Eine Buchhaltung wird durch die Verbuchung des Ergebnisses (Gewinn- bzw. Verlustbuchung) abgeschlossen, damit sich eine Soll/Haben-Gleichheit in der Buchhaltung ergibt.
Bei Personengesellschaften finden Sie die Möglichkeit für die automatische Verbuchung der Gesellschaftergewinne bzw. Gesellschafterverluste direkt in den Formularen E6, E6a-1 und in der E6b. Starten Sie dazu im geöffneten Formular unter "Steuererklärung" die Funktion "Gewinnaufteilung".
Im Fenster "Gewinnaufteilung" finden Sie unter "Funktionen" die Funktion "Gesellschaftergewinne buchen":
Im Formular E6b finden Sie die Funktion "Gesellschaftergewinne buchen" im Reiter Gewinnaufteilung unter "Funktionen".
Bei der Verbuchung der Gesellschafterergebnisse stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
- Buchung auf Sammelkonto (ein Konto für alle Gesellschafter): Es können Buchungen mit der Gesellschafternummer auf ein Sammelkonto erzeugt werden.
- Buchung auf getrennte Konten je Gesellschafter: Die Buchung der Gesellschaftergewinne kann je Gesellschafter auf ein eigenes Konto erfolgen.
Folgende Einstellungen sind dafür notwendig: FIBU → Stammdaten → Konten oder direkter Aufruf in der Gewinnaufteilung unter "Konten".
Wenn auf ein Sammelkonto gebucht werden soll, dann müssen in den Kontenstammdaten Konten mit folgenden Einstellungen im Feld "Gesellschafterkontentyp" vorhanden sein:
- Gewinnkonto
- Gegenkonto Gewinn
- Verlustkonto
- Gegenkonto Verlust
Soll auf getrennte Konten je Gesellschafter verbucht werden, muss zusätzlich in den Kontenstammdaten im Feld "GesellNr" (=Gesellschafternummer) der jeweilige Gesellschafter hinterlegt werden.
Sie können entweder über "Bearbeiten" den Kontenstamm des ausgewählten Kontos öffnen und dort die Felder "Gesellschafterkontentyp" sowie "GesellNr." bearbeiten, oder Sie blenden in der Kontenliste die Spalten "Gesellschafterkontentyp" und "GesellNr" ein und führen per rechter Maustaste die Funktion "Spaltenweise bearbeiten" bzw. "Zeilenweise bearbeiten" aus. Dadurch werden die Felder direkt in der Tabelle editierbar. Über F4 "Suchen" können Sie anschließend die gewünschten Gesellschafter auswählen und übernehmen.
Beim Erstellen der Buchungen wird der Gewinnanteil bzw. Verlustanteil vorrangig mit den Konten je Gesellschafter gebucht. Ist für den entsprechenden Gesellschafter kein eigenes Konto vorhanden, erfolgt die Buchung auf das Sammelgewinn- bzw. Sammelverlustkonto.
Beispiel | Eine solche Hinterlegung der Konten je Gesellschafter könnte wie folgt aussehen:

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In den Formularen E6a-1 bzw. E6b unter "Gewinnaufteilung" finden Sie in den "Funktionen" den Aufruf "Gesellschaftergewinne buchen".
Im darauffolgenden Fenster können Sie das Buchungssymbol und die Belegnummer kontrollieren und gegebenenfalls anpassen. Ebenso finden Sie die Möglichkeit für den Aufruf der Konten, um die Kontenstammdaten anpassen zu können.
Mit Klick auf "Ok" wird die Verbuchung gestartet. In der Vorschau können Sie die Buchungen noch einmal kontrollieren und anschließend mit der Funktion "Verbuchen" in die Fibu durchführen.
Auf der Buchung kann am Kontoblatt mit rechter Maustaste die Spalte "GesellNr." in der Ansicht eingeblendet werden. Damit ist die Buchung dem Gesellschafer zuordenbar.
Am Kontostamm, im Feld Gesellschafterkontotyp, gibt es die Ausprägung "Gewinnaufteilung".
Ist am Kontostamm in der Fibu im Feld Gesellschafterkontentyp die Ausprägung "Gewinnaufteilung" definiert, ist die Übernahme von Beträgen der einzelnen Gesellschafter auf zwei verschiedene Arten in die Gewinnaufteilung von E6a-1 und E6b möglich.
Erstens können Beträge über einem Sammelkonto übernommen werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Buchungen auf Konten erfolgen, deren Gesellschafterkontentyp auf "Gewinnaufteilung" eingestellt ist und bei denen in der Buchung die jeweilige Gesellschafternummer angegeben wurde. Die Zuordnung zu den einzelnen Gesellschaftern erfolgt in diesem Fall über die Gesellschafternummer.
Zweitens ist die Übernahme über Einzelkonten möglich. Hierbei muss im Konto selbst im Feld "Gesellschafter-Nr." der entsprechende Gesellschafter hinterlegt sein. Zusätzlich muss im Feld "Gesellschafter-Kontentyp" ebenfalls die Einstellung "Gewinnaufteilung" gewählt werden. In diesem Fall erfolg die Zuordnung der Beträge direkt über die Konteneinstellungen.
In das Feld "Unternehmensrechtlicher Gewinn-/Verlust" werden folgende Beträge übernommen.
Direkt zuordenbare Salden
Es werden die Salden aller Konten mit dem Gesellschafterkontentyp "Gewinnaufteilung" berücksichtigt, auf denen der jeweilige Gesellschafter im Konto hinterlegt ist.
Buchungen auf Sammelkonten
Zusätzlich werden alle Buchungen übernommen, bei denen der jeweilige Gesellschafter in der Buchung angegeben ist und die auf Sammelkonten erfasst wurden. Sammelkonten sind Konten ohne hinterlegte Gesellschafternummer, deren Gesellschafter-Kontentyp auf "Gewinnaufteilung" eingestellt ist.
Ermittlung und Verteilung des Restbetrags
Im Anschluss wird ein Restbetrag ermittelt. Dieser ergibt sich aus dem Ergebnis des Formulars E6a, abzüglich der bereits direkt den Gesellschaftern zuordenbaren Salden und Buchungen. Dieser Restbetrag wird gemäß den Beteiligungsverhältnis auf die Gesellschafter aufgeteilt und zu den zuvor ermittelten, direkt zugeordneten Beträgen hinzuaddiert.
Die Ermittlung der Werte erfolgt grundsätzlich analog zum Formular E6a1. Zusätzlich wird jedoch berücksichtigt, welcher Auswertungskennzahl ein Konto in der Auswertung zugeordnet ist.
Zuordnung der Kontosalden
Die ermittelten Kontosalden werden jeweils der Erklärungskennzahl zugeordnet, die der entsprechenden Auswertungskennzahl entspricht.
Verteilung nicht direkt zuordenbarer Beträge
Der Anteil einer Auswertungskennzahl, der nicht direkt einem Gesellschafter zugeordnet werden kann, wird anschließend gemäß dem Beteiligungsverhältnis auf die Gesellschafter aufgeteilt.