
Grundlegende Informationen zum Thema "Wareneinsatzermittlung" finden Sie in der Themenhilfe
Wareneinsatzermittlung.
Im Feld "Erlös-Kennz. WES" kann in der Kontentabelle im Reiter "Wareneinsatz" ein
Erlös- und Aufwandskennzeichen für die Kontentabellenposition hinterlegt werden. Bei der Ermittlung des Wareneinsatzes wird dies berücksichtigt.
Egal ob die Wareneinsatzermittlung über Lieferschein, Rechnung oder Lagerjournal ermittelt wird, es wird berücksichtigt, ob ein entsprechendes Erlöskennzeichen auf der zugrunde liegenden Buchung vorhanden ist und die Konten lt. dem Reiter "Wareneinsatz" mit Hinterlegung des Erlöskennzeichens für WES ermittelt.
Das Fenster "Wareneinsatz" finden Sie im Paket WWS → Auswertungen → Weitere Auswertungen → Wareneinsatz.
Wird der Wareneinsatz über das Lagerjournal ermittelt, werden die Bestandskonten der Kontentabelle verwendet. Die Bestandskonten werden mit der Buchung des Wareneinsatzes entlastet. Dabei kann die Wareneinsatzermittlung nur auf das Inlandskonto zugreifen, da auf der Lagerbuchung nicht ersichtlich ist, ob die Ware im Inland, in der EU oder im Ausland eingekauft worden ist.
Ziel der kalkulatorischen Wareneinsatzermittlung ist die Vorab-Ermittlung und Verbuchung von Wareneinsatzbuchungen (nur) in die KORE, welche sich bis zur tatsächlichen Wareneinsatzermittlung aber noch wertmäßig verändern können bzw. werden.
Wenn Sie schon länger in der Warenwirtschaft arbeiten und der kalkulatorische Wareneinsatz künftig automatisiert täglich über den Stapel berechnet werden soll, dann müssen Sie Folgendes beachten. Die Berechnung erfolgt immer ausgehend vom zuletzt tatsächlich verbuchten Wareneinsatz. Ohne einen aktuellen, echten Wareneinsatz startet der Stapel unter Umständen weit in der Vergangenheit. Das führt häufig zu Fehlern, insbesondere bei älteren Stammdaten. Um den gewünschten Startzeitpunkt (z. B. 01.10.20XX) sicherzustellen, ist folgender Workaround notwendig:
- Einen einmaligen Wareneinsatz für den Stichtag davor anlegen (z. B. 30.09.20XX - 30.9.20XX).
- Diesen Wareneinsatz ermitteln und in einer Buchungserfassungsdatei (BUERF) verbuchen.
- Die erzeugte Buchungserfassungsdatei (BUERF) anschließend wieder löschen.
Falls Sie Unterstützung beim Ablauf und bei der Hinterlegung der Buchungserfassungsdatei benötigen, wenden Sie sich bitte an den WWS Support.

Wie Sie schnell und einfach mit uns in Kontakt treten können, erfahren Sie auf der Seite
BMD kontaktieren.
Wenn ein Fehler auftritt, wird der Grund automatisch im Feld "Info" gespeichert und kann via Link oder Mouseover angezeigt werden.
Mittels Mouseover:
Mittels Link:
Der Wareneinsatz kann anhand des Belegdatums oder des Buchungsdatums berechnet werden. Dadurch werden Buchungen möglicherweise einem anderen Zeitraum zugeordnet als erwartet.
Dies hängt von folgendem Parameter ab:
Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Wareneinsatz → Ermittlung
| | Definition, welches Datum für den Ermittlungszeitraum bei "Wareneinsatzermittlung aus Lagerjournal" herangezogen werden soll.
0 - Belegdatum: Lagerjournalbelegdatum 1 - Buchungsdatum: Lagerbuchungsdatum
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Bei Umstellung des Parameters muss die Ermittlung des Wareneinsatzes neu durchgeführt werden.
Bei der Ermittlungsbasis "Lagerjournal" können Abweichungen häufig durch unvollständige oder fehlende Lagerbuchungen entstehen. Eine häufige Ursache ist, dass die
Lageraufrollung nicht durchgeführt worden ist. Dadurch werden Lagerbestände und Bestandswerte nicht korrekt aktualisiert und der Wareneinsatz kann falsche Werte anzeigen.
Nach der Wareneinsatzermittlung kann es erforderlich sein, das Artikelkennzeichen "Wareneinsatz verbuchen" nachträglich auf "Nein" zu setzen - beispielsweise, wenn es zuvor versehentlich aktiviert worden ist. Über folgenden Parameter kann gesteuert werden, wie sich die Differenzermittlung in solchen Fällen verhalten soll:
Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Wareneinsatz → Ermittlung
| Wird das Feld "Wareneinsatz verbuchen" am Artikelstamm von "Ja" auf "Nein" geändert, so werden im Standard die Original-Wareneinsatzermittlungen für diesen Artikel mit der Differenzermittlung nicht aufgehoben. Wird dieser Parameter auf "Ja" gestellt, wird bei der Differenzermittlung die Original-Wareneinsatzermittlung negativ bewertet, wodurch die ursprüngliche Ermittlung aufgehoben wird.
0 – Nein (Standard): Die Original-Wareneinsatzermittlungen für diesen Artikel werden mit der Differenzermittlung nicht aufgehoben. 1 – Ja: Bei der Differenzermittlung wird die Original-Wareneinsatzermittlung negativ bewertet. Die Differenzermittlung bewertet den Artikel nicht mehr – somit wird die Original-Wareneinsatzermittlung mit der Differenzermittlung aufgehoben.
Hinweis: Wird das Feld am Artikelstamm "Wareneinsatz verbuchen" von "Nein" auf "Ja" geändert, so wird bei einer Differenzermittlung dieser Artikel (neu) mitbewertet, wodurch der Wareneinsatz berechnet wird. |
Beispiel
| Ein Artikel wurde ursprünglich mit 10 EUR im Wareneinsatz ermittelt und später auf 15 EUR neu bewertet. Anschließend wird das Artikelkennzeichen "Wareneinsatz verbuchen" auf "Nein" gesetzt.
- Ausprägung 0 - Nein: Die Differenzermittlung ergibt + 5 EUR. Der Artikel wird weiterhin ermittelt, als wäre er aktiv.
- Ausprägung 1 - Ja: Die Differenzermittlung ergibt -10 EUR. Der ursprüngliche Wareneinsatz wird vollständig neutralisiert (auf 0 gesetzt).
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