UebergeordnetesD.bmp Grundlegende Informationen zum Paket Produktionsplanung und -steuerung finden Sie unter Erste Schritte PPS.


 Artikelstamm

Über folgende Pfade gelangen Sie in den Artikelstamm:

A_TREE1.bmp Produktionsplanung und -steuerung → Stammdaten → Artikel
A_TREE1.bmp Warenwirtschaft → Stammdaten → Artikel → Artikel
 
Hier sind alle Artikel der Firma gelistet, egal ob Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe oder auch Produktionsartikel.
 

 Eigenschaften des Produktionsartikels

Mit der Funktion "Neu" (F5) öffnen Sie das Fenster, um einen Artikel neu anzulegen.
 
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In diesem Fenster werden alle wichtigen Daten eingetragen und Einstellungen getroffen. Weitere Informationen zur Anlage eines Artikels finden Sie auch unter: Artikel oder Artikel- und Kunden Stammdaten.
 
Die für einen Produktionsablauf relevanten Felder sind markiert und werden näher erläutert:
 
Die Teileart gibt Auskunft, um welchen Artikel es sich handelt. Folgende Ausprägungen stehen zur Verfügung:
  • Kundenproduktion: Artikel der Teileart "Kundenproduktion" können direkt vom Kundenauftrag produziert werden. Zusätzlich können für Kundenproduktionsartikel auch Lagerproduktionsaufträge erstellt werden.
  • Lagerproduktion: Kundenaufträge lösen keine Produktionslose aus. Der Kundenbedarf wird über das Lager abgedeckt. Das heißt, es werden Lagerproduktionsaufträge generiert, die Lagerstände generieren.
  • Handelsware/Rohstoff: Diese Ausprägung kennzeichnet meist ein Material (Rohware). Ein Material besitzt keine Stückliste, die Ausnahme ist dabei ein SET.
Stückliste (Stkl)
Gibt es zu einem Artikel mehrere Stücklisten (beispielsweise aufgrund der Versionierung), wird hier die aktuelle Hauptstückliste gekennzeichnet. Die hier verknüpfte Stückliste wird beim Anlegen von Aufträgen für diesen Artikel verwendet. Es gibt lediglich für Produktionsauftragspositionen bzw. vorgelagerte Produktionsvorschläge die Möglichkeit, über das Feld "Stücklisten-ID (Stammdaten)" eine andere Stückliste für die Auflösung am Produktionsauftrag auszuwählen. Für (Kunden-)Aufträge besteht diese Möglichkeit nicht.
Lager, Lagerplatz
Wird der Artikel am Lager geführt, können hier Vorschlagswerte für den Lagerort sowie den Lagerplatz hinterlegt werden. Diese werden in Arbeitsabläufen bei der Materialfindung berücksichtigt.
Produktionsabgangslager, Produktionsabgangslagerplatz
Diese übersteuern die vorhin definierten Vorschlagswerte bei der Lagerermittlung "lt. Artikelstamm" in Stücklistenpositionen. Somit können unterschiedliche Lagerorte für Zu- und Abgänge definiert werden.
Chargen- und Seriennummernführung
Zur Bestimmung, ob bei einem lagergeführten Artikel Chargen und Seriennummern verwaltet werden sollen. Dies bedeutet in Folge, dass jede Lagerbuchung mit Chargen- oder Seriennummer gebucht wird.
Produktionsmengeneinheit
Definiert die Einheit der minimalen und optimalen Produktionsmenge. Diese Einheit wird beim Ermitteln von Beschaffungsvorschlägen und Erfassen von Produktionsaufträgen als Einheit vorgeschlagen.
Minimale/Optimale Menge/Intervallmenge pro Produktionsmenge 
Bei der Planung (siehe Planen und Freigeben von Produktionslosen) wird die Produktionslos-Menge auf diese Mengen gerundet.
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 Vor- und Nachteile der verschiedenen Teilearten

 Lagerproduktion

Die Ausprägung "Lagerproduktion" in der Teileart des Artikelstamms bringt folgende Vorteile mit sich:
  • Es ist ein Zusammenfassen von Produktionen für die verschiedensten Aufträge/Auftragspositionen von verschiedenen Kunden möglich.
  • Der Produktionsvorschlag berücksichtigt auch Mindestbestände.
  • Durch höhere Mengen können Werkzeuge/Anlagen mitunter besser ausgenutzt werden.
  • Weniger Produktionslose bedeuten weniger Rückmeldungen in der Produktion.
  • Die Bedarfszuteilung zu einem Kundenauftrag ist flexibel, d. h., ein Teil, das für einen bestimmten Kunden vorgesehen war, kann für einen anderen Kunden herangezogen werden.
Nachteile, die sich aus der Lagerproduktion ergeben:
  • Die Produktionslose stehen in keiner Abhängigkeit zueinander → das bedeutet, dass aus einer manuellen Planung die notwendige Reihenfolge gewährleistet werden muss.
  • Zeitliche Verschiebungen von Produktionslosen (z. B. in der Plantafel) bewirken keine Verschiebung von logisch nachgelagerten Produktionslosen.
  • Es besteht kein Zusammenhang mit Kunden-Lieferterminen.
  • Bei mehreren Stücklistenebenen, bei denen auch die Auflösung "keine weitere Auflösung" eingestellt ist, muss die Ermittlung von Produktionsvorschlägen öfter gemacht werden.

 Kundenproduktion

Vorteile aus der Kundenproduktion können sich ergeben durch:
  • Sämtliche Produktionslose desselben Auftrags stehen in Abhängigkeit zueinander → können auch im Kundenauftrag eingesehen werden.
  • Die Planung berücksichtigt diese Abhängigkeiten → eine Planung nach der Abarbeitungsreihenfolge ist damit gewährleistet.
  • Bei zeitlichen Verschiebungen (z. B. in der Plantafel) können vor- und nachgelagerte Produktionslose mitverschoben werden.
  • Es gibt einen (Kunden-)Liefertermin für die Produktionslose.
  • Der einzelne Auftrag ist gut nachvollziehbar und -kalkulierbar.
  • Die Auflösung kann theoretisch bis in die letzte Stücklistenebene am Kundenauftrag gehen, somit ist das Ermitteln von Produktionsvorschlägen nicht notwendig.
Dem stehen diese Nachteile gegenüber:
  • Eine "Zusammenfassung" kann nur über die Planungsgruppe bzw. den Sammelschein erfolgen.
  • Es muss jedes Produktionslos einzeln rückgemeldet werden.
  • Auf Mindestbestände lt. Beschaffungskriterien wird bei der Auflösung keine Rücksicht genommen.

 Kombination von Kunden- und Lagerproduktion

Es kann auch eine Mischform geben, also ein Teil Lager- und ein Teil Kundenproduktion. Indem jeder Artikel (jede Stücklistenstufe) eine eigens definierbare Teileart hat, kann auch innerhalb eines Hauptprodukts unterschieden werden.
 
Somit kann ab einer gewissen Fertigungsstufe anonym bzw. kundenbezogen produziert werden.
 
Der nächste Schritt für die Definition des Produktionsartikels ist das Anlegen einer Stückliste (→ Anlage einer Stammdaten-Stückliste).
Beispiel für Kombination Lager- und Kundenproduktion innerhalb einer Stücklistenstruktur 
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Im folgenden Beispiel wird der Artikel "Kundenproduktion mit Variante" direkt vom Kundenauftrag weg produziert. Das Halbfabrikat wird hingegen über Lagerproduktionsaufträge vorproduziert.
 
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 Aufruf Stückliste

Um aus dem Artikelstamm direkt die Stammdaten-Stückliste zum Artikel aufzurufen, stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung:
 

 Aufruf via Detailinfo "Stückliste"

Über die Detailinformation kann die Stückliste bereits im Artikelstamm angesehen und bearbeitet werden. Falls die Detailinfos/Registerkarten noch nicht angezeigt werden, können diese im Fenstermenü "Ansicht" → "Detail einblenden" eingeblendet werden.

Hier wird immer die dem Artikel zugeordnete Hauptstückliste angezeigt, die auch aufgelöst wird, wenn dieser Artikel in einem Auftrag als Auftragsposition eingegeben und aufgelöst wird.
 

 Aufruf via Stücklistensymbol

Am Stücklistensymbol im Feld "Stkl" der Artikelübersicht erkennen Sie, ob zum Artikel bereits eine Stückliste hinterlegt ist. 
Mit Klick auf das Stücklistensymbol wird das Fenster "Stücklisten" mit der ausgewählten Stückliste als separates Fenster geöffnet.
 
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Siehe auch: