Grundlegende Informationen zu Personaleinsatzplanung & Projektmanagement finden Sie unter Erste Schritte PEP.
Die Planung der Mitarbeiterkapazitäten betrachtet die verfügbaren und die verplanten Kapazitäten der Mitarbeiter und leitet daraus die noch frei zur Verfügung stehenden Mitarbeiterkapazitäten ab. Die dafür notwendigen Einstellungen werden in diesem Dokument erläutert.
Zusammenhang zwischen Berechnungsschema und -modellen zur Berechnung von Mitarbeiterkapazitäten
Das Berechnungsschema definiert den grundsätzlichen Aufbau und die Zeilen, die in der Kapazitätsberechnung zur Anwendung kommen, wie z.B.:
- eine Zeile für Sollarbeitszeit,
- eine gemeinsame oder mehrere Zeilen für Nichtleistungszeiten,
- Zwischensummen
- usw.
Die Berechnungsmodelle werden im Mitarbeiterstamm beim jeweiligen Mitarbeiter hinterlegt - dieses steuert, wie die Werte der einzelnen Berechnungszeilen (mit Ausnahme der Summenzeilen) ermittelt werden sollen, zum Beispiel:
- Als Quelle für die Zeile "Sollarbeitszeit" verwende das Wochenmodell des Mitarbeiters
- Als Quelle für die Zeile "Urlaub" verwende den Urlaubsanspruch oder die Urlaubsplanung lt. Zeiterfassung.
- usw.
Es gilt daher:
- Das Berechnungsschema wird genau einmal pro Firma definiert.
- Pro Firma muss es mindestens ein Berechnungsmodell geben.
- Dieses eine Modell kann allen Mitarbeitern hinterlegt werden.
- Es kann jedoch auch für jeden Mitarbeiter ein eigenes Berechnungsmodell geben.
Die Berechnung im Fenster "Mitarbeiterkapazitäten berechnen" erfolgt pro Mitarbeiter für einen bestimmten Zeitraum - dabei werden anhand des Schemas und den Ermittlungsregeln lt. Berechnungsmodell die verfügbaren Kapazitäten des Mitarbeiters berechnet.
Hinweis | Um zu prüfen, ob bereits die Standards geladen wurden, öffnen Sie eines der Fenster für Berechnungsschema bzw. -modelle (die Aufrufe siehe unterhalber).
Falls dort bereits Einträge angezeigt werden, ist kein erneutes Laden erforderlich! |
Hinweis zur Kapazitätsberechnung, wenn die Mitarbeiter in der Einzelfirma erfasst werden 
Personaleinsatzplanung
→ Stammdaten
→ Kapazitätsplanung
→ Berechnungsschema für Mitarbeiterkapazitäten
Es wird hier das allgemeine Berechnungsschema für die Berechnung der verfügbaren Mitarbeiterkapazitäten definiert. Im Berechnungsschema werden die Bezeichnung der Zeilen und die Sortierung der einzelnen Bereiche/Zeilen definiert. Diese stellen entweder einen Wert oder eine Zwischensumme in der Berechnung dar.
Ausgangsbasis ist die Sollarbeitszeit, die sich aus dem Arbeitszeitmodell der Mitarbeiter (Wochenmodelle, Schichtmodelle) ermittelt. Die Tages- oder Wochenstunden werden durch Zeitausgleich, Urlaube, Mehrstunden etc. reduziert bzw. erhöht. Die übrig bleibenden Stunden stellen die tatsächliche verfügbare Kapazität für die Planung dar.
Das Berechnungsschema kann beliebig angepasst werden, um bereits hier Zeiten auf bestimmte Prozesse oder Arbeitsplätze zuzuordnen.
Das im Standard ausgelieferte Berechnungsschema kann ohne weitere Anpassung verwendet werden. Es ist auch möglich, diese beliebig zu erweitern. Zeilen, die nicht verwendet werden sollen, können gelöscht werden.
Neue Zeilen werden vor allem verwendet, um gewisse Tätigkeiten in der Planung zu berücksichtigen, ohne dass dafür Planungsobjekte/Einsätze/Vorgänge angelegt werden müssen. Eine neue Zeile bedarf zumindest der Felder "Bezeichnung" sowie "Sort/Pos".
Achtung! | Summenzeilen sollten nur nach Rücksprache mit dem BMD Support gelöscht werden! Manche Programmfunktionen greifen auf bestimmte Summenzeilen zu. |
Hinweis | Ist das Berechnungsschema definiert und es wurden daraus Mitarbeiterkapazitäten berechnet, können die Zeilen im Berechnungsschema nicht mehr gelöscht werden! Das Schema kann dann nur noch erweitert werden.
Um einzelne Zeilen zu löschen, sind vorher jene berechneten Mitarbeiterkapazitäten zu löschen, die auf diese Zeile verweisen. |
Beispiel für die Erweiterung des Berechnungsschemas | Es wird eine neue Zeile erfasst: Diese soll in Folge für die Planung der Zeiten, welche für die Abteilungsleitung anfallen, verwendet werden.
|

Personaleinsatzplanung
→ Stammdaten
→ Kapazitätsplanung
→ Berechnungsmodelle für Mitarbeiterkapazitäten
Die Kapazitätsberechnungsmodelle nehmen Bezug auf das Berechnungsschema und steuern, woher die Werte der einzelnen Zeilen kommen. Die Herkunft der Werte kann je Berechnungsmodell unterschiedlich gesteuert werden. Die unterschiedlichen Berechnungsmodelle können dann den einzelnen Mitarbeitern zugeordnet werden. Die Zuordnung eines Kapazitätsberechnungsmodells zum Mitarbeiter erfolgt am Mitarbeiterstamm und wird historisch geführt
Entweder wird das Standardberechnungsmodell bearbeitet oder zuerst davon eine Kopie (Fensteraufruf Funktionen → Duplizieren mit Detail) erzeugt, welche anschließend bearbeitet wird.
Je kleiner der gewählte Raster auf dem Kapazitätsberechnungsmodell,
- desto feiner kann die Bearbeitung der verfügbaren Kapazitäten (tage-, wochen-, monatsweise etc.) erfolgen und
- desto länger dauert die Berechnung der verfügbaren Kapazitäten.
Hinweis zur Bearbeitung von Auswertung der Kapazitäten |
Dieses Fenster ist allerdings nicht nur ein Auswertungs-, sondern auch ein Bearbeitungswerkzeug.
Hier können die ermittelten Daten noch für einen Raster der Periode (Beispiel: P1WT – Periode "Woche" mit Raster "Tag") abgeändert werden. Laut Raster werden die Daten dann in der Datenbank (in der Tabelle Verfügbare Kapazität) gespeichert. In reinen Auswertungsfenstern kann die Planungsperiode geändert werden, die verfügbaren Kapazitäten können dort mit gleichem oder größerem Raster ausgewertet werden. |
Über die Detail-Zeilen wird nun gesteuert, wie bzw. woher die Werte der einzelnen Zeilen des Berechnungsschemas ermittelt werden sollen.
| Feld | Beschreibung
|
| Berechnungszeilen-ID | Über dieses Feld wird eine bestimmte Zeile aus dem Berechnungsschema ausgewählt.
Im Berechnungsmodell wird in Folge über die Berechnungsgrundlage definiert, wie der Wert der Zeile ermittelt wird.
|
| BS-Sort/Pos | Positionsnummer der ausgewählten Zeile im Berechnungsschema |
| Bezeichnung | Bezeichnung der ausgewählten Zeile im Berechnungsschema |
| Planungseinheit | Steuert, ob diese Zeile des Berechnungsmodells nur für eine bestimmte Planungseinheit (das heißt einen Zeitraum innerhalb der Planungsperiode) angewendet werden soll.
Beispiel: Im Dezember sollen Überstunden abgebaut werden.
| Einstellung | ausgewählt/gesteuert über das Feld | Ausprägung | Planungsperiode am Berechnungsmodell | | P1JM | | Berechnungszeile | Berechnungszeilen-ID | Überstunden/Mehrstunden | | Berechnungsgrundlage | Berechnungsgrundlage | lt. manueller Eingabe h/% | Fixe Dauer | | -10 Stunden |
Für jedes weitere gewünschte Monat sind eigene Zeilen mit den jeweiligen Planungseinheiten anzulegen; bei der Planungsperiode P1JM beispielsweise 1 für Jänner, 2 für Februar usw.
|
| Fixe Dauer | Stundenwerte können für eine Berechnungszeile fix hinterlegt werden. Zum Beispiel werden für den Bereich "Bilanzierung" fix 40 Stunden pro Monat veranschlagt. Ob der Wert subtrahiert oder addiert wird, wird im Berechnungsschema definiert.
Diese Angabe wird mit der höchsten Priorität für die Wertermittlung einer Zeile angewendet (weitere Infos dazu finden Sie auch unter Prioritäten bei der Berechnung einer Zeile).
Werte können nur erfasst werden, wenn die Berechnungsgrundlage auf "lt. manueller Eingabe h/%" gestellt und noch kein Wert im Feld "% für Dauer" erfasst wurde. |
| Auf welche Zeile des Berechnungsschemas bezieht sich die Berechnung. Dies ist dann relevant, wenn die Berechnung prozentuell erfolgt.
Beispiel: 10 % der Zeile "Summe produktive Leistungszeit" sollen für "produktive, nicht planbare Zeit" abgezogen werden.
| Einstellung | ausgewählt/gesteuert über das Feld | Ausprägung | | Berechnungszeile | Berechnungszeilen-ID | produktive, nicht planbare Zeit | | Berechnungsbasis %-Dauer | Berechnungsbasis-ID %-Dauer (dieses Feld) | Summe produktive Leistungszeit | | % für Dauer | % für Dauer | 10 | | Berechnungsgrundlage | Berechnungsgrundlage | lt. manueller Eingabe h/% |
|
%-Sort/Pos | Positionsnummer der %-Bezugszeile im Berechnungsschema |
Berechnungsbasis %-Dauer | Bezeichnung der %-Bezugszeile im Berechnungsschema |
| Wie viele Prozente von der angegebenen Berechnungsbasis (Feld "Berechnungsbasis %-Dauer") sollen für die ausgewählte Berechnungszeile herangezogen werden.
Werte können nur erfasst werden, wenn die Berechnungsgrundlage auf "lt. manueller Eingabe h/%" gestellt und noch kein Wert im Feld "Fixe Dauer" erfasst wurde.
Beispiel: 10 % der Zeile "Summe produktive Leistungszeit" sollen für "produktive, nicht planbare Zeit" abgezogen werden.
|
| Steuert, wie der Wert für die Berechnungszeile (ausgewählt über das Feld Berechnungszeilen-ID) ermittelt wird.
Folgende Ausprägungen sind möglich:
| Ausprägung | Beschreibung | | lt. manueller Eingabe h/% |
Beispiel: Es sollen 10 % der Leistungszeit wegen genereller Unproduktivität abgezogen werden. | Zeit (für WT relevant) | Wenn die Werte der aus dem Paket "Zeiterfassung" ermittelt werden sollen, ist diese Ausprägung zu wählen.
Diese Einstellung ist relevant für die Ermittlung - der Sollarbeitszeit
- der Feiertage
- des Urlaubs (Zeitplanung)
- und der folgenden weiteren Arten von Nichtleistungszeiten:
- Pflegeurlaub
- Krankenstand
- Arzt
- Amt
- Sonderurlaub
- Schlechtwetter
- Freizeitunfall
Bei den Feiertagen ist auf den Parameter der Zeit (Sollstunden an Feiertagen) zu achten, in dem bestimmt wird, ob in der Sollarbeitszeit die Feiertage berücksichtigt werden oder nicht (Anmerkung: Die Zeiterfassungseinstellung kann durch den PEP Parameter "Mitarbeiter-Planung: Feiertagsermittlung" übersteuert werden).
Falls Sollstunden an Feiertagen geplant werden, sollte ein eigene Zeile "Feiertag" in der Kapazitätsberechnung eingefügt werden, um dort die verfügbaren Kapazitäten zu reduzieren.
Die Einstellung "Zeit" funktioniert auf den Zeilen für Sollarbeitszeit und Feiertage auch, wenn keine Zeiterfassung lizenziert ist. | | Termine | Dient zur Ermittlung der Stunden auf Basis eingetragener Termine. Anwendungsfall: Eingetragene Termine sollen die verfügbare Kapazität reduzieren (beispielsweise Aus- und Weiterbildung etc.).
Für diese Einstellung ist zwingend ein Prozess zu hinterlegen - die Hinterlegung kann dabei auf der Zeile im Berechnungsschema sowie im Berechnungsmodell erfolgen.
Für den Prozess müssen zusätzliche Einstellungen vorgenommen werden - konkret sind das folgende:
| | Termine: ohne erledigte | Funktioniert gleich wie die Ausprägung "Termine". Erledigte Termine sowie Termine, bei denen der Mitarbeiter die Terminzusage auf "Abgesagt" geändert hat, werden für die Berechnung nicht herangezogen. | | Wochenmodell lt. Mitarbeiterstamm | Wenn nicht mit einer BMD Zeiterfassung gearbeitet wird, kann auch das eingetragene Wochenmodell lt. Mitarbeiterstamm als Quelle verwendet werden. Dabei findet keine DV-Prüfung statt. Feiertage werden mit dieser Einstellung automatisch berücksichtigt und dürfen kein weiteres Mal in der Kapazitätsberechnung von der verfügbaren Kapazität abgezogen werden. | | Planungsobjekt | Diese Einstellung bewirkt, dass die für die Durchführung von Planungsobjekten/Einsätzen und Vorgängen geplanten Zeiten im Fenster Mitarbeiterkapazitäten berechnen auch dargestellt werden.
Diese Einstellungen ist in Kombination mit dem Prozess zu betrachten.
Anwendungsfall: Eingetragene Vorgänge/Einsätze sollen die verfügbare Kapazität reduzieren. In dem Fall dient das Fenster Mitarbeiterkapazitäten berechnen dazu, sowohl die verfügbaren als auch die geplanten Stunden (lt. Planungsobjekt, Einsatz, Vorgang) eines Mitarbeiters darzustellen. In dieser Konstellation kann die Übersicht der Mitarbeiterkapazitäten nicht verwendet werden, weil dort die Restsumme lt. Mitarbeiter-Kapazitätsberechnung und die geplanten Stunden gegenübergestellt werden. Die Restsumme berücksichtigt in dieser Konstellation allerdings auch bereits auch die geplanten Stunden. | %-Vorperiode/Tätigkeit (für WT relevant) | Die Basis für die Berechnung dieser Stunden sind ein ermittelter Prozentsatz und die "Summe Gesamt-Arbeitszeit" bzw. "Summe Produktive-Leistungszeit". Letzteres muss bei dieser Ausprägung als %-Referenzzeile ( Berechnungsbasis-ID %-Dauer) immer angegeben werden.
Welche Leistungen dabei berücksichtigt werden, wird auch in der Ausprägung "Werte aus Vorperiode/Tätigkeit" beschrieben.
Der ermittelte Prozentsatz ergibt sich aus dem Verhältnis von allen erfassten Leistungen zu allen erfassten Leistungen einer bestimmten Prozess-Tätigkeit. Das Ergebnis wird auf % Zeit Quelle der berechneten Kapazität geschrieben. Beispiel: Sieben Stunden sind in der Vorperiode Gesamt erfasst, fünf Stunden davon auf eine bestimmte Prozess-Tätigkeit. Das ergibt eine Prozentzahl von 71,43 % (5/7).
Für die Berechnung der verfügbaren Stunden wird dann die "Summe Gesamt-Arbeitszeit" oder "Summe Produktive-Leistungszeit" mit dem Prozentsatz multipliziert.
Diese Einstellung ist in Kombination mit dem Prozess zu betrachten. Anwendungsfall: Prozentanteil der getätigten Leistungsaufzeichnungen der Vorperiode soll die verfügbare Kapazität reduzieren. | | %-Vorperiode/Vorgang | Die Basis für die Berechnung dieser Stunden sind ein ermittelter Prozentsatz und die "Summe Gesamt-Arbeitszeit" bzw. "Summe Produktive-Leistungszeit". Letzteres muss bei dieser Ausprägung als %-Referenzzeile ( Berechnungsbasis-ID %-Dauer) immer angegeben werden.
Der ermittelte Prozentsatz ergibt sich aus dem Verhältnis von allen erfassten Leistungen zu allen erfassten Leistungen einer bestimmten Prozess-Tätigkeit. Es werden nur jene Leistungen zur Berechnung herangezogen, die für Vorgänge erfasst worden sind. Das Ergebnis wird auf % Zeit Quelle der berechneten Kapazität geschrieben. Beispiel: Sieben Stunden sind in der Vorperiode Gesamt erfasst, fünf Stunden davon auf eine bestimmte Prozess-Tätigkeit samt Angabe eines Vorgangs. Das ergibt eine Prozentzahl von 71,43 % (5/7).
Für die Berechnung der verfügbaren Stunden wird dann die "Summe Gesamt-Arbeitszeit" oder "Summe Produktive-Leistungszeit" mit dem Prozentsatz multipliziert.
Diese Einstellung ist in Kombination mit dem Prozess zu betrachten. Anwendungsfall: Prozentanteil der getätigten Leistungsaufzeichnungen der Vorperiode auf Vorgängen soll die verfügbare Kapazität reduzieren. | Werte aus Vorperiode/Tätigkeit (für WT relevant) | Die tatsächlichen Leistungen der Vorperiode eines Mitarbeiters der Prozess-Tätigkeit (Gruppe) werden in die jeweilige zu berechnende Planungseinheit als verfügbare Zeit übernommen (z. B. Vorjahresleistungen eines Mitarbeiters je Monat = verfügbare Zeit im Planungsmonat). Anwendungsfall: Die getätigten Leistungsaufzeichnungen der Vorperiode sollen die verfügbare Kapazität reduzieren. Diese Einstellung ist in Kombination mit dem Prozess zu betrachten. Am Prozess ist dabei die Pflege von Tätigkeit, Tätigkeitsgruppe - Hauptgruppe, Tätigkeitsgruppe - Untergruppe und Hat LEA Regel notwendig. Die Regeln für Arbeitsgänge werden über die Stammdaten in der LEA erfasst.
| Werte aus Vorperiode/Vorgang | Die tatsächlichen Leistungen der Vorperiode eines Mitarbeiters der Prozess-Tätigkeit auf einem Vorgang werden in die jeweilige zu berechnende Planungseinheit als verfügbare Zeit übernommen (z. B. Vorjahresleistungen eines Mitarbeiters je Monat = verfügbare Zeit im Planungsmonat). Anwendungsfall: Die getätigten Leistungsaufzeichnungen der Vorperiode sollen die verfügbare Kapazität reduzieren. Diese Einstellung ist in Kombination mit dem Prozess zu betrachten. Am Prozess ist dabei die Hinterlegung einer Tätigkeit notwendig. | Zeit (AE) | Entspricht der Ausprägung "Zeit" - in dieser Konstellation werden jedoch auch die geplanten Schichtmodelle aus der Zeiterfassung berücksichtigt. | Urlaubsanspruch lt. Mitarbeiterstamm | Der eingetragene Wert vom Feld Urlaub-Anspruch lt. Mitarbeiterstamm wird für die Berechnung des Urlaubs herangezogen. Es wird dabei angenommen, dass der Urlaub-Anspruch in der Urlaub-Einheit "Stunden" eingetragen wird. Anderenfalls muss dies mittels der Berechnung im Faktor berücksichtigt werden. Soll der Urlaub auf bestimmte Perioden mit einem Faktor aufgeteilt werden, kann die mittels der Planungseinheit (PE) und Faktor gemacht werden.
Beispiel: 30 % des Urlaubsanspruchs sollen im Jänner berücksichtigt werden. Anmerkung: Jänner wird über den Wert 1 im Feld "PE" (Planungseinheit) definiert - siehe dazu auch die Erläuterung des Feldes Planungseinheit.
| | Diese Ausprägung dient der Ermittlung der Sollstunden anhand des Dienstverhältnisses, das am Mitarbeiterstamm hinterlegt ist. Wird im Berechnungsmodell diese Ausprägung hinterlegt, werden ruhende sowie parallel laufende Dienstverhältnisse berücksichtigt.
Ist zum Beispiel eine Mitarbeiterin in Karenz oder befindet sich ein Mitarbeiter im Papamonat, werden aufgrund der Einstellung keine Sollzeiten berücksichtigt und die Person wird für den Zeitraum der Abwesenheit in der Berechnung der Mitarbeiterkapazität nicht berücksichtigt. Sobald das Dienstverhältnis am Mitarbeiterstamm wieder auf "nicht ruhend" gestellt wird, werden die Kapazitäten aufbereitet.
Sofern das Dienstverhältnis nicht genau mit dem Beginn der Planungseinheit beginnt oder mit dem Ende einer Planungseinheit endet, werden die Kapazitäten tagesgenau (anhand des hinterlegten Wochenmodells) berechnet.
|
|
Die Prioritäten für die Ermittlung ergeben sich folgendermaßen:
- Höchste Priorität: Fixe Dauer
Dazu muss das Feld Berechnungsgrundlage auf "lt. manueller Eingabe h/%" gestellt sein.
- % für Dauer (relative Zeitangabe)
Dazu muss das Feld Berechnungsgrundlage auf "lt. manueller Eingabe h/%" gestellt sein.
- Niedrigste Priorität
Alle weiteren Ausprägungen im Feld Berechnungsgrundlage (<> "lt. manueller Eingabe h/%").
Das bedeutet, dass Eingaben in der Spalte "Absolute Zeit" immer Vorrang vor allen anderen besitzen.
Hinweis zur automatischen Ermittlung von Werten | Folgende Dokumente beschreiben, wie die Kapazitätsberechnung automatisiert Werte aus anderen Bereichen der NTCS ermitteln kann:
|
Beispiel für ein Berechnungsmodell für Mitarbeiterkapazitäten
Die zuvor angelegten Berechnungsmodelle müssen im Mitarbeiterstamm zugeordnet werden.
Beispiel für die Zuordnung des Kapazitätsmodells Hinweis zur historischen Führung | Die Zuordnung des Kapazitätsberechnungmodells wird auch in den Historische Mitarbeiterdaten geführt!
Das bedeutet, dass für unterschiedliche Zeitbereiche abweichende Berechnungsmodell hinterlegt sein können. |

Personaleinsatzplanung
→ Kapazitätsplanung
→ Mitarbeiterkapazitäten berechnen
Das Fenster "Mitarbeiterkapazitäten berechnen" dient zur Ermittlung, Prüfung und ggf. Bearbeitung der verfügbaren und planbaren Zeiten eines bestimmten Mitarbeiters. Die Rasterung und der Zeitraum werden dabei von der am Berechnungsmodell hinterlegten Planungsperiode ermittelt.
Im Fenster "Mitarbeiterkapazitäten berechnen" ist es zwingend erforderlich, die Einstiegsfelder "Mitarbeiter" und "Zeitpunkt" zu befüllen, damit Werte angezeigt werden.
Falls noch keine Werte dargestellt werden, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Kapazitäten berechnen zu lassen:
- im Fenstermenü über die Funktionen "Neu berechnen" sowie "Weitere Kapazitäten berechnen"

- "Neu berechnen" berechnet die Kapazitäten für den Mitarbeiter und Zeitraum lt. den Einstiegsfeldern.
- "Weitere Kapazitäten berechnen" ermöglicht, für mehrere Mitarbeiter und andere Zeiträume, die Kapazitäten zu ermitteln.
Beispiel für berechnete Mitarbeiterkapazitäten Hinweis | Für die Berechnung der Mitarbeiterkapazitäten muss folgender Parameter auf "Nein" stehen: PEP & PM – Allgemein/BDE/KM → Verfügbare Kapazität → ApzMa-Planung: Schichtmodus
|
Wurden die Mitarbeiterkapazitäten berechnet, können diese in Folge noch bearbeitet werden. Die Bearbeitung erfolgt dabei pro Berechnungszeile und Planungseinheit.
Feld | Beschreibung |
| %-Zeit | |
| Das Feld "Fixe Dauer" dient zur Eingabe einer Dauer, die für diese Kapazitätsangabe (eine bestimmte Berechnungszeile für einen bestimmten Zeitbereich) angewendet werden soll. Diese Dauer wird vorrangig in das Feld Eff. Zeit übernommen. Im Fenster Mitarbeiterkapazitäten berechnen kann alternativ das Feld "Zeit" für die Eingabe der fixen Dauer verwendet werden.
|
| Das Feld "Effektive Zeit" ist das Endergebnis einer Kapazitätsangabe für einen bestimmten Zeitraum (zwischen Von Zeit und Bis Zeit) - ein konkreter Wert (pro Planungseinheit und Berechnungszeile) im Fenster Mitarbeiterkapazitäten berechnen entspricht einer solchen Kapazitätsangabe.
Die effektive Zeit wird für Mitarbeiterkapazitäten gemäß folgender Reihenfolge ermittelt: - Die Eingabe im Feld Fixe Dauer zieht vorrangig.
- Wird im Feld %-Zeit etwas erfasst, wird die Dauer anhand der eingegebenen Prozent ermittelt.
Im Fenster Mitarbeiterkapazitäten ist die Basis die vorgelagerte Zwischensumme.
- Falls im Kapazitätsberechnungsmodell eine Berechnungsgrundlage <> "lt. manueller Eingabe h/%" gewählt worden ist, stammt der Wert aus dieser Ermittlung. Der dabei ermittelte Wert ist im Feld Zeit Quelle ersichtlich.
|
|
|
Die Bearbeitung kann dabei auf zwei Arten erfolgen:
- direkt in der Tabelle
- im Detailbereich "MA verfügbare Kapazitäten"
Hinweis zur korrekten Einstellung der Feldauswahl
|
Damit die Bearbeitung erfolgen kann, müssen die entsprechenden Felder für die Feldauswahl der Planungseinheit eingeblendet werden. Die Feldauswahl kann im Kontextmenü des Fensters Mitarbeiterkapazitäten berechnen, durch Klick mit der rechten Maustaste auf eine Spaltenüberschrift, aufgerufen werden.
|
Falls die Feldauswahl gemäß obigem Hinweis eingestellt ist, können die Werte mit Klick auf "Bearbeiten" bzw. durch Doppelklick in das Feld absolut oder relativ eingegeben werden:
Durch Eingeben des Werts "100" im Feld "%-Zeit" wird der Wert im Feld "Zeit" nach dem Speichern automatisch berechnet.
Zum Beispiel:
In der Zeile "Urlaub" stehen am 28.04.2025 in der Spalte "Zeit" Null Stunden. Durch Eingabe des Wertes 100 in der Spalte "%-Zeit" wurde der %-Wert anhand der Basis der Zeile "Summe Gesammt-Arbeitszeit" berechnet.
Hinweis | Für die Durchführung dieser Bearbeitung ist es erforderlich, den optionalen Bereich „MA verfügbare Kapazitäten“ über die Layouteinstellungen einzublenden. Detaillierte Informationen zu den Layouteinstellungen finden Sie in der Themendokumentation Die BMD NTCS Oberfläche mit FLEX-Design. |
Es können dieselben Felder wie bei der Bearbeitung in der Tabelle verwendet werden. Je nach Auswahl in der Tabelle werden im Detailbereich unterschiedliche Daten angezeigt.
Sind die berechneten Mitarbeiterkapazitäten bearbeitet worden, können diese in Folge fixiert werden. Das dient dazu, dass bei der Neuberechnung der Mitarbeiterkapazitäten die manuellen Änderungen nicht verloren gehen.
Das Fixieren kann über das Kontextmenü für eine ganze Planungseinheit erfolgen oder für einzelne Zellen über das Bearbeiten des Feldes "Änderungskennzeichen".
Beispiel für das Fixieren der Werte |
Für die erste Planungseinheit (Montag) werden zwei Überstunden geplant. Damit der manuell erfasste Planungswert nicht verloren geht, kann der Wert über das Kontextmenü mit "Werte fixieren → Alle Werte der Planungseinheit fixieren" fixiert werden.
Danach werden die Werte kursiv dargestellt:
Das Änderungskennzeichen der einzelnen Werte erhält durch das Fixieren das Änderungskennezichen "F, SA". Diese kann manuell auch für ein einzelnes Feld gesetzt werden. Über das Feld Änderungskennzeichen im Bereich "MA verfügbare Kapazitäten" kann die Einstellung getroffen werden.
Es wird dann nur der eine Wert fixiert und als solcher kursiv dargestellt. Alle anderen Werte werden bei Neuberechnungen weiterhin neu ermittelt und berechnet. |
Die Gegenüberstellung der geplanten und verfügbaren Zeiten lassen sich unter anderem in folgenden Fenstern auswerten:
- Übersicht Mitarbeiterkapazitäten
- Kapazitätsmonitoring
Hinweis | Wie die verfügbaren Kapazitäten zustandekommen, wurde oben erläutert. Die Berechnung der geplanten Mitarbeiterzeiten kann je Auswertungswerkzeug unterschiedlich sein und auch unterschiedlich eingestellt werden.
|
Der Kapazitätsvergleich stellt in einer Liste die geplanten, verfügbaren und freien Kapazitäten dar, dabei kann die Auswertung auf Mitarbeiter und/oder Prozess-Ebene erfolgen. Die Einstellungen dafür erfolgen in den Einstiegsfeldern über die Felder "Gliederung", "Detail" sowie "Prozesse auswerten".
Die einzelnen Spalten (Zeiteinheiten) werden anhand des Raster der Planungsperiode ermittelt.
Das Kapazitätsmonitoring stellt in einer Baumstruktur die geplanten, verfügbaren und freien Kapazitäten dar. Die Gliederung des Baums kann dabei je nach Bedarf erstellt werden und unter anderem auf die Ebenen "Mitarbeiter", "Planungseinheit/Datum", "Prozess" sowie "Projekt" zugreifen.
Die einzelnen Spalten (Zeiteinheiten) werden anhand des Raster der Planungsperiode ermittelt.