UebergeordnetesD.bmp Grundlegende Informationen zum Controlling finden Sie in der Dokumentation Erste Schritte.
 
Inhalt

 Allgemeines

Die Planbilanz ergibt sich zwingend aus den Zahlen der Erfolgsrechnung und des langfristigen Finanzplans. Jede Veränderung der einzelnen Vermögens- und Schuldpositionen sowohl im Ist- als auch im Budgetbereich wirkt sich darauf aus. Ausgehend von der Eröffnungsbilanz am 01.01. und unter Berücksichtigung der Veränderungen durch die erfassten Daten im Budget sowie im langfristigen Finanzplan gelangt man zur Planbilanz 31.12.

Diese Kurzanleitung soll helfen, Planbilanzdifferenzen effizient zu suchen und zu beseitigen. Dafür gibt es einige Voraussetzungen sowie Kontrollen, die durchgeführt werden können.
 

 Voraussetzungen für eine effiziente Differenzsuche

  Aktuelle NTCS Version

Über den Clientsinfobereich auf unserer Homepage lässt sich immer erkennen, welche NTCS Version momentan verfügbar ist. Sollte die verwendete Version kleiner sein, kann ein Update angefordert beziehungsweise installiert werden. Die verwendete NTCS Version ist hier ersichtlich:

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 Aktuelle Gliederungsschemen

Die für die Unternehmensplanung relevanten Gliederungsschemen sind:

300 Kontogruppen
240 direkter Finanzplan
241 indirekter Finanzplan
242 Planbilanz

Diese Gliederungsschemen müssen aktuell sein – unter Aktualisieren BMD Standardgliederungen kann die Aktualität überprüft werden.

Achtung! 
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Die Gliederungsschemen dürfen nur dann aktualisiert werden, wenn sie nicht individuell verändert bzw. erweitert worden sind (sonst würden diese Änderungen überschrieben werden)! Wenn das Paket BILANZ verwendet wird, muss der aktuelle BILANZ Standard verwendet werden. Gegebenenfalls ist es ratsam, Kontakt mit dem BILANZ Support aufzunehmen.

 Effiziente Differenzsuche

  Kontrolle Fixkonten und Steuerkonten

Sind in den Fix- und/oder Steuerkonten falsche Konten hinterlegt, kann es zu Differenzen in der Planbilanz und auch zu Auswertungsproblemen kommen (EB wird an anderer Stelle ausgewiesen ...).

Über folgende Programmpunkte können die Hinterlegungen überprüft werden:

A_TREE1.bmp FIBU → Stammdaten → Weitere Konteneinstellungen → Fixkonten
A_TREE1.bmp FIBU → Stammdaten → Weitere Konteneinstellungen → Steuerkonten

 Manuelle Budgetwerte auf dem Gewinn-/Verlustkonto

Sind in den FIBU Fixkonten die Gewinn-/Verlustkonten richtig eingetragen, können keine manuellen Budgetwerte darauf erfasst werden. Sind die Konten allerdings nicht richtig hinterlegt, könnten Budgetwerte erfasst werden, die dann zu Planbilanzdifferenzen führen würden, da die Gewinn-/Verlustberechnung automatisch erfolgt.

Aus diesem Grund werden, wenn man ohne Gliederung in das Budget einsteigt, das Gewinn- und das Verlustkonto angezeigt. Irrtümlich darauf erfasste Werte müssen gelöscht werden, neue Budgetwerte können nicht erfasst werden. Die Meldung "Auf dem Konto 9890 (Gewinnkonto)/9891 (Verlustkonto) kann kein Budgetwert erfasst werden, da die Gewinnberechnung automatisch erfolgt!" wird ausgegeben:

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Gewinn-/Verlustbuchung in der FIBU und Hinterlegung der Konten:

1563186946000003680_0.png

 Richtiger Einstieg in die Planbilanz

Folgende Einstiegsszenarien in die Planbilanz können gewählt werden (mit VJ ist immer das Jahr vor dem Planjahr gemeint, unabhängig davon, in welchem Jahr man sich tatsächlich befindet – das heißt, wenn Planjahr 2025 ist, dann ist das VJ 2024):

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Hinweis 
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Natürlich kann sich die Einstiegsvariante in die Planbilanz im Zeitablauf ändern. Folgendes Beispiel soll zeigen, wann welcher Einstieg erfolgen soll.

Beispiel 
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Am 15. August 2024 wird das Budget (und der Finanzplan) für das WJ 2025 erstellt (Anm.: WJ 01.01.-31.12.). Zu diesem Zeitpunkt wäre der richtige Einstieg in die Planbilanz folgendermaßen:

  FIBU-Ist: 2024, Istwerte bis Monat 7 (August ist noch nicht voll aufgebucht!)
  FIBU-Plan: 2025

Zum 12. Juni 2025 wird der Einstieg aber klarerweise anders aussehen:

  FIBU-Ist: 2025, Istwerte bis Monat 5
  FIBU-Plan: 2025
 

 Überprüfung EB-Werte

Mit der Funktion Kopieren im Punkt Budgetmodelle kann das aktuelle Modell, in dem die Differenzen auftreten, auf ein neues leeres (= ohne Werte) Budgetmodell kopiert werden, um mit diesem dann in die Planbilanz (Istwerte bis Monat 0) einzusteigen:
 
    1160406383000302170.png
 
    1160406383000302170_1.png
  
Wenn sich nun eine Summengleichheit ergibt, dann liegt das Problem in den Planwerten bzw. bei Konten, auf welchen nur geplant worden ist.

Ergibt sich keine Summengleichheit, so stimmt die EB bereits nicht:
  • Ist die EB vollständig vorgetragen? Wenn nicht, müssen die Einstiegsoptionen angepasst werden.
  • Ist das EB-Konto auf null? (Gewinn Umbuchung erfolgt?)
Wenn beim Einstieg in die Planbilanz mit Istwerten bis Monat 0 keine Differenz auftritt, sondern nur beim Einstieg mit Istwerten bis 12, dann steckt das Problem in den Istwerten (= Daten aus der FIBU) des laufenden Jahres:
  • Sind die Steuerkonten richtig hinterlegt? 1087148088000000000.png Finanzbuchhaltung → Stammdaten → Weitere Konteneinstellungen → Fixkonten

  • Gibt es in der Buchhaltung Probleme beim Summencheck? 1087148088000000000.png Finanzbuchhaltung → Buchen und Vorerfassungen → Buchen → Buchen → Summencheck

  • Gibt es in der Buchhaltung Probleme bei der Steuerkontrolle? 1087148088000000000.png Finanzbuchhaltung → Buchen und Vorerfassungen →  Buchen → Buchen → UVA Steuerkontrolle

  • Sind alle Kontenarten und Kontenklassen richtig hinterlegt? 1087148088000000000.png Controlling/Finanzbuchhaltung → Stammdaten → Konten

  • Mittels monatlicher NTCS Saldenliste "Aktiv-Passiv-Gleichheit" kann kontrolliert werden, ob eventuell eine Abstimmsummendifferenz in einem falschen Monat ausgebucht worden ist.

Hinweis 
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Bei Einstieg in die Planbilanz mit zwei unterschiedlichen Jahren muss in beiden Jahren das Budgetmodell mit den gleichen Kriterien angelegt sein (Finanzplan direkt/indirekt etc.)

 Zuordnung der Konten

Die in der FIBU verwendeten Konten müssen den relevanten Gliederungsschemen bzw. den Kontengruppen richtig zugeordnet sein:
  • Überprüfung der Zuordnung aller Konten zu den Kontengruppen (Schema 300) – bis auf etwaige Schattenkonten müssen alle Konten zugeordnet sein (bitte auch die ausgegliederten Konten überprüfen).

  • Gibt es für den Finanzplan bzw. die Planbilanz relevante Konten, welche nicht zugeordnet bzw. ausgegliedert sind? Beispielsweise muss das AfA-Konto sowohl in der Planbilanz als auch im indirekten Finanzplan zugeordnet, im direkten Finanzplan allerdings nicht zugeordnet sein.

  • Kommt eine Meldung beim Einstieg in die Planbilanz, dass Konten nicht zugeordnet sind? Wenn ja, bitte Kontenzuordnung im laufenden Jahr und im Vorjahr kontrollieren.

  • Sind alle Aktiv- und Passivkonten mit einer EB-Buchung (richtig) zugeordnet?

Hinweis 
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Direkt in der Planbilanz kann die Funktion Nicht zugeordnete Konten zur Problemsuche genutzt werden:

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Hinweis 
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Steigt man weiter in den Punkt Gliedern ein, kann bei Auswahl einer Auswertungsgliederung (Schema 240, 241, 242) die Zuordnung der Konten zum Finanzplan bzw. zur Planbilanz überprüft werden. Die Umgliederung der Konten muss dann allerdings in den Kontengruppen (Schema 300) erfolgen:

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Hinweis 
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Weiß man bei bestimmten Konten nicht, wo diese in den Kontengruppen zugeordnet sein müssen, kann die Zuordnung der Konten laut Standardkontenrahmen (üblicherweise die Firma 100) angesehen werden.

Beispiel 
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Beim Einstieg in die Planbilanz wird die Meldung "FIBU 1/202501: Das nicht zahlungswirksame Konto 4800 wurde gegen das Konto 2800 gebucht (JournalNr: XXX, Betrag: XXX). Dadurch entsteht möglicherweise eine Differenz." ausgegeben:

In diesem Fall wurden die Konten einerseits einer nicht zahlungswirksamen Gliederungszeile zugegliedert (jene Gliederungszeilen, die als Betragsquelle Cash Flow-Korrekturen hinterlegt haben), andererseits wurden sie aber auch zahlungswirksam gebucht.

Lösung: Wenn die Konten nicht zahlungswirksam sind, müssen die Bankbuchungen korrigiert werden. Ansonsten müssen die Konten richtig gegliedert werden.

 Zahlungsschlüssel

Werden Zahlungsschlüssel verwendet, ist Folgendes zu überprüfen:
  • Gibt es Lücken in den Monatsgrenzen?
  • Sind die Zahlungsschlüssel nur bei zahlungswirksamen Konten hinterlegt?
  • Auf AfA-Konten, Rückstellungsdotierungskonten, Kontokorrentkonten etc. dürfen beispielsweise keine Zahlungsschlüssel hinterlegt sein.
    Beim Einstieg in die Planbilanz (in Kombination mit dem direkten Finanzplan) wird folgende Meldung ausgegeben>>:
    "FIBU 1/202501: Es ist ein Planbilanz-Differenz vorhanden! Mögliche Ursachen sind: Auf diesem nicht gegliederten Konto darf kein Zahlungsschlüssel hinterlegt sein! (Konto 7000)" 
  • Gibt es im aktuellen Jahr auf nicht zugeordneten Konten Plan- bzw. Istwerte vom Vorjahr, die mittels Zahlungsschlüssel ins laufende Jahr verschoben werden?
  • Auf Konten, welche über die Detailpläne (Investitionsplan, Tilgungsplan, Personalkostenplan, Artikelplan, Wareneinkaufsplan) angesprochen werden, dürfen keine Zahlungsschlüssel hinterlegt sein.
  • Sind alle hinterlegten Zahlungsschlüssel auch angelegt? Falls nicht, wird die Meldung "Der Zahlungsschlüssel ist nicht vorhanden" ausgegeben, von welcher auch direkt in die entsprechende Hilfe verzweigt werden kann:

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 Detailpläne

Bei Verwendung von Detailplänen müssen folgende Punkte beachtet werden:
  • Auf Konten, welche über die Detailpläne (Investitionsplan, Tilgungsplan, Personalkostenplan, Artikelplan, Wareneinkaufsplan) angesprochen werden, dürfen keine Zahlungsschlüssel hinterlegt sein.

  • Konten, die im Tilgungsplan angesprochen werden, dürfen nicht als Kontokorrentkonto gekennzeichnet sein (Einstellung am Kontostamm):

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 Sachbezüge

Sachbezüge sind buchhalterisch betrachtet ergebnisneutrale Buchungen, die lediglich als Durchläufer für die Berücksichtigung der Steuer benötigt werden. Im Controlling wurde die steuerliche Betrachtung von Sachbezügen außen vor gelassen. Aufgrund der ergebnisneutralen Verbuchung im IST muss bei der Planung ebenso ein Ertrags- und ein Aufwandskonto angesprochen werden. Wird nur einseitig geplant, führt das einerseits zu Differenzen zwischen direktem und indirektem Finanzplan im Finanzmittelbedarf/-überschuss, andererseits resultiert daraus eine Differenz in der Planbilanz (aufgrund des abweichenden Finanzmittelbedarfs/-überschusses).

Folgende Lösungsansätze stehen daher zur Verfügung:
  • Sachbezüge nicht planen, weil die steuerliche Seite ohnehin nicht berücksichtigt wird – die Plus-Minus-Rechnung ohne Ergebnis hat also nur Gliederungscharakter, damit der Sachbezug nachvollzogen werden kann.

  • Werden Sachbezüge budgetiert, müssen sowohl der Ertrag als auch der Aufwand geplant werden, damit der richtige Ausweis in Finanzplan und Planbilanz erfolgen kann.
 
Achtung! 
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Für Sachbezüge gibt es eigene Kontengruppenzeilen. Werden Sachbezüge gebucht/budgetiert, so müssen die Konten im Schema 300 zwingend diesen Gliederungszeilen zugeordnet sein, damit die aktuellen Gliederungsschemen richtig damit rechnen können und keine Differenzen entstehen:

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 ​Manuelle Werte auf den Bankständen

​Wurden im Finanzplan manuelle Werte auf den Bankständen erfasst, führt dies ebenfalls zu einer Differenz in der Planbilanz. Die Meldung "Im Finanzplan darf auf "Bankstände" kein Budget-/Finanzplanwert vorhanden sein!" wird ausgegeben, und es kann direkt in die Hilfe verzweigt werden:

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Hinweis 
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Gerne sind wir Ihnen bei der Suche von Differenzen in der Planbilanz behilflich. Vereinbaren Sie dazu mit uns einen Fernwartungstermin.
Kontakt Wie Sie schnell und einfach mit uns in Kontakt treten können, erfahren Sie auf der Seite BMD kontaktieren.

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Siehe auch: