In dieser Dokumentation erhalten Sie Informationen über die Anlage und Verwendung von KuLis. Als KuLi wird eine Person bezeichnet, welche gleichzeitig als Kunde und als Lieferant geführt wird. Diese Funktionalität wird ausschließlich im Paket FIBU verwendet.
MOTIV | Wenn eine Person gleichzeitig Kunde und Lieferant ist, kann durch die Anlage eines KuLi die doppelte Wartung von Stammdaten vermieden werden. In der Datenbank entsteht dabei ein Eintrag in der Tabelle BUERO.KLI_KUNDE_LIEFERANT, aber zwei Einträge entstehen in der Tabelle FIBU.SAD_SALDEN. |
Sie können einen KuLi im CRM bei den Personen oder in der FIBU unter den Personenkonten anlegen.
Öffnen Sie im Paket FIBU im Menü Stammdaten → Konten. Wählen Sie den Reiter "KuLi", um die entsprechenden Konten anzuzeigen. Starten Sie eine Neuanlage mit F5 und fahren Sie wie gewohnt fort. Die erforderlichen Kennzeichen, damit diese Person als KuLi geführt wird, werden automatisch gesetzt. Die Person ist anschließend ganz normal in den CRM Personenstammdaten unter den Kunden und Lieferanten sichtbar.
Ausgangsbasis für die Erstellung eines KuLi im CRM ist, dass eine Person als
Kunde oder als
Lieferant angelegt wird. Öffnen Sie im Paket CRM im Menü Stammdaten
→ Personen
→ Kunden bzw. Lieferanten. Starten Sie wie gewöhnlich eine Neuanlage. Anschließend sind folgende Einstellungen zu setzen, damit die Person als KuLi geführt wird:
Öffnen Sie den Kunden- bzw. Lieferantenstamm mit F6 - Bearbeiten und wählen Sie den Reiter "Lieferant" bzw. "Kunde" aus.
Hier gibt es die Felder "Ist Kunde" und "Ist Lieferant". Möglicherweise müssen diese Felder zuerst über die Feldauswahl eingeblendet werden. Setzen Sie beide Felder auf JA.
Anschließend wechseln Sie auf den Reiter "Personenkonto".
Hier muss das Feld "Kunde und Lieferant" auf "JA" gesetzt werden.
Hinweis | Ein KuLi kann auch mittels Personen importieren angelegt werden. Bitte beachten Sie dabei, dass die entsprechenden Felder "Ist Kunde" (KLI_ISTKUNDE) und "Ist Lieferant" (KLI_ISTLIEFERANT) mitgegeben werden. |
Besonderheiten im Paket CRM:
Personen, die als KuLi angelegt wurden, werden gleichzeitig als Kunde und Lieferant geführt. Sie sind daher in der Liste für
Kunden, der Liste für
Lieferanten sowie in der Liste für
Kunden und Lieferanten sichtbar.
KuLi werden ausschließlich im Paket FIBU verwendet. Im Paket CRM können lediglich Kunden oder Lieferanten durch Setzen der entsprechenden Felder als KuLi definiert werden. Für weiterführende Fragen wenden sie sich daher bitte primär an den FIBU Support.
Besonderheiten im Paket FIBU:
Je nachdem, ob das Konto als Lieferant oder als Kunde bebucht wird, werden automatisch die zugehörigen Sammelkonten verwendet. Werden Eingangsrechnungen gebucht, erfolgt die Sammelbuchung auf Lieferantensammelkonten, bei Ausgangsrechnungen auf Kundensammelkonten.
Wenn Lieferanten gleichzeitig als Kunden auftreten, ist es sinnvoll, die offenen Posten dieser Kundenkonten auch im
Zahlungsverkehr zu berücksichtigen. Damit werden einerseits zu hohe Zahlungen vermieden, andererseits die offenen Ausgangsrechnungen ausgeglichen und alle betroffenen Rechnungen automatisch ausgeziffert.
Durch die Verwendung von KuLi kann auf eine doppelte Stammdatenpflege und auf die Hinterlegung eines Gegenverrechnungskontos verzichtet werden. Wird eine Person als KuLi gekennzeichnet, dann wird das Feld "Gegenverrechnungskonto" nicht mehr berücksichtigt!
Weiters werden im Zahlungsvorschlag sowohl die Eingangsrechnungen als auch die dazugehörenden Ausgangsrechnungen angezeigt. Ergibt sich aufgrund der Ausgangsrechnungen ein Guthaben, dann werden die Rechnungen nicht für die Zahlung freigegeben und als Grund wird "Zahlungsbetrag nicht positiv" angezeigt.
Achtung!
| Wenn Sie mit KuLi arbeiten möchten, beachten Sie bitte folgende Punkte: - KuLi funktionieren nur in der NTCS FIBU! Wird die FIBU noch mit BMD 5.5 verwendet, muss mit Gegenverrechnung gearbeitet werden. Das heißt, Kunden und Lieferanten werden getrennt gebucht und später im Zahlungsvorschlag und auf der Mahnung gegenverrechnet. Im Rahmen eines PR01 Updates wird die Person, je nachdem, ob sie im Nummernkreis der Lieferanten oder der Kunden angelegt wurde, entweder als Kunde oder als Lieferant in BMD 5.5 geschrieben. Die Funktionalität des KuLi ist dort nicht gegeben.
- Es besteht ein Saldierungsverbot: Es dürfen keine Forderungen mit Verbindlichkeiten abgestattet werden. Das hat die Auswirkung, dass in der manuellen Auszifferung keine ERs direkt mit ARs ausgeziffert werden können. Das funktioniert nur mit einer Bankbuchung im Buchungsprogramm.
- KuLi können nicht mehr auf Kunden oder Lieferanten zurückgesetzt werden, sobald Salden vorhanden sind. Es werden dabei die Salden der letzten 4 Jahre überprüft. Überlegen Sie daher bitte genau, ob Sie dauerhaft mit KuLis arbeiten möchten.
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Hinweis | Die Hilfsprogramme zum Umspielen von Personen im CRM Paket unter Stammdaten → Hilfsprogramme können auch mit KuLis verwendet werden. |