Inhalt
Die Kostenstelle oder der Kostenträger kann aus folgenden Gründen nicht korrekt ermittelt werden:
- Fehlende Zuordnung: Es wurde keine korrekte Zuordnung für die Kostenstelle/den Kostenträger für den Mitarbeiter oder die Tätigkeit vorgenommen.
- Fehlende Stammdaten: Die erforderlichen Stammdaten für die Kostenstelle/den Kostenträger fehlen oder sind unvollständig.
- Fehlende Berechtigungen: Der Mitarbeiter verfügt nicht über die erforderlichen Berechtigungen, um auf die Kostenstelle oder den Kostenträger zuzugreifen.
- Fehlerhafte Einstellungen: Es wurden fehlerhafte Einstellungen in den LEA Parametern oder KORE Parametern vorgenommen, welche die korrekte Ermittlung der Kostenstelle oder des Kostenträgers verhindern.
- Technische Probleme: Es können technische Probleme oder Fehler im System auftreten, welche die korrekte Ermittlung der Kostenstelle oder des Kostenträgers beeinträchtigen.
Bitte beachten Sie, dass dies allgemeine Gründe sind und die genaue Ursache für die fehlerhafte Ermittlung der Kostenstelle oder des Kostenträgers im konkreten Fall individuell überprüft werden muss.
Wenn bei der Überleitung in die Kore kein Konto gefunden wird, kann dies daran liegen, dass das entsprechende Konto in der Fibu nicht vorhanden ist. Um ein Konto in den
Kontentabellen hinterlegen zu können, muss es zuerst in der Fibu angelegt werden. Nur dann kann es in der Kontentabelle ausgewählt und für die Überleitung in die Kore verwendet werden.
Ist der LEA Parameter
Überleitung ohne Bewertung (= Standard) aktiviert, können Leistungen mit einem Stundensatz bzw. Artikelpreis von € 0,00 oder ganz ohne Betragsangabe ausschließlich anhand der Menge in die Kore übergeleitet werden. Für diesen Parameter ist die Einstellung des LEA Parameters
Bewertung mit irrelevant und die Ausprägung "Nur Menge, ohne Bewertung" bleibt weiterhin verfügbar.
Somit ergeben sich unabhängig von der Bewertung folgende Überleitungsvarianten:
- "Überleitung ohne Bewertung" ist aktiviert.
Es wurde kein Stundensatz bzw. Artikelpreis definiert oder mit € 0,00 hinterlegt. Auf der Leistung ist nur die Menge angegeben.
LEA-KORE-Überleitung: Nur die Menge wird übergeleitet, kein Betrag.
Ausnahme: "Bewertung mit" hat die Ausprägung "Lohnsätze".
Hier muss beim Menüpunkt Lohnsätze am Reiter "Lohnsätze" zur betreffenden Lohnart ein Eintrag mit € 0,00 existieren.
- "Überleitung ohne Bewertung" ist aktiviert.
Es sind Stundensätze bzw. Artikelpreise sowie Mengen vorhanden.
LEA-KORE-Überleitung: Menge und Betrag werden übergeleitet.
- "Überleitung ohne Bewertung" ist nicht aktiviert.
Für die LEA-KORE-Überleitung werden nur Leistungen mit vorhandenen Stundensätzen übergeleitet (€ 0,01 oder höher).
Ist kein Stundensatz bzw. Artikelpreis definiert oder mit € 0,00 hinterlegt worden, erfolgt für diese Leistungen keine Überleitung.
Hintergrundinformationen- Die "Überleitung nur mit Menge" ist sowohl für die Be- als auch Entlastung für die Kostentypen möglich. Die Entlastung erfolgt immer auf der Stammkostenstelle des Mitarbeiters. Wenn eine abweichende Kostenstelle gewünscht ist, kann am Entlastungskonto in der Kore eine Kostenstelle fixiert werden.
- In jedem Fall sollte die Überleitung in die Kore stets mit einer eigenen Menge auf ein separates Kore-Aufwandskonto erfolgen (siehe Beispiel).
- Damit nicht versehentlich nur Mengen übergeleitet werden, sollte der LEA Parameter Prüfung Selbstkostensatz in Kombination mit dem Parameter Überleitung ohne Bewertung immer aktiv sein (= Standard).
- Da aus der Lohnverrechnung über die Fibu nur die echten Lohnkosten übermittelt werden, kann mit diesem Parameter zusätzlich die Menge aus der Leistungserfassung in die Kore übernommen werden.
- Im Vergleich werden beim LEA Parameter Bewertung mit und der Ausprägung "Nur Menge, ohne Bewertung" alle vorhandenen Leistungen nur mit der Menge (ohne Betrag) an die Kore übergeleitet. Mit dem Parameter Überleitung ohne Bewertung können jedoch einzelne Tätigkeiten bzw. Artikel gesteuert werden.
Beispiel für eigene Menge auf eigenes Aufwandskonto |
Ein Mitarbeiter arbeitet 10 Stunden zu je € 50,00 auf einem Projekt. Zusätzlich werden 200 km erfasst, aber ohne Kilometersatz:
Für dieses Beispiel werden zwei eigene Mengenkennzeichen benötigt: h = Stunden km = Kilometer
Es empfiehlt sich, je Mengeneinheit ein eigenes Kore-Konto für die Be- und auch Entlastung zu führen.
In diesem Fall sehen die übergeleiteten Buchungen in der Kore folgendermaßen aus:
| Belastung der Kostentypen | Entlastung auf Stammkostenstelle des Mitarbeiters | Konto 60000 + € 500,00 aus Leistungen + Menge 10 h | Konto 60001 - € 500,00 aus Leistungen - Menge 10 h | Konto 70000 | Konto 70001 |
Dadurch kann eine Auswertung in der Kore erfolgen, wie viele Kilometer etwa für ein Projekt gefahren worden sind. Diese Information können anschließend als Grundlage für die Umlage auf die Kostenstelle "Fuhrpark" dienen.
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Es kann vorkommen, dass bereits übergeleitete Leistungen nochmals korrigiert werden müssen (Stammdaten haben sich geändert, neue Stundensätze etc.). Da die Hilfsprogramme
Leistungen aktualisieren und
Stundensätze/Artikelpreise korrigieren keine automatischen Buchungen auslösen, ist es notwendig, die Autorisierung nochmals aufzulösen, um die Korrekturmaßnahmen umsetzen zu können.
Bei der Auflösung einer Autorisierung wird zur Leistung eine (nicht sichtbare) Storno-Leistung erstellt, die ebenfalls zur Richtigstellung in die Kore übergeleitet werden muss.
Es ist wichtig, zu beachten, dass bei der Korrektur von Leistungen, die bereits in die Kore übergeleitet worden sind, die entsprechenden Schritte gemäß dem
Zeitpunkt der Verbuchung (= LEA Parameter) der Leistungen durchgeführt werden müssen, um die Korrekturen umzusetzen:
Sofort bei Autorisierung (automatisch): Leistungen werden sofort verbucht
Wird die Autorisierung für Leistungen aufgelöst, die bereits durch die Autorisierung in die Kostenrechnung verbucht worden sind, wird auch automatisch zur Storno-Leistung eine Storno-Kore-Buchung erstellt. (Diese Storno-Kore-Buchung entfällt, wenn für die aufgelöste Leistung noch keine Kore-Buchung in der Kore existiert.) Beim neuerlichen Autorisieren wird im Gegenzug auch wieder eine neue Kore-Buchung erzeugt.
Zu gewählten Zeitpunkten (manuell/automatisch): Manuelle/automatische Übernahme in Kostenrechnung
Wird die Autorisierung für Leistungen aufgelöst, die manuell durch Ausführen des Programms "LEA in KORE übernehmen" oder automatisch mit dem
Stapel LEA in KORE übernehmen in die Kostenrechnung verbucht worden sind, wird für die Storno-Leistung keine automatische Storno-Kore-Buchung erstellt. Daher sind folgende manuelle Schritte notwendig:
- Im Programmpunkt LEA in KORE übernehmen müssen zuerst mit der Funktion "Aufwand aufrollen" und aktivem Feld "Kore-Buchungen löschen" die zuvor übergeleiteten Leistungsdaten in der Kore gelöscht werden. Dafür treffen Sie die notwendige Auswahl bei Firma/Buchungsperiode.
- Lösen Sie die Autorisierung auf den betroffenen Leistungen auf.
- Führen Sie die notwendigen Veränderungen in der Leistungserfassung durch.
- Nach der Korrektur müssen die Leistungen neuerlich autorisiert werden, damit die Daten für die Überleitung zur Verfügung stehen.
- Zum Schluss werden die Leistungsdatensätze nochmals im Programmpunkt LEA in KORE übernehmen mit der Funktion "Aufwand übernehmen" übergeleitet. Achten Sie auf die gleiche Auswahl bei Firma/Buchungsperiode wie im ersten Schritt. Zur Kontrolle können Sie davor die "LEA-KORE-Analyse" starten.
Die Überleitung von mehreren unterschiedlichen Stundensätzen für eine erfasste Leistung kann angewendet werden, wenn unterschiedliche Daten für die gleichen Leistungen in der Kore benötigt werden. Beispiel: Die externe Sicht des Fördergebers für die gesamte Projektlaufzeit mit vorgegebenem Stundensatz und gleichzeitig die interne Sicht auf die tatsächlichen Mitarbeiterkosten.
In der Leistungserfassung erfolgt die Umsetzung über die Verwendung von
Folgeartikeln und bietet folgende Vorteile:
- Mitarbeiter erfassen nur eine Leistung. Erst mit dem Tagesabschluss bzw. der Autorisierung wird das "Duplikat" als Folgeartikelleistung angelegt bzw. sichtbar. Die Leistungen bzw. Leistungsstunden müssen nicht doppelt geführt werden und es ist kein Dummy-Mitarbeiter notwendig. Dadurch ergibt sich in der Leistungserfassung eine bessere Übersich, z. B. die interne Sicht erfolgt über Tätigkeiten und die externe Sicht über (Folge-)Artikel.
- Die Hinterlegung der Artikelpreise ist wie für die Stundensätze bei Tätigkeiten auch auf Mitarbeiter- und Berufsgruppenebene möglich.
- Über die Kontentabellen kann je Tätigkeitsgruppe ein anderes Konto für die Kore hinterlegt werden. Die Tätigkeitsgruppe wird auch bei den verwendeten Artikeln genutzt.
- Die Entlastung der Stammkostenstelle des Mitarbeiters funktioniert ebenfalls für Folgeartikelleistungen.
- Die gesamte Datenbasis ergibt sich aus der Leistungserfassung und kann mit der LEA-KORE-Überleitung in die Kore übernommen werden.
Achtung! | Bei der Übergabe der Leistungserfassungsdaten an die Auftragsvorerfassung ist darauf zu achten, dass durch die "duplizierten" Leistungszeilen keine ungewünschte mehrfache Überleitung in die Warenwirtschaft stattfindet (siehe Übernahme aus der PLE in die Auftragsvorerfassung). |
Voraussetzungen
Für dieses Konzept müssen in der Leistungserfassung die benötigten Tätigkeiten und Artikel konfiguriert sein (siehe
LEA - Organisation Stammdaten).
Im Menüpunkt
Tätigkeiten wird die betreffende Tätigkeit markiert. Im Bereich
Folgeartikel (LEA) - der im Layout des Fensters aktiviert werden muss - legen Sie die gewünschten Folgeartikel an. Es können auch mehrere Folgeartikel auf einer Tätigkeit definiert werden.
Nach Angabe des Artikels wird der Modus "Zeitdauer = Menge" zur Weitergabe der Stunden der Originalleistung als Menge auf die Folgeartikelleistung hinterlegt:
Für den verwendeten Artikel muss ein Preis pro Einheit als
Artikelpreis angegeben sein. Die Angabe kann zusätzlich mitarbeiter- oder berufsgruppenbezogen getroffen werden:
Ablauf
- Die Zeitleistung wird wie gewohnt vom Mitarbeiter mit der Tätigkeit und dem Stundenausmaß erfasst. Es müssen keine weiteren Leistungszeilen erfasst werden:

- Mit dem Tagesabschluss bzw. der Autorisierung wird je definiertem Folgeartikel auf dieser Tätigkeit eine Folgeartikelleistung aufgrund des Modus mit dem gleichen Stundenausmaß der Zeitleistung als Menge erzeugt. Bei Auflösung des Tagesabschlusses bzw. der Autorisierung werden die automatisch erzeugten Folgeartikelleistungen wieder entfernt.

- In der LEA-KORE-Analyse werden je Leistungszeile Daten für den Menüpunkt LEA in KORE übernehmen erzeugt, d. h. auch je Folgeartikelleistung:

Achtung! | Bitte beachten Sie, dass Folgeartikel nicht historisch geführt werden. Sobald die Verknüpfung zwischen Tätigkeit und Artikel vorhanden ist, wird bei jeder Autorisierung der zugehörigen Zeitleistung eine Folgeartikelleistung erstellt, auch wenn es sich um eine Leistung mit einem längst vergangenen Leistungsdatum handelt.
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