage von Budgetmodellen, die Erstellung von Budget/Finanzplan/Planbilanz, der Start von Auswertungen etc., im Detail beschrieben.

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Inhalt
Diese Dokumentation zeigt die Schritte, die notwendig sind, um eine integrierte Planungsrechnung/Unternehmensplanung (Budget, Finanzplan, Planbilanz) erstellen und mit dieser arbeiten zu können. Grundlegende NTCS Kenntnisse, vor allem die Themen
Eingeben und Bearbeiten von Daten und
Feldauswahl, werden vorausgesetzt.
Das NTCS Controlling besteht aus folgenden Elementen:
- Budget
- Finanzplan langfristig (direkt oder indirekt)
- Planbilanz
- Finanzplan kurzfristig
- Bonitätsanalyse
- Auswertungen
Grundsätzlich sollte mit der Erstellung eines Budgets begonnen werden, um danach aufbauend einen Finanzplan und/oder eine Planbilanz zu erstellen.
Es ist aber auch möglich, ein Budget ohne Finanzplan oder Planbilanz zu erstellen. Die Erstellung von Finanzplan und Planbilanz setzt allerdings zwingend eine Budgeterstellung voraus.
Grund für die Erstellung eines Budgets ist die Tatsache, dass sowohl Finanzbuchhaltung als auch Kostenrechnung auf gebuchten Istwerten basieren, also vergangenheitsbezogen sind und somit keinen Spielraum für strategische oder operative Maßnahmen lassen. Um aber die Realisierung gesetzter Unternehmensziele zu verfolgen und deren Erreichung zu garantieren, ist es notwendig, Budgetwerte zu betrachten, um bei Soll-Ist-Abweichungen gegebenenfalls sofort korrigierend eingreifen zu können.
Voraussetzung für diese Überwachung und Steuerung der geplanten Unternehmensentwicklung ist die Erstellung eines Budgets. Ein Budget zeigt die erwarteten Erlöse und Aufwände und kann als Absichtserklärung bezüglich des erwarteten Ergebnisses bezeichnet werden.
Allerdings können aufgrund eines Budgets keinerlei Aussagen über die Liquidität des Unternehmens getroffen werden. Man erkennt nicht, ob alle anstehenden Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht und uneingeschränkt beglichen werden können. Diesen Zweck erfüllt ein Finanzplan, der alle zahlungswirksamen Vorgänge einander gegenüberstellt.
Der langfristige Finanzplan setzt auf den budgetierten Werten auf und errechnet mittels Zahlungsschlüssel aus den Erträgen und Aufwänden die voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben bzw. Forderungen und Verbindlichkeiten. Zusätzlich werden eventuelle Investitionen und Darlehen, Privatentnahmen/-einlagen sowie Bankstände und Bankrahmen berücksichtigt, woraus sich schließlich ein monatlicher Finanzmittelüberschuss/-bedarf bzw. eine Über-/Unterdeckung des Rahmens ergibt.
Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit einen kurzfristigen Finanzplan auf Basis der gebuchten Offenen Posten zu erstellen.
Sind Plan-GuV und langfristiger Finanzplan einmal erstellt, ergibt sich daraus die Planbilanz. Ausgehend von der EB werden aus der Plan-GuV Gewinn/Verlust, Rückstellungen und Rücklagen, aus dem Finanzplan Investitionen, Tilgungen, … übernommen. Ziel der Planbilanz ist die Ermittlung von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen (Rentabilität, BEP, ROI, …).
Das Budget, der langfristige (direkt oder indirekt) Finanzplan und die Planbilanz werden aus dem Fenster der Unternehmensplanung gestartet. Durch unterschiedliche Reiter können das Budget, der Finanzplan langfristig und die Planbilanz erstellt werden. Der Einstieg erfolgt über:
Controlling → Unternehmensplanung → Budget und Finanzplan/Planbilanz oder auch
Finanzbuchhaltung → Controlling → Unternehmensplanung → Budget und Finanzplan/Planbilanz
Der kurzfristige Finanzplan wird über einen eigenen Menüpunkt gestartet. Der Einstieg erfolgt über:
Controlling → Unternehmensplanung → Finanzplan kurzfristig oder auch
Finanzbuchhaltung → Controlling → Unternehmensplanung → Finanzplan kurzfristig
Hinweis | Generelle Informationen zur Unternehmensplanung und zum Einstieg Budget/Finanzplan und Planbilanz findet man im Dokument CTR Unternehmensplanung.
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Die einzelnen Themen und Bearbeitungsschritte, die in diesem Schema als Standardablauf dargestellt sind, werden im Folgenden kurz beschrieben. Nähere Informationen zu den angesprochenen Programmen entnehmen Sie bitte den jeweiligen Detaildokus.
| kurzfristiger Finanzplan | langfristiger Finanzplan |
Abfragestichtag | taggenau | monatsgenau |
ausgewiesene Beträge | offene Posten | Salden |
Zahlungskonditionen | Zahlungsmodalität je Personenkonto, Rechnung oder manuelle Erfassung im Finanzplan | Zahlungsschlüssel je Erfolgskonto |
Auswertungszeitraum | Tage oder Wochen | Monate, Quartale und Jahre |
Hinweis | Langfristiger und kurzfristiger Finanzplan hängen grundsätzlich nicht zusammen. Lediglich Investitionsplan und Tilgungsplan werden vom kurzfristigen in den langfristigen Finanzplan übernommen und umgekehrt. Relevante Werte aus dem Budget werden hingegen automatisch in den langfristigen Finanzplan geschrieben. In den kurzfristigen Finanzplan können Budgetwerte manuell pro Konto übernommen werden.
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Damit das Controlling verwendet werden kann, muss im ersten Schritt eine Firma angelegt werden. Unter dieser Firma werden die einzelnen Finanzbuchhaltungen pro Jahr erfasst. Der Firmenstamm ist für alle NTCS Pakete gültig, nicht nur für das Controlling, sondern z. B. auch für CRM, WWS, ...
Der Einstieg in den Firmen- und FIBU-Stamm erfolgt über:
Für die Erstellung eines Budgets, Finanzplans und der Planbilanz muss auch, bevor die Werte erfasst werden können, einen Finanzbuchhaltung angelegt/importiert werden.
Der Einstieg in den Firmen- und FIBU-Stamm erfolgt über:
Alle Konten, die in der Finanzbuchhaltung existieren, müssen dem Kontengruppenschema 300 zugeordnet werden, um die Standardgliederungen für Budget (225), kurzfristiger Finanzplan (243), langfristiger Finanzplan (direkter FP 240, indirekter FP 241) und Planbilanz (242)verwenden zu können.
Der Einstieg erfolgt über:
Im Paket Controlling (CTR) bzw. Finanzbuchhaltung (FIBU) können die
Budgetwerte auf Erfolgskonten (GuV) für mehrere Jahre im Voraus (
Mehrjahresplanung) erfasst werden, ohne eine verfrühte Jahresübernahme der FIBU durchzuführen. Ob der Einstieg dabei über das Paket Finanzbuchhaltung oder über das Paket Controlling erfolgt, ist unerheblich.
Budgetwerte können sowohl auf Gliederungsebene (BMD Standardschema 225, Kurzfristige Erfolgsrechnung) als auch auf Kontenebene, manuell oder mithilfe verschiedener
Funktionen und
Detailpläne eingegeben werden. Zudem stehen diverse
Übernahmen aus anderen Paketen und eine
Importfunktion zur Verfügung.
Zur Darstellung verschiedener Planszenarien (Best Case, Worst Case ...) können beliebig viele voneinander unabhängige
Budgetmodelle angelegt werden. Ebenso kann für eine rollierende Budgetierung ein neues Budgetmodell angelegt bzw.
kopiert werden. Hier können dann nach bestimmten Zeitintervallen Anpassungen der Budgetwerte um die jeweils aktuellen Istwerte vorgenommen werden, um das Budget in einem eigenen, unabhängigen Modell zu konkretisieren.
Auswertungen mit Budgetwerten inkl. FOlgebudgetjahren können sowohl im Reporting (
CTR Reporting BWA und Budget) als auch über Ausdrucke (
CTR Ausdrucke), Berichte (
CTR Bericht) und Drucklisten (
CTR Druckliste) erstellt werden. In Verbindung mit Istwerten können Budget-Ist-Vergleiche sowie Hochrechnungen (Forecasts) ausgewertet werden.
Voraussetzung für die Budgeterstellung ist die Anlage eines Budgetmodells. Im Budgetmodell werden Einstellungen wie direkter oder indirekter Finanzplan, Mehrjahresplanung, Zinssatz, KK-Rahmen, ... verwaltet. Für verschiedene Planszenarien können beliebig viele, voneinander unabhängige Budgetmodelle angelegt werden.
Der Einstieg erfolgt über:
Finanzbuchhaltung → Controlling → Unternehmensplanung → Budgetmodelle
Im Budget gibt es folgende Möglichkeiten, Werte zu erfassen:
Langfristige Finanzpläne verfolgen das Ziel der Sicherung der langfristigen Unternehmensliquidität. Man unterscheidet dabei zwischen dem direkten Finanzplan und dem indirekten Finanzplan. Bei beiden Varianten wird entweder durch eine Gegenüberstellung von geplanten Einnahmen und Ausgaben bzw. Forderungen und Verbindlichkeiten oder durch eine Korrektur der Ergebnisposition um (nicht) zahlungswirksame Konten festgestellt, welche Finanzmittel in welcher Höhe zu welchen Zeitpunkten benötigt werden bzw. zur Verfügung stehen. Drohende Finanzierungsengpässe können durch die Betrachtung aller ein- und ausgehenden Zahlungsströme sowohl für das aktuelle Planjahr als auch für die Planfolgejahre rechtzeitig aufgedeckt werden.
Folgende Automatiken sind in den langfristigen Finanzplänen vorhanden:
- Der langfristige, direkte Finanzplan setzt bei den budgetierten Erfolgskonten (netto) an und leitet daraus Einnahmen/Ausgaben (brutto) ab.
- Der langfristige, indirekte Finanzplan geht vom Jahresgewinn/-verlust aus und korrigiert diesen um die nicht zahlungswirksamen Erfolgskonten.
- Umsatz- und Vorsteuer werden zwei Monate nach Rechnungslegung zahlungswirksam und daher zeitlich nach hinten verschoben.
- Istwerte und Budgetwerte werden standardmäßig im Rechnungs- bzw. Budgetmonat zu 100% liquiditätsmäßig wirksam, können aber mittels Zahlungsschlüsseln (ZS) in andere Monate verschoben werden.
Hinweis | Positionen, die nicht budgetiert werden (z. B. Gewinnausschüttungen, Privatentnahmen, ESt-Vorauszahlung etc.), können im Finanzplan (auf Bestandskonten) manuell ergänzt werden. |
Die gewünschte Finanzplanmethode (direkt oder indirekt) wird im jeweiligen
Budgetmodell hinterlegt, kann aber bei Bedarf jederzeit umgestellt werden:
Vergleich der beiden Auswertungen:
Direkter Finanzplan (Gliederungsschema 240):
Indirekter Finanzplan (Gliederungsschema 241):
Durch eine Gegenüberstellung von geplanten Einnahmen und Ausgaben wird im direkten Finanzplan festgestellt, welche Finanzmittel in welcher Höhe zu welchen Zeitpunkten benötigt werden. Drohende Finanzierungsengpässe können durch diese Betrachtung aller ein- und ausgehenden Zahlungsströme rechtzeitig aufgedeckt werden.
In der Praxis wird der direkte Finanzplan vorzugsweise für eine einfache Darstellung der Liquiditätsplanung verwendet. Ein Nachteil am direkten Finanzplan ist, dass nur die Ein- und Auszahlungen dargestellt werden und somit keine Kennzahlen wie z. B. Cashflow oder Working Capital berechnet werden können.
Eine Analyse der Istwerte mit der Berechnung des direkten Finanzplans ist aufgrund der Charakteristik des direkten Finanzplans nicht möglich. Hier müsste die Berechnung des indirekten Finanzplans herangezogen werden.
Beispiel | direkter Finanzplan:
(Betrachtung kann monatlich, quartalsweise, halbjährlich, jährlich erfolgen) |
Hinweis | Die Betrachtung des direkten Finanzplans muss nicht zwingend monatlich erfolgen, quartalsweise oder halbjährliche, ... Betrachtungen sind genauso möglich. Je weiter jedoch die Perioden gewählt werden, desto größer ist die Gefahr, dass versteckte Engpässe nicht erkannt werden. Das heißt, dass zwischenzeitliche Defizite beispielsweise in einem Monat nicht erkannt werden, weil sie innerhalb des betrachteten Halbjahres ausgeglichen werden. In diesem einen Monat kommt es aber zu einem Liquiditätsengpass.
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Der
indirekte Finanzplan setzt auf dem Gewinn/Verlust (Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag) aus dem Budget auf. Durch die Berücksichtigung von zahlungsunwirksamen Positionen aus der GuV (z. B. AfA, Dotierungen bzw. Auflösungen von Rücklagen oder Rückstellungen) ergibt sich der Cash Flow aus dem Ergebnis.
Veränderungen der Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten (durch erfasste
Zahlungsschlüssel bzw. Steuern), geplante Investitionen, Kapitalveränderungen usw. können auch im indirekten Finanzplan erfasst werden.
Endergebnis ist wiederum der Finanzbedarf/-überschuss bzw. die Über-/Unterdeckung des Rahmens. Im Finanzplan indirekt ist es auch möglich, eine genaue Analyse der Istwerte durchzuführen bzw. Budget- und Istwerte gegenüberzustellen.
Beispiel |
Budget: 
(ZS = Zahlungsschlüssel)
indirekter Finanzplan:
(Betrachtung kann monatlich, quartalsweise, halbjährlich, jährlich erfolgen)
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In einem weiteren Schritt müssen folgende Einstellungen für den Finanzplan getroffen bzw. kontrolliert werden:
Die Planbilanz stellt die zukünftige Vermögens- und Kapitalsituation eines Unternehmens dar. Auf der einen Seite die Aktiva (Anlagevermögen, Umlaufvermögen), auf der anderen Seite die Passiva (Eigenkapital und Fremdkapital).
Die Planbilanz ergibt sich zwingend aus den Zahlen der Erfolgsrechnung und des langfristigen Finanzplans. Jede Veränderung der einzelnen Vermögens- und Schuldpositionen wirkt sich darauf aus. Ausgehend von der Eröffnungsbilanz am Beginn des WIrtschaftsjahres und unter Berücksichtigung der Veränderungen durch die erfassten Daten im Budget sowie im langfristigen Finanzplan gelangt man zur Planbilanz am Ende des Wirtschaftsjahres.

Zum richtigen Ausweis der Planbilanz sind alle Standard-Erfolgskonten, auf denen Bilanzumbuchungen gemacht werden, dem BMD Standard-Planbilanzschema 242 (mit dahinter liegenden Kontengruppengliederung 300) zugeordnet. Entsprechend werden auch die Planwerte dieser Erfolgskonten (AfA, WES,
Dot. Rückstellungen etc.) in der Planbilanz berücksichtigt. Die Darstellung erfolgt dabei allerdings nicht am Aufwands- bzw. Ertragskonto, sondern auf den hinterlegten bzw. erfassten
Planbilanz-Konten.
Hinweis
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Laufende Buchungen und Bilanzumbuchungen müssen auf getrennten Konten gebucht werden (z. B. Rechts- und Beratungsaufwand: Konto für laufenden Aufwand und Konto für Rückstellung).
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Liquide zu sein, muss eines der obersten Ziele für jedes Unternehmen sein. Die Liquidität ist der Lebensnerv eines Betriebes. Sind keine liquiden Mittel verfügbar, ist der Betrieb nicht nur zahlungs- sondern auch handlungsunfähig.
Mit dem kurzfristigen Finanzplan ist ein wichtiger Schritt für eine permanente Transparenz über die Entwicklung der Zahlungsflüsse gesetzt. Durch die gebuchten Belege werden zu erwartende Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt. Damit wird im kurzfristigen Finanzplan ein eventueller Geldüberschuss oder Geldbedarf pro Periode (z. B. Kalenderwoche) aufgezeigt und es kann sichergestellt werden, dass das Unternehmen den zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.
Der kurzfristige Finanzplan bietet jedoch nicht nur die Möglichkeit, die Entwicklung der Bankstände und des Bankrahmens im Auge zu behalten. Er ermöglicht auch, wenn ein Zahlungsmittelbedarf oder eine kurzfristige Rahmenüberschreitung aufgedeckt wird, die Nachhaltigkeit des Engpasses abzuschätzen.
Ist die Entwicklung und der neue Finanzbedarf des Unternehmens bekannt, können sowohl Bankgespräche als auch die Unterlagen dazu mit der notwendigen Professionalität vorbereitet werden. Einem souveränen Auftritt bei der Bank sollte damit nichts mehr im Wege stehen.
Der kurzfristige Finanzplan baut auf den offenen Posten der Buchhaltung auf und ermöglicht auf Knopfdruck eine Übersicht über die Liquiditätsentwicklung der nächsten Wochen. Mit dem einzugebenden Stichtag wird dabei ein Startzeitpunkt – und somit auch der jeweils relevante Bankstand – ermittelt. Folgende Grafik verdeutlicht die Darstellung der Werte im kurzfristigen Finanzplan:
Grundlegende Funktionen:
- Zahlungseingänge werden als positive Werte dargestellt, Ausgaben werden mit einem Minus ausgewiesen. Manuelle Werte müssen ebenfalls so erfasst werden.
- Alle gebuchten Eingangs- und Ausgangsrechnungen (offene Posten) werden automatisch als Zahlungsein-/ausgänge übernommen. Durch die Berücksichtigung der hinterlegten Zahlungsziele erfolgt dann der Ausweis stichtagsgenau.
- Grundsätzlich werden die Zahlungskonditionen entsprechend der Hinterlegung am Kontenstamm berücksichtigt. Weiters können der Zahlungsmodus (Skonto-/Nettozahler usw.) und eventuelle Zahlungssperren in den Stammdaten erfasst werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, beim Buchen abweichende Zahlungskonditionen zu erfassen oder direkt im kurzfristigen Finanzplan Zahlungsein- /-ausgänge in andere Zahlungsperioden zu verschieben. Ebenso werden erfasste Ratenvereinbarungen im kurzfristigen Finanzplan berücksichtigt.
- Weiters werden auch von den Steuerkonten automatisch die jeweils relevanten Salden (am 15. des nächstfolgenden Monats) in den Finanzplan übernommen. Bei manuell geplanten Zahlungsein-/ausgängen werden ebenfalls Vorsteuer und Umsatzsteuer berücksichtigt.
- Wiederkehrende Zahlungen oder Eingänge, die nicht als Rechnungen gebucht werden, wie Bankeinzüge, Daueraufträge (z. B. Miete, Leasing, Tilgungen etc.), Personalkosten ... sind einmalig im Zahlungsplan zu erfassen und werden bis zum eingegebenen Endedatum fortgeschrieben.
- Je nach getroffener Einstellung errechnet sich aus diesen Ist- und Planwerten tag- bzw. wochengenau die voraussichtliche Über- oder Unterdeckung der liquiden Mittel. Ausgehend von den aktuellen Bankständen (Stichtag beim Einstieg in den kurzfristigen Finanzplan) ergibt sich damit der zu erwartende Kontokorrentstand (in Summe).
Zusammenfassung:
Beim kurzfristigen Finanzplan werden für Konten, die in folgende Kategorien fallen, Ist-Werte bzw. Salden aus der NTCS FIBU übernommen:
- Kundenzahlungen (auf Basis der Ausgangsrechnungen)
- Lieferantenzahlungen (auf Basis der Eingangsrechnungen)
- Bankstände
- Steuern: z. B. Vorsteuer und Umsatzsteuer
- Zahlung der bereits gebuchten Lohnnebenkosten (Konto 3540, 3600, 3690 ...)
Bei allen anderen Positionen werden nur die manuell erfassten Planwerte herangezogen.
Im Reporting BWA und Budget können einerseits sämtliche Ist- und Budgetwerte am Bildschirm dargestellt werden, andererseits besteht auch die Möglichkeit, kalkulatorische Werte zu erfassen.
Der Einstieg erfolgt über:
Controlling → Auswertungen → Reporting BWA und Budget oder auch
Finanzbuchhaltung → Bildschirmansichten → Reporting BWA und Budget
Im Programmpunkt BWA und Budget drucken stehen sowohl die Standardauswertungen als auch individuelle Listen, die im Auswertungsdesigner erstellt werden können, für Ist- u. Budgetwerte zur Verfügung. Ausdrucke können immer direkt an einen Drucker geschickt, als Vorschau geöffnet oder ins Excel exportiert werden.
Der Einstieg erfolgt über:
Controlling → Auswertungen → BWA und Budget drucken oder auch
Finanzbuchhaltung → Ausdrucke → BWA und Budget drucken
Im Programmpunkt Finanzplan kurzfristig drucken stehen sowohl die Standardauswertungen als auch individuelle Listen, die im Auswertungsdesigner erstellt werden können, für kurzfristige Finanzpläne zur Verfügung. Der Einstieg erfolgt über:
Controlling → Auswertungen → Finanzplan kurzfristig drucken oder auch
Finanzbuchhaltung → Controlling → Finanzplan kurzfristig drucken
Im Programmpunkt Finanzplan langfristig und Planbilanz drucken stehen sowohl die Standardauswertungen als auch individuelle Listen, die im Auswertungsdesigner erstellt werden können, für Finanzplan und Planbilanz zur Verfügung. Der Einstieg erfolgt über:
Controlling → Auswertungen → Finanzplan langfristig und Planbilanz drucken Wird ein Budget mit Mehrjahresplanung erstellt (wird im Budgetmodell festgelegt), ist erst dann eine Jahresübernahme notwendig, wenn im entsprechenden Planjahr gebucht wird. Der Einstieg erfolgt über:
Controlling → Stammdaten → Jahresübernahme oder auch
Finanzbuchhaltung → Stammdaten → Jahresübernahme