UebergeordnetesD.bmp Grundlegende Informationen zum Controlling finden Sie in der Dokumentation Erste Schritte.
Inhalt

  Allgemeines

Unter Rückstellungen versteht man generell ein finanzielles Polster für Rechtsgeschäfte, die erst zukünftig zu Ausgaben führen. Der genaue Zeitpunkt und die genaue Höhe der Ausgabe sind bei Bildung der Rückstellung noch nicht bekannt. Rückstellungen sind im Rechnungswesen daher als nicht zahlungswirksame Wertminderung zu sehen, welche in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand behandelt und in der Bilanz als Fremdkapital auf der Passivseite ausgewiesen wird.

Beispiel 
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Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (RSt für Abfertigungen, RSt für Pensionen, RSt für Jubiläumsgeld, RSt für Urlaube ...)
Steuerrückstellungen (RSt für Körperschaftsteuer, RSt für latente Steuern ...)
Sonstige Rückstellungen (RSt für Schadensfälle, RSt für unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung, RSt für drohende Verluste ...)

Die Bildung bzw. Dotierung einer Rückstellung erfolgt dabei im laufenden Wirtschaftsjahr, die Auflösung einer Rückstellung passiert meist im darauffolgenden Jahr.

 Ablauf

 Budget

Soll im Budget eine Rückstellung erfasst werden, muss im Hinblick auf den Finanzplan und die Planbilanz ein entsprechendes nicht zahlungswirksames Zuweisungs-/Veränderungskonto verwendet werden. D. h. das Aufwandskonto muss für den Finanzplan in den Kontengruppen "Veränderung Rückstellung ..." gegliedert sein, und braucht für den richtigen Ausweis in der Planbilanz ein hinterlegtes Planbilanz-Konto:

Mögliche Standardkonten:

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Beispiel: Zuordnung in den Kontengruppen:

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Beispiel: Hinterlegung Planbilanz-Konto:

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Beispiel 
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Erfassung einer Urlaubsrückstellung i.d.H.v. 20.000,00


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Der Aufwand wird im entsprechenden Monat am jeweiligen Veränderungskonto erfasst, der Gewinn wird somit vermindert.

 Indirekter Finanzplan

Durch die richtige Gliederung der Konten im BMD Standardkontenrahmen wird bei Verwendung des BMD Standardgliederungsschemas 241 die budgetierte Rückstellung im indirekten Finanzplan über die Zeile Jahresgewinn/-verlust berücksichtigt und über die Zeile Dotierung/Auflösung langfristige Rückstellungen wieder neutralisiert (da nicht zahlungswirksam):

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Auf den 3er-Klasse-Gegenkonten (z. B. 3041 Rückstellungen für nicht konsumierte Urlaube ...) braucht bzw. darf nichts erfasst werden!

 Direkter Finanzplan

Durch die richtige Gliederung der Konten im BMD Standardkontenrahmen wird bei Verwendung des BMD Standardgliederungsschemas 240 die budgetierte Rückstellung im direkten Finanzplan nicht ausgewiesen (da nicht zahlungswirksam). Die Veränderungskonten, auf welchen der Aufwand für Rückstellungen budgetiert worden ist, sind hier ausgegliedert:

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Auf den 3er-Klasse-Gegenkonten (z. B. 3041 Rückstellungen für nicht konsumierte Urlaube ...) braucht bzw. darf nichts erfasst werden!
 
Hinweis 
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Werden individuelle Konten für die Budgetierung von Rückstellungen verwendet, müssen diese entsprechend den BMD Standardgliederungen im direkten Finanzplan ausgegliedert sein!


 Planbilanz

In der Planbilanz werden die nicht zahlungswirksamen Erfolgskonten (Abschreibungen, Rückstellungen ...) am dazugehörigen Bestandskonto ausgewiesen. Voraussetzung dafür ist, dass am Kontenstamm des betroffenen Erfolgskontos das Planbilanz-Konto hinterlegt ist. Im angeführten Beispiel ist das Konto 3041 als Planbilanz-Konto am Veränderungskonto 6413 (auf dem der Aufwand für die Rückstellung budgetiert worden ist) hinterlegt worden:

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Die Rückstellung wird in der Planbilanz somit auf der Passivseite unter den Rückstellungen ausgewiesen:

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Siehe auch: