Zur Berechnung der Stundensätze aus dem NTCS LOHN stehen drei Standard-Berechnungsvarianten zur Verfügung, die im Fenster
Kollektivverträge im Reiter "Berechnungen" zu finden sind. Diese können für das Programm
Stundensätze aus Lohn ermitteln verwendet werden.
Hinweis | Das verwendete Makro im NTCS LOHN für die Ermittlung der Stundensätze kann nur aus dem Generalkollektivvertrag herangezogen werden. Diese Berechnungsnummer muss hierbei eindeutig sein, damit sie in dem LEA Parameter Formel Lohn NTCS hinterlegt werden kann. Somit darf die verwendete Berechnungsnummer nur im Generalkollektivvertrag (Nr. 9999) existieren. KV-spezifische Makros dürfen nicht mit der gleichen Nummer angelegt sein.
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Hinweis | Sollten Sie zur Entscheidungsfindung zuerst sehen wollen, welches Ergebnis welche Variante bringen würde, können Sie die gewünschte Formel zunächst bei einem LEA Parameter jener Stundensatzart hinterlegen, die derzeit nicht in Verwendung ist (z. B. Auswertungssatz 1 oder 2).
Wurde eine Entscheidung für eine passende Variante getroffen, so kann diese dem passenden LEA Parameter hinterlegt und aus der LEA Parameter für die voerst gewählte Stundenart wieder entfernt werden.
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Folgende Varianten stehen zur Verfügung:
Für diese Variante wird kein Zeitmodul benötigt. Die Stundensatz-Berechnung lautet: Gesamtlohnkosten / Sollstunden
| Gesamtlohnkosten | Gesamtlohnkosten des Mitarbeiters für den betroffenen Zeitraum, der unter der Lohnart 9991 Mitarbeiterlohnkosten Gesamt abgerechnet wurde.
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| Sollstunden | Sollstunden des Mitarbeiters für den betroffenen Zeitraum
Hinweise | - Es werden auch Wechsel im Wochenmodell berücksichtigt (z. B. MA hat 6 Monate, in denen er 30 Std., und 6 Monate, in denen er 38,5 Std. gearbeitet hat).
- Die tatsächlichen IST-Stunden spielen für die Berechnung keine Rolle.
- Es erfolgt keine Berücksichtigung von Feiertagen - es wird nur "taggenau" ermittelt, wie hoch die Sollarbeitszeit gewesen wäre, wenn keine Feiertage, Urlaube vorliegen würden.
- Es werden die Sollstunden laut Tagesmodellen für den betreffenden Zeitraum ermittelt.
- Über die Hilfs-Lohnart 7851 "LEA/PLE: Produktivitätsfaktor" kann der ermittelte Sollstunden-Wert korrigiert werden, da dieser laut Tagesmodellen tendenziell zu hoch sein wird. Dieser Faktor muss jedoch zwingend bei jeder Abrechnung über den gesamten Beobachtungszeitraum mitabgerechnet werden.
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Mögliche Nachteile:
- Feiertage etc. werden in der Sollarbeitszeit nicht berücksichtigt, aufgrund dessen entstehen "zu viele Stunden" → Der Stundensatz könnte daher tendenziell zu niedrig sein.
- Nichtanwesenheitszeiten (z. B. Urlaub) finden keine Berücksichtigung → Der Stundensatz könnte daher tendenziell zu niedrig sein.
- Mehrarbeits- bzw. Überstunden werden in der Sollarbeitszeit nicht berücksichtigt → Der Stundensatz könnte daher tendenziell zu hoch sein.
Für diese Variante wird kein Zeitmodul benötigt. Die Stundensatz-Berechnung lautet: Gesamtlohnkosten / (Sollstunden - Nichtleistungszeiten).
| Gesamtlohnkosten | Gesamtlohnkosten des Mitarbeiters für den betroffenen Zeitraum (wie bei Variante A) |
| Sollstunden | Sollstunden des Mitarbeiters für den betroffenen Zeitraum
Hinweise | - Es werden auch Wechsel im Wochenmodell berücksichtigt (z. B. MA hat 6 Monate, in denen er 30 Std., und 6 Monate, in denen er 38,5 Std gearbeitet hat).
- Die tatsächlichen IST-Stunden spielen für die Berechnung keine Rolle.
- Es erfolgt keine Berücksichtigung von Feiertagen - es wird nur "taggenau" ermittelt, wie hoch die Sollarbeitszeit gewesen wäre, wenn keine Feiertage, Urlaube vorliegen würden.
- Es werden die Sollstunden laut Tagesmodellen für den betreffenden Zeitraum ermittelt.
- Über die Hilfs-Lohnart 7851 "LEA/PLE: Produktivitätsfaktor" kann der ermittelte Sollstunden-Wert korrigiert werden, da dieser laut Tagesmodellen tendenziell zu hoch sein wird. Dieser Faktor muss jedoch zwingend bei jeder Abrechnung über den gesamten Beobachtungszeitraum mitabgerechnet werden.
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| Nichtleistungszeiten |
Hinweise | - Für diese Variante ist auf jeden Fall die Nichtleistungszeitenverwaltung im Lohn einzusetzen.
- Als Nichtleistungszeiten werden folgende Nichtleistungszeiten im Lohn berücksichtigt:
- Krank/Unfall
- Urlaub
- Pflegeurlaub
- Arzt
- Feiertag
- Div. NLZ
- Schlechtwetter (in diesem Fall wird die betroffene Lohnart ermittelt)
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Mögliche Nachteile:
- Bei Reständerungen (z. B. nach einem Umstieg von einem Fremdprogramm auf die BMD NTCS Lohnverrechnung) kann diese Ermittlung nicht sauber eingesetzt werden, da die Reständerung wie ein Verbrauch zum jeweiligen Stichtag interpretiert wird und somit den Divisor verfälscht.
- Mehrarbeits- bzw. Überstunden werden in der Sollarbeitszeit nicht berücksichtigt → Der Stundensatz könnte daher tendenziell zu hoch sein.
Für diese Variante wird das Zeitmodul auf jeden Fall benötigt. Die Stundensatz-Berechnung lautet: Gesamtlohnkosten / Zeit-IST-Stunden.
| Gesamtlohnkosten | Gesamtlohnkosten des Mitarbeiters für den betroffenen Zeitraum |
| Zeit-IST-Stunden | Tatsächliche Ist-Stunden aus der Zeiterfassung des Mitarbeiters für den betroffenen Zeitraum. Diese werden in der Lohnart 7850 "LEA/PLE: Ist-Stunden" abgerechnet.
Hinweise | - Es kann entweder die Zeiterfassung von BMD oder auch eine "fremde" Zeiterfassung eingesetzt werden, solange die Ist-Stunden an den NTCS Lohn geliefert werden.
- Es werden alle Zeitbuchungen berücksichtigt, die Buchungsarten aufweisen, welche KEINE Nichtleistungszeiten sind. (Einstellung der Zeiterfassung)
- Bei dieser Variante wird ein 12 Monats-Durchschnitt der in der Lohnart 7850 abgerechneten Ist-Stunden ermittelt. Es erfolgt keine Hochrechnung für Monate, in denen die Lohnart 7850 nicht abgerechnet wurde. Es muss daher zum Zeitpunkt der Stundensatz-Kalkulation sichergestellt sein, dass auch für die letzten 12 Monate Ist-Zeiten in der Lohnverrechnung vorhanden sind.
Wird im Nachhinein die Zeit in den Lohn übergeben, so muss unbedingt darauf geachtet werden, ob bereits manuelle Änderungen der Zeitsalden etc. durchgeführt wurden.
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Mögliche Nachteile:
- Wenn ausschließlich die "Produktivstunden" als Divisor herangezogen werden sollen, so ist der sogenannte Produktivitätsfaktor einzusetzen. Über die Hilfs-Lohnart 7851 "LEA/PLE: Produktivitätsfaktor" kann der ermittelte Ist-Stunden-Wert korrigiert werden. Dieser Faktor muss jedoch zwingend bei jeder Abrechnung über den gesamten Beobachtungszeitraum mitabgerechnet werden.
Folgende Regeln gelten für alle Standard-Berechnungs-Varianten:
Der Dividend zur Berechnung sind immer die Gesamtlohnkosten eines Mitarbeiters.
Zur Berechnung der Gesamtlohnkosten werden immer die Lohnabrechnungen der letzten 12 Monate herangezogen.
Wenn der Produktivitätsfaktor rückwirkend im Nachhinein auf bereits abgerechnete Monate angewendet werden soll, so ist das mit einer Aufrollungen zu erreichen.
Wird kein Produktivitätsfaktor abgerechnet, dann wird vom Produktivitätsfaktor 1 ausgegangen. Wird der Produktivitätsfaktor abgerechnet, dann wird ein 12 Monats-Durchschnitt ermittelt, woraus sich die Empfehlung ergibt, dass man diese Lohnart im gesamten Beobachtungszeitraum verwenden sollte.
Hinweis | BMD empfiehlt, dass für einen "sinnvollen" Stundensatz zumindest die Lohnverrechnung für die letzten 12 Monate (vor Ermittlungszeitpunkt) existieren sollte. In den meisten Fällen wird die Variante C (mit/ohne Produktivitätsfaktor) empfohlen.
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