Grundlegende Informationen zum Paket Produktionsplanung und -steuerung finden Sie unter
Erste Schritte PPS.
Das Ziel aller Überlegungen ist die Auswertung der kostenrelevanten Daten in der Kostenrechnung. Basis sind Buchungen, die folgende Informationen beinhalten:
- Betrag
- Menge (+ Einheit)
- Kostenrechnungskonto
- Kostentypen
- Kostenstelle
- Kostenträger
- Geschäftsbereich
- Dimension
- KORE-Abteilung
Die Kostentypenfindung dient als Unterstützung, damit bei Bewegungsdaten im PPS Bereich die fünf Kostentypen automatisch ermittelt werden.
Die Funktionsweise ist so, dass in der Kostentypenfindung Regeln hinterlegt werden. In diesen Regeln wird angegeben, wie für ein bestimmtes Objekt (Funktionsart) die Kostentypen ermittelt werden sollen. Die automatische Findung der Kostentypen erfolgt mittels der Zuordnung.
Abhängig von der Funktionsart können verschiedene Zuordnungen ausgewählt werden. Es sind nicht alle Zuordnungen in jeder Funktionsart auswählbar.
Die Daten der PPS sind unweigerlich mit den Daten der WWS verbunden. Einige Funktionsarten und Zuordnungsmöglichkeiten sind aber rein PPS-spezifisch.
Die Überleitung von PPS Daten wird nicht in jedem Fall mit der Wareneinsatzermittlung in die KORE übergeleitet, sondern müssen teilweise durch andere Funktionen angestoßen werden. Im Folgenden wird beschrieben, welche Funktionsart wie in die KORE gelangt.
Die Funktionsart beschreibt, auf welche Daten die Kostentypen geschrieben werden sollen. Jene Funktionsarten, die die PPS betreffen, sind:
- APZ-Aufzeichnungen
- BDE-Zeit
- Lagerumschichtung Empfang
- Linien-Überleitung
- Produkte
- Produktionsauftrag
- Produktionslos
- Vorgang
- Materialeinsatz (Produktion)
Die weiteren Funktionsarten werden gesondert im Dokument der
Kostentypenfindung näher beschrieben.
Die Überleitung von Lagerbuchungen erfolgt über die Wareneinsatzermittlung.
Die Funktionsart "Materialeinsatz (Produktion)" definiert, dass bei der Erfassung von Materialverbrauch (entspricht einer Stücklistenposition) jener Kostentyp angelegt bzw. verwendet wird, welcher bei der Zuordnung ausgewählt wird.
Für lagergeführte Artikel werden Lagerbuchungen mit dem Lagerbuchungskennzeichen "ABG2" erstellt, welche wiederum mittels Wareneinsatzermittlung bis in die Kostenrechnung übergeben werden können.
Hinweis zur Änderung der Bezeichnung | Seit Version 2019.22.25 Bislang gab es eine Kostentypenfindung, unabhängig davon, ob es sich um eine Set- oder Produktionsstückliste im Kundenauftrag handelte.
Ab sofort ist es möglich, eine eigene Funktionsart "Materialeinsatz bei Set im Verkauf" um die Kostentypenfindung für Sets gesondert einzustellen. Die bestehende Kostentypenfindung wurde in "Materialeinsatz (Produktion)" umbenannt.
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Die Funktionsart "Produkte" definiert, dass bei Anlage eines Produkts jener Kostentyp angelegt bzw. verwendet wird, welcher bei der Zuordnung ausgewählt wird. Für lagergeführte Artikel werden Lagerbuchungen mit dem Lagerbuchungskennzeichen "ZUG2" erstellt, welche wiederum mittels Wareneinsatzermittlung bis in die Kostenrechnung übergeben werden können.
Die Funktionsart "Intralogistik Empfangen" definiert, dass bei Anlage eines Datensatzes in den
Transportlisten jener Kostentyp angelegt bzw. verwendet wird, der bei der Zuordnung ausgewählt wird. Zudem gilt diese Funktionsart auch für den Bereich "Empfangen" der
Lagerumschichtungsliste.
Es werden bei Erfassen der Empfangssequenz Lagerbuchungen mit dem Buchungskennzeichen "UMB1" bzw. "UMB2" erstellt, welche wiederum mittels Wareneinsatzermittlung bis in die Kostenrechnung übergeben werden können.
Die Funktionsart "Intralogistik Transport" definiert, dass bei Anlage eines Datensatzes in den
Transportlisten jener Kostentyp angelegt bzw. verwendet wird, der bei der Zuordnung ausgewählt wird.
Es werden bei Erfassen der Transportsequenz Lagerbuchungen mit dem Buchungskennzeichen "UMB1" bzw. "UMB2" erstellt, welche wiederum mittels Wareneinsatzermittlung bis in die Kostenrechnung übergeben werden können.
Die Überleitung von Mitarbeiteraufzeichnungen in die KORE erfolgt hier über die Leistungserfassung.
Die Funktionsart "BDE-Zeit" definiert, dass bei Anlage eines Leistungserfassungsdatensatzes durch das Stempeln eines Vorgangs in der
BDE-Zeit jener Kostentyp angelegt bzw. verwendet wird, welcher bei der Zuordnung ausgewählt wird.
Die Funktionsart "APZ-Aufzeichnungen" definiert, dass bei Anlage einer
APZ-Aufzeichnung jener Kostentyp angelegt bzw. verwendet wird, welcher bei der Zuordnung ausgewählt wird.
Die Funktionsart "Linien-Überleitung" definiert, dass bei Anlage eines Produktionsloses inkl. Produktionslinie jener Kostentyp angelegt bzw. verwendet wird, welcher bei der Zuordnung ausgewählt wird.
Die unten angeführten Funktionsarten werden nicht direkt in die KORE übergeleitet, sondern sind eine "Hilfs-Funktionsart", damit andere Funktionsarten tatsächlich ihren Kostentyp erhalten. So wird z. B. ein Kostentyp auf einen Produktionsauftrag geschrieben, damit die darin angeführten Produktionspositionen bzw. deren Materialeinsatz einen bestimmten Kostentyp erhalten. Auch die Funktionsarten "Auftrag", "Artikelstamm" und "Angebot" sind solche Funktionsarten.
Die Funktionsart "Produktionsauftrag" definiert, dass bei Anlage eines Produktionsauftrags und dessen -position jener Kostentyp angelegt bzw. verwendet wird, welcher bei der Zuordnung ausgewählt wird.
Die Funktionsart "Produktionsauftrag" definiert, dass bei Anlage eines Produktionsauftrags jener Kostentyp angelegt bzw. verwendet wird, welcher bei der Zuordnung ausgewählt wird.
Die Funktionsart "Vorgang" definiert, dass bei Anlage eines Vorgangs durch die Anlage eines
Arbeitsplans pro Produktionslos jener Kostentyp angelegt bzw. verwendet wird, welcher bei der Zuordnung ausgewählt wird.
Die Zuordnung beschreibt die Quelle des Kostentyps. Jene Zuordnungsmöglichkeiten, die aus dem Bereich PPS stammen, sind:
- PPS-APZ
- PPS-Linie
- Produktionslos Kosten-Nr
Am Arbeitsplatz können die Kostentypen "Abteilung" und "Kostenstelle" hinterlegt werden. Zusätzlich kann eingestellt werden, dass die Bearbeitungs-, Rüst- und Störzeiten auf verschiedene KORE-Konten geschrieben werden sollen.
Von der PPS-Linie kann lediglich die Kostenstelle ermittelt werden. Die Einstellung der Kore-Konten und der Ablauf der Kore-Linien-Überleitung wird gesondert in folgendem Dokument beschrieben:
Kore-Linien-Überleitung
Für das Produktionslos können alle Kostentypen verwendet werden.