UebergeordnetesD.bmp Grundlegende Informationen zu diesem Thema finden Sie unter Organisation Stammdaten.
 
A_TREE1.bmp Leistungserfassung → Stammdaten → Stundensätze und Artikelpreise → Artikelpreise
 
Das Fenster "Artikelpreise" beinhaltet alle Artikelpreise, die in der Leistungserfassung angewendet werden können. Die Artikelpreise selbst legen fest, welcher Artikel zu welchem Preis an den Kunden verrechnet wird bzw. in welcher Höhe Selbstkosten für einen bestimmten Artikel anfallen.

Dabei sind folglich zwei verschiedene Artikelpreisarten voneinander zu unterscheiden:
Diese Artikelpreisarten sind auf unterschiedliche Reiter verteilt untergebracht, wobei für die Verrechnungspreise vier Reiter (Unterscheidung nach den Kriterien Firmen, Kundenkonzern, Kunden und Projekte) und für die Selbstkostenpreise zwei Reiter existieren (Unterscheidung nach den Kriterien "Firmen" und "Kunden"). 

Jeder der insgesamt sechs Reiter kann eigens berechtigt werden, d. h., Sie können über die Berechtigungen Einstellungen treffen, dass gewisse Mitarbeiter nur einzelne Artikelpreisarten warten dürfen. Nähere Informationen dazu erhalten Sie im Kapitel Einzelne Artikelpreisarten/Reiter mit Berechtigungen sperren.

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Artikelpreise (Verrechnungspreise und Selbstkostenpreise) sind zwingend historisch zu führen, d. h. mit Gültigkeitszeitraum. Der Gültigkeitszeitraum des Artikelpreises bezieht sich dabei immer auf das Leistungsdatum der Artikel-Leistung. Beachten Sie dazu bitte auch das Kapitel Historische Führung der Artikelpreise.

Achtung!  Wartung fixer Verrechnungspreise/Selbstkostenpreise
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Es ist aber nicht für alle Artikel sinnvoll, fixe Verrechnungspreise und/oder fixe Selbstkostenpreise zu führen.

Verrechnungspreise
Es gibt in der Praxis Artikel, bei welchen die Definition eines fixen Verrechnungspreises nicht möglich ist. Ein Beispiel dafür ist die Bewirtungsrechnung, die jedes Mal in anderer Höhe anfällt. In diesen Fällen wird die Höhe des an den Kunden verrechenbaren Betrags direkt bei der Leistungserfassung (Preis- und Mengeneingabe) eingegeben und keine Menge erfasst! Der eingegebene Betrag ergibt in diesen Fällen das Originalhonorar sowie die Selbstkosten der Leistung.

Selbstkostenpreise
Es gibt in der Praxis Artikel, bei denen keine Selbstkosten anfallen, z. B. Buchungszeilen, deren Anzahl Sie direkt aus der FIBU über die Zeilenverrechnung übernehmen. Andererseits gibt es auch Artikel, bei denen fix angenommen wird, dass die Selbstkosten der Höhe des Originalhonorars entsprechen, z. B. Gebühren. Für beide Varianten ist daher sinnvoll, sicherzustellen, dass vor der Anlage etwaiger Selbstkostenpreise für einen Artikel das Feld Kostenart im Artikelstamm korrekt gewartet ist. Von diesem ist die Rückfallebene der Selbstkostenberechnung abhängig, wenn kein Selbstkostenpreis existiert.

Hinweis    Leistungen mit Artikel nicht bewerten
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Beachten Sie, dass Sie zudem kundenbezogen regeln können, dass Leistungen mit Artikeln, die über die Zeilenverrechnung aus FIBU oder LOHN übernommen worden sind, nicht mit Verrechnungspreisen bewertet werden sollen. Dies geschieht über die Felder Verrechnung Fibu und Verrechnung Lohn.

Zusätzlich ist es im Einzelfall für jede Leistung mit Artikel möglich, über das Feld Ohne Bewertung direkt im Zuge der Leistungserfassung zu steuern, ob eine Bewertung mit Verrechnungspreisen stattfinden soll.

In beiden Fällen können dennoch Selbstkosten berechnet werden, sofern die Einstellungen dafür gegeben sind.

Hinweis    LEA Parameter "Selbstkosten für Artikel von WWS Einstandspreis berechnen"
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Wird der LEA Parameter Selbstkosten für Artikel von WWS Einstandspreis berechnen aktiviert, so werden für ALLE Barauslagen die Selbstkosten aus den Einstandspreisen der WWS ermittelt. Dabei spielt die Kostenart des Artikels keine Rolle. Ist kein Einstandspreis für den betroffenen Artikel hinterlegt, so wird die betroffene Barauslage mit Selbstkosten in Höhe von € 0,00 bewertet.

Fensterbereiche

Dieses Fenster verfügt über ein flexibles Layout und kann sowohl fixe als auch optionale Bereiche enthalten. In manchen Fenstern sind im Standard nicht alle möglichen Bereiche eingeblendet. Hier finden Sie Details zu Fenstern mit flexiblem Layout.

Einstiegsfelder

Die zur Verfügung stehenden Einstiegsfelder unterscheiden sich von Reiter zu Reiter. Alle Einstiegsfelder dienen grundsätzlich der schnellen Filterung bereits vorhandener Artikelpreise (Verrechnungspreise und Selbstkostenpreise). Bei der Neuanlage eines Artikelpreises müssen Sie darauf achten, welche Daten in den Einstiegsfeldern eintragen sind, da diese auf den neuen Artikelpreis übergeben werden (und z. B. im Falle der Firma direkt im Erfassungsfenster nicht übersteuert werden können).

Folgender Reiter stellt im Fenster den fixen Bereich dar, dieser kann daher unter Layout nicht ausgeblendet werden:

Reiter "Firmen-Verrechnungspreise"
Im Einstiegsfeld "Firma" geben Sie bekannt, für welche Firma ein neu anzulegender Verrechnungspreis gelten soll. Zusätzlich wird das Feld zur Filterung genutzt, es werden alle Verrechnungspreise angezeigt, die bereits unter dieser Firma angelegt sind. Eine Firma muss daher jedenfalls ausgewählt sein, die Anzeige der Verrechnungspreise über alle Firmen hinweg ist bei den Firmen-Verrechnungspreisen nicht vorgesehen.

Über den LEA Parameter Filialen können Sie eine filialbezogene Führung der Firmen-Verrechnungspreise aktivieren. In diesem Fall erhalten Sie das weitere Einstiegsfeld "Filiale", in dem Sie bekannt geben können, für welche Filiale der Verrechnungspreis gelten soll. Diese Eingabe ist bei aktiviertem LEA Parameter Pflichteingabe Filiale Pflicht, um neue Firmen-Verrechnungspreise anlegen zu können (siehe die Ausführungen zu den Filialen im Kapitel Parametersteuerung für filialbezogene Artikelpreise).

Folgende Reiter sind für das Fenster als optionale Bereiche definiert und können in den Einstellungen zum Fenster unter Layout optional ein- oder ausgeblendet werden:

Reiter "Kundenkonzern-Verrechnungspreise"
Das Einstiegsfeld "Kundenkonzern" kann zur Filterung genutzt werden. Der ausgewählte Kundenkonzern wird bei Neuanlage eines Verrechnungspreises auf den neuen Verrechnungspreis als Vorschlagswert übergeben.

Reiter "Kunden-Verrechnungspreise"
Das Einstiegsfeld "Kunde" kann zur Filterung genutzt werden. Der ausgewählte Kunde wird bei Neuanlage eines Verrechnungspreises auf den neuen Verrechnungspreis als Vorschlagswert übergeben.

Reiter "Projekt-Verrechnungspreise"
Das Einstiegsfeld "Projekt" kann zur Filterung genutzt werden. Das ausgewählte Projekt wird bei Neuanlage eines Verrechnungspreises auf den neuen Verrechnungspreis als Vorschlagswert übergeben.

Reiter "Firmen-Selbstkostenpreise"
Im Einstiegsfeld "Firma" geben Sie bekannt, für welche Firma ein neu anzulegender Selbstkostenpreis gelten soll. Zusätzlich wird das Feld zur Filterung genutzt, es werden alle Selbstkostenpreise angezeigt, die bereits unter dieser Firma angelegt sind. Auch hier muss daher jedenfalls eine Firma ausgewählt sein - eine firmenübergreifende Darstellung aller Firmen-Selbstkostenpreise ist nicht vorgesehen.

Reiter "Kunden-Selbstkostenpreise"
Das Einstiegsfeld "Kunde" kann zur Filterung genutzt werden. Der ausgewählte Kunde wird bei Neuanlage eines Selbstkostenpreises auf den neuen Selbstkostenpreis als Vorschlagswert übergeben.

Verrechnungspreise (Firmen, Kundenkonzerne, Kunden, Projekte)

Auf den Reitern "Firmen-Verrechnungspreise", "Kundenkonzern-Verrechnungspreise", "Kunden-Verrechnungspreise" und "Projekt-Verrechnungspreise" werden die zu verrechnenden Preise für die Artikel hinterlegt.

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Artikelpreise sind, wie die Stundensätze für die Stundenleistungen, Multiplikatoren. Das bedeutet, dass alle Artikel mit Artikelpreis in der Leistungserfassung mit Mengen erfasst werden müssen (Menge multipliziert mit Verrechnungspreis = Honorar). Alle Artikel ohne Artikelpreis werden in der Leistungserfassung entweder mit Menge 1 oder nur mit Honorar als Barauslage erfasst. Nähere Informationen dazu finden Sie in der Fensterhilfe Preis- und Mengeneingabe.

Unter den Firmen-Verrechnungspreisen werden jene Verrechnungspreise angelegt, die für den "Standard"-Kunden jener Firma gelten sollen. Unter den Kundenkonzern-Verrechnungspreisen und den Kunden-Verrechnungspreisen können davon abweichende, nur für spezielle Kunden(konzerne) gültige Verrechnungspreise angelegt werden. Weiters können für spezielle Projekte unter den Projekt-Verrechnungspreisen eigens gültige Verrechnungspreise hinterlegt werden.

Rückfallebenen für die Ermittlung von Verrechnungspreisen
Für Verrechnungspreise gilt: Die Projekt-Verrechnungspreise haben die höchste Priorität vor den Kunden-, den Kundenkonzern- und vor den Firmen-Verrechnungspreisen. Sobald also für eine Artikel-Leistung vom Programm ein Verrechnungspreis ermittelt werden soll, beginnt das Programm bei den Projekt-Verrechnungspreisen zu suchen. Als Nächstes wird die Suche bei den Kunden-Verrechnungspreisen fortgesetzt, dann bei den Kundenkonzern-Verrechnungspreisen, als Nächstes bei den Firmen-Verrechnungspreisen (des Projekts oder des Kunden) und zuletzt bei der Hauptfirma.

Zusätzlich ist zu beachten, dass bei aktivem LEA Parameter Filialen noch eine Rückfallebene hinzukommt.

Beachten Sie daher bitte bei der Anlage folgende Rückfallebene, um sicherzustellen, dass der korrekte Verrechnungspreis ermittelt werden kann:
  1. Projekt-Verrechnungspreis
  2. Kunden-Verrechnungspreis
  3. Kundenkonzern-Verrechnungspreis
  4. Firmen-Verrechnungspreis der Verrechnungsfiliale (nur bei aktivem Filialbetrieb, d. h. nur bei aktivem LEA Parameter Filialen)
  5. Firmen-Verrechnungspreis der Verrechnungsfirma
  6. Firmen-Verrechnungspreis der Hauptfirma
Für die Leistungsbewertung, die im Zuge der Autorisierung vorgenommen wird, werden die Verrechnungspreise zuerst nach diesen oben angeführten Rückfallebenen ermittelt. Da innerhalb der einzelnen Ebenen sowohl ein allgemeiner, ein berufsgruppenbezogener als auch ein mitarbeiterbezogener Verrechnungspreis angelegt werden kann, wird im zweiten Schritt die Suche nach dem korrekten Verrechnungspreis wie folgt fortgesetzt (je spezieller der Verrechnungspreis, desto höher seine Priorität in der Ermittlung): 
  • Mitarbeiter
  • Berufsgruppe
  • Standard (= weder Mitarbeiter noch Berufsgruppe sind befüllt)

Hinweis    Individueller Verrechnungspreis in der Leistungserfassung
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Wenn Sie einen Verrechnungspreis in der Leistungserfassung manuell übersteuern möchten, dann darf KEIN Verrechnungspreis angelegt werden.
Es besteht zwar die Möglichkeit, einen bestehenden Verrechnungspreis von € 0,00 anzulegen und diesen auch während der Leistungseingabe abzuändern, jedoch wird dieser nach Autorisierung auf den hinterlegten Verrechnungspreis von € 0,00 zurückgesetzt.

Standardfeldauswahl Firmen-Verrechnungspreise
A_FB.bmp Standardfeldauswahl Firmen-Verrechnungspreise

Standardfeldauswahl Kundenkonzern-Verrechnungspreise
A_FB.bmp Standardfeldauswahl Kundenkonzern-Verrechnungspreise

Standardfeldauswahl Kunden-Verrechnungspreise
A_FB.bmp Standardfeldauswahl Kunden-Verrechnungspreise

Standardfeldauswahl Projekt-Verrechnungspreise
A_FB.bmp Standardfeldauswahl Projekt-Verrechnungspreise

Folgende Funktionen stehen Ihnen über die Menüleiste zur Verfügung:

Mithilfe der Funktion "Staffelpreise" kann zu einem bereits bestehenden Verrechnungspreis unter jedem Reiter eine mengenabhängige Preisstaffelung angelegt werden. Nach dem Ausführen der Funktion öffnet sich dazu das Fenster Preisstaffeln. 

Achtung: Verrechnungspreise können nur gelöscht werden, wenn zum Verrechnungspreis keine Preisstaffel existiert.

Preisstaffelungen können nur für Verrechnungspreise, nicht für Selbstkostenpreise angelegt werden.
Die Funktion "Artikelpreisaufschlag" dient zur schnellen Neuanlage von Artikelpreisen (Verrechnungspreise und Selbstkostenpreise) samt einer prozentuellen oder betraglichen Erhöhung ausgehend von bereits bestehenden Artikelpreisen. Die Funktion steht auf allen Reitern zur Verfügung.

Ausgeführt wird die Funktion für alle in der Liste gefilterten Artikelpreise, die kein Gültig-bis-Datum aufweisen.

Nach dem Ausführen der Funktion öffnet sich das Fenster Artikelpreisaufschlag, um das Gültig-ab-Datum, die Aufschlags-Variante mit dem Betrag und die Rundung bekannt zu geben. Sie entscheiden außerdem, ob eine eventuell hinterlegte Preisstaffel miterhöht werden soll.

Die jeweils veralteten Artikelpreise werden wiederum mit dem korrekten Gültig-bis-Datum vervollständigt. 
Mit diesem CSV-Import können Sie alle Varianten von Artikelpreisarten (Verrechnungspreise und Selbstkostenpreise) importieren. Die Anlage der Artikelpreise über den Import bietet dieselben Möglichkeiten bezüglich Detailliertheit wie auch die manuelle Anlage, es gibt hier keine Einschränkungen. Nähere Informationen zu diesem Importprogramm finden Sie in der Themenhilfe Import Artikelpreise Variabel.

Folgende Funktion steht Ihnen zusätzlich am Reiter "Kunden-Verrechnungspreise" über die Menüleiste zur Verfügung:

Kunden-Verrechnungspreise kopieren
Mit der Funktion "Kunden-Verrechnungspreise kopieren" werden alle Verrechnungspreise jenes Kunden, der aktuell markiert ist, auf weitere, frei wählbare Kunden kopiert. Es kann somit lediglich ein Ursprungskunde markiert, aber mehrere Zielkunden zugeordnet werden. Die Funktion eignet sich, um einen oder mehrere passende(n) Verrechnungspreis(e) auf einen oder mehrere Kunden zu kopieren und um sich somit eine wiederholte Anlage unter den anderen Kunden zu ersparen.

Nach dem Ausführen der Funktion können Sie über das Auswahlfenster Personen zuordnen bekannt geben, auf welche Kunden der/die Verrechnungspreis/Verrechnungspreise des ursprünglichen Kunden kopiert und neu angelegt werden soll(en).

Im Anschluss an die Kundenzuordnung wählen Sie im Dialogfenster Kunden-Verrechnungspreise kopieren den Modus für den Kopiervorgang aus. Das Programm möchte an dieser Stelle noch wissen, welche Artikelpreise an den Zielkunden übertragen werden sollen und wie bereits vorhandene Artikelpreise behandelt werden sollen. Bitte beachten Sie für weitere Informationen die Hilfe zum Fenster Kunden-Verrechnungspreise kopieren, in welcher die verfügbaren Optionen näher beschrieben sind. 

Folgende Funktion steht Ihnen zusätzlich am Reiter "Projekt-Verrechnungspreise" über die Menüleiste zur Verfügung:

Projekt-Verrechnungspreise kopieren
Mit der Funktion "Projekt-Verrechnungspreise kopieren" werden alle Verrechnungspreise jenes Projekts, welches aktuell markiert ist, auf weitere, frei wählbare Projekte kopiert. Es kann somit lediglich ein Ursprungsprojekt markiert, aber mehrere Zielprojekte zugeordnet werden. Die Funktion eignet sich, um einen oder mehrere passende(n) Verrechnungspreis/Verrechnungspreise auf ein oder mehrere Projekt(e) zu kopieren und um sich somit eine wiederholte Anlage unter den anderen Projekten zu ersparen.

Nach dem Ausführen der Funktion können Sie über das Auswahlfenster Projekte zuordnen bekannt geben, auf welche/s Projekt(e) der/die Verrechnungspreis/Verrechnungspreise des ursprünglichen Projekts kopiert und neu angelegt werden soll(en).

Im Anschluss an die Projektzuordnung wählen Sie im Dialogfenster Projekt-Verrechnungspreise kopieren den Modus für den Kopiervorgang aus. Das Programm möchte an dieser Stelle noch wissen, welche Artikelpreise an das Zielprojekt übertragen werden sollen und wie bereits vorhandene Artikelpreise behandelt werden sollen. Bitte beachten Sie für weitere Informationen die Hilfe zum Fenster Projekt-Verrechnungspreise kopieren, in welcher die verfügbaren Optionen näher beschrieben sind.
 

Selbstkostenpreise (Firmen, Kunden)

Auf den Reitern "Firmen-Selbstkostenpreise" und "Kunden-Selbstkostenpreise" werden die Selbstkostenpreise für Artikel, bei denen auch tatsächlich Selbstkosten anfallen, hinterlegt. Bei Bedarf können Sie Selbstkostenpreise in beliebiger Höhe hinterlegen, die angewendet werden, egal auf welchem Weg die Barauslagen entstehen. Damit ist es möglich, die Selbstkosten und damit auch den Deckungsbeitrag von Lizenzen oder Fremdleistungen auszuwerten und eine Kostenwahrheit dafür herzustellen.

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Selbstkosten fallen in der Praxis meistens in Höhe von € 0,00 oder in Höhe des Originalhonorars an. Daher wird bei der Ermittlung von Selbstkostenpreisen auch das Feld Kostenart des Artikelstamms berücksichtigt.

Bei Artikel mit Kostenart "Zeilenverrechnung" ist grundsätzlich anzunehmen, dass dafür keine Selbstkosten anfallen. Artikel mit Hinterlegung "Zeilenverrechnung" sind Artikel wie Buchungszeilen, Lohnabrechnungen etc., deren Anzahl aus den jeweiligen Paketen über die Zeilenverrechnung in die LEA übernommen werden kann und die der Kanzlei selbst keine Kosten verursachen. Eine Ausnahme bilden die BMD Com-Lizenzen, die ebenfalls über die Zeilenverrechnung übernommen und weiterverrechnet werden können. In diesem Fall können Selbstkostenpreise angelegt werden, um die Kosten dem erzielten Honorar gegenüberzustellen.

Bei Artikeln mit einer anderen Kostenart ist grundsätzlich anzunehmen, dass dafür Selbstkosten in Höhe des Originalhonorars anfallen. Hier handelt es sich zum Beispiel um Gebühren oder Barauslagen, die 1:1 weiterverrechnet werden sollen.

Des Weiteren entstehen Selbstkosten automatisch in der Höhe des Originalhonorars, wenn für einen Artikel kein Selbstkostenpreis angelegt wird und daher direkt bei der Leistungserfassung nur der verrechenbare Betrag, also keine Menge, eingegeben wird (siehe Preis- und Mengeneingabe).

Unabhängig von der Kostenart kann für jeden Artikel auch ein Selbstkostenpreis in Höhe von € 0,00 angelegt werden. Dieser wird als gültiger Stundensatz interpretiert und zur Berechnung der Selbstkosten angewendet. Somit besteht dadurch auch die Möglichkeit, eine LEA-KORE-Überleitung nur mit der Menge durchzuführen. Nähere Informationen zur Überleitung ohne Bewertung finden Sie im Dokument FAQ LEA in KORE zum Thema: Wie lassen sich nur die Mengen (ohne Beträge) in die Kore überleiten?

Selbstkostenpreise werden daher für Artikel angelegt, um die Selbstkosten bei einer Weiterverrechnung von Fremdleistungen und dergleichen abbilden zu können.

Unter den Selbstkostenpreisen der Firmen werden jene Selbstkostenpreise angelegt, die für den "Standard"-Kunden jener Firma gelten sollen. Unter den Selbstkostenpreisen der Kunden können davon abweichende, nur für spezielle Kunden gültige Selbstkostenpreise angelegt werden.

Rückfallebenen für die Ermittlung von Selbstkostenpreisen
Bei den Selbstkostenpreisen haben die Kunden-Selbstkostenpreise höhere Priorität als die Firmen-Selbstkostenpreise. Sobald also für eine Leistung mit Artikel vom Programm ein Selbstkostenpreis ermittelt werden soll, beginnt das Programm bei den Kunden-Selbstkostenpreisen zu suchen, als Nächstes bei den Firmen-Selbstkostenpreisen der Dienstverhältnis-Firma des Mitarbeiters der Leistung und zuletzt bei der Hauptfirma.

Sollte sich aus diesen Rückfallebenen kein Selbstkostenpreis ermitteln lassen, so werden die Selbstkosten abhängig von der Kostenart des Artikelstamms wie folgt ermittelt.

Folgendes Regelwerk gilt für die Berechnung der Selbstkosten von Artikel mit Kostenart = Zeilenverrechnung:
  • In erster Priorität wird ein etwaig hinterlegter Selbstkostenpreis (dieser kann wie üblich firmenbezogen oder kundenbezogen geführt werden) für die Berechnung der Selbstkosten herangezogen.

  • Ist kein Selbstkostenpreis vorhanden, wird wieder fix mit € 0,00 bewertet. Damit ist sichergestellt, dass auch die bisherigen Einstellungen in den Artikelpreisen wie bisher angewendet werden.

  • Für Artikel, die im Rahmen der Zeilenverrechnung für die Übernahme von Postkosten verwendet werden, gilt außerdem, dass diese auch fix mit € 0,00 bewertet werden.
 Folgendes Regelwerk gilt nun für Artikel mit einer Kostenart <> Zeilenverrechnung:
  • In erster Priorität wird ein etwaig hinterlegter Selbstkostenpreis (dieser kann wie üblich firmenbezogen oder kundenbezogen geführt werden) für die Berechnung der Selbstkosten herangezogen.

  • Ist kein Selbstkostenpreis vorhanden, wird wieder fix in Höhe des Originalhonorars bewertet. Hier kommen allerdings nur die Firmen-Verrechnungspreise zur Anwendung! Damit ist sichergestellt, dass auch die bisherigen Einstellungen in den Artikelpreisen wie bisher angewendet werden.

Beachten Sie daher bitte bei der Anlage folgende Rückfallebenen, um sicherzustellen, dass der korrekte Selbstkostenpreis ermittelt werden kann:
  • Kunden-Selbstkostenpreis
  • Firmen-Selbstkostenpreis der Dienstverhältnis-Firma des Mitarbeiters
  • Firmen-Selbstkostenpreis der Hauptfirma
  • Firmen-Verrechnungspreis der Dienstverhältnis-Firma des Mitarbeiters
  • Firmen-Verrechnungspreis der Hauptfirma

Für die Leistungsbewertung, die im Zuge der Autorisierung vorgenommen wird, werden die Selbstkostenpreise zuerst nach diesen oben angeführten Rückfallebenen ermittelt. Da innerhalb der einzelnen Ebenen sowohl ein allgemeiner, ein berufsgruppenbezogener als auch ein mitarbeiterbezogener Selbstkostenpreis angelegt werden kann, wird im zweiten Schritt die Suche nach dem korrekten Selbstkostenpreis wie folgt fortgesetzt (je spezieller der Selbstkostenpreis, desto höher seine Priorität in der Ermittlung): 
  • Mitarbeiter
  • Berufsgruppe
  • Standard (= weder Mitarbeiter noch Berufsgruppe sind befüllt)

Standardfeldauswahl Firmen-Selbstkostenpreise
A_FB.bmp Standardfeldauswahl Firmen-Selbstkostenpreise

Folgende Funktionen stehen Ihnen am Reiter "Firmen-Selbstkostenpreise" über die Menüleiste zur Verfügung:
Für die Firmen-Selbstkostenpreise stehen Ihnen im Wesentlichen dieselben Funktionen wie auf dem Reiter der Firmen-Verrechnungspreise zur Verfügung (Ausnahme: Staffelpreise). Bitte beachten Sie die dort angeführten Erklärungen zu den einzelnen Funktionen.

Standardfeldauswahl Kunden-Selbstkostenpreise
A_FB.bmp Standardfeldauswahl Kunden-Selbstkostenpreise

Folgende Funktionen stehen Ihnen am Reiter "Kunden-Selbstkostenpreise" über die Menüleiste zur Verfügung:
Für die Kunden-Selbstkostenpreise stehen Ihnen im Wesentlichen dieselben Funktionen wie auf dem Reiter der Kunden-Verrechnungspreise zur Verfügung (Ausnahme: Staffelpreise). Bitte beachten Sie die dort angeführten Erklärungen zu den einzelnen Funktionen.
 

Tipps und Hintergrundinformationen

Historische Führung der Artikelpreise

Eine lückenlose historische Führung der Artikelpreise (Verrechnungspreise und Selbstkostenpreise) und Vermeidung von Überschneidungen muss für die richtige Leistungsbewertung mit Artikelpreisen gewährleistet sein.

Historisch bedeutet, dass ein Stundensatz einen Gültigkeitszeitraum aufweisen muss, der sich zudem nicht mit anderen Artikelpreisen desselben Artikels überschneiden darf. Dieser Gültigkeitszeitraum ermittelt sich aus den Feldern Ab-Datum und Bis-Datum (wobei das Bis-Datum bei aktuell gültigen Artikelpreisen leer gelassen wird).

Dabei bezieht sich der Gültigkeitszeitraum eines Artikelpreises auf das Leistungsdatum, nicht auf das aktuelle Erfassungsdatum der Artikelleistung. Ist also ein Artikelpreis ab 01.07.2025 gültig, bedeutet es, dass Artikelleistungen mit einem Leistungsdatum größer oder gleich dem 01.07.2025 mit diesem Artikelpreis bewertet werden, und nicht alle Artikelleistungen, die ab dem 01.07.2025 erfasst werden. In vielen Fällen - wenn man etwa Leistungen für vergangene Tage erfasst - entspricht das Leistungsdatum nicht zwingend dem Erfassungsdatum. (Eine Ausnahme bildet die Berechnung des gültigen Artikelpreises bei Staffelpreisen.)

Eine Maßnahme, auf die der Anwender weiters achten muss, ist, dass bereits angelegte Artikelpreise nicht einfach geändert werden. Erhöht sich der Artikelpreis, ist ein neuer Artikelpreis mit richtigem Gültig ab-Datum anzulegen. Das Programm überprüft bei Speicherung, ob für diesen Artikel bereits ein Artikelpreis existiert und startet im Bedarfsfall eine Abfrage "Gültigkeit der Artikelpreise rückwirkend ändern?"

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Der Sinn dieser Maßnahmen liegt darin, dass zu jedem Zeitpunkt (auch in die Vergangenheit für Umbuchungen/Stornierungen oder Korrekturprogramme, ev. ist auch ein nochmaliges Auflösen der Autorisierung notwendig) der richtige, eindeutige Artikelpreis ermittelt werden kann. Auch für die Rückverfolgbarkeit ist es sinnvoll, Datensätze wie die Artikelpreise historisch zu führen.

Werden Artikelpreise mit einem in der Vergangenheit liegenden Gültig ab-Datum angelegt, erfolgt ein Hinweis, dass möglicherweise Korrekturen von bereits autorisierten Leistungen mit dem Hilfsprogramm Stundensätze/Artikelpreise korrigieren durchzuführen sind.

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Einzelne Artikelpreisarten/Reiter mit Berechtigungen sperren

Für jede Artikelpreisart / für jeden Reiter kann eine eigene Berechtigung vergeben werden. Damit stellen Sie sicher, dass gewisse Artikelpreisarten/Reiter nur von berechtigten Benutzern gewartet werden können.

Eine derart gesperrte Artikelpreisart / ein derart gesperrter Reiter wird dem nicht berechtigten Benutzer mit dem Hinweis auf die fehlende Berechtigung angezeigt:

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Folgende Berechtigungen sind dafür je Reiter ausschlaggebend:
  • Reiter "Firmen-Verrechnungspreise": Funktion: 47252, "MCS_HONORARFAKTOREN_FIRMA_VERRECHPREIS"
  • Reiter "Kundenkonzern-Verrechnungspreise": Funktion: 47253, "MCS_HONORARFAKTOREN_KUKO_VERRECHPREIS"
  • Reiter "Kunden-Verrechnungspreise": Funktion: 47254, "MCS_HONORARFAKTOREN_KUNDE_VERRECHPREIS"
  • Reiter "Projekt-Verrechnungspreise": Funktion: 47255, "MCS_HONORARFAKTOREN_PRO_VERRECHPREIS"
  • Reiter "Firmen-Selbstkostenpreise": Funktion: 47257, "MCS_HONORARFAKTOREN_FIRMA_SKPREIS"
  • Reiter "Kunden-Selbstkostenpreise": Funktion: 47258, "MCS_HONORARFAKTOREN_KUNDE_SKPREIS"
Möchten Sie einem Benutzer zur Gänze die Artikelpreiswartung entziehen, ist es besser, die übergeordnete Berechtigung "Artikelpreise" (Funktion: 30879, "MCS_MDHONFAKTARTIKELMGR_CREATE") zu sperren und damit automatisch die Sperre der untergeordneten Berechtigungen auf die Reiter auszulösen.

Haben Sie in Ihrer Programmumgebung den TOOLS Parameter Ausblenden von nicht berechtigten Paketen und Funktionen aktiviert, scheinen nicht berechtigte Reiter in den Artikelpreisen nicht mehr auf.
 

Artikelpreise für Mitarbeiter oder Berufsgruppen

Im Standard-Anwendungsfall ist es ausreichend, einen allgemeinen Artikelpreis (Verrechnungspreis und Selbstkostenpreis) zu führen, der für alle Mitarbeiter gilt. Bestimmte Weiterverrechnungsgründe oder KORE-Motive machen eine detaillierte Führung der Artikelpreise nach Mitarbeiter oder Berufsgruppen nötig.

Folgende Informationen dazu sollten Sie beachten:
  • Mitarbeiterbezogene und berufsgruppenbezogene Artikelpreise können für sämtliche Artikelpreisarten eingesetzt werden.

  • Die Anlage eines Artikelpreises ist aber entweder nur mitarbeiter- oder nur berufsgruppenbezogen möglich.

  • Ein mitarbeiterbezogener Artikelpreis ist immer vorrangig gegenüber einem berufsgruppenbezogenen Artikelpreis.

  • Die Berufsgruppe wird bei der Autorisierung historisch richtig aus dem Mitarbeiterstamm ermittelt (Feld Berufsgruppe) und angewendet.

Leistungen korrigieren, die mit falschen Artikelpreisen bewertet sind

Im Bedarfsfall können Artikelpreise (Verrechnungspreise und Selbstkostenpreise) sowie Stundensätze (Verrechnungssätze und Selbstkostensätze) über das Hilfsprogramm Stundensätze/Artikelpreise korrigieren nachträglich  - sprich nach der Autorisierung - auf bereits bestehenden Leistungen korrigiert werden. Nähere Informationen dazu erhalten Sie in der Fensterhilfe des Hilfsprogramms. Beachten Sie bitte im Bedarfsfall auch das Themendokument Anwendungsfälle Stundensätze/Artikelpreise korrigieren.

Parametersteuerung für filialbezogene Verrechnungspreise

In den LEA Parametern können bei Bedarf Einstellungen für die Führung von filialbezogenen Verrechnungspreisen eingesetzt werden:

Der LEA Parameter Filialen aktiviert ein zusätzliches Filterfeld Filiale am Reiter Firmen-Verrechnungspreise. Jeder Verrechnungspreis, der angelegt wird, wenn eine Filiale im Filterfeld eingetragen ist, wird für diese Filiale angelegt.

Der LEA Parameter Pflichteingabe Filiale kann zudem eingesetzt werden, um zu erzwingen, dass kein Firmen-Verrechnungspreis ohne vorherige Auswahl einer Filiale angelegt werden kann.

Die Preise am Reiter Firmen-Selbstkostenpreise werden nicht filialbezogen geführt. Diese werden auch im Filial-Modus lediglich firmenbezogen geführt.

LEA Honorarfaktoren als vorgefertigte Tabellen im BMD Standardbrief

Kundenbezogene LEA Honorarfaktoren (zu denen die Verrechnungspreise zählen), können als vorgefertigte Tabellen im BMD Standardbrief angedruckt werden. Dies ermöglicht einen übersichtlichen Ausdruck aller Honorarvereinbarungen, die mit einem Kunden getroffen worden sind. Sind Honorarfaktoren über eine vorgefertigte Tabelle in der Vorlage vorhanden, öffnet sich beim Generieren des Briefes das Dialogfenster Ermittlungsdatum für Kundenpreise, in dem Sie das Ermittlungsdatum bekannt geben müssen. Nähere Informationen zur generellen Verwendung des BMD Standardbriefes finden Sie in der Pakethilfe Standardbrief kurz und bündig.  
 

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