Grundlegende Informationen zum Paket Produktionsplanung und -steuerung finden Sie unter
Erste Schritte PPS.
Diese Erweiterung ist ab der Version 2017.20.17 verfügbar - bis dahin wurden für die Bestimmung von Soll-Anfang und Soll-Ende ausschließlich die Arbeitsplatz-Kapazitäten berücksichtigt.
Die Mitarbeiterkapazitäten werden bei der Einlastung aus sogenannten Kapazitätspools geschöpft. Die Ermittlung des zuständigen Kapazitätspools erfolgt über deren Zuordnung am Arbeitsplatz.
Somit ist die Definition eines Arbeitsplatzes zwingend Voraussetzung, auch wenn ausschließlich auf Basis von Mitarbeiterkapazitäten geplant wird.
Hinweis
| Im Zuge der Einlastung wird nicht definiert, welche Mitarbeiter für die Durchführung eines Vorgangs zuständig sind. → Es wird somit keine Mitarbeiterzuordnung zum Vorgang angelegt. Es wird lediglich ermittelt, ob ausreichend Mitarbeiterkapazitäten im angegebenen Zeitraum für die Durchführung des Vorgangs zur Verfügung stehen.
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Damit die Einlastung nach Mitarbeiter-Kapazitäten korrekt erfolgt, sind folgende Parameter zu setzen:
- PPS & WWS allgemein → Stückliste: "Basis Dispotermin" muss auf "AP" (Arbeitsplan) sein.
- PPS → Planung: "Einlastung: MA-Poolkapazitäten berücksichtigen" muss "Ja" sein.
- PEP & PM - Allgemein → Verfügbare Kapazität: "Arbeitsplatzkapazitäten: Berechnungsmethode" ist "mittels Kapazitätsmodelle".
- PEP & PM - Allgemein → Verfügbare Kapazität: "Kapazitätspools: Standard-Planungsperiode" muss eingetragen sein.
Voraussetzung für Berücksichtigung von Mitarbeiterkapazitäten in der Einlastung ist, dass für die in BMD erfassten Mitarbeiter die verfügbaren Kapazitäten ermittelt werden können.
Dies bedingt:
- die Erfassung eines Berechnungsschemas für Mitarbeiter-Kapazitäten
- die Definition zumindest eines Kapazitätsmodells für Mitarbeiter
- die Zuordnung der Kapazitätsmodelle zum Mitarbeiter
Hinweis | Für die Verwendung in Kapazitätspools muss die APZ-Hinterlegung im Berechnungsschema entfallen.
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Es werden hier die Kapazitätspools verwaltet und die Mitarbeiter zugeordnet.
Das Fenster "Kapazitätspool" ist in drei Bereiche unterteilt:
- Kapazitätspool
- Kapazitätspool (Zugeordnete Mitarbeiter)
- Arbeitsplätze
Die Erfassung läuft wie folgt:
- Zuerst wird der Kapazitätspool (im Bereich "Kapazitätspool") angelegt.
- Im Bereich "Kapazitätspool (Zugeordnete Mitarbeiter)" können die Kapazitäten von Mitarbeitern für einen bestimmten Zeitraum zugeordnet werden.
Bei der Angabe des Von-/Bis-Datums sind die Planungsperioden (des Mitarbeiter-Kapazitätsmodells) zu berücksichtigen.
Datumsangaben, die nicht zur aktuellen Planungsperiode passen, werden rot dargestellt.
Für jede Planungseinheit (Minute ist Standard) ist bekannt, wie viel APZ-Kapazität und wie viel MA-Pool-Kapazität verfügbar ist.
Hinweise zur Verknüpfung | Ein Pool kann aus beliebig vielen Mitarbeitern bestehen und beliebig viele Arbeitsplätze versorgen.
Umgekehrt: Ein Arbeitsplatz bedient sich immer nur aus einem Kapazitätspool.
Mitarbeiter können in mehreren Kapazitätspools gleichzeitig vertreten sein.
Ein Mitarbeiter kann in Summe pro Zeitbereich nur mit max. 100 % verteilt werden, weniger ist natürlich sehr wohl erlaubt.
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Hier wird dargestellt, in welchem Zeitraum ein bestimmter Mitarbeiter zu welchen Kapazitätspools zugeteilt wurde (Anmerkung: im Fenster "Kapazitätspool" erfolgt die Betrachtung nach Kapazitätspools).
Über dieses Fenster kann der Mitarbeiter in einem zusätzlichen Kapazitätspool zugeordnet werden. Dazu wird mit der Funktion "Leere Zeile einfügen" ein neuer Datensatz angelegt und in Folge können Kapazitätspool, Priorität und %-verfügbar mittels "Bearbeiten" (F6) geändert/hinzugefügt werden.
Die Zuordnung ist dann auch wiederum im Fenster "Kapazitätspool" ersichtlich:
Für die automatische Einplanung anhand der Mitarbeiterkapazitäten ist mindestens ein Arbeitsplatz erforderlich, weil am Vorgang ausschließlich über den Arbeitsplatz die Verknüpfung zum Kapazitätspool hergestellt wird.
Am Arbeitsplatz selbst muss ein Kapazitätsmodell zugeordnet sein. Dies ist notwendig für die Ermittlung der verfügbaren Kapazitäten des Arbeitsplatzes selbst. Die Definition des Arbeitsplatzes wird im Dokument
Anlage von Arbeitsplätzen und Kapazitätsmodellen beschrieben.
Für die Versorgung eines Arbeitsplatzes mit Mitarbeiterkapazitäten muss dem Arbeitsplatz ein Kapazitätspool zugeordnet werden. Der Pool versorgt alle Arbeitsplätze, bei denen er zugeordnet ist, mit Mitarbeiterkapazitäten.
In den Detailreitern der APZ-Übersicht sind zwei Reiter verfügbar:
- Kapazitätspool
Es wird die Bezeichnung des Kapazitätspools angezeigt.
- Kapazitätspool (zugeordnete Mitarbeiter)
Hier können die Daten bearbeitet werden - es können auch neue Mitarbeiter zum Pool erfasst werden.
Die Zeit "Restsumme" aus der Mitarbeiterkapazitätsberechnung ist jene Zeit, die für den Kapazitätspool zur Verfügung steht.
Kapazitätspools müssen immer vorausberechnet werden. Anders als bei reinen Arbeitsplatz-Kapazitäten werden diese nicht bei Bedarf berechnet.
Der Aufruf erfolgt im Extras-Menü des Fenster "Kapazitätspools"
Menü: PPS → Stammdaten → Kapazitätspools
Diese Neuberechnung kann auch automatisch mit einem NTCS-Stapel ausgeführt werden.
Menü: Tools → Administration → Stapelverarbeitung
Hinweis |
Somit wird sichergestellt, dass Änderungen in den Mitarbeiter-Kapazitäten bereits berücksichtigt werden.
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Das Ergebnis der Funktion "Kapazitätspools berechnen" lässt sich in den folgenden Menüpunkten betrachten:
Es werden je Kapazitätspool die zugeordneten Mitarbeiter mit Von- und Bis-Zeit ausgewertet.
Es werden je Kapazitätspool die Anzahl Mitarbeiter mit Von- und Bis-Zeit dargestellt.
Hinweis | Basis für die Von- und Bis-Zeiten der verfügbaren Kapazitätspooldaten ist das Tagesmodell des Mitarbeiters.
Wird aufgrund der Hinterlegung von unproduktiven Zeiten die verfügbare Zeit lt. Tagesmodell reduziert, werden für die Ermittlung von Von- und Bis-Zeit von den Randstunden weg die verfügbaren Zeiten reduziert.
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Beispiel | Beim Mitarbeiter sind folgende Tagesmodelle hinterlegt: Grundsätzlich wird von Montag bis Freitag von 07:30 bis 15:42 Uhr (mit 30 Minuten Mittagspause) gearbeitet.
Durch die Annahme von 20 % nicht produktiver Zeit (rosa markiert im Bild unten) reduziert sich die Restsumme (letzte Zeile) in Folge auf 6 Stunden 10 Minuten, welche noch für den Kapazitätspool zur Verfügung gestellt werden können:
Ausgehend vom Tagesmodell 7:30 bis 12:00 und 12:30 bis 15:42 werden 20 % unproduktive Zeit (lt. berechneter Mitarbeiterkapazitäten berücksichtigt): 7 Stunden 48 Minuten * 20 % = 1 Stunde 33 Minuten Diese 1 Stunde 33 Minuten werden halbiert (ergibt in etwa 46 Minuten) und jeweils vom Tagesbeginn und -ende weggerechnet.
Das ergibt Start- und Ende-Zeiten: 07:30 Uhr + 46 Minuten → Start um 08:16 Uhr 15:42 Uhr - 46 Minuten → Ende um 15:01 Uhr
In dem verbleibenden Leistungszeitraum werden die zwei zugeordneten Kapazitätspools nach dem Feld "Prio" absteigend mit Kapazität versorgt. Die Priorität steuert dabei lediglich die zeitliche Zuordnung - vom Start weg werden zuerst die höher priorisierten Kapazitätspools versorgt.
6 Stunden 14 Minuten verfügbare Restsumme * 40 % = 149,6 Minuten = 2 Stunden 30 Minuten 6 Stunden 14 Minuten verfügbare Restsumme * 60 % = 224,4 Minuten = 3 Stunden 44 Minuten
Diese Zeiten finden sich auch in den verfügbaren Kapazitätspool-MA-Daten: Die dem Pool "Mechanische Montage" zugeordnete Zeit teilt sich aufgrund der Mittagspause auf zwei Zeilen auf, ergibt jedoch in Summe die 3 Stunden und 44 Minuten.
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Die Kapazitätsüberwachung dient zur Gegenüberstellung der geplanten und verfügbaren Kapazitäten.
Menüaufruf: PPS → Planung →
KapazitätsüberwachungEs gibt eine eigene Gliederungsebene für den Kapazitätspool.
Der Kapazitätspool wird dabei in den folgenden Spalten ausgewertet:
- Plan KP: Verplante Kapazitätspool-Kapazitäten
- Verf KP: Verfügbare Kapazitätspool-Kapazitäten
- Frei KP: Noch freie Kapazitätspool-Kapazitäten (Verf minus Plan)
Hinweis
| In den Ansichtseinstellungen (gelbes Menü Ansicht → Auswerten) der Kapazitätsüberwachung müssen die Arbeitsplatz-Kapazitäten aktiv sein, damit die Kapazitätspool-Daten ausgewertet werden.
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Beispiel | Darstellung der verfügbaren Kapazitätspool-Daten
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Die
Automatische Planung in der PPS berücksichtigt bei der Einlastung auch die Kapazitätspool-Daten. Dafür muss der folgende Parameter "MA-Kapazitätspooldaten berücksichtigen" aktiviert werden.
PPS → Stammdaten → Einstellungen → Parameter
→ PPS → Planung
| Einlastung: MA-Poolkapazitäten berücksichtigen. |
Beispiel | Nach Auftragserfassung und erster Einlastung ergeben sich am Arbeitsplatz "ASSE", der Mitarbeiterkapazitäten aus dem Kapazitätspool "Mechanische Montage" schöpft, folgende Start- und Ende-Zeiten:
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Hinweis | Nur wenn verfügbare APZ- und MA-Pool-Kapazitäten erfüllt sind, kann der Vorgang korrekt eingelastet werden.
Im Feld "KapaStatus" des Vorgangs kann überprüft werden, ob bei der Einlastung alles korrekt funktioniert hat.
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