Die von BMD zur Verfügung gestellten
Adressmakros für Institutionen sind die perfekte Lösung, wenn Sie im Auftrag Ihrer Kunden Korrespondenzen an Institutionen versenden möchten. Sie fügen lediglich den Kunden in die Adressatenliste des Standardbriefs ein und ermitteln die Kontaktperson der Institution über ein eigenes
Personenkennzeichen. Beim Erstellen des Briefes generiert das
Briefkopf-Makro automatisch die erforderliche Adressierung für die jeweilige Institution. Über ein zusätzliches
Betreff-Makro können Sie eine eigene Betreff-Zeile einfügen.
In dieser Dokumentation finden Sie eine Anleitung zur Verwendung dieser Adressmakros für Institutionen im Standardbrief, sowie Hinweise zur Pflege Ihrer Stammdaten.
Der Briefkopf bzw. der Betreff kann nur dann korrekt gebildet werden, wenn Sie die Stammdaten entsprechend den Voraussetzungen warten.
Wir unterscheiden dabei drei Fälle:
Für die spätere Anwendung im Standarbrief unterscheiden sich diese Fälle nicht. Sie sind aber für die Organisation der Stammdaten von Bedeutung.
Das zentrale Element der Stammdatenwartung stellt in diesem Fall die Pflege der
Kontaktpersonen dar.
Unter den folgenden Punkten finden Sie beispielhafte Szenarien, und eine Beschreibung der für diesen Zweck erforderlichen Stammdatenpflege. Als Beispiel dient die Institutionsart "Finanzamt", das auch für die anderen Institutionsarten gilt.
Sie möchten ein Schreiben bezüglich Einkommenssteuer für Ihren Kunden an das entsprechende Finanzamt senden. Der Kunde ist dem "Finanzamt Kirchdorf Perg Steyr" zugehörig.
Der Sachbearbeiter für Einkommenssteuer beim "Finanzamt Kirchdorf Perg Steyr" ist Ihnen bekannt. Sie möchten daher direkt an diesen Sachbearbeiter adressieren.
Sofern nicht bereits vorhanden, legen Sie als erstes ein eindeutiges Personenkennzeichen MIT Bereichsbezeichnung an.
Stammdaten → Diverse Stammdaten → Personenkennzeichen.
Dieses Personenkennzeichen ist für alle Finanzämter verwendbar, wo Ihnen der Sachbearbeiter für den entsprechenden Bereich bekannt ist.
Hinweis | Achten Sie darauf, am Personenkennzeichen die Kontaktermittlung zu aktivieren! Dieses Feld ist Voraussetzung, damit das Kennzeichen für die automatische Ermittlung im Standardbrief zur Verfügung steht. |
Zuordnung zur Institution:
Der Sachbearbeiter (in diesem Fall vom Finanzamt) wird zuerst als Kontaktperson bei der Institution angelegt. In diesem Zuge können Sie auch prüfen, ob die Kontaktperson bei der Institution vieleicht schon angelegt worden ist.
Stammdaten → Institutionen → Finanzämter.
Selektieren Sie das enstprechende Finanzamt (in unserem Beispiel "Finanzamt Kirchdorf Perg Steyr") und wählen Sie im gelben Menü unter Extras → Kontaktpersonen.
Falls die Kontaktperson noch nicht existiert, starten Sie mit F5 die Neuanlage der Kontaktperson. Verwenden Sie dabei das vorhin erstellte Personenkennzeichen!
Achtung! | Die Kontaktperson muss zur Institution als Hauptzuordnung angelegt werden! |
Hinweis
| Bei der Anlage der Kontaktperson müssen nur der Name und das Personenkennzeichen eingegeben werden. Adressfelder übernimmt das Makro von der jeweiligen Institution.
Anstatt mit Kontaktpersonen zu arbeiten, haben Sie auch die Möglichkeit, den Sachbearbeiter als Diverse Person anzulegen und als Kontakt zuzuweisen. |
Zuordnung zum Kunden:
Im Anschluss muss die Kontaktperson zusätzlich bei den jeweiligen Kunden als Kontakt zugeordnet werden. Verwenden Sie hier ebenfalls wieder das entsprechende Personenkennzeichen!
Wie Sie eine Person als Kontakt zuordnen, lesen Sie
hier.
Bei der Kontaktzuordnung zum Kunden muss es sich NICHT um eine Hauptzuordnung handeln.
Sie möchten ein Schreiben für Ihren Kunden an das entsprechende Finanzamt senden. Der Kunde ist dem "Finanzamt Kirchdorf Perg Steyr" zugehörig.
In diesem Fall ist Ihnen der Sachbearbeiter für Ihr Anliegen nicht bekannt. Sie möchten das Schreiben daher allgemein adressieren.
Sofern nicht bereits vorhanden, legen Sie als erstes ein eindeutiges Personenkennzeichen OHNE Bereichsbezeichnung an.
Stammdaten → Diverse Stammdaten → Personenkennzeichen.
Dieses Personenkennzeichen ist für alle Finanzämter verwendbar, wo Ihnen der Sachbearbeiter für den entsprechenden Bereich NICHT bekannt ist.
Hinweis
| Achten Sie darauf, am Personenkennzeichen die Kontaktermittlung zu aktivieren! Dieses Feld ist Voraussetzung, damit das Kennzeichen für die automatische Ermittlung im Standardbrief zur Verfügung steht. |
Da Ihnen die richtige Kontaktperson bei dieser Institution nicht bekannt ist, müssen Sie den Briefkopf allgemein halten.
Damit das Makro beide Varianten abdecken kann, wird dennoch eine eigene Kontaktperson benötigt.
Zuordnung zur Institution:
Stammdaten → Institutionen → Finanzämter.
Selektieren Sie das enstprechende Finanzamt (in unserem Beispiel "Finanzamt Kirchdorf Perg Steyr") und wählen Sie im gelben Menü unter Extras → Kontaktpersonen.
Starten Sie mit F5 die Neuanlage der Kontaktperson. Verwenden Sie dabei das vorhin erstellte Personenkennzeichen FINANZAMT_ALLGEMEIN.
Achtung! | In diesem Fall muss der Name der Kontaktperson mit dem Namen der Institution identisch sein. Das Makro ist so programmiert, dass eine Kontaktperson im Briefkopf nicht angedruckt wird, wenn sich die Namen nicht unterscheiden.
Die Kontaktperson muss zur Institution als Hauptzuordnung angelegt werden! |
Hinweis
| Bei der Anlage der Kontaktperson müssen nur der Name und das Personenkennzeichen eingegeben werden. Adressfelder übernimmt das Makro von der jeweiligen Institution.
Anstatt mit Kontaktpersonen zu arbeiten, haben Sie auch die Möglichkeit, den Sachbearbeiter als Diverse Person anzulegen und als Kontakt zuzuweisen. |
Zuordnung zum Kunden:
Im Anschluss muss die Kontaktperson zusätzlich beim jeweiligen Kunden als Kontakt zugeordnet werden. Verwenden Sie hier ebenfalls wieder das entsprechende Personenkennzeichen!
Wie Sie eine Person als Kontakt zuordnen, lesen Sie
hier.
Bei der Kontaktzuordnung zum Kunden muss es sich NICHT um eine Hauptzuordnung handeln.
Bei Adressaten muss es sich nicht zwangsläufig um eine Institution im Rahmen der von BMD vordefinierten Institutionen handeln (Menü Stammdaten → Institutionen). Es gibt auch Schriftverkehr für den Kunden an z. B. einen Rechtsanwalt, oder an einen Notar etc.
In einem solchen Fall legen Sie z. B. die Rechtsanwaltskanzlei als
Diverse Person an. Behandeln Sie diese Diverse Person dann in weiterer Folge wie eine Institution und führen Sie die Schritte von
2.1.1 oder
2.1.2 durch.
Für das Makro entspricht diese Diverse Person dann einer Institution. Als Ansprechperson wird eine Kontaktperson oder eine weitere diverse Person angelegt. Diese Ansprechperson wird der Pseudoinstitution als Hauptzuordnung, und dem Kunden als normale Kontaktzuordnung zugeordnet.
Öffnen Sie den Standardbrief und erstellen Sie eine Vorlage mit den entsprechenden Adressmakros.
Stellen Sie sicher, dass Sie im Standardbrief die Combobox auf "Alle Personen" gestellt haben (rechts oben). Adressmakros können nur unter dieser Ausprägung verwendet werden!
Folgende Makros stehen Ihnen zur Adressierung an Institutionen zur Verfügung:
Hinweis | Sollten die jeweiligen Adressmakros bei Ihnen fehlen, müssen diese eventuell zuerst importiert werden. Informationen finden Sie unter Import beim Punkt Importe Standards. |
Fügen Sie die gewünschten Kunden in die
Adressatenliste ein. Im Anschluss wählen Sie über die Funktion
Kontaktperson ermitteln (Strg + K) die entsprechenden Kontaktpersonen nach den definierten Personenkennzeichen aus. Beachten Sie dazu bitte den Parameter unter TOOLS
→ Tools
→ Einstellungen
→ TOOLS Parameter
→ BMD System
→ Standardbrief-Einstellungen
→ Kontaktermittlung mit Personen-Kennz.
| Stellen Sie ein, wie sich die Funktion "Kontaktperson ermitteln" in der Adressatenliste des Standardbriefs verhalten soll.
0 - Nein: Beim Ausführen der Funktion wird der Ansprechpartner vom Personenstamm des Adressaten ermittelt.
1 - Ja: Beim Ausführen der Funktion kann über einen Zuordnungsdialog ausgewählt werden, nach welchem Personenkennzeichen die Kontaktpersonen ermittelt werden soll. Wird bei einem Kunden keine dem Personenkennzeichen entsprechende Kontaktperson gefunden, so wird der in den Stammdaten gesetzte Ansprechpartner übernommen. Ist kein solcher vorhanden, wird aus dem gewählten Personenkennzeichen der hinterlegte Kontakt-Brieftext verwendet.
|
Die jeweilige Institution wird über die Hauptzuordnung der Kontaktperson ermittelt. Die Institution wird nicht in die Adressatenliste eingefügt!
Hinweis | Damit der Briefkopf vom Makro korrekt gebildet werden kann, muss die Zustellanweisung "z.H." verwendet werden. Diese Zustellanweisung wird automatisch als Standard verwendet, sofern in der Kontaktzuordnung keine abweichende Einstellung vorgenommen worden ist. |
Die Adressmakros für Institutionen werden nach folgender Struktur gebildet:
Das Makro "Std_Briefkopf_Institutionen" bildet den Briefkopf für Ihr Schreiben. Der Briefkopf richtet die Adressierung direkt an die jeweilige Institution bzw. falls vorhanden, an die Kontaktperson der Institution.
Beispiel | Sie schreiben im Auftrag Ihres Kunden Allinger an das Finanzamt Kirchdorf Perg Steyr. Die Stammdaten sind entprechend gewartet. Sie fügen Herrn Allinger in die Adressatenliste ein und ermitteln die Kontaktperson mit dem Personenkennzeichen "Finanzamt_Einkommenssteuer". Der Briefkopf wird vom Makro wie folgt gebildet:
|
Das Makro "Std_Name_für_Betreff" dient als Unterstützung, um einen Betreff zu generieren.
Es bildet eine Zeile mit folgendem Aufbau: Titel des Kunden_Vorname des Kunden_Nachname des Kunden_Titel hinten des Kunden.
Wenn Sie das Makro in Kombination mit dem
Ehepaarmodus verwenden, werden zusätzlich die Felder des Ehepartners ergänzt.
Da sich die Anforderungen für einen Betreff je nach Institutionsart und Ihren individuellen Bedürfnissen unterscheiden, wurde das Betreff-Makro sehr allgemein gehalten. Sie haben die Möglichkeit, entsprechende Funktionsfelder in der Briefvorlage vor und nach dem Makro zu ergänzen. Für ein Schreiben am Beispiel Finanzamt würde sich z. B. folgender Aufbau empfehlen:
Für ein Schreiben an eine ÖGK könnten Sie folgenden Aufbau verwenden: