Grundlegende Informationen zum Paket Produktionsplanung und -steuerung finden Sie unter
Erste Schritte PPS.
Mit dem Schritt der Produktzubuchung können automatisch die dafür verwendeten Stücklistenpositionen abgebucht werden.
Das Dokument beschreibt die Zusammenhänge zwischen den Fertigproduktzugangsbuchungen und den dadurch automatisch erzeugten Materialabgangsbuchungen. Diese Abgangsbuchungen werden in der BMD Sprache als "retrograde Materialrückmeldung" bezeichnet.
Die retrograde Materialrückmeldung kann bei Produktzubuchungen in verschiedenen Programmfunktionen aktiviert werden:
- Das Fenster "Produkte pro Produktionslos" dient grundsätzlich dazu, um Fertigprodukte erfassen zu können.
- BDE-Zeit: Produkterfassung über Gut-/Schlechtmengendialog
- MDE-Rückmeldungen zur Produkterfassung
- CAM-Rückmeldungen zur Produkterfassung
Achtung! | Beim Bearbeiten/Löschen von Produkten, welche automatische (retrograde) Materialrückmeldungen ausgelöst haben, wird auch der Materialeinsatz (der retrograd zurückgemeldet wurde) entsprechend angepasst!
Nicht retrograd gebuchte Materialien werden nicht automatisch auf das Lager zurück gebucht!
|
Parameteraufrufe für das Aktivieren der retrograden Materialrückmeldungen:
PPS → Stammdaten → Einstellungen → PPS Parameter → PPS → Retrograde Materialrückmeldung
| | 1 - Aus: Es erfolgt keine Materialrückmeldung bei Neuanlage eines Produkts.
2 - Auf Produktbasis: Die Materialrückmeldung erfolgt bei Neuanlage eines Produkts in Produkte pro Produktionslos.
3 - Auf Vorgangsbasis (Ma-Leistungsstempelung mit Gut-/Schlechtmengenerfassung): Die Materialrückmeldung erfolgt nach der Gut-/Schlechtmengenabfrage des zugehörigen Vorgangs in BDE-Zeit.
4 - Auf Vorgangsbasis (APZ-Leistungsstempelung mit Gut-/Schlechtmengenerfassung): Die Materialrückmeldung erfolgt nach der Gut-/Schlechtmengenabfrage des zugehörigen Vorgangs in BDE-APZ.
5 - Auf Vorgangsbasis (jegliche Gut-/Schlechtmengenerfassung zum Vorgang): Die Materialrückmeldung erfolgt nach der Gut-/Schlechtmengenabfrage des zugehörigen Vorgangs in BDE-Zeit und BDE-APZ. |
| | 1 - deaktiviert: Bei chargen- und seriennummerngeführten Stücklistenpositionen erscheint für jede Stücklistenposition einzeln eine Abfrage, in der die verwendete Charge/Seriennummer eingegeben werden kann. Diese Abfrage kommt nur, wenn auch der Dialog "Material (lt. Stückliste ausbuchen für..." aktiviert ist. Sind für die Artikel lt. Stücklistenposition alle Lagerdaten vorhanden, werden die entsprechenden Materialien lt. der am Lager eingestellten Materialfindung ermittelt.
 - Buchen: Mit Klick auf "Buchen" wird bei vorhandenem Lagerstand die ausgewählte Charge der Rohware gebucht.
- Mat.Findung ist nur dann aktiv, wenn der Parameter Verbuchung: automatische Materialfindung aktiv auf Ausprägung "1 - Ja" steht. Bei Klick auf diese Funktion wird die lt. der am Lager eingestellte Materialfindung für den konkreten Artikel ausgeführt. Bei Stücklistenpositionen von Artikeln, die die Einstellung "Seriennummer bei Auslieferung" haben, ist zudem die Funktion der Materialfindung beim Dialog "Details zur Rohware" deaktiviert.
- Überspringen: Die Abbuchung des betroffenen Stücklistenartikels wird übersprungen und nicht gebucht. Die Produktbuchung wird dennoch durchgeführt.
- Abbrechen: Die Materialrückmeldung für den betroffenen Stücklistenartikel wird abgebrochen. Die Produktbuchung wird dennoch durchgeführt. Eine spätere Ausführung der retrograden Materialrückmeldung ist über die Funktion Material retrograd rückmelden im Fenster "BDE-Produkt" auf den betroffenen Produktdatensatz zu einem späteren Zeitpunkt erneut ausführbar.
2 - aktiviert: Die abzubuchenden Materialien werden automatisch lt. der am Lager eingestellten Materialfindung ermittelt. |
| | 1 - deaktiviert: Beim Speichern des Produktdatensatzes wird automatisch die eingegebene produzierte Menge als Bedarfsmenge für die Ermittlung der abzubuchenden Stücklistenpositionen verwendet. Die Artikelklassen werden lt. Parameter Materialrückmeldung für Artikelklassen berücksichtigt. Alle Stücklistenpositionen, deren Artikel keiner Artikelklasse zugeordnet ist, werden auch automatisch rückgemeldet.
2 - aktiviert: Beim Speichern des Produktdatensatzes öffnet sich der Dialog "Material (lt. Stückliste) ausbuchen für...".
- Stücklistenmenge: In diesem kann die Stücklistenmenge bekannt gegeben werden, für die die Stücklistenpositionen abgebucht werden sollen.
- Restmenge ausbuchen: Bei Aktivierung dieses Feldes werden sämtliche Restmengen ebenfalls vom Lager abgebucht.
- Artikelklasse: Die Artikelklassen werden lt. Parameter Materialrückmeldung für Artikelklassen berücksichtigt und in das Feld eingetragen. Alle Stücklistenpositionen, deren Artikel keiner Artikelklasse zugeordnet ist, werden auch automatisch rückgemeldet.
- Lager/Lagerplatz: Soll es zu einer Abbuchung von einem anderen Lager/Lagerplatz als von dem der Stücklistenposition kommen, kann hier das alternative Lager eingetragen werden.
- Verarbeitungsdatum: Datum, das als Verarbeitungsdatum auf die Stücklistenposition geschrieben wird.
|
| | Dieser Parameter steuert bei retrograder Materialrückmeldung auf Vorgangsbasis die Bedarfsmenge:
1 - Gesamte Menge 2 - Nur Gutmenge 3 - Nur Schlechtmenge
|
| Dieser Parameter wird bei allen automatischen Materialrückmeldungen im Zuge der Produktrückmeldung (man. Produktanlage, XML, MDE etc.) oder bei Vorgangsbasis bei der Gut-/Schlechtmengenabfrage berücksichtigt.
Er gibt an, welche Artikelklassen automatisch abgebucht werden. Ist dieser Parameter aktiv, können die Artikelklassen im Materialrückmeldedialog nicht mehr manuell eingegeben werden. Alle Stücklistenpositionen, deren Artikel keiner Artikelklasse zugeordnet ist, werden auch automatisch rückgemeldet. Daraus folgt: Artikel, die nicht retrograd gebucht werden dürfen, müssen einer Artikelklasse zugeordnet sein, die in diesem Parameter nicht berücksichtigt wird. |
| Dieser Parameter steuert das Verhalten, wenn die retrograde Materialrückmeldung auf Produktbasis aktiviert ist und der Produktionslos-Artikel eine Produktverteilungsstückliste hinterlegt hat.
1 - P.-Los-Artikel und nicht in Produktverteilung: Der Rückmeldedialog wird nur geöffnet, wenn das Produkt dem Produktionslos-Artikel entspricht oder nicht in der Produktverteilung enthalten ist.
2 - Alle Artikel: Der Rückmeldedialog wird bei allen Artikeln aktiviert.
3 - Produkt = P.Los-Artikel: Der Rückmeldedialog wird nur geöffnet, wenn das Produkt dem Produktionslos-Artikel entspricht. |
Die retrograde Materialrückmeldung kann entweder mit der Anlage eines Produktes oder auf Vorgangsbasis erfolgen.
Achtung! | Für die Vorgangsbasis muss der PEP Parameter "BDE-Zeit: Schnittstelle Leistungserfassung" auf Gut-/Schlechtmengen und ohne Produkterfassung eingestellt sein. |
Zusätzlich kann auf jene Artikelklassen eingeschränkt werden, die mittels retrograder Buchung rückgemeldet werden sollen. Diese Einschränkung gilt bei allen retrograden Materialrückmeldungen, unabhängig davon, von wo sie ausgeführt werden.
Für CAM-Rückmeldungen erfolgt eine eigene Definition in diesem Parameter: PPS → CAM-Interface
| Bei diesem Parameter sind folgende Ausprägungen möglich:
0 - Nein: Bei dieser Ausprägung wird bei Produktanlage (auch via XML) kein Material lt. Stückliste ausgebucht.
3 - Ja mit Materialfindung: Bei dieser Ausprägung werden aliquot die Stücklistenpositionen abgebucht, die für die produzierte Menge benötigt werden. Es wird auf die Artikelklassen lt. Produkt-Parameter Materialrückmeldung für Artikelklassen eingeschränkt. |
Für MDE-Rückmeldungen erfolgt eine eigene Definition in diesem Parameter: PPS → MDE
| Wenn über MDE ein Produkt erfasst wird (MDE Produkte), kann mit diesem Parameter eingestellt werden, ob auch das gesamte Material automatisch über "MDE-Materialabgang Produktion" rückgemeldet werden soll oder nicht. Es werden die Artikelklassen bei der automatischen Rückmeldung lt. dem Parameter Materialrückmeldung für Artikelklassen berücksichtigt.
0 - Nein 3 - Ja mit Materialfindung |
Hinweis | Für die Parametereinstellungen kontaktieren Sie bitte den PPS Support. |
Als Beispiel für eine Produkterfassung, welche die retrograde Materialrückmeldung auslöst, wird das Fenster "Produkte pro Produktionslos" verwendet. Alternativ kann auch das Fenster "BDE-Produkt" verwendet werden. Das Fenster hat einen Ziffernblock für die Verwendung von Touchscreens und ist sonst identisch mit "Produkte pro Produktionslos".
Beispiel
| Im Bereich der Einstiegsfelder wird das ausgewählte Produktionslos eingegeben und mit "Enter" bestätigt.
Über eine Neuanlage (F5) kann ein zusätzlicher Fertigproduktdatensatz angelegt werden. Die dazugehörigen Daten werden im Detailbereich eingegeben.
|
Mit Speichern des Produkts wird die Materialrückmeldung angestoßen. Je nach Parameter kommen noch Dialoge, in welchen die retrograde Materialrückmeldung noch genauer spezifiziert werden kann.
Nach Abschluss und Speichern der Eingabe kann die Materialrückmeldung ausgelöst werden. Dazu wird ein Dialogfenster geöffnet, bei dem die zu buchenden Stücklistenpositionen noch eingeschränkt oder mengenmäßig bearbeitet werden können:

Feld | Beschreibung |
| Stücklistenmenge | Es wird die Menge vorgeschlagen, die zuvor als "Produzierte Menge" eingegeben worden ist. Die Stücklistenmenge kann hier noch bearbeitet werden. Es werden die Stücklistenpositionen dann für die eingegebene Menge abgebucht. |
| Wird hier "Ja" ausgewählt, werden alle offenen Stücklistenpositionen mit Soll- als Ist-Menge rückgemeldet. Das Feld "Stücklistenmenge" wird dadurch deaktiviert. Es wird der Filter "Artikelklassen" angewendet. |
Artikelklasse | Es können die zu buchenden Stücklistenpositionen anhand der Artikelklassen eingeschränkt werden. Sind im Parameter "Material-Rückmeldung für Artikelklassen" Artikelklassen definiert worden, kann die Auswahl hier nicht mehr bearbeitet werden.
Achtung: Alle Positionen ohne Artikelklassen werden auch mit dieser Form der Materialrückmeldung abgebucht! |
Lager und Lagerplatz | Sollen die Stücklistenpositionen von einem bestimmten Lager/Lagerplatz abgebucht werden, kann dies hier eingegeben werden. Lager und Lagerplatz der Stücklistenpositionen werden dadurch übersteuert. |
Verarbeitungsdatum | |
Die Chargen-/Seriennummernabfrage für die einzelnen Stücklistenpositionen kann via Parameter aktiviert werden. Diese ist dann sinnvoll, wenn die Chargen- oder Seriennummer der Materialpositionen nicht vorab bekanntgegeben wird und keine automatische Materialfindung durchgeführt werden soll. Um die Abfrage einzustellen, muss der Dialog "Material (lt. Stückliste) ausbuchen für..." aktiviert und die Materialfindung deaktiviert sein:
| | 1 - deaktiviert: Beim Speichern des Produktdatensatzes wird automatisch die eingegebene produzierte Menge als Bedarfsmenge für die Ermittlung der abzubuchenden Stücklistenpositionen verwendet. Die Artikelklassen werden lt. Parameter Materialrückmeldung für Artikelklassen berücksichtigt. Alle Stücklistenpositionen, deren Artikel keiner Artikelklasse zugeordnet ist, werden auch automatisch rückgemeldet.
2 - aktiviert: Beim Speichern des Produktdatensatzes öffnet sich der Dialog "Material (lt. Stückliste) ausbuchen für...".
- Stücklistenmenge: In diesem kann die Stücklistenmenge bekannt gegeben werden, für die die Stücklistenpositionen abgebucht werden sollen.
- Restmenge ausbuchen: Bei Aktivierung dieses Feldes werden sämtliche Restmengen ebenfalls vom Lager abgebucht.
- Artikelklasse: Die Artikelklassen werden lt. Parameter Materialrückmeldung für Artikelklassen berücksichtigt und in das Feld eingetragen. Alle Stücklistenpositionen, deren Artikel keiner Artikelklasse zugeordnet ist, werden auch automatisch rückgemeldet.
- Lager/Lagerplatz: Soll es zu einer Abbuchung von einem anderen Lager/Lagerplatz als von dem der Stücklistenposition kommen, kann hier das alternative Lager eingetragen werden.
- Verarbeitungsdatum: Datum, das als Verarbeitungsdatum auf die Stücklistenposition geschrieben wird.
|
| | 1 - deaktiviert: Bei chargen- und seriennummerngeführten Stücklistenpositionen erscheint für jede Stücklistenposition einzeln eine Abfrage, in der die verwendete Charge/Seriennummer eingegeben werden kann. Diese Abfrage kommt nur, wenn auch der Dialog "Material (lt. Stückliste ausbuchen für..." aktiviert ist. Sind für die Artikel lt. Stücklistenposition alle Lagerdaten vorhanden, werden die entsprechenden Materialien lt. der am Lager eingestellten Materialfindung ermittelt.
 - Buchen: Mit Klick auf "Buchen" wird bei vorhandenem Lagerstand die ausgewählte Charge der Rohware gebucht.
- Mat.Findung ist nur dann aktiv, wenn der Parameter Verbuchung: automatische Materialfindung aktiv auf Ausprägung "1 - Ja" steht. Bei Klick auf diese Funktion wird die lt. der am Lager eingestellte Materialfindung für den konkreten Artikel ausgeführt. Bei Stücklistenpositionen von Artikeln, die die Einstellung "Seriennummer bei Auslieferung" haben, ist zudem die Funktion der Materialfindung beim Dialog "Details zur Rohware" deaktiviert.
- Überspringen: Die Abbuchung des betroffenen Stücklistenartikels wird übersprungen und nicht gebucht. Die Produktbuchung wird dennoch durchgeführt.
- Abbrechen: Die Materialrückmeldung für den betroffenen Stücklistenartikel wird abgebrochen. Die Produktbuchung wird dennoch durchgeführt. Eine spätere Ausführung der retrograden Materialrückmeldung ist über die Funktion Material retrograd rückmelden im Fenster "BDE-Produkt" auf den betroffenen Produktdatensatz zu einem späteren Zeitpunkt erneut ausführbar.
2 - aktiviert: Die abzubuchenden Materialien werden automatisch lt. der am Lager eingestellten Materialfindung ermittelt. |
Diese Abfrage geht alle Stücklistenpositionen durch und fragt, welche Charge/Seriennummer ausgewählt wird bzw. ob die Materialfindung gestartet werden soll.

Aktion | Beschreibung |
Buchen | Mit Buchen wird die eingegebene bzw. vorgeschlagene Chargennummer/Seriennummer für die Abbuchung verwendet. |
Mat.Findung | Wenn die Chargennummer/Seriennummer automatisch ermittelt werden soll, kann die am Artikel/Lagerort hinterlegte Materialfindungsmethode zur Chargen-/Seriennummernermittlung herangezogen werden.
Bei zwei Einstellungen steht diese Funktion nicht zur Verfügung: - Bei Stücklistenpositionen im Materialeinsatz, die die Ausprägung "Seriennummernführung bei Auslieferung" aktiviert hat. Gibt es z. B. solche und chargengeführte Artikel, wird der Dialog "Details zur Rohware" zweifach abgefragt.
- Wenn der PPS Parameter Verbuchung: automatische Materialfindung aktiv (PPS → PPS & WWS allgemein → Stückliste) auf Ausprägung "0 - Nein" steht.
|
Überspringen | Die Chargen-/Seriennummerneingabe wird übersprungen. Die übersprungenen Stücklistenpositionen werden nicht vom Lager abgebucht. |
Abbrechen | Die Materialrückmeldung und Produkterfassung wird abgebrochen. |
Hinweis: Vermeidung negative Lagerkonten | Ist der Parameter zur Vermeidung negativer Lagerkonten bei der Rohwarenrückmeldung aktiv, erfolgt die Lagerstandsprüfung nach den diversen Eingaben im Zuge der Materialrückmeldung.
Wenn negative Lagerkonten durch die Materialrückmeldung verursacht würden (obwohl dies mittels Einstellung verhindert werden soll), wird der ganze Vorgang abgebrochen. Das heißt, dass auch das Fertigprodukt nicht gespeichert wird!
|
Hinweis zum Verarbeitungsdatum | Als Verarbeitungsdatum für die Materialrückmeldungen wird das Produktionsdatum des Produktdatensatzes übernommen. Dieses kann, sofern der Materialrückmeldedialog aktiviert worden ist, auch noch abgeändert werden:
Damit das Verarbeitungsdatum auch als Buchungsdatum verwendet wird, muss der Stücklisten-Parameter "Buchungsdatum für Materialabgang" auf die Ausprägung "Verarbeitungsdatum" gesetzt werden:
| Bestimmt das Buchungsdatum im Lagerjournal für Material-Abgangsbuchungen bei Produktionsaufträgen. Hier können folgende Einstellungen getroffen werden: 1 - Tagesdatum: Aktuelle Uhrzeit zum Zeitpunkt des Buchens
2 - geplantes Produktionsstartdatum: Es wird der Planungsreferenz-Termin des Produktionsloses verwendet.
3 - Verarbeitungsdatum: Es wird das Verarbeitungsdatum verwendet (Feld "Verarbeitet am" der Stkl-Position). Dieses Datum kann beispielsweise in Zusammenhang mit dem Parameter "Verbuchung: bei Fertigmeldung des Produktionsloses offene Materialien verbuchen" genutzt werden, damit das Fert-Datum des Produktionsloses als Buchungsdatum der Materialien verwendet werden kann.
5 - Kühlerbefülldatum: Es wird das Leistungsdatum der Arbeitsdatenstückliste herangezogen (MCA_EPS_LEISTUNGSDATUM). Dieses wird in der PPS je nach Parameter "Beleg und Leistungsdatum für Material-Abgang" ermittelt. Bei Produktionszugangsstücklisten wird das Leistungsdatum vom Wareneingangskopf vorgegeben (Eingangsdatum). Beim Verbuchen von Setstücklisten (Einkauf, Verkauf, Kasse) wird das Leistungsdatum von der WWS ermittelt. |
Dieses Datum wird in der Stückliste im Feld "Verarbeitet am" übernommen:
|
Die Menge einer Stücklistenposition kann fixiert werden.
In der Stückliste ist das am
Symbol der Stücklistenposition erkennbar.
Das bedeutet: Es wird unabhängig von einer Auftragsmenge immer die Menge abgebucht, die in der Stammdatenstückliste bestimmt worden ist.
Dies betrifft bei
retrograder Materialrückmeldung jeden einzelnen Produktionszugang eines Produktionsloses. Für jede Rückmeldung wird die volle Menge einer fixierten Stücklistenposition gebucht.
Beispiel | Hier gab es 3 einzelne Produktionszugänge mit retrograder Materialrückmeldung eines Produktionsloses. Die fixiert Stücklistenposition wurde deshalb 3-mal abgebucht.
Wäre die gesamte Produktionslosmenge auf einmal zugebucht worden, so wäre nur 1 Stück der fixierten Position abgebucht worden.
|
Die automatische Materialrückmeldung im Zuge der Fertigprodukterfassung kann beschleunigt und vollkommen automatisiert werden. Es ist dadurch nicht mehr notwendig, Eingaben im Rückmeldedialog zu tätigen und diesen zu bestätigen. Mit Speichern des Fertigprodukts werden automatisch die benötigten Materialien abgebucht.
Die Einstellung wird angewendet bei der Produktzubuchung in folgenden Fenstern:
- Produkte pro Produktionslos
- BDE-Produkt
- BDE-Zeit
Hinweis zur Materialbedarfsmenge
| Es wird als Materialbedarfsmenge die produzierte Menge verwendet:
- Beim Zubuchen über die Gut-/Schlechtmengenabfrage im Fenster "BDE-Zeit" ist das die Summe aus Gut- und Schlechtmenge.
- In den Fenstern "Produkte pro Produktionslos" und "BDE-Produkt" das Feld "Produzierte Menge".
|
Hinweis zu den Artikelklassen | Der Parameter für die rückzumeldenden Artikelklassen wird bei der Materialrückmeldung ohne Dialogfenster auch berücksichtigt.
|
Gibt es Stücklistenpositionen, die durch Materialvorbelegung oder die interne Kommissionierung gesplittet worden sind, kann es dazu kommen, dass die retrograde Materialrückmeldung abbricht mit folgender Achtung-Meldung: "Die automatische Materialrückmeldung ist nicht möglich, da mindestens 1 Stücklistenposition gesplittet wurde. Bitte Rückmeldung manuell durchführen!"
Dies passiert deshalb, weil die Einzelmenge einer oder mehrerer Stücklistenpositionen auf 0 steht und deshalb keine retrograde Materialrückmeldung durchgeführt werden kann.
Die Produktrückmeldung bricht dabei ab. Damit Sie dennoch ein Produkt anlegen müssen, müssen Sie entweder bei aktiven
Rückmeldedialog die Stücklistenmenge 0 eingeben oder den Parameter der retrograden Materialrückmeldung zwischenzeitlich kurz deaktivieren.
Um langfristig die Splittung auf die Einzelmenge 0 zu vermeiden, können Sie folgenden PPS Parameter umstellen:
PPS → Stammdaten → Einstellungen → PPS Parameter → PPS & WWS allgemein → Stückliste → Einzelmenge splitten