Grundlegende Informationen zum Paket Produktionsplanung und -steuerung finden Sie unter Erste Schritte PPS.
Artikelstücklisten
Baugruppen
Varianten![]() | Neben Artikeln können auch Stücklistenköpfe für Stücklistenpositionen verwendet werden. Dadurch entstehen mehrstufige Stücklisten mit mehreren Ebenen. Unter Berücksichtigung des Feldes "Stücklistenauflösung" werden diese bei der Auflösung der Stückliste im Auftrag mit aufgelöst oder nicht. |

![]() | Als Beispiel für eine Stückliste wird ein Rezept für einen Obstsalat verwendet. Die Stücklistenbezeichnung wurde um die Information "Sommerrezeptur" ergänzt. Standardmäßig wird die Artikelbezeichnung als Stücklistenbezeichnung übernommen und auch bei Änderungen abgeglichen, solange diese am Stücklistenkopf nicht geändert wird. Die Referenzmenge beträgt 2,5 kg – das bedeutet, die im Nachhinein anzugebenen Mengen der Stücklistenpositionen gelten für 2,5 kg Obstsalat. ![]() |
![]() | Gibt es für Artikel eine Umrechnung aufgrund der Standardeinheitentabellen, kann ohne Zuweisung einer Einheitentabelle zum Artikel eine abweichende Einheit auf der Stücklistenposition eingegeben werden. Typische Beispiele sind die Umrechnung von Gramm auf Kilogramm, von Millimeter auf Meter oder von Minuten auf Stunden. |
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![]() | Sie können auch den gleichen Artikel mehrfach in einer Stückliste einfügen. Standardmäßig ist diese Einstellung aber über einen PPS Parameter deaktiviert. Sie können diese Einstellung unter folgendem Parameter aktivieren: PPS → Stammdaten → Einstellungen → PPS Parameter → PPS & WWS allgemein → Stücklisten → Ein und derselbe Artikel mehrmals in einer Ebene |
![]() | Als Beispiel für eine Baugruppe wird die Verpackung für die BMD Schokolade verwendet. Es wird nur die Stücklistenbezeichnung für die Baugruppe eingegeben, es wird keine Artikelnummer ausgewählt. ![]() Das Einfügen von Stücklistenpositionen kann auf die gleiche Weise wie bei Artikelstücklisten erfolgen. Darstellung der Stücklistenstruktur einer Baugruppe: ![]() |
![]() | Variantenstücklisten eignen sich nicht immer – oftmals ist es sinnvoll, eigene Produktionsartikel anzulegen, wo die Stücklistenpositionen nicht zur Auswahl stehen. Hintergrund ist, dass bei Produktionsartikeln, die nicht chargen- oder seriennummerngeführt sind, später nur schwer oder gar nicht mehr nachvollzogen werden kann, mit welcher Variante das Produkt entstanden ist. Deshalb besondere Vorsicht bei der Verwendung von Variantenstücklisten bei Artikeln in internen Produktionsaufträgen! Dort werden Produkte auf Lager gelegt, ohne die Möglichkeit, am Lager einzusehen, mit welcher Variante ein Produkt gefertigt worden ist. Ist es für das hergestellte Produkt egal, mit welcher Variante es gefertigt worden ist, kann eine Variantenstückliste ohne Bedenken verwendet werden. Gibt es aber die Notwendigkeit zu wissen, mit welcher Variante ein Produkt gefertigt worden ist, geht die Empfehlung in die Richtung, dass Produktionsartikel mit eigenen Stücklisten angelegt werden sollen. |
![]() | lm Beispiel wird für eine Variante die Gehäuse-Farbauswahl verwendet. Mit dem Feld Variante wird eine Stückliste als Variante gekennzeichnet. ![]() Darstellung der Stücklistenstruktur einer Variante: ![]() Nach Erstellung der Variante muss diese in die Stückliste des Artikels gegeben werden, bei dem die Variantenabfrage erscheinen soll. Dies kann entweder durch Drag & Drop aus dem Bereich "Alle Stücklisten" oder durch Neuanlage einer Stücklistenposition und Auswahl der Variantenstückliste im Feld "Substückliste" erfolgen. ![]() Abfrage der Variante in der Kundenauftragserfassung. Nach Öffnen der Variantenabfrage können Sie mit der F4-Suchfunktion die gewünschte Variante auswählen. ![]() |
![]() | lm Beispiel wird der Artikel "nb003" als Standardvariante gekennzeichnet. ![]() Bei der Variantenabfrage wird die Stücklistenposition automatisch vorgeschlagen: ![]() |
Definition, ob beim Ausführen der Funktion "Bestellen/Produzieren" bei der Stücklistenauflösung Alternativartikel oder Varianten abgefragt werden sollen. Hinweis: Steht der Parameter auf "0 - Nein", so werden für die Alternativartikelabfrage immer die Originalartikel und bei Variantenartikeln alle Stücklistenpositionen für den Auftrag/die Bestellung verwendet. |

![]() | Hier werden die unterschiedlichen Arten der Stücklistenpositionen dargestellt. ![]() |
Auflösung bei Teileart "Lagerproduktion" (dieser Parameter hat bei Kundenaufträgen keine Auswirkung - hier wird nicht aufgelöst): 1 - Keine Auflösung des HF als Einzelteil der Stückliste Stückliste wird nur dann aufgelöst, wenn HF als eigene Produktionsauftragsposition vorhanden ist (Vorproduktion auf Lager). 2 - Auflösung HF, wenn volle Menge am Lager nicht verfügbar Substückliste wird in der Hauptstückliste des Produktionsloses aufgelöst. 3 - Auflösung kumuliert, wenn HF am Lager nicht verfügbar Eigenes Produktionslos in der Position. Sollte die gleiche Substückliste mehrmals innerhalb einer Auftragsposition vorhanden sein, werden die einzelnen benötigten Mengen auf ein gemeinsames Produktionslos (Vorproduktion) zusammengefasst. 4 - Auflösung kumuliert Eigenes Produktionslos in der Position. Sollte die gleiche Substückliste mehrmals innerhalb einer Auftragsposition vorhanden sein, werden die einzelnen benötigten Mengen auf ein gemeinsames Produktionslos (Vorproduktion) zusammengefasst. 5 - Auflösung separat Eigenes Produktionslos in der Position 6 - Auflösung separat, wenn HF am Lager nicht verfügbar Eigenes Produktionslos in der Position 7 - Auflösung Substückliste wird in der Hauptstückliste des Produktionsloses aufgelöst. Die Berechnungsmethode des verfügbaren Lagerstands wird über den Stücklisten-Parameter "Lagerstandsprüfung bei Auflösung" gesteuert. | |
Auflösung bei Teileart "Kundenproduktion": 1 - Auflösung Substückliste wird im Produktionslos aufgelöst. 2 - Auflösung kumuliert Eigenes Produktionslos in der Position 3 - Auflösung bei Kundenauftrag, wenn am Lager nicht verfügbar Die Überprüfung, ob am Lager verfügbar, erfolgt nur bei Kundenauftrag. Wenn die volle Menge verfügbar ist, findet keine Auflösung statt. Wenn nur ein Teil oder gar keine Menge verfügbar ist, kommt es zur Auflösung. Bei Produktionsauftrag (PRD) findet keine Überprüfung statt, ob am Lager verfügbar ist, sondern es erfolgt immer die Auflösung der gesamten benötigten Menge innerhalb der Auftragsstückliste. 4 - Auflösung kumuliert bei Kundenauftrag, wenn am Lager nicht verfügbar Die Überprüfung, ob am Lager verfügbar, erfolgt nur bei Kundenauftrag. Wenn die volle Menge verfügbar ist, findet keine Auflösung statt. Wenn nur ein Teil oder gar keine Menge verfügbar ist, erfolgt die kumulierte Auflösung der noch benötigten Menge. Bei Produktionsauftrag (PRD) findet keine Überprüfung statt, ob am Lager verfügbar, sondern es erfolgt immer die kumulierte Auflösung der gesamten benötigten Menge. 5 - Auflösung kumuliert, wenn am Lager nicht verfügbar 6 - Auflösung separat Eigenes Produktionslos in der Position 7 - Auflösung separat, wenn HF am Lager nicht verfügbar Eigenes Produktionslos in der Position, nur gleiche Artikel werden nicht zusammengefasst 8 - Auflösung HF, wenn volle Menge am Lager nicht verfügbar Die Substückliste wird in der Hauptstückliste des Produktionsloses aufgelöst. Die Berechnungsmethode des verfügbaren Lagerstands wird über den Stücklisten-Parameter "Lagerstandsprüfung bei Auflösung" gesteuert. | |
Auflösung bei Teileart "Handelsware/Rohstoff": 1 - Set im Set wird aufgelöst 2 - Set im Set wird nicht aufgelöst | |
Gibt an, ob ein und derselbe Artikel mehrmals in einer Ebene vorkommen darf. Diese Prüfung erfolgt ausschließlich in den Stücklisten-Stammdaten. 0 - Nein: Bei der Eingabe eine Artikelnummer wird geprüft, ob diese bereits vorhanden ist. Wenn ja, wird die Eingabe der Artikelnummer unterbunden. 1 - Ja: Es darf dieselbe Artikelnummer mehrfach innerhalb einer Ebene vorkommen. 2 - Warnung: Bei Eingabe einer Artikelnummer, die bereits in der Stückliste vorhanden ist, wird eine Hinweismeldung ausgegeben. | |
Mit diesem Parameter kann eingestellt werden, ob in der Stückliste die Menge 0 erlaubt ist oder nicht. 0 - Nein (Standard): Bei der Neuanlage oder Bearbeitung von Stücklistenpositionen (Stammdaten oder Arbeitsdaten) muss die Sollmenge bzw. Menge > 0 sein. Auch interne Routinen wie Ergebnisse aus Berechnungsformeln, Stücklistenkopie und Stücklistenübernahme in Stammdaten (aus Auftragsstückliste) sind davon betroffen. Dies gilt auch für Importe wie CSV-Import (Stammdaten) oder CAM-Interface (Stamm- und Arbeitsdaten). Ausnahmen sind die Materialrückmeldungen (Materialvorbereitung, Materialverarbeitung, Lieferung), bei denen es sich um Mehrmenge/Überlieferung oder Zusatzmaterial handelt. 1 - Ja: Die Eingabe und der Import von Menge 0 in Stammdaten- und Auftragsstücklisten ist erlaubt. Achtung! Bei aktiven retrograden Materialrückmeldungen kann es bei erlaubtem Setzen der Menge 0 zu Problemen bei der Abbuchung kommen! | |
Bei diesem Parameter kann angegeben werden, in welchen Schritten die laufende Nummer der manuell angelegten Stücklistenpositionen hochgezählt wird. Wird ein Parameterwert kleiner oder gleich 0 eingegeben, so wird standardmäßig die Schrittweite 10 verwendet. Der minimalste Wert wird über den Parameter Minimale Stücklistenpositionsnummer bei manueller Anlage gesteuert. | |
Werden manuell Stücklistenpositionen angelegt, wird mit diesem Parameter bestimmt, ab welcher laufenden Nummer die Stücklistenpositionen erfasst werden. Somit kann ein bestimmter Bereich an laufenden Nummern für den Import aus einem Fremdsystem reserviert werden. Ist der hier eingetragene Wert <= 0, wird als niedrigste Positionsnummer der Wert lt. Parameter Schrittweite für Laufende Nummern der Stücklistenpositionen verwendet. |
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