Grundlegende Informationen zum Exportieren von Buchungen finden Sie in der Onlinehilfe Buchungen exportieren.
Inhalt
Dieses Dokument beschreibt den Export von Stammdaten und Buchungen für die Intermarket Factoring Bank. Factoring bedeutet, dass ein Unternehmen seine Forderungen durch eine Bank vorfinanzieren lässt. Die Bank stellt dem Unternehmen das Geld sofort bereit und holt sich dieses von den Kunden zurück. Somit stehen dem Unternehmen die liquiden Mittel früher und sicherer zur Verfügung. Diese Schnittstelle bietet den Export der Daten in einem fixen, von der Factorbank vorgegebenen Satzaufbau an.
Die Intermarket-Schnittstelle ist nicht im FIBU-Basis Paket enthalten. Die Einrichtung bzw. sämtlicher Supportaufwand in Verbindung mit Datenexporten sind nicht im Wartungsvertrag enthalten und somit kostenpflichtig.
Die hier erstellten Dateien müssen auf der Intermarket-Homepage händisch upgeloadet werden.
Für die Implementierung der Schnittstelle empfehlen wir Ihnen, einen Fernwartungstermin mit unserer Terminkoordination zu vereinbaren.
Für Export-Schnittstellen wird ein Exportmodell benötigt. Dieses wird als Zipdatei ausgeliefert und muss in den Exportmodellen importiert werden.
Die Zipdatei erhalten Sie nach Erwerb der Lizenz auf Anfrage von unseren FIBU Support-Mitarbeitern (
fibu@bmd.at).
Starten Sie für den Import der Zipdatei das Programm Finanzbuchhaltung → Import und Export → Buchungen exportieren und dort im Feld "Exportmodell" die F4-Funktion:
Im nachfolgenden Suchfenster "Exportmodell" kann unter Extras → "Import" die Zipdatei der Export-Schnittstelle importiert werden.
Nach dem Import ist ein Modell für die Intermarket-Export-Schnittstelle vorhanden.
Dieser Datensatz kann mit F6 bearbeitet werden. Der Verzeichnispfad (Export-Datei) für die Intermarket Export-Schnittstelle kann anschließend beliebig angepasst werden. An den Dateinamen wird standardmäßig ein "_OP.csv" bzw. ein "_AR20.csv" usw. angehängt. Ein Dateiname ist somit im Gegensatz zum Pfad nicht zwingend notwendig.
Sie haben die Möglichkeit, den Pfad mit Platzhaltern zu hinterlegen.
Folgende Platzhalter stehen zur Verfügung: Firmennummer $firmennr$, Fibu-Nummer $fibunr$, Jahr $jahr$.
Über den Menüpunkt Extras → Export Parameter können die Parameter zur Schnittstelle aufgerufen werden.
Folgende Parameter sind für die Schnittstelle vorhanden:

BS (AR-Datei) | Markierung neue Rechnungen Leer=Alle BS werden in die AR-Datei exportiert bzw. beim Großkundenformat als neu gekennzeichnet. Mehrere BS mit Beistrich getrennt eingeben, z. B.: AR,GU
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Codierung Stammdatendatei | 0=DefaultCodepage, 28591=AnsiCodePage, 65001=UTF-8, 1200=Unicode |
EB-Kennzeichen | Hier kann angegeben werden, ob Eröffnungsbilanzbuchungen exportiert werden. |
Einschränkung BS | Hier können die Buchungssymbole hinterlegt werden, die beim Export in der AR-Datei berücksichtigt werden sollen. Leer = Alle Buchungssymbole werden exportiert Mehrere BS mit Beistrich getrennt eingeben, z. B.: AR,GU In die OP-Datei werden grundsätzlich immer alle Buchungssymbole exportiert. |
Factoring Plus | Wenn von Intermarket das Format "Factoring Plus" angefordert wird, muss dieser Parameter aktiviert werden. Ist dieser Parameter nicht gesetzt, wird das Format „Variante II“ exportiert. Daten1:
1 = Ja (In der AR-Datei werden auch bereits abgestattete Rechnungen bzw. Stornobuchungen exportiert, da ansonsten Gutschriften oder Stornos nicht übermittelt werden und somit bei Intermarket offen stehen bleiben würden.)
Daten2: 1 = Export Fälligkeitsdatum, 2 = Export Zahlungsbedingungscode Es wird immer entweder ein Zahlungsbedingungscode oder ein Fälligkeitsdatum übergeben. Wenn dieser Parameter auf 2 gesetzt ist und in BMD eine Kondition hinterlegt ist, zu der es keinen Code der Intermarket gibt, wird ein Fälligkeitsdatum exportiert.
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| 0=Fälligkeit wird vom Belegdatum berechnet (Standard), 1=Fälligkeit wird vom Valutadatum berechnet (falls vorhanden), 2=ohne Fälligkeit in AR-Datei |
| Konten kennzeichnen | Hier kann angegeben werden, ob die Stammdaten der Kunden nochmals exportiert werden müssen. 0=Export-Datum wird nicht gesetzt 1=Export-Datum auf Konto wird gesetzt |
| 1=ohne Valutadatum |
Zessionskennzeichen
| Wenn hier ein Zessionskennzeichen hinterlegt wird, werden nur jene Buchungen von Kunden mit diesem Zessionskennzeichen berücksichtigt. |
Bei den Kundenstammdaten müssen folgende Felder befüllt sein, da diese Kunden sonst nicht in die Stammdatendatei exportiert werden. Sind Stammdaten unvollständig, erhalten Sie beim Export einen Hinweis.
Nähere Informationen sind im Logfile FACTORING.LOG enthalten.
Pflichtfelder:
Nachname; Straße; Land; Postleitzahl; Ort;
Der Export erfolgt über Finanzbuchhaltung → Import und Export → Export-Schnittstellen. Im Fenster Export-Schnittstellen müssen zuerst die gewünschte Firma und FIBU und anschließend das Exportmodell gewählt werden.
Über "Exportieren" wird der Export gestartet.
Der Export kann je nach Größe der FIBU und Anzahl der zu exportierenden Buchungen mehrere Minuten dauern. Nach Abschluss des Exports erscheint noch eine Meldung, ob der Export erfolgreich war oder nicht.
Anschließend wird automatisch der Logfile FACTORING.LOG geöffnet.
Dieser beinhaltet Details zum Export als auch etwaige Fehler beim Export der Daten.
Debitoren-Datei
In der Debitorendatei stehen alle Konten, die bebucht sind. Ausgenommen sind jene Konten, die bereits mit einem Export-Datum versehen sind.
OP-Datei
In diese Datei werden alle offenen Posten seit Wirtschaftsjahrbeginn exportiert. Neue Rechnungen werden in der OP-Datei gekennzeichnet (Buchungen ohne Export-Datum).
Pro Währung wird eine eigene Datei erstellt.
Debitoren-Datei
In der Debitorendatei stehen alle Konten, die bebucht sind. Ausgenommen sind jene Konten, die bereits mit einem Export-Datum versehen sind.
AR-Datei
Pro Prozentsatz und Währung (0 %, 10 %, 13 % und 20 %) werden eigene Dateien erzeugt.
In die AR-Datei gelangen nur Buchungen, die noch nicht exportiert worden sind. D. h. nach jedem erfolgreichen Export werden die Buchungen mit dem Export-Datum gekennzeichnet, damit gewährleistet ist, dass sie kein zweites Mal exportiert werden.
In der AR-Datei werden auch bereits abgestattete Rechnungen bzw. Stornobuchungen exportiert.
Zum Beispiel wird eine Rechnung an die Intermarket übergeben. Später gibt es zu dieser Rechnung eine Gutschrift. Die Rechnung wird mit der Gutschrift ausgeziffert und die Intermarket würde nie die Information über die Gutschrift erhalten.
Soll ein Kunde nicht an die Intermarket übermittelt werden, kann eine händische Sperre in den Kontostammdaten am FIBU-Kontoreiter erfasst werden. Dieses Feld lautet „
Export-Sperre“.
Automatische Sperren richten sich lt. Parametereinstellung und sind am Feld „
Export-Datum“ ersichtlich.
(In der BMD 5.5 wurde dafür das Freifeld 220 bzw. 225 am Kontenstamm verwendet.)
Soll eine Buchung nicht an die Intermarket übermittelt werden, kann eine händische Sperre am Buchungssatz erfasst werden. Dieses Feld lautet „
Export-Sperre“.
(In der BMD 5.5 wurde dafür das Freifeld in der Buchung verwendet.)
Automatische Sperren werden bei jedem Export gesetzt, sofern neue Buchungen vorhanden sind. Diese sind am Feld „
Export-Datum“ ersichtlich.
Die Sperre richtet sich nur auf die AR-Datei. In der OP-Datei sind wiederum alle Buchungen enthalten.