Grundlegende Informationen zur Kostenrechnung finden Sie unter Erste Schritte.
Inhalt
Mit Hilfe der Grenzkostenrechnung können sowohl Ist- als auch Plankosten in ihre fixen und variablen Bestandteile getrennt werden.
Um mit der Grenzkostenrechung arbeiten zu können wird die Lizenz "Grenzkostenrechnung" benötigt.
Variable Kosten sind Kosten, die sich in Abhängigkeit vom Beschäftigungsgrad des Unternehmens verändern. Neben der Beschäftigung können auch andere Bezugsgrößen für die variablen Kosten ausschlaggebend sein (beschäftigungs-, mengen- bzw. leistungsabhängige Kosten).
Beispiel | Fertigungskosten, Materialkosten, Gas, Wasser, Strom … |
Fixe Kosten verändern sich innerhalb bestimmter Beschäftigungsgrenzen und innerhalb eines bestimmten Zeitraums nicht – sie bleiben, unabhängig von der Produktion, stabil (beschäftigungsfixe Kosten). Fixe Kosten sind daher stets Gemeinkosten. Sie sind den Kostenträgern nicht direkt zurechenbar und können auch dann anfallen, wenn keine Leistungen erbracht werden.
Beispiel | Mieten, Beratungskosten, Versicherungsprämien, Gehälter … |
Zur Aktivierung der Grenzkostenrechnung muss im Programmpunkt Stammdaten
→ Firmen- und KORE-Stammdaten bei der jeweiligen Kostenrechnung die Grenzkostenrechnung im Feld 15
Grenzkostenrechnung aktiviert werden.
Der Variator gibt den Prozentanteil der variablen Kosten an den Gesamtkosten an (zum Beispiel bedeutet der Variator 40, dass 40 % variable Kosten und 60 % fixe Kosten anfallen).
Variatoren können in der Buchung, auf Konten, auf Kostenstellen oder in einer eigenen Tabelle (Kombination aus Konto und Kostenstelle) hinterlegt werden.
Die Aufteilung der Ist-Kosten in den fixen/variablen Anteil erfolgt dann im Zuge der Übernahme der Buchungen. Die Aufteilung der Plankosten erfolgt sofort bei der Eingabe des Planbetrags.
Dabei ist folgende Hierarchie zu beachten:
Im Buchungsprogramm kann bei jeder Buchung über das Feld
Var ein Variator mitgegeben werden:
In Verbindung mit der FIBU besteht über die Kontenstammdaten der FIBU zusätzlich die Möglichkeit, über die Felder 143
Variator-KZ und 144
Variator einen Variator fix zu hinterlegen, ihn vorschlagen zu lassen oder das Konto für die Eingabe eines Variators zu sperren.
Hinweis | Erlöskonten werden grundsätzlich mit dem Variator 100 (= 100 % variabel) behandelt. Buchungen von Aufwandskonten, auf denen kein Variator erfasst wird, werden zu 100 % als Fixkosten übernommen. Wird die Grenzkostenrechnung rückwirkend aktiviert, ist der Variator 100 auf den Erlöskonten manuell zu hinterlegen. Für alle neu angelegten Erlöskonten, nach Aktivierung der Grenzkostenrechnung, wird automatisch der Variator 100 gesetzt.
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Über die Kostenstammdaten in der Kostenrechnung kann je Kostennummer über die Felder 41
Variator-Kz und 42
Variator ein fixer Variator oder ein Vorschlag hinterlegt werden:
Hinweis
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Der Variator einer Kostenstelle übersteuert einen eventuell am Konto hinterlegten Variator.
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Durch die Fixierung des Variators in einer Tabelle (Programmpunkt Variatoren pro Kostenstelle/Konto) können Konten und Kostenstellen kombiniert werden, d. h. der Variator am Konto ist davon abhängig, welche Kostenstelle bei der Buchung angesprochen wird.
Standardfelder Variator pro Kostenstelle/Konto
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Eingabe der Kostenstelle, die in Verbindung mit dem eingegebenen Konto den Variator in die Buchung fix oder als Vorschlag übernimmt.
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| Eingabe der Kontonummer, die in Verbindung mit der eingegebenen Kostenstelle den Variator in die Buchung fix oder als Vorschlag übernimmt.
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Variator-Kennzeichen | Definition, ob der eingegebene Variator fix oder als Vorschlag in die Buchung übernommen werden soll. |
Variator | Eingabe des Variators, der für Buchungen mit dem erfassten Konto und der Kostenstelle in die Buchung fix oder als Vorschlag übernommen wird. Es ist ein Wert zwischen 0 und 100 einzugeben.
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Achtung! | Diese Einstellung übersteuert alle anderen Hinterlegungen.
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Folgende Funktionen stehen über das Fenstermenü zur Verfügung:
Für die Grenzkostenrechnung gibt es eine spezielle Auswertung (145 - Grenzkosten monatlich und jährlich), in der die Aufteilung der Gesamtkosten in ihre fixen und variablen Anteile dargestellt wird:
Wird in der Grenzkostenrechnung zusätzlich mit Umlagen gearbeitet, ist folgender Parameter zu beachten:
Stammdaten → KORE Parameter → Einstellungen für Übernahme und Umlage → Umlage → Neuaufteilung fix und variabel
| Definition, ob die fixen und variablen Kosten bei einem fix hinterlegten Variator nach der Umlage neu aufgeteilt werden sollen oder nicht. 0 - Nein: Keine Neuaufteilung der Kosten auf fix und variabel.
1 - Ja: Bei fixem Variator werden die Kosten anhand der auf den empfangenden Kostenstellen hinterlegten Variatoren neu aufgeteilt.
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Bei der Neuaufteilung werden im Rahmen der Umlage die Kosten anhand der auf den empfangenden Kostenstellen hinterlegten Variatoren neu in einen fixen und einen variablen Bestandteil aufgeteilt.