Grundlegende Informationen zum Paket Produktionsplanung und -steuerung finden Sie unter
Erste Schritte PPS.
Grundsätzlich erfolgt die automatische Terminierung der BMD PPS anhand der verfügbaren APZ-Kapazitäten. Je nach Parametereinstellung (Einlasten gegen Überlast, in Nichtleistungszeiten etc.) werden die Vorgänge in den Zeiträumen platziert. Die verfügbaren Arbeitsplatz-Kapazitäten berücksichtigen keine Mitarbeiter-Kapazitäten.
Es besteht jedoch die Möglichkeit, die benötigten Mitarbeiter-Kapazitäten den verfügbaren Personal-Kapazitäten je Arbeitsplatz und Zeitraum gegenüberzustellen. Diese Information kann Basis für manuelle Eingriffe in die Terminierung von Produktionsaufträgen sein.
Hierzu sind einige Einstellungen und Stammdaten in der Personaleinsatzplanung Voraussetzung. Diese werden in diesem Dokument näher erläutert.

Personaleinsatzplanung
→ Stammdaten
→ Kapazitätsplanung
→ Berechnungsschema für Mitarbeiterkapazitäten
Es wird hier das allgemeine Berechnungsschema für die Berechnung der verfügbaren Mitarbeiterkapazitäten definiert. Im Berechnungsschema werden die Bezeichnung der Zeilen und die Sortierung der einzelnen Bereiche/Zeilen definiert. Diese stellen entweder einen Wert oder eine Zwischensumme in der Berechnung dar.
Ausgangsbasis ist die Sollarbeitszeit, die sich aus dem Arbeitszeitmodell der Mitarbeiter (Wochenmodelle, Schichtmodelle) ermittelt. Die Tages- oder Wochenstunden werden durch Zeitausgleich, Urlaube, Mehrstunden etc. reduziert bzw. erhöht. Die übrig bleibenden Stunden stellen die tatsächliche verfügbare Kapazität für die Planung dar.
Das Berechnungsschema kann beliebig angepasst werden, um bereits hier Zeiten auf bestimmte Prozesse oder Arbeitsplätze zuzuordnen.
Folgende Schritte müssen im Zuge der Ersteinrichtung durchgeführt werden:
Das soeben angelegte Berechnungsschema ist um jene Arbeitsplätze, auf welche Mitarbeiter zugeordnet werden sollen, zu erweitern. Hierzu ist es vorab notwendig, über die Feldauswahl die APZ-Nummer hinzuzufügen.
Neu-Anlage von Detailzeilen:
- Eingabe des Arbeitsplatzes im Feld "APZ-Nr"
- Eingabe der Bezeichnung
- Eingabe der Information "Sort/Pos" (steuert, wo die Zeile positioniert wird)
Beispiel | Erweiterung des Berechnungsschemas um die Zeile Arbeitsplatz "Lackierung"
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Die Kapazitätsberechnungsmodelle nehmen Bezug auf das Berechnungsschema und steuern, woher die Werte der einzelnen Zeilen kommen. Die Herkunft der Werte kann je Berechnungsmodell unterschiedlich gesteuert werden. Die unterschiedlichen Berechnungsmodelle können dann den einzelnen Mitarbeitern zugeordnet werden. Die Zuordnung eines Kapazitätsberechnungsmodells zum Mitarbeiter erfolgt am Mitarbeiterstamm und wird historisch geführt.
Der Aufruf erfolgt über das Fenstermenü Funktionen → Standardwerte setzen.
Entweder wird das Standardberechnungsmodell bearbeitet oder zuerst davon eine Kopie (Fensteraufruf Funktionen → Duplizieren mit Detail) erzeugt, welche anschließend bearbeitet wird.
Je kleiner der gewählte Raster auf dem Kapazitätsberechnungsmodell,
- desto feiner kann die Bearbeitung der verfügbaren Kapazitäten (tage-, wochen-, monatsweise etc.) erfolgen und
- desto länger dauert die Berechnung der verfügbaren Kapazitäten.
Hinweis zur Bearbeitung von Auswertung der Kapazitäten |
Dieses Fenster ist allerdings nicht nur ein Auswertungs-, sondern auch ein Bearbeitungswerkzeug.
Hier können die ermittelten Daten noch für einen Raster der Periode (Beispiel: P1WT – Periode "Woche" mit Raster "Tag") abgeändert werden. Laut Raster werden die Daten dann in der Datenbank (in der Tabelle Verfügbare Kapazität) gespeichert. In reinen Auswertungsfenstern kann die Planungsperiode geändert werden, die verfügbaren Kapazitäten können dort mit gleichem oder größerem Raster ausgewertet werden.
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Hinweis zur feineren Auswertung | An einigen Stellen wurde bewusst die Möglichkeit geschaffen, die Daten feiner auszuwerten – dabei wird anhand der Planung aus der Zeiterfassung nach "unten aliquotiert". Dies ist beispielsweise auch für die Berechnung der Kapazitätspools (siehe dazu Planung unter Berücksichtigung der Mitarbeiter-Kapazität) der Fall.
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Über die Detail-Zeilen wird nun gesteuert, wie bzw. woher die Werte der einzelnen Zeilen des Berechnungsschemas ermittelt werden sollen.
| Feld | Beschreibung |
| Berechnungszeilen-ID | Über dieses Feld wird eine bestimmte Zeile aus dem Berechnungsschema ausgewählt.
Im Berechnungsmodell wird in Folge über die Berechnungsgrundlage definiert, wie der Wert der Zeile ermittelt wird.
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| BS-Sort/Pos | Positionsnummer der ausgewählten Zeile im Berechnungsschema |
| Bezeichnung | Bezeichnung der ausgewählten Zeile im Berechnungsschema |
| Planungseinheit | Steuert, ob diese Zeile des Berechnungsmodells nur für eine bestimmte Planungseinheit (das heißt einen Zeitraum innerhalb der Planungsperiode) angewendet werden soll.
Beispiel: Im Dezember sollen Überstunden abgebaut werden.
| Einstellung | ausgewählt/gesteuert über das Feld | Ausprägung | Planungsperiode am Berechnungsmodell | | P1JM | | Berechnungszeile | Berechnungszeilen-ID | Überstunden/Mehrstunden | | Berechnungsgrundlage | Berechnungsgrundlage | lt. manueller Eingabe h/% | Fixe Dauer | | -10 Stunden |
Für jedes weitere gewünschte Monat sind eigene Zeilen mit den jeweiligen Planungseinheiten anzulegen; bei der Planungsperiode P1JM beispielsweise 1 für Jänner, 2 für Februar usw.
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| Fixe Dauer | Stundenwerte können für eine Berechnungszeile fix hinterlegt werden. Zum Beispiel werden für den Bereich "Bilanzierung" fix 40 Stunden pro Monat veranschlagt. Ob der Wert subtrahiert oder addiert wird, wird im Berechnungsschema definiert.
Diese Angabe wird mit der höchsten Priorität für die Wertermittlung einer Zeile angewendet (weitere Infos dazu finden Sie auch unter Prioritäten bei der Berechnung einer Zeile).
Werte können nur erfasst werden, wenn die Berechnungsgrundlage auf "lt. manueller Eingabe h/%" gestellt und noch kein Wert im Feld "% für Dauer" erfasst wurde. |
| Auf welche Zeile des Berechnungsschemas bezieht sich die Berechnung. Dies ist dann relevant, wenn die Berechnung prozentuell erfolgt.
Beispiel: 10 % der Zeile "Summe produktive Leistungszeit" sollen für "produktive, nicht planbare Zeit" abgezogen werden.
| Einstellung | ausgewählt/gesteuert über das Feld | Ausprägung | | Berechnungszeile | Berechnungszeilen-ID | produktive, nicht planbare Zeit | | Berechnungsbasis %-Dauer | Berechnungsbasis-ID %-Dauer (dieses Feld) | Summe produktive Leistungszeit | | % für Dauer | % für Dauer | 10 | | Berechnungsgrundlage | Berechnungsgrundlage | lt. manueller Eingabe h/% |
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%-Sort/Pos | Positionsnummer der %-Bezugszeile im Berechnungsschema |
Berechnungsbasis %-Dauer | Bezeichnung der %-Bezugszeile im Berechnungsschema |
| Wie viele Prozente von der angegebenen Berechnungsbasis (Feld "Berechnungsbasis %-Dauer") sollen für die ausgewählte Berechnungszeile herangezogen werden.
Werte können nur erfasst werden, wenn die Berechnungsgrundlage auf "lt. manueller Eingabe h/%" gestellt und noch kein Wert im Feld "Fixe Dauer" erfasst wurde.
Beispiel: 10 % der Zeile "Summe produktive Leistungszeit" sollen für "produktive, nicht planbare Zeit" abgezogen werden.
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| Steuert, wie der Wert für die Berechnungszeile (ausgewählt über das Feld Berechnungszeilen-ID) ermittelt wird.
Folgende Ausprägungen sind möglich:
| Ausprägung | Beschreibung | | lt. manueller Eingabe h/% |
Beispiel: Es sollen 10 % der Leistungszeit wegen genereller Unproduktivität abgezogen werden. | Zeit (für WT relevant) | Wenn die Werte der aus dem Paket "Zeiterfassung" ermittelt werden sollen, ist diese Ausprägung zu wählen.
Diese Einstellung ist relevant für die Ermittlung - der Sollarbeitszeit
- der Feiertage
- des Urlaubs (Zeitplanung)
- und der folgenden weiteren Arten von Nichtleistungszeiten:
- Pflegeurlaub
- Krankenstand
- Arzt
- Amt
- Sonderurlaub
- Schlechtwetter
- Freizeitunfall
Bei den Feiertagen ist auf den Parameter der Zeit (Sollstunden an Feiertagen) zu achten, in dem bestimmt wird, ob in der Sollarbeitszeit die Feiertage berücksichtigt werden oder nicht (Anmerkung: Die Zeiterfassungseinstellung kann durch den PEP Parameter "Mitarbeiter-Planung: Feiertagsermittlung" übersteuert werden).
Falls Sollstunden an Feiertagen geplant werden, sollte ein eigene Zeile "Feiertag" in der Kapazitätsberechnung eingefügt werden, um dort die verfügbaren Kapazitäten zu reduzieren.
Die Einstellung "Zeit" funktioniert auf den Zeilen für Sollarbeitszeit und Feiertage auch, wenn keine Zeiterfassung lizenziert ist. | | Termine | Dient zur Ermittlung der Stunden auf Basis eingetragener Termine. Anwendungsfall: Eingetragene Termine sollen die verfügbare Kapazität reduzieren (beispielsweise Aus- und Weiterbildung etc.).
Für diese Einstellung ist zwingend ein Prozess zu hinterlegen - die Hinterlegung kann dabei auf der Zeile im Berechnungsschema sowie im Berechnungsmodell erfolgen.
Für den Prozess müssen zusätzliche Einstellungen vorgenommen werden - konkret sind das folgende:
| | Termine: ohne erledigte | Funktioniert gleich wie die Ausprägung "Termine". Erledigte Termine sowie Termine, bei denen der Mitarbeiter die Terminzusage auf "Abgesagt" geändert hat, werden für die Berechnung nicht herangezogen. | | Wochenmodell lt. Mitarbeiterstamm | Wenn nicht mit einer BMD Zeiterfassung gearbeitet wird, kann auch das eingetragene Wochenmodell lt. Mitarbeiterstamm als Quelle verwendet werden. Dabei findet keine DV-Prüfung statt. Feiertage werden mit dieser Einstellung automatisch berücksichtigt und dürfen kein weiteres Mal in der Kapazitätsberechnung von der verfügbaren Kapazität abgezogen werden. | | Planungsobjekt | Diese Einstellung bewirkt, dass die für die Durchführung von Planungsobjekten/Einsätzen und Vorgängen geplanten Zeiten im Fenster Mitarbeiterkapazitäten berechnen auch dargestellt werden.
Diese Einstellungen ist in Kombination mit dem Prozess zu betrachten.
Anwendungsfall: Eingetragene Vorgänge/Einsätze sollen die verfügbare Kapazität reduzieren. In dem Fall dient das Fenster Mitarbeiterkapazitäten berechnen dazu, sowohl die verfügbaren als auch die geplanten Stunden (lt. Planungsobjekt, Einsatz, Vorgang) eines Mitarbeiters darzustellen. In dieser Konstellation kann die Übersicht der Mitarbeiterkapazitäten nicht verwendet werden, weil dort die Restsumme lt. Mitarbeiter-Kapazitätsberechnung und die geplanten Stunden gegenübergestellt werden. Die Restsumme berücksichtigt in dieser Konstellation allerdings auch bereits auch die geplanten Stunden. | %-Vorperiode/Tätigkeit (für WT relevant) | Die Basis für die Berechnung dieser Stunden sind ein ermittelter Prozentsatz und die "Summe Gesamt-Arbeitszeit" bzw. "Summe Produktive-Leistungszeit". Letzteres muss bei dieser Ausprägung als %-Referenzzeile ( Berechnungsbasis-ID %-Dauer) immer angegeben werden.
Welche Leistungen dabei berücksichtigt werden, wird auch in der Ausprägung "Werte aus Vorperiode/Tätigkeit" beschrieben.
Der ermittelte Prozentsatz ergibt sich aus dem Verhältnis von allen erfassten Leistungen zu allen erfassten Leistungen einer bestimmten Prozess-Tätigkeit. Das Ergebnis wird auf % Zeit Quelle der berechneten Kapazität geschrieben. Beispiel: Sieben Stunden sind in der Vorperiode Gesamt erfasst, fünf Stunden davon auf eine bestimmte Prozess-Tätigkeit. Das ergibt eine Prozentzahl von 71,43 % (5/7).
Für die Berechnung der verfügbaren Stunden wird dann die "Summe Gesamt-Arbeitszeit" oder "Summe Produktive-Leistungszeit" mit dem Prozentsatz multipliziert.
Diese Einstellung ist in Kombination mit dem Prozess zu betrachten. Anwendungsfall: Prozentanteil der getätigten Leistungsaufzeichnungen der Vorperiode soll die verfügbare Kapazität reduzieren. | | %-Vorperiode/Vorgang | Die Basis für die Berechnung dieser Stunden sind ein ermittelter Prozentsatz und die "Summe Gesamt-Arbeitszeit" bzw. "Summe Produktive-Leistungszeit". Letzteres muss bei dieser Ausprägung als %-Referenzzeile ( Berechnungsbasis-ID %-Dauer) immer angegeben werden.
Der ermittelte Prozentsatz ergibt sich aus dem Verhältnis von allen erfassten Leistungen zu allen erfassten Leistungen einer bestimmten Prozess-Tätigkeit. Es werden nur jene Leistungen zur Berechnung herangezogen, die für Vorgänge erfasst worden sind. Das Ergebnis wird auf % Zeit Quelle der berechneten Kapazität geschrieben. Beispiel: Sieben Stunden sind in der Vorperiode Gesamt erfasst, fünf Stunden davon auf eine bestimmte Prozess-Tätigkeit samt Angabe eines Vorgangs. Das ergibt eine Prozentzahl von 71,43 % (5/7).
Für die Berechnung der verfügbaren Stunden wird dann die "Summe Gesamt-Arbeitszeit" oder "Summe Produktive-Leistungszeit" mit dem Prozentsatz multipliziert.
Diese Einstellung ist in Kombination mit dem Prozess zu betrachten. Anwendungsfall: Prozentanteil der getätigten Leistungsaufzeichnungen der Vorperiode auf Vorgängen soll die verfügbare Kapazität reduzieren. | Werte aus Vorperiode/Tätigkeit (für WT relevant) | Die tatsächlichen Leistungen der Vorperiode eines Mitarbeiters der Prozess-Tätigkeit (Gruppe) werden in die jeweilige zu berechnende Planungseinheit als verfügbare Zeit übernommen (z. B. Vorjahresleistungen eines Mitarbeiters je Monat = verfügbare Zeit im Planungsmonat). Anwendungsfall: Die getätigten Leistungsaufzeichnungen der Vorperiode sollen die verfügbare Kapazität reduzieren. Diese Einstellung ist in Kombination mit dem Prozess zu betrachten. Am Prozess ist dabei die Pflege von Tätigkeit, Tätigkeitsgruppe - Hauptgruppe, Tätigkeitsgruppe - Untergruppe und Hat LEA Regel notwendig. Die Regeln für Arbeitsgänge werden über die Stammdaten in der LEA erfasst.
| Werte aus Vorperiode/Vorgang | Die tatsächlichen Leistungen der Vorperiode eines Mitarbeiters der Prozess-Tätigkeit auf einem Vorgang werden in die jeweilige zu berechnende Planungseinheit als verfügbare Zeit übernommen (z. B. Vorjahresleistungen eines Mitarbeiters je Monat = verfügbare Zeit im Planungsmonat). Anwendungsfall: Die getätigten Leistungsaufzeichnungen der Vorperiode sollen die verfügbare Kapazität reduzieren. Diese Einstellung ist in Kombination mit dem Prozess zu betrachten. Am Prozess ist dabei die Hinterlegung einer Tätigkeit notwendig. | Zeit (AE) | Entspricht der Ausprägung "Zeit" - in dieser Konstellation werden jedoch auch die geplanten Schichtmodelle aus der Zeiterfassung berücksichtigt. | Urlaubsanspruch lt. Mitarbeiterstamm | Der eingetragene Wert vom Feld Urlaub-Anspruch lt. Mitarbeiterstamm wird für die Berechnung des Urlaubs herangezogen. Es wird dabei angenommen, dass der Urlaub-Anspruch in der Urlaub-Einheit "Stunden" eingetragen wird. Anderenfalls muss dies mittels der Berechnung im Faktor berücksichtigt werden. Soll der Urlaub auf bestimmte Perioden mit einem Faktor aufgeteilt werden, kann die mittels der Planungseinheit (PE) und Faktor gemacht werden.
Beispiel: 30 % des Urlaubsanspruchs sollen im Jänner berücksichtigt werden. Anmerkung: Jänner wird über den Wert 1 im Feld "PE" (Planungseinheit) definiert - siehe dazu auch die Erläuterung des Feldes Planungseinheit.
| | Diese Ausprägung dient der Ermittlung der Sollstunden anhand des Dienstverhältnisses, das am Mitarbeiterstamm hinterlegt ist. Wird im Berechnungsmodell diese Ausprägung hinterlegt, werden ruhende sowie parallel laufende Dienstverhältnisse berücksichtigt.
Ist zum Beispiel eine Mitarbeiterin in Karenz oder befindet sich ein Mitarbeiter im Papamonat, werden aufgrund der Einstellung keine Sollzeiten berücksichtigt und die Person wird für den Zeitraum der Abwesenheit in der Berechnung der Mitarbeiterkapazität nicht berücksichtigt. Sobald das Dienstverhältnis am Mitarbeiterstamm wieder auf "nicht ruhend" gestellt wird, werden die Kapazitäten aufbereitet.
Sofern das Dienstverhältnis nicht genau mit dem Beginn der Planungseinheit beginnt oder mit dem Ende einer Planungseinheit endet, werden die Kapazitäten tagesgenau (anhand des hinterlegten Wochenmodells) berechnet.
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Die Prioritäten für die Ermittlung ergeben sich folgendermaßen:
- Höchste Priorität: Fixe Dauer
Dazu muss das Feld Berechnungsgrundlage auf "lt. manueller Eingabe h/%" gestellt sein.
- % für Dauer (relative Zeitangabe)
Dazu muss das Feld Berechnungsgrundlage auf "lt. manueller Eingabe h/%" gestellt sein.
- Niedrigste Priorität
Alle weiteren Ausprägungen im Feld Berechnungsgrundlage (<> "lt. manueller Eingabe h/%").
Das bedeutet, dass Eingaben in der Spalte "Absolute Zeit" immer Vorrang vor allen anderen besitzen.
Hinweis für unterschiedliche Kapazitätsmodelle | Gibt es fixe Zuordnungen von Mitarbeitern zu Arbeitsplätzen, können die fixen Zuordnungen bereits über unterschiedliche Kapazitätsmodelle gesteuert werden.
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Hinweis zur automatischen Ermittlung von Werten | Folgende Dokumente beschreiben, wie die Kapazitätsberechnung automatisiert Werte aus anderen Bereichen der NTCS ermitteln kann:
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Ablauf für die Erfassung der Detailzeilen:
- Eingabe der Zeile über Auswahl des Feldes "R-ID"
- Für jene Zeilen, die aus der Planung der Zeiterfassung kommen, ist das Feld "Berechnungsgrundlage" auf "Zeit" setzen, zumindest: Soll-Arbeitszeit, Feiertag, Urlaub, Krankenstand, Zeitausgleich
- Für die fixe Zuordnung der planbaren Leistungszeit zu einem bestimmten APZ kann der Wert einer Zeile prozentuell anhand einer anderen Zeile ermittelt werden. Diese Zuteilung erfolgt über die Felder "Berechnungsbasis-ID %-Dauer" und "% für Dauer".
Beispiel für die Erfassung von Details im Mitarbeiter-Kapazitätsmodell
Die zuvor angelegten Berechnungsmodelle müssen im Mitarbeiterstamm zugeordnet werden.

Personaleinsatzplanung
→ Kapazitätsplanung
→ Mitarbeiterkapazitäten berechnen
Das Fenster "Mitarbeiterkapazitäten berechnen" dient zur Ermittlung, Prüfung und ggf. Bearbeitung der verfügbaren und planbaren Zeiten eines bestimmten Mitarbeiters. Die Rasterung und der Zeitraum werden dabei von der am Berechnungsmodell hinterlegten Planungsperiode ermittelt.
Beispiel | Mitarbeiter Zirbenegger arbeitet die ganze planbare Leistungszeit (Zeile #400) am Arbeitsplatz "Lackierung" (Zeile #430).
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Hinweis zur automatischen Neuberechnung der verfügbaren Mitarbeiterkapazitäten | Ein NTCS Stapel kann dazu verwendet werden, dass die verfügbaren Mitarbeiter-Kapazitäten automatisch neu ermittelt werden.
Menü-Aufruf: TOOLS → Administration → Stapelverarbeitung → Stapel definieren
Folgende Schritte sind dazu notwendig: - Anlage eines Stapels, der in regelmäßigen Zeitabständen die verfügbaren MA-Kapazitäten neu ermittelt
- Funktion "Verfügbare MA-Kapazitäten berechnen"
Eine detaillierte Beschreibung finden Sie unter Verfügbare MA-Kapazitäten berechnen - Funktionsname: MCS_STP_PEP_SOLL_KAPA_MA_PREPARE
- Parameter "Tage vorbelegen"
- Geplante Ausführung hinterlegen
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Die Kapazitätsüberwachung dient zur Gegenüberstellung der geplanten und verfügbaren MA-Kapazitäten je Arbeitsplatz.

Produktionsplanung und -steuerung
→ Planung
→ Kapazitätsüberwachung
Folgende Einstellungen sind für eine erfolgreiche Darstellung notwendig:
- Es muss mindestens die Gliederungsebene "Datum" vorhanden sein.
- In der Gliederung muss die Gliederungsebene "Mitarbeiter" zugeordnet sein.
- Im Fenstermenü unter Ansicht → Auswerten muss "Mitarbeiter-Kapazitäten" angehakt sein.
- Die geplanten MA-Kapazitäten können unterschiedlich ermittelt werden.
- anhand der Vorgänge: Feld "Plan MA"
- anhand der Mitarbeiterzuordnungen: "P.Plan"
- Das gleiche gilt auch für die freien MA-Kapazitäten (Verfügbare minus geplante Kapazitäten)
Beispiel | Mitarbeiter Zirbenegger stellt pro Woche rund 34 Stunden seiner Arbeitskraft am Arbeitsplatz "Lackierung" zur Verfügung.
In der Kalenderwoche werden jedoch 120 Stunden benötigt. Aus diesem Grund sind keine freien Mitarbeiterkapazitäten mehr vorhanden.
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