Grundlegende Informationen zum Paket Produktionsplanung und -steuerung finden Sie unter
Erste Schritte PPS.
Die einzelnen Fenster für die Allergenlebensmittelinformation ist über folgendes Menü erreichbar:
PPS → Stammdaten → Lebensmittelinformation → Allergene
Darunter sind diese Bereiche auswählbar:
Im Fenster
Allergene werden alle Allergenstammdaten erfasst. Darin sind alle Daten hinterlegt, die für die Allergenauszeichnung relevant sind.
Hinweis | Für die Berechnung wird immer der Hauptlieferant herangezogen!
|
Im Fenster
Allergene pro Artikel werden die Allergene pro Artikel erfasst. Diese Daten können eingegeben bzw. aus einer CSV-Datei importiert werden.
In diesem Fenster werden für ein Rohmaterial je Lieferant (
WWS-Lieferanten) die Allergene erfasst. Mit diesen Rohmaterialien wird dann für das Fertigprodukt die Allergenberechnung durchgeführt.
Hinweis | Zuerst Artikelallergen für Rohmaterialien anlegen! |
Mit dieser Funktion können für einen Artikel und für einen bestimmten Lieferanten die Allergenedaten vorbelegt werden. Der Sinn dieser Vorbelegung liegt darin, dass nicht für jedes Allergen manuell ein Datensatz erstellt werden muss.
In den Einstiegsfeldern müssen der Lieferant und der Artikel, für den vorbelegt werden soll, angegeben werden.
Mit der Funktion "Artikelallergene anlegen" (F3) werden die Allergenstammdaten von
Allergene auf den ausgewählten Artikel + Lieferanten kopiert.
Nach Ausführung der Funktion, muss diese im Dialogfenster noch einmal bestätigt werden. Es wird abgefragt, ob man sicher ist, dass die Vorbelegung für diesen Artikel durchgeführt werden soll.
Falls es schon Datensätze für diesen Artikel gibt, so werden nur mehr Datensätze für die fehlenden
Allergene vorbelegt, die vorhandenen Datensätze werden nicht überschrieben. Anschließend müssen die Datensätze bearbeitet werden, "Enthaltene Menge", "Allergen enth.", "Kreuzkontamination" usw. können eingetragen werden.

In den Fenster
Allergene pro Artikel können der Artikel und auch der Lieferant ausgewählt werden. Mit der "F5-Taste" bzw. im Menü "Neu" kann ein neuer Datensatz angelegt werden. Wenn ein Artikel oder auch ein Lieferant ausgewählt wird, werden diese bei der Neuanlage vorgeschlagen.
Beim Artikel kann über die Suche mit "F4" aus dem
Lieferantenartikel ein Datensatz ausgewählt werden, der Lieferant wird automatisch vorgeschlagen. Nach Eingabe der Allergennummer wird der Datensatz abgespeichert und es können dann die restlichen Daten im Fenster eingegeben werden. Die enthaltene Menge wird in ppm (parts per million) erfasst. In den Feldern "Allergene enthalten" und "Kreuzkontamination" wird eingetragen, ob es sich um ein Allergen handelt oder ob Spuren eines Allergens enthalten sind.
Im Fenster
Allergene pro Artikel kann für ein oder mehrere Artikel die Berechnung der Allergene der eigenen Lieferanten-Nr. erfolgen. Dabei wird die enthaltene Menge basierend auf der Stückliste ermittelt. Wenn für das
Allergen die Wertprüfung aktiviert ist, wird der Status "Allergen enthalten" und in weiterer Folge auch der Status "Kreuzkontamination" ermittelt. Ist einer der beiden Status bei einem enthaltenen Material manuell gesetzt worden, wird dieser auch für das Fertigprodukt übernommen.
Damit die Berechnung der Allergene erfolgen kann, müssen folgende Punkte sichergestellt sein:
- Lieferantenartikel ist für die enthaltenen Rohstoffe angelegt.
- Mindestens ein Allergendatensatz ist für die enthaltenen Rohstoffe in Artikel-Allergene angelegt worden.
- Die Grundeinheit der einzelnen Rohstoffe kann in eine Gewichtseinheit umgerechnet werden. Dazu muss eine der folgenden Voraussetzungen gegeben sein:
- Die Grundeinheit des Artikels ist bereits eine Gewichteinheit.
- Es ist im Feld Gewicht am Artikel ein Gewicht eingetragen.
- Über die am Artikel hinterlegte Einheitentabelle kann auf ein Gewicht umgerechnet werden.
- benötigte Menge
- Für die Berechnung der Allergene wird die "benötigte Menge" verwendet. Der Schwund wird nicht berücksichtigt.
- QUID-Menge
- In diesem Fall wird für die Berechnung der Allergene die "QUID-Menge" (= Menge abzüglich Schwund) verwendet. Der Schwund kann auf der Stücklistenposition eingetragen werden.
- Parameteraufruf, für welche Mengen für die Berechnung herangezogen werden sollen:
PPS → Stammdaten → Einstellungen → Parameter → PPS & WWS Allgemein → Allergene/Nährwerte
| Soll als Menge für die Berechnung der Allergene bzw. Nährwerte die QUID (= Menge abzüglich Schwund) oder die effektiv benötigte Menge herangezogen werden. |
Soll ein Artikel von der Berechnung ausgenommen werden, kann dieser am Artikelstamm als Verpackung deklariert werden.
Dazu wird eine Artikelkasse mit der Kennzeichnung "Verpackung" hinterlegt. Dieser Artikel wird von der Berechnung der Nährwerte- und Allergendaten ausgenommen, da die QUID-Menge auf 0 gesetzt wird.
Es wird die enthaltene Allergenmenge pro Material ermittelt und mit dem Gewichtsanteil [%] pro Material (laut Stückliste) multipliziert. Der prozentuelle Gewichtsanteil errechnet sich durch die Angabe des Gewichts des Stücklistenkopfartikels vom Artikelstamm.
Falls für ein
Allergen die Grenzwertprüfung aktiviert ist, wird die errechnete Allergenmenge (siehe oben) mit dem Grenzwert verglichen. Falls die Menge größer oder gleich dem Grenzwert ist, wird der Status des Feldes "Allergen enth." auf "Ja" gesetzt, ansonsten auf "Nein".
Wenn die Grenzwertprüfung deaktiviert ist, wird der Status auf "Ja" gesetzt, wenn mindestens ein Material des Fertigprodukts auf "Ja" gesetzt ist, ansonsten auf "Nein".
Ausprägungen:
Ja: Wenn in einem der enthaltenen Materialien der Allergenstatus "Ja" gesetzt ist oder die errechnete Allergenmenge (siehe oben) > 0 ist, wird der Kreuzkontaminationsstatus auf "Ja" gesetzt.
Undefiniert: Wenn alle Materialien eines Fertigprodukts entweder den Kreuzkontaminationsstatus "Undefiniert" oder "Nein" aufweisen, dann erhält auch das Fertigprodukt den Kreuzkontaminationsstatus "Nein".
Nein: Wenn alle Materialien eines Fertigprodukts den Kreuzkontaminationsstatus "Undefiniert" aufweisen, dann erhält auch das Fertigprodukt den Kreuzkontaminationsstatus "Undefiniert".
Diese Funktion kann für ausgewählte Artikel die Allergene für die eigene Lieferantennummer berechnen. Es werden alle Materialien laut Stückliste pro Halbfabrikat und pro Fertigprodukt ermittelt, dabei werden nur Materialien aus
Lieferantenartikeln mit aktivem Allergeneblatt berücksichtigt. Der Zusatztext des Allergens ist die Verkettung aller Zusatztexte pro Allergen über alle aktiven Lieferanten.
Die Berechnung für ein Halbfabrikat bzw. ein Fertigprodukt wird mit der Funktion "Allergene für eigenen Lieferanten berechnen" bzw. mit Klick auf "Strg + B" gestartet.
Die enthaltene Menge wird basierend auf der Stückliste ausgerechnet.
Beispiel
| Für die folgende Stückliste wird beispielhaft gezeigt, wie die Allergenberechnung inkl. Produktauszeichnung funktioniert.
Artikelstamm Fertigprodukt: BMD Nougatschokolade 100g: - Grundeinheit: Stück
- Einheitentabelle: Umrechnung von Stück auf kg, Umrechnung von kg auf ml
Komponenten: Rohstoffe sind in kg und l - Für kg ist keine Umrechnung notwendig.
- Umrechnung von l auf kg erfolgt über das Feld "Gewicht" am Artikelstamm.
Komponenten: Verpackung (Schleife, Folie): - Grundeinheit: Stück
- Zugeordnet zu Artikelklasse, die als Verpackung gekennzeichnet ist, um bei der Artikel-Allergenberechnung nicht berücksichtigt und bei Produktauszeichnung nicht angedruckt zu werden:

Allergenstammdaten
Artikelallergene für Nougat Hell
Artikelallergene für Milchschokolade
Artikelallergenberechnung für Schokolade
Gewichtsanteil [%] aus Stücklistenposition multipliziert mal "enth. Menge" aus Artikelallergene
Milch: 2,5 liegt unter Grenzwert von 5,0 und muss daher nicht als Allergen ausgewiesen werden. Es sind jedoch Spuren enthalten und deshalb muss als Kreuzkontamination gekennzeichnet werden. Erdnuss und Soja: Keine Anteile vorhanden. Haselnuss: 2,0304 liegt über dem Grenzwert von 2,00 und muss daher als Allergen ausgewiesen werden.
Ermittelte Produktauszeichnung inkl. auszuweisender Allergene:
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Die Allergenicons sind für die 14 Hauptallergene verfügbar und können im Ausdruck "Etiketten lt. Liefervorschlag" ausgedruckt werden.
Die Icons beziehen sich auf den Allergencode aus den Allergenstammdaten. Ein Allergencode kann dabei mehrfach vorkommen, das Icon wird jedoch nur einmal angedruckt.
Beispiel | Für den Artikel Apfelkuchen wurden die Allergene für die eigene Lieferantennummer wie folgt berechnet.
Am Ausdruck werden die Allergene "Gluten" und "Schalenfrüchte" angedruckt.
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Das Band "Etiketten - Artikel-Allergene - Icons" muss hinzugefügt werden.
Die Felder für die Icons sind von 01–14 durchnummeriert. Je nach gewünschter Anzahl an Icons/Beschreibungen müssen diese am Report hinterlegt werden.
- Einfügen Dummy-Bild
- Das Feld "Allergenicon" am Bild hinterlegen
- Das Feld "Allergenbeschreibung" hinzufügen
Die Allergenberechnung stellt auch das Ausdrucken von Fragebögen und das Produktblatt für jeden Artikel bzw. für jedes Fertigprodukt zur Verfügung:
Allergene Fragebogen / Produktblatt