Grundlegende Informationen zum Paket Produktionsplanung und -steuerung finden Sie unter Erste Schritte PPS.![]() | Weitere Informationen stehen in den WWS-Themendokumenten zur Chargenverwaltung bzw. zur Seriennummernverwaltung zur Verfügung. Im Produktionsprozess werden eingesetztes Material und erzielte Fertigprodukte über das Produktionslos miteinander verknüpft - siehe dazu auch Produktionslose - zentrales Element der BMD PPS. |
![]() | Produktionslose und Chargen sind grundsätzlich voneinander zu trennen. Der Begriff "Produktionslos" definiert in BMD jenes Element, das Input und Output des Produktionsprozesses miteinander verknüpft, und wird im Englischen am treffendsten mit "batch" übersetzt. Der Begriff "(Material-)Charge" beschreibt Waren mit gleichen Eigenschaften, wird im Lagerbereich verwendet und kann im Englischen mit "lot" übersetzt werden. Chargen können als Materialeinsatz für Produktionslose verwendet werden. Auch der Output eines Produktionsloses können wiederum eine oder mehrere Chargen sein. ![]() Die Produktionslos-Nummer und die interne Chargennummer sind grundsätzlich voneinander zu trennen. Über eine Parametereinstellung (PPS → Produkte → Produktcharge: Generierungsmethode) kann als "interne Material-Chargennummer" von gefertigten Produkten die Produktionslos-Nummer verwendet werden. |
| Feld | Beschreibung |
| Chg-Nr (int) | Innerbetriebliche Chargennummer, die Nummernvergabe kann mittels Parameter gesteuert werden. |
| Chg-Nr (ext) | Externe Chargennummer, zum Beispiel des Lieferanten |
| Mindesthaltbarkeitsdatum | Mindesthaltbarkeitsdatum der Charge, richtet sich auch nach den Einstellungen am Artikelstamm (Mindesthaltbarkeitsdatum erforderlich usw.). |
| Diverse Freifelder |
Bestimmt die interne Chargennummer, die bei der Produktanlage für chargengeführte Artikel vorgeschlagen bzw. vergeben wird. Folgende Einstellungen sind möglich: 1 - Produktionslos *10+Min(9,PF_SEQ) 2 - P.-Los *100 + Min(999,Produkt-LfdNr) 3 - Produkt-Chargennummer 4 - Keine Chargennummer-Vergabe! 5 - Produkt-Chargennummer *1000+ Kombi-Nr MOD 1000 6 - P.-Los *1000 + Kombi-Nr MOD 1000 7 - Wert vom Tagesdatum *100 8 - Entspricht Produktionslos-Nummer 9 - Einerstelle vom Jahr + Tagesnummer im Jahr des Planungsreferenzdatums 10 - Tagesnummer im Jahr des Planungsreferenzdatums + Einerstelle vom Jahr 11 - Erfassungsnummer 12 - Erfassungsnummer + "-" + Pos.Nr. 13 - Tagesdatum JJJJMMTT 14 - Produktionslos-Nummer 15 - Erf.Kz + Erf.Nr + "." + P.-Los-Nr. + "." + Produkt-LfdNr 16 - Makro |
Mit diesem Parameter kann die Produktchargengenerierung mittels Makro erfolgen. |
![]() | Für die Makroerstellung zur Produktchargengenerierung kontaktieren Sie bitte den BMD PPS Support. |
Dieser Parameter regelt die Chargenvorbelegung. Folgende Einstellungen sind möglich: 1 - Einzelcharge in gesamter Stückliste: In der gesamten Stückliste darf für einen Artikel nur ein und dieselbe Charge verwendet werden. 2 - Einzelcharge in Stücklistenposition: Für eine Stücklistenposition darf nur eine Charge verwendet werden. 3 - Multicharge: Für eine Stücklistenposition dürfen mehrere Chargen verwendet werden (wenn z. B. gesplittet wird). Achtung: Wird mit Materialvorbelegung gearbeitet, ist zu empfehlen, den Parameter "Einzelmenge splitten" auf Ausprägung "Ja" zustellen. Bei der Ausprägung "Multicharge" wird die Chargenreinheit lt. Artikelstamm geprüft. Bei den Ausprägungen 1 und 2 wird die Einstellung lt. Artikelstamm nicht berücksichtigt. |
| Feld | Beschreibung | ||||||||||
| Seriennummer (intern) | Seriennummer (intern). In der Auftragserfassung kann direkt im Feld "Ser-Nr. (int)" auf der Auftragsposition die gewünschte Seriennummer hinterlegt werden. Bei einer Positionsmenge > 1 ist das Feld inaktiv. Ist bereits eine Seriennummer erfasst worden und Sie erhöhen die Menge, kommt ein entsprechender Hinweis: ![]() Die Seriennummer der Auftragsposition wird auf den Liefervorschlag übernommen. Die Eindeutigkeit der internen Seriennummer wird durch folgenden Parameter geregelt: Bereich Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstelllungen → WWS Parameter → PPS & WWS allgemein → Zusatztabelle Seriennummer:
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| Seriennummer (extern) | Externe Seriennummer | ||||||||||
| Garantiedatum (Verkauf) | Das Garantiedatum (Verkauf) ermittelt sich bei Verkauf (Auslieferung) einer Seriennummer automatisch auf Basis folgender Felder am Artikelstamm:
Neben der Steuerung über den Artikelstamm können beide Vorgaben über die Warengruppen bzw. über Parameter gesteuert werden. Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Stammdatenverwaltung → Standard-Artikelkennzeichen
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| Garantiedatum (Einkauf) | Siehe ebenso Artikelstamm Garantiezeitraum & Garantiezeitraum-Kennzeichen | ||||||||||
Diverse Freifelder |
![]() | Es kann für Artikel eingestellt werden, dass die Seriennummer nur bei Auslieferung/Verarbeitung abgefragt wird. Dadurch sind am Lager keine Seriennummern geführt - diese werden im Produktionsprozess direkt in der Stückliste dokumentiert. Somit entfällt hier auch eine automatische Materialfindun, es muss die Seriennummer manuell per Hand eingegeben werden. |
| Minimale Menge pro Produktionslos (Produkt). Besonderheiten dieses Feldes in der PPS Die minimale Menge pro Produktionslos ist jene Menge, die benötigt wird, damit die Prozesssicherheit und die Produktion allgemein gewährleistet werden. Bei der Übernahme einer Auftragsposition zur Produktion in die PPS wird die Menge, sofern diese kleiner als die "Minimale Menge pro Produktionslos" ist, auf die "Minimale Menge pro Produktionslos" aufgerundet. | |
Optimale Menge pro Produktionslos (Produkt) Besonderheiten dieses Feldes in der PPS Die optimale Menge pro Produktionslos entspricht meist der maximalen Menge. Bei der Übernahme einer Auftragsposition zur Produktion in die PPS werden mehrere Produktionslose zur Auftragsposition angelegt, wenn die Menge größer als die "Optimale Menge pro Produktionslos" ist. Das erste Produktionslos zur Auftragsposition wird mit der "Optimalen Menge pro Produktionslos" angelegt. Die restliche Menge wird wiederum mit der "Minimalen Menge pro Produktionslos" und "Optimalen Menge pro Produktionslos" geprüft und es werden dementsprechend weitere Produktionslose zur Auftragsposition angelegt. |
![]() | Mit einer Produktionslosmenge von 2 Stück kann nicht eindeutig nachvollzogen werden, ob die Komponenten-Seriennummer A in der Seriennummer 1 oder 2 verbaut wurde. ![]() |
![]() | Bei einer Produktionslosmenge > 1 Stück muss für die eindeutige Rückverfolgung bekannt gegeben werden, für welches Produkt das eingesetzte Material verwendet wird. Das heißt, neben dem Produktionslos wird zusätzlich auf das Produkt verknüpft. Die Zuordnung erfolgt über Bekanntgabe der Produkt-Seriennummer. ![]() |
![]() | Für die Abläufe der Materialrückmeldung siehe Materialrückmeldung pro Produkt. |

![]() | Im vorliegenden Beispiel wird zur Ser-Nr 48 des Artikels dru015 eine Service-Stückliste mit den Positionen dru002 (Chg-Nr 102-2020) und srv010 (Ser-Nr 101-101) importiert. ![]() Das Ergebnis in der Service-/Stückliste sieht dann wie folgt aus: ![]() |
