Grundlegende Informationen zum Paket Produktionsplanung und -steuerung finden Sie unter
Erste Schritte PPS.
Diese Funktion übernimmt eine bestehende Auftragsstückliste in die Stammdatenstückliste. Diese Funktion wird dann angewendet, wenn die Stückliste erst am Auftrag erstellt wird. Beispiele dafür sind Versuchs- bzw. Prototyp-Stücklisten.
Beispiel | Nach Abschließen der Stücklistenerstellung kann die Stückliste in die Stammdaten rückgeführt werden.
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Hinweis | Die Vererbungsfelder für Ausprägungen der Artikel-Identifikation und Mengen-Information werden nicht bei der Übernahme in die Stammdaten berücksichtigt.
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Mit Ausführen der Stücklistenübernahme können mehrere Stücklisten gleichzeitig in die Stammdaten rücküberführt werden. Dies ist beispielsweise der Fall bei mehrstufigen Stücklisten oder wenn die Funktion am Knoten der Auftragsposition ausgeführt wird und es mehrere separat/kumuliert aufgelöste Produktionslose gibt.
Mit Aktivieren dieser Einstellung werden die Einstellungen einmal vorgenommen und auf alle Stücklisten angewendet. Somit entfällt auch die Angabe ...
- ... der Ziel-Artikelnummer (siehe den nachfolgenden Punkt "Artikel").
Alle Stücklisten werden zum Artikel, der in der Auftragsstückliste verwendet worden ist, angelegt.
- ... der Einstellung "Positionen auf neue Referenzmenge umrechnen".
Diese Einstellung wird für alle Stücklisten auf "Ja" gesetzt.
Bleibt die Einstellung auf "Nein", wird jede Stückliste einzeln abgefragt - es besteht hier dann auch die Möglichkeit, einzelne Stücklisten zu überspringen.
Dabei handelt es sich um jenen Artikel, für den die Stückliste in den Stammdaten angelegt werden soll.
Beispiel | Der Prototyp ist mit der allgemeinen Artikelnummer 9999 produziert worden. Wenn entschieden wird, dass ein neuer Serienteil daraus entstehen soll, kann die neue Artikelnummer eingegeben werden.
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Anhand der neu erstellten Stammdaten-Stückliste wird ein neuer Einstandspreis ermittelt. Dabei wird jedoch nicht auf die Soll- bzw. Ist-Herstelleinzelkosten der Auftragsstückliste zugegriffen. Es wird dabei dieselbe Preis-Ermittlung wie im Kalkulationsblatt der Stammdaten-Stückliste verwendet (siehe
Kalkulation und Planspiel).
Hiermit kann eingestellt werden, welchen
Status jene Stückliste erhält, die bislang als Hauptstückliste zum Artikel hinterlegt gewesen ist, und welchen Status die neu in die Stammdaten übernommene erhält.
Hinweis zum Status bei der Versionierung |
Bei der Stücklistenübernahme in die Stammdaten wird die automatische Versionierung der Stückliste in den Stammdaten angestoßen. Sollte die Stücklistenübernahme in die Stammdaten durch Aufträge bei verschiedenen Versionen zurückgespielt werden, bitte auf folgenden Parameter achten:
| Parameter | Beschreibung | | Der Parameter steuert für die Funktion "Stücklistenübernahme in Stammdaten" und die Auswahl "Status für alte Stückliste", welche Stücklisten von dieser Statusumstellung betroffen sein sollen. 1 - Alle aktiven Stücklisten: Alle Stücklisten des Artikels mit Status "in Arbeit" und "aktuell/neu" werden auf den neuen Status umgestellt.
2 - Nur die am Auftrag referenzierte Stammdaten-Stückliste: Nur die Stammdaten-Stückliste, die für den Auftrag verwendet worden ist, erhält den neuen Status.
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Sind in der Auftragsstückliste Positionen vorhanden, welche selbst wiederum Stücklisten zugeordnet haben, die am konkreten Auftrag jedoch nicht aufgelöst worden sind, kann für die neuen Stammdaten-Stücklisten-Positionen die Verlinkung mit der aktuellen Hauptstückliste hergestellt werden.
Somit kann in den Stücklisten-Stammdaten sofort mit Einstellen der Auflösung fortgesetzt werden.
Beispiel | Ausgangsbasis ist folgende Auftragsstückliste:
Beim Artikel "Nougatfülle" handelt es sich um ein Halbfabrikat, welches in der Auftragsstückliste jedoch nicht aufgelöst worden ist.
Unterschiedliche Ergebnisse in den Stücklisten-Stammdaten: Verknüpfung für den Artikel Nougatfülle (S001)
Variante 1: Einstellung "Einzelteile mit deren Stammdaten-Stückliste verknüpfen" → Ja Es wurde die Stückliste des Artikels auf der Stücklistenposition eingetragen.
Variante 2: Einstellung "Einzelteile mit deren Stammdaten-Stückliste verknüpfen" → Nein Bei der Position handelt es sich um eine reine Artikelposition.
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Es wird im Feld "Neue Referenzmenge" die Sollmenge des jeweiligen Stücklistenknoten vorgeschlagen. Es kann jedoch eine abweichende Referenzmenge eingegeben werden.
Bei Ändern der Referenzmenge sollte eingestellt werden, ob die einzelnen Positionsmengen auch auf die neue Referenzmenge hin angepasst werden sollen.
Es kann hier gesteuert werden, welche Menge für die Stammdaten-Stücklisten-Position übernommen wird. Diese Einstellung wird nur für Materialpositionen (Darstellung als Puzzleteil) angewendet. Da es für untergeordnete Stücklistenknoten (Substücklisten) keine Aufzeichnung von verwendeten Mengen gibt, wird hier stets die Sollmenge verwendet.
Des Weiteren wird bei der Übernahme in die Stammdaten der Stücklistenparameter
Menge 0 erlaubt geprüft:
Einstellung "Ja": Positionen werden mit Menge 0 in den Stammdaten angelegt
Einstellung "Nein": Positionen werden mit Menge 0 in den Stammdaten nicht angelegt; im Übernahmeprotokoll wird darauf hingewiesen.
Gibt es für einen Artikel mehrere Positionen innerhalb einer Stückliste, werden die Mengen addiert und entsprechend nur eine Position in den Stammdaten erfasst. Von dieser Zusammenfassung sind jene Stücklistenpositionen ausgenommen, die eine unterschiedliche Artikel-Identifikation (Farbe, Größe etc.) aufweisen.
Beispiel | Fertiggestellte Auftragsstückliste:
Übernahme-Einstellungen:
Auszug aus dem Übernahmeprotokoll:
Ergebnis in den Stammdaten:
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Für eine CAD-Schnittstelle, die Stücklisten aus CAD in die Stücklisten-Stammdaten von BMD übergeben kann, wird zu dem Feld "Herkunft" das Feld "Stammdatenherkunft" in den Auftragsstücklisten hinzugefügt. Beim Hinzufügen der Stücklistenposition aus einem CAD- oder CAM-System wird das Feld entsprechend befüllt. Wird manuell in der Auftragsstückliste eine Position hinzugefügt, bleibt das Feld leer.
Bei der Rückübernahme in die Stammdaten wird entweder die Stammdatenherkunft verwendet oder – wenn das Feld leer ist – als Rückfallebene die bisherige Herkunft.