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Im Fenster "Preisstaffeln" werden bei Bedarf zu einem bestehenden Verrechnungspreis mengenabhängige Preisstaffeln angelegt.

Preisstaffeln (oder auch Staffelpreise genannt) ermöglichen, ab dem Überschreiten einer bestimmten Stückanzahl für einen Bezugsmonat einen geringeren Stückpreis pro Stück zu verrechnen, da bei einer höheren Stückanzahl oft auch der Aufwand in FIBU und LOHN in Summe etwas minimiert ist. 

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Das Fenster wird über die Funktion Staffelpreise aus den Artikelpreisen heraus aufgerufen und ist nur auf den Reitern der Verrechnungspreise verfügbar.
 

Preisstaffel

Eine Preisstaffel wird immer ausgehend von einem bereits bestehenden Verrechnungspreis angelegt.

Staffelpreise dürfen nur für Verrechnungspreise definiert werden, die mit dem Monatsersten (z. B. 01.01. oder 01.03.) angelegt worden sind. Sollte das Datum nicht dem Monatsersten entsprechen, erhalten Sie eine Meldung, die Sie darauf hinweist, wenn eine Erfassung von Staffelpreisen nicht zulässig ist.

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Sobald eine Preisstaffel zum Verrechnungspreis vorhanden ist, wird automatisch das Feld Staffel am Verrechnungspreis aktiviert. Das weitere Feld Progressive Staffel am Verrechnungspreis, das im Bedarfsfall bewusst gesetzt werden muss, macht aus der "normalen" Preisstaffel eine "progressive" Preisstaffel. Beide Varianten unterscheiden sich in der Berechnungsart:
  • "Normale" Preisstaffel: Die hinterlegte Staffel wird auf die gesamte angefallene Menge je Kunde, Artikel und Bezugsperiode angewandt. Jede Leistung weist daher den ermittelten Staffelpreis als Verrechnungspreis auf (siehe Kapitel Berechnung mit normaler Preisstaffel).

  • "Progressive" Preisstaffel: Die hinterlegte Staffel wird nicht auf die gesamte angefallene Menge je Kunde, Artikel und Bezugsperiode angewandt, sondern je Staffelschritt separat. Jede Leistung weist daher einen Durchschnittsverrechnungspreis auf Grundlage der ermittelten Staffelpreise als Verrechnungspreis auf (siehe Kapitel Berechnung mit progressiver Preisstaffel).
Die Summierung wird jedenfalls je Bezugsperiode vorgenommen: Da Barauslagen eines Artikels für einen Bezugsmonat auf mehrere Tage erfasst werden können, für die Staffelpreisermittlung aber kumuliert werden müssen, kann sich die Suche nach dem gültigen Verrechnungspreis nicht auf ein Leistungsdatum beschränken.
Dafür wurde folgende Regelung im Programm vorgesehen:
  1. Der Preis für die Barauslagen für die Bezugsmonate 1 bis 12 eines Bezugsjahres wird mit dem jeweiligen Monatsersten ermittelt.
  2. Der Preis für die Barauslagen für die Bezugsmonate 13 und 14 eines Bezugsjahres wird mit dem 1.12. des jeweiligen Jahres ermittelt. 
Berechnet wird das vorläufige Honorar aufgrund des Staffelpreises für die Barauslagen daher erst beim Honorarnote aufbereiten. Hier wird geprüft, ob es für das Leistungsdatum der Barauslage und den betroffenen Artikel Staffelpreise für den Kunden gibt. Wenn ja, dann wird der Staffelpreis bzw. Verrechnungspreis herangezogen.

Gibt es keinen Staffelpreis für den Kunden und auch keinen kundenbezogenen Verrechnungspreis für das Leistungsdatum, dann wird geprüft, ob es einen Staffelpreis für die Verrechnungsfirma gibt. Wenn nein, dann wird kein neuer Preis ermittelt und die Kosten der Barauslage bleiben erhalten. 

Hinweis    Staffelpreise in der Rechnungsbearbeitung berücksichtigen
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Diese Prüfung, ob Staffelpreise für einen Artikel vorhanden sind, wird zu einem späteren Zeitpunkt beim Rechnung bearbeiten nicht mehr automatisch ausgelöst (z. B. auch nicht beim Hinzufügen von offenen Leistungen, der Neuberechnung einer Umlage oder bei Änderungen von Staffelpreisen und der Korrektur der Stundensätze/Artikelpreise).

Erst durch das Ausführen der Funktion Honorarnote neu erstellen in der Rechnungsbearbeitung wird ein korrigierter Staffelpreis auf die Barauslage aktualisiert. Bitte beachten Sie jedoch, dass mit dieser Funktion das Aufbereiten der Honorarnote imitiert wird und daher manuelle Änderungen bezüglich Rechnungstexte, Pauschalen, Zuschläge und Gruppenbildungen verloren gehen.

Hinweis    Progressive Staffelpreise beim Andruck in der Honorarnote berücksichtigen
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Damit die Staffelschritte auch in der Honorarnote extra ausgewiesen werden können, muss ein eigener Textbaustein in den Rechnungstexten angelegt werden, welcher beim gewählten Artikel angedruckt wird. In diesem Rechnungstext können Sie die hinterlegten Staffelschritte des Artikels wie gewünscht manuell erfassen, ein automatischer Andruck der Staffelschritte ist hier aber nicht möglich.

Ist der Andruck der progressiven Staffelschritte nicht erforderlich, so kann auch der ermittelte Durchschnittsverrechnungspreis im Band "Details Barauslagen" (Feld "Faktor") oder lediglich das Gesamthonorar ausgewiesen werden.

Hinweis    Selbstkosten von Artikeln, die gestaffelte Verrechnungspreise hinterlegt haben
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Bezüglich der Selbstkostenberechnung für Artikel, die gestaffelte Verrechnungspreise hinterlegt haben, gilt folgendes Die Selbstkosten der Barauslagen werden jedenfalls vom normalen Selbstkostenpreis berechnet, der Staffelpreis findet hier keine Anwendung.


Hinweis    Staffelpreise beim Stundensatzursprung berücksichtigen
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Im Rahmen der Funktion "Stundensatzursprung", die z. B. in der Tageserfassung zur Verfügung steht, wird nicht angezeigt, ob für diese Leistung eine Preisstaffel zur Anwendung kommt bzw. bereits eine Preisstaffel angewendet worden ist. Das bedeutet, dass hier immer der Verrechnungspreis angezeigt wird, niemals der Staffelpreis.


Standardfeldauswahl Preisstaffeln 
A_FB.bmp Standardfeldauswahl Preisstaffeln

Folgende Funktionen stehen über das Fenstermenü zur Verfügung:

Extras
A_EXPORT.bmp Textdatei exportieren - Preisstaffeln
Mithilfe der Funktion können die Staffelpreise als csv-Datei exportiert werden.
A_IMPORT.bmp Textdatei importieren - Preisstaffeln
Mithilfe der Funktion können die Staffelpreise über eine csv-Datei importiert werden.

Tipps und Hintergrundinformationen

Berechnung mit normaler Preisstaffel

Wird die Preisstaffel als normale Preisstaffel (= Feld Progressive Staffel bleibt wie im Standard deaktiviert) geführt, wird vom Programm jener Staffelbereich ermittelt, in den die aufgrund der Summierung ermittelte Menge zur Gänze fällt.

Im Beispiel existieren für die Menge an geringfügig beschäftigten Dienstnehmern die Staffelbereiche "ab 1 bis 9", "ab 10 bis 19" und "ab 20". 

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Sind nun 11 geringfügig beschäftigte Dienstnehmer für einen Bezugsmonat vorhanden, wird das Honorar bei der Autorisierung vorerst laut dem ermittelten Verrechnungspreis in Höhe von € 15,00 berechnet.

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Beim Honorarnoten aufbereiten wird die Menge je Kunde, Artikel und Bezugsperiode ermittelt (= 11 Stück) und die normale Preisstaffel angewendet:
  • 11 Stück fallen in den Staffelbereich "ab 10 bis 19" Stück, damit wird für die gesamte Menge der Staffelpreis in Höhe von € 14,00 angewendet.

  • Das Honorar ergibt daher € 154,00 (= 11 Stück multipliziert mit € 14,00).

  • Auf der jeweiligen Leistung bleibt der Verrechnungspreis in Höhe des (einen) ermittelten Staffelpreises bestehen.
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Berechnung mit progressiver Preisstaffel

Wird die Preisstaffel als progressive Preisstaffel (= Feld Progressive Staffel wird manuell aktiviert) geführt, wird vom Programm jeder Staffelbereich berücksichtigt, in den die aufgrund der Summierung ermittelte Menge schrittweise fällt, bis die gesamte Menge erreicht ist.

Im Beispiel existieren für die Menge an geringfügig beschäftigten Dienstnehmern die Staffelbereiche "ab 1 bis 9", "ab 10 bis 19" und "ab 20". 

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Sind nun 11 geringfügig beschäftigte Dienstnehmer für einen Bezugsmonat vorhanden, wird das Honorar bei der Autorisierung vorerst laut dem ermittelten Verrechnungspreis in Höhe von € 15,00 berechnet.

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Beim Honorarnoten aufbereiten wird die Menge je Kunde, Artikel und Bezugsperiode ermittelt (= 11 Stück) und die progressive Preisstaffel angewendet:
  • Die ersten 9 Stück fallen in den Staffelbereich "ab 1 bis 9" Stück, die verbliebenen 2 fallen in den Staffelbereich "ab 10 bis 19" Stück.

  • Damit wird für die ersten 9 Stück der Staffelpreis in Höhe von € 15,00 und für die verbliebenen 2 Stück der Staffelpreis in Höhe von € 14,00 angewendet. Das Honorar ergibt daher € 163,00 (= 9 Stück multipliziert mit € 15,00 plus 2 Stück multipliziert mit € 14,00).

  • Auf der jeweiligen Leistung wird als Verrechnungspreis der Durchschnittssatz, der auf alle der Preisstaffel unterliegenden Leistungen angewandt wird, angezeigt (= € 163 dividiert durch 11 Stück ergibt einen Durchschnittsverrechnungspreis in Höhe von € 14,82).
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Verwendung der progressiven Staffelpreise in der Deutschen Gebührenabrechnung (Deutschland) Flagge_GER.png 

Für die Verwendung der progressiven Staffelpreise in der Deutschen Gebührenabrechnung Flagge_GER.png beachten Sie bitte das Kapitel "Progressive Staffelpreise" in der Hilfe zum Thema Gebührenabrechnung nach Rechnungsvorlagen (Deutschland).

Behandlung eines Datenbesitzers Bearbeiten am Verrechnungspreis

Wenn auf einem Verrechnungspreis im Feld Datenbesitzer Bearbeiten eine Datenbesitzergruppe eingetragen ist, so wirkt sich diese ebenfalls auf die Neuanlage und Bearbeitung von Preisstaffeln für diesen Verrechnungspreis aus.


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