Haben Sie mehrere Vermietungsobjekte, so benötigen Sie zum Befüllen der Steuererklärungsformulare E1b/E6b jeweils eine eigene Überschussrechnung (Schema 304). In folgender Übersicht, stellen wir Ihnen die Möglichkeiten vor, wie Sie die Steuerformulare automatisch, getrennt je Vermietungsobjekt, befüllen können.
In den Steuererklärungen benötigen Sie für jedes Vermietungsobjekt eine eigene E1b bzw. E6b. Im Steuernavigator können im Punkt "Erklärungen zuordnen" so viele E1b bzw. E6b zugeordnet werden, wie Sie benötigen.
Vorteile bei einer Buchhaltung pro Objekt:
- Getrennte Auswertungen sind möglich.
- Über das Feld "Betriebsadresse" in den FIBU-Stammdaten kann auf Deckblättern und Kopfzeilen der Name der Vermietung gedruckt werden.
(Wie das genau funktioniert, können Sie hier nachlesen: Betriebsadresse in FIBU-Stammdaten)
- Getrennte Anlagenbuchhaltungen
- Sämtliche Ausgaben sind vorab bereits klar getrennt.
- Mittels Bilanzkonsolidierung kann bequem eine Gesamtergebnisrechnung erstellt werden.
Nachteile bei einer Buchhaltung pro Objekt:
- Die Bankkonten der Vermietungsobjekte müssen getrennt geführt werden, da es sonst keine Saldenkontrolle gibt.
Werden die Vermietungsobjekte in einer Fibu geführt, so muss im Zuge der Veranlagung der Steuererklärung eine Trennung erfolgen, da für jedes Vermietungsobjekt eine E1b/E6b erstellt werden muss.
Um die Trennung in der Steuereklärung zu bewerkstelligen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.
Sind in der Fibu für jedes Vermietungsobjekt eigene Konten definiert worden, können diese in den Steuererklärungsformularen E1b/E6b zugeordnet werden. Diese Variante verursacht den geringsten Aufwand, da keine Kostenrechnung und keine weiteren Fibus erforderlich sind.
Die Kontenzuordnung erfolgt direkt in der Steuerklärung E1b/E6b unter dem Menüpunkt "Steuererklärung" mit der Funktion "Konten zur Steuererklärung zuordnen".
Die Zuordnung der Konten erfolgt entweder mit Doppelklick oder durch Verwendung der Pfeile in der mittleren Leiste. Mit den Pfeilen nach links können alle oder einzelne Konten wieder aus der Zuordnung entfernt werden:
Öffnet man die nächste E6b, wird im Formular nur mehr der Betrag der noch nicht zugeordneten Konten angezeigt. Im letzten Nebenformular ist grundsätzlich die Zuordnung der restlichen Konten nicht mehr notwendig. Startet man trotzdem die Funktion "Konten zur Steuererklärung zuordnen", so werden in der linken Liste nur noch die nicht zugeordneten Konten angezeigt, um eine doppelte Zuordnung zu verhindern.
Als Alternative zur Zuordnung der Konten zu den Steuererklärungen besteht auch noch die Möglichkeit der Hinterlegung einer Kostenstelle für die Steuererklärung. Diese Möglichkeit wird im nächsten Punkt beschrieben.
Dafür legen Sie je Vermietungsobjekt eine Kostenstelle an. Genaueres zur Anlage einer Kostenrechnung und der Kostenstellen finden Sie unter
Erste Schritte. Allgemeine Kosten (wie Bankspesen) können prozentuell mittels Kostenschlüssel verteilt werden. Dies funktioniert durch
Übernahme und Umlage.
Für die Übernahme der Werte aus der Fibu in die einzelnen Formulare müssen wie üblich die Kennzahlen für die Steuererklärung aufbereitet werden und zuvor noch die Kosten in die KORE übernomme werden (siehe
Übernahme und Umlage). Anschließend öffnet man das Formular E1b bzw. E6b und wählt unter Steuererklärung
→ FIBU hinterlegen. Hier hinterlegt man im Feld "Kostentyp" die Einstellung "Kostenstelle" und im Feld "Kosten-Nummer" die entsprechende Kostenstelle für dieses Vermietungsobjekt. Werden Kostenstellen auf andere Kostenstellen umgelegt, so muss in den Steuererklärungen die Umlagevariante hinterlegt werden, die für die Berechnung des Ergebnisses erforderlich ist.
Die Kostenrechnung bietet Ihnen auch Auswertungsmöglichkeiten je Kostenstelle. In der Bilanzierung verwenden Sie nur ein Bilanzprojekt und eine Auswertung.
Die Anlagenbuchhaltung wird gesamt geführt und kann sortiert nach Kostenstellen ausgewertet werden.
Sind zu Beginn getrennte Fibus angelegt worden, können die Ergebnisse (Auswertungen) und Berichte der jeweiligen Vermietungsobjekte dennoch in eine gemeinsame Druckliste integriert werden. Dabei wird in den Einstellungen der zugeordneten Auswertungen oder Berichte jeweils die gewünschte Firma/Fibu hinterlegt, in der die jeweiligen Auswertungen/Berichte erstellt worden sind.
In der Druckliste können die verfügbaren Ausdrucke gewählt und mittels Pfeil Symbol zugeordnet werden. Danach öffnet sich ein Einstellungsdialog, indem man festlegen kann, auf welche Firma und Fibu zugegriffen werden soll. Diese Funktion kann auch über die rechte Maustaste "Einstellungen" geöffnet werden.
Auch die Auswertungen der Anlagenbuchhaltungen können dementsprechend übernommen werden.
Eine Auswertung je Kostenstelle kann in der Kostenrechnung durchgeführt werden.

KORE
→ Auswertungen
→ Reporting
In der Druckliste können die Kostenrechnungsauswertungen übernommen werden. Dazu eignet sich z.b.die Kore Auswertung "Kosten- Nr. Horizontal (400)". Die Auswertung nach Kostenstellen ist aus dem Bereich "Kostenrechnung" mittels Pfeil Symbol zuzuordnen. In der Bilanzierung verwenden Sie nur ein Bilanzprojekt und eine Auswertung.
Die Anlagenbuchhaltung wird gesamt geführt und kann sortiert nach Kostenstellen ausgewertet werden.