UebergeordnetesD.bmp Grundlegende Informationen zum Buchen finden Sie im Thema Buchen.
 

Bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung gem. § 4 wird der Erlös bzw. Aufwand erst bei der Zahlung wirksam.
In dieser Dokumentation wird auf die Besonderheiten beim deutschen Einnahmen-Überschuss-Rechner eingegangen, damit die Gewinnermittlung und die Auswertungen mit dem Programm vorgenommen werden können.

 Einstellungen

 Firmenstamm

Am Firmenstamm muss als Land "2 Deutschland" hinterlegt werden:
 
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 FIBU-Stamm

Am Stamm der FIBU muss als Gewinnermittlungsart "Einnahmen-Überschuss-Rechnung gem. § 4 Abs. 3" eingestellt werden:
 
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Die Auswahl im Feld "Gewinnermittlungsart" ist abhängig davon, was am Firmenstamm im Feld "Rechtsform" hinterlegt ist.
Sobald am Firmenstamm eine Rechtsform hinterlegt ist, die eine juristische Person ist, kann am FIBU-Stamm die Einnahmen-Überschuss-Rechnung gem. § 4 Abs. 3 nicht mehr ausgewählt werden.
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 Buchungsvariante

Unter FIBU → Stammdaten → FIBU-Parameter → Allgemein → Anzeige → Eingabefeld für Buchungsvariante anzeigen kann festgelegt werden, ob die Eingabe der Buchungsvariante bei den Bildschirmansichten Kontoblatt und Saldenliste sowie im Buchungsprogramm und in der manuellen Auszifferung möglich ist.
Ist der Parameter auf  "1 - Ja" gesetzt, dann wird bei Firmen mit Firmensitz Deutschland und hinterlegter Gewinnermittlungsart "Einnahmen-Überschuss-Rechnung gem. § 4 Abs. 3" immer automatisch die Buchungsvariante "2" vorgeschlagen.
 

 Varianten des EÜ-Rechners

 EÜ-Rechner ohne OPOS

Beim Buchen ohne OPOS (= offene Posten) in Form von Verbindlichkeiten und Forderungen muss nichts Besonderes beachtet werden. Es werden die Erlöse und Aufwände direkt gegen die Bank bzw. Kassenkonten gebucht und der Erlös bzw. Aufwand wird sofort wirksam.

Besonderheiten gibt es bei der Gewinnermittlung für die automatische Gewinnumbuchung. Nähere Infos dazu finden Sie unter dem Punkt Gewinnermittlung.

 EÜ-Rechner mit OPOS

Beim Buchen mit OPOS (= offene Posten) in Form von Verbindlichkeiten und Forderungen muss nichts Besonderes beachtet werden. Es werden die Verbindlichkeiten und Forderungen gebucht und dann direkt gegen die Bank bzw. Kassenkonten ausgebucht.

Besonderheiten gibt es bei der Gewinnermittlung für die automatische Gewinnumbuchung. Nähere Infos dazu finden Sie unter dem Punkt Gewinnermittlung.

 Gewinnermittlung

Unter FIBU → Stammdaten → Konten muss für die Bestandskonten, die bei der Gewinnermittlung für die Verbuchung des Gewinn/Verlustes als Aufwand/Ertrag berücksichtigt werden sollen (Steuerkonten, Lohnabgabekonten ...), jeweils die "Kontoart für Auswertung" hinterlegt werden:
 
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Hinweis 
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Diese Einstellungen entsprechen den Hinterlegungen unseres deutschen Standardkontenrahmens und können von diesem automatisch übernommen werden. Wir empfehlen, vor der Gewinnumbuchung die entsprechenden Konten zu kontrollieren, da auch bei neu angelegten Konten, die nicht aus unserem Standardkontenrahmen übernommen worden sind, die richtige Kontoart für Auswertung gesetzt werden muss.

Bestandskonten mit entsprechend hinterlegter "Kontoart für Auswertung" werden als Aufwand/Ertrag bei der Gewinnermittlung berücksichtigt:
 
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Hinweis 
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Der Wert auf den Bestandskonten wird exkl. der EB-Werte beim Gewinn/Verlust mitberücksichtigt.
Der errechnete Gewinn aus den Erfolgskonten und Bestandskonten mit dem Kennzeichen „Kontoart für Auswertung“ wird dann dementsprechend verbucht:
 
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 Sonderfall Kleinunternehmer

Damit Kleinunternehmen richtig ausgewertet werden können, müssen unter Stammdaten → Weitere Konteneinstellungen → Fixkonten vom Standardkontenrahmen abweichende Fixkonten für die Forderungen und Verbindlichkeiten hinterlegt werden.

Folgende Konten stehen im BMD Standardkontenrahmen DE zur Verfügung:

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Unabhängig von den Forderungen und Verbindlichkeiten gibt es noch andere Sachkonten für den EÜR im Standardkontenrahmen:

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 Auswertungen

Für die Auswertung eines EÜR empfehlen wir folgendes Gliederungsschema:
 
 538 EinnahmenüberschussrechnungZeigt die Differenz zwischen Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben  
 539 
 BWA nach § 4.3 EStG
Zeigt den vorläufigen steuerlichen Gewinn

Hinweis 
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Die Gliederungen können mit der Funktion Standards aktualiseren eingespielt bzw. aktualisiert werden.
Hinweis 
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Die Gliederungsschemen 538 und 539 sind nur für Firmen mit Land "Deutschland" und Gewinnermittlungsart „Einnahmen-Überschuss-Rechnung gem. § 4 Abs. 3“ vorgesehen. Sollte im Firmen- bzw. FIBU-Stamm etwas anderes eingestellt sein, wird eine entsprechende Hinweismeldung ausgegeben:
 
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Achtung! 
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Sollte die Buchhaltung mit der Einnahmen-Ausgaben-Rechner-Automatik geführt werden, können ebenfalls die Auswertungen mit den Gliederungsschemen 538 und 539 verwendet werden. Das Arbeiten mit dieser Automatik wird jedoch nur in Rücksprache mit dem FIBU Support empfohlen.

 Saldenliste

Beim Ausdruck einer Saldenliste mit Gliederungsschema 538 Einnahmenüberschussrechnung (ohne Automatik) werden alle Betriebseinnahmen und -ausgaben gegenübergestellt. Das Ergebnis zeigt einen Überschuss der Betriebseinnahmen oder der Betriebsausgaben. 

Beispiel 
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Ausdruck Saldenliste mit Gliederungsschema 538:
 
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In dieser Auswertung werden aufgrund des Gliederungsschemas 538 automatisch die Bestandskonten (Steuerkonten, Lohnabgabekonten …) in den Überschuss der Betriebseinnahmen über den Betriebsausgaben hineingerechnet. Zusätzlich werden noch die Lieferforderungen und Lieferverbindlichkeiten als Ertrag und Aufwand in die Berechnung hineingezogen, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erzielen. 

 BWA-Auswertungen

Beim Ausdruck einer betriebswirtschaftlichen Auswertung mit Gliederungsschema 538 Einnahmenüberschussrechnung (ohne Automatik) werden alle Betriebseinnahmen und -ausgaben gegenübergestellt. Das Ergebnis zeigt einen Überschuss der Betriebseinnahmen oder der Betriebsausgaben.

Beispiel 
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Ausdruck kurzfristige Erfolgsrechnung mit Gliederungsschema 538:
 
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In dieser Auswertung werden aufgrund des Gliederungsschemas 538 automatisch die Bestandskonten (Steuerkonten, Lohnabgabekonten …) in den Überschuss der Betriebseinnahmen über den Betriebsausgaben hineingerechnet. Zusätzlich werden noch die Lieferforderungen und Lieferverbindlichkeiten als Ertrag und Aufwand in die Berechnung hineingezogen, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erzielen.

 Buchungsbeispiel mit einer Auswertung

Das folgende Beispiel zeigt, wie sich eine Aufwandsbuchung und die dazugehörige Zahlung auf das Ergebnis einer kurzfristigen Erfolgsrechnung auswirken.
 
Aufwandsbuchung ER 5 im Monat 3:
 
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Kurzfristige Erfolgsrechnung mit Stichtag 31.03.2020 und Gliederungsschema 538:
 
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Die zuvor gebuchte ER 5 wird vor dem Zahlungseingang aufgrund des Gliederungsschemas 538 als Verbindlichkeit UND Aufwand in die kurzfristige Erfolgsrechnung hineingerechnet. Somit hat diese Aufwandsbuchung noch keine Auswirkung auf den Überschuss der Betriebseinnahmen über den Betriebsausgaben.
 
Zahlungsbuchung im Mai mit OPOS Ausgleich:
 
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Kurzfristige Erfolgsrechnung mit Stichtag 31.05.2020 und Gliederungsschema 538:
 
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Die zuvor gebuchte ER 5 wird nach dem Zahlungseingang aufgrund des Gliederungsschemas 538 nur noch als Aufwand in die kurzfristige Erfolgsrechnung hineingerechnet. Somit hat diese Zahlungsbuchung jetzt eine Auswirkung auf den Überschuss der Betriebseinnahmen über den Betriebsausgaben, da der Aufwand nun erfolgswirksam wird.
Hinweis 
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Beim EÜR werden Steuerumbuchungen nicht empfohlen. Grund dafür ist, dass diese Werte dann saldiert in der Bilanz ausgewiesen werden und nicht mehr getrennt nach Vorsteuer und Umsatzsteuer.

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