UebergeordnetesD.bmp Grundlegende Informationen zum Paket Produktionsplanung und -steuerung finden Sie unter Erste Schritte PPS.


 Wie kann in der Auftragsstückliste für die Auftragspositionen die Stammdatenstückliste erneut übernommen werden?

Wenn sich nach dem Anlegen einer Auftragsposition die Stammdatenstückliste ändert und diese Änderung für die bereits angelegte Auftragsposition gelten soll, dann kann mit der Funktion "Stückliste erneut übernehmen" der Auftragsposition die Stückliste aus den Stammdaten erneut übernommen werden. Diese Funktion kann nicht nur für eine Position durchgeführt werden. Es können auch mehrere bzw. alle Positionen aus den Stammdaten auf einmal neu übernommen werden. Dabei werden auch Arbeitspläne neu aus den Stammdaten geladen (und eventuelle Änderungen verworfen!).

Im unten angeführten Screenshot wurde die Funktion extra als Favorit im Bereich eingestellt. In der Produktionsauftragserfassung ist die Funktion standardmäßig aktiv.

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Unter WWS → Verkauf → Aufträge können mittels der Funktion "Neu ermitteln" auch für mehrere Aufträge die Stücklisten neu aus den Stammdaten gelesen werden.
Diese Funktion ist nur dann möglich, wenn dahinterliegende Produktionslose noch nicht freigegeben sind bzw. es noch keine Bewegungsdaten auf diesen gibt. Wenn dies der Fall ist, erscheint eine Hinweismeldung, dass die Funktion nicht ausgeführt werden kann.

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Im dabei aufgehenden Fenster muss die Option "Stückliste neu (aus Stammdaten)" aktiv gesetzt werden, bevor auf "Ok" geklickt wird.

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 Ist es möglich, nach dem Verbuchen der Rohwaren Änderungen in der Auftragsstückliste vorzunehmen?

Verbuchte Rohwarendatensätze können aufgrund der notwendigen Nachvollziehbarkeit nicht mehr bearbeitet werden. Jedoch gibt es die Möglichkeit, über die "Nacherfassung" zusätzliche Stücklistenpositionen zu buchen, obwohl das Produktionslos den Status "Fertig" hat. Sie finden die Nacherfassung im Kontextmenü einer Stücklistenposition. Einzige Bedingung beim Erfassen von Nacherfassungen ist, dass auch ein Begründungstext bei der Stücklistenposition eingegeben werden muss.

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Mit der Funktion "Neu" (unter Nacherfassung) können so noch zusätzliche Rohwaren zu diesem Produktionslos abgebucht werden.
Zudem ist es auch möglich, mit den Funktionen Storno oder Retourmenge erfassen Rückbuchungen im Materialeinsatz vorzunehmen.

Die Funktionen unter "Nacherfassung", "Storno" und "Retourmenge erfassen" können auch eigens berechtigt werden.

 Ist es möglich, die Auftragsstückliste zu ändern und welche Auswirkung hat das auf die Stammdaten?

Ja, Sie können die Auftragsstückliste ändern. Änderungen haben keine Auswirkung auf die Stammdatenstückliste. Die Änderungen gelten nur für diesen einen Auftrag.

Eventuell kann mit dem Parameter Auftragsstatus für Änderung berücksichtigen eine Bearbeitung der Stückliste unterbunden sein, wenn z. B. die AB eines Auftrages bereits im Original gedruckt worden ist.
 

 Warum zieht es mir bei Neuanlage eines Auftrags nicht die gewünschte Stückliste laut Stammdaten?

Eine Möglichkeit bei diesem Problem kann sein, dass es mehr als eine Stückliste in den Stammdaten gibt. Dies kommt z. B. dann vor, wenn ein Stücklistenkopf kopiert wird. Es wird immer jene Stückliste als erste Ebene am Auftrag aufgelöst, die dem Artikel direkt als Hauptstückliste zugeordnet ist.

Welche Stückliste dem Artikel zugeordnet ist, sehen Sie an nachfolgend beschriebenen Punkten:

 Feld "Hauptstückliste" am Stücklistenkopf

Im folgenden Fall ist die Stückliste mit der Bezeichnung "... NEU" nicht die Hauptstückliste, erkennbar an dem Feld "Hauptstückliste" und dem roten X darin.

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 Feld "Stückliste" am Artikelstamm

Mit der F8-Funktion im Feld "Stückliste" öffnet sich die direkt zugeordnete Stückliste zum Artikel:

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Mit der F4-Funktion können Sie aus bestehenden Artikeln eine andere Stückliste dem Artikel zuordnen.

 Stücklistenreiter im Artikelstamm

Im optionalen Bereich "Stückliste" des Artikelstamms sehen Sie die zugeordnete Stückliste zum Artikel, die bei Auftragsanlage aufgelöst wird.

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 Wie kann eine automatische Materialrückmeldung erfolgen?

Hinweis 
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Bei chargen- und seriennummerngeführten Stücklistenpositionen ist eine automatische Materialrückmeldung aufgrund notwendiger Rückverfolgung nicht zu empfehlen. Unter bestimmten Voraussetzungen (bestimmter Ablauf), kann die Rückverfolgung aber auch garantiert werden. Bitte aber jedenfalls eine automatisierte Materialrückmeldung mit dem PPS Support abstimmen!

 Artikelklassen

Werden Fertigprodukte über Produkte pro Produktionslos/BDE-Produkt erfasst, kann beispielsweise die retrograde Materialrückmeldung auf Produktbasis aktiviert werden. Im Dialog "Material (lt. Stückliste) ausbuchen für P.-Los" kann zusätzlich auch die Rückmeldung für bestimmte Artikelklassen eingestellt werden (siehe Screenshot):

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Es werden sowohl jene Artikel zurückgemeldet, deren Artikelklasse angegeben wird, als auch jene Artikel der Stückliste, die keine Artikelklasse (am Artikelstamm) hinterlegt haben. Die Artikel, die eine Artikelklasse hinterlegt haben, aber nicht ausgewählt worden sind, werden nicht rückgemeldet.

Meistens wird bereits mit Einstellungen der Parameter Retrograden Materialrückmeldung und Materialrückmeldung für Artikelklassen voreingestellt.

Dieser Parameter wird auch bei der Produktrückmeldung über den BMDPpsService berücksichtigt. Für das Zubuchen von Produkten über MDE gibt es eine eigene Parametereinstellung, ob Materialien rückgemeldet werden sollen oder nicht. Falls der Parameter Material-Rückmeldung bei Neuanlage eines Produktes auf "Ja, mit Materialfindung" gestellt ist, werden die gleichen Artikelklassen berücksichtigt wie im Parameter für die normale Produktrückmeldung.
  

 Bei Fertigmeldung des Produktionsloses

Eine weitere Möglichkeit, um automatisiert den Materialeinsatz vom Lager abzubuchen, ist der Parameter Verbuchung: bei Fertigmeldung des Produktionsloses offene Materialien verbuchen.

Wenn dieser aktiv ist, werden alle noch offenen Materialien mit dem Status "Ware zubereiten" bei Fertigmeldung des Produktionsloses vom Lager abgebucht.

 Produktionszugang​

Über den so genannten PPS Basisablauf über das Fenster Produktionszugang kann eine automatische Materialrückmeldung beim Verbuchen des Produktionszugangs eingestellt werden. Details dazu finden Sie im Dokument Produktionszugang mit Materialrückmeldung.

 Woher wird beim Produktionsauftrag der Prozess ermittelt, wenn auf der Stückliste kein Prozess hinterlegt ist?

Das System ordnet diese Materialien automatisch dem ersten Vorgang zu. Die Materialien werden somit zu Produktionsbeginn disponiert. Es wird damit der Prozess des ersten Vorgangs herangezogen.

 Warum wird in der Auftragsstückliste die benötigte Menge einer Rohware nicht richtig ermittelt?

Mögliche Ursachen können sein:
  • Es fehlt die Einheitentabelle beim Fertigprodukt.

  • In der Einheitentabelle fehlt die Umrechnung auf die Einheit der Rohware.

  • Die Referenzmenge am Stücklistenkopf (Stammdaten) ist falsch.

  • Die Menge der Stücklistenposition (Stammdaten) ist falsch.

 Kann ich durch Rohwarenabbuchungen negative Lagerkonten auslösen?

Standardmäßig ist es nicht erlaubt, negative Lagerkonten auszulösen – es wird aufgrund möglicher falscher Einstandspreisdaten auch nicht empfohlen, diese Standardeinstellung zu ändern.

Um Produkte bei aktiver retrograder Materialrückmeldung trotzdem auf Lager buchen zu können, gibt es die Möglichkeit der "Ausstehenden Materialrückmeldungen". Falls z. B. Wareneingänge noch nicht verbucht worden sind, obwohl diese schon in der Produktion gebraucht werden. Das Fenster "Ausstehenden Materialrückmeldungen" ist mit der Lizenz "PPS-Material" verfügbar.

Die ausstehenden Materialrückmeldungen listen alle Materialabgangsbuchungen des Produktionsbereichs, die zum Zeitpunkt des Buchens ein negatives Lagerkonto ausgelöst hätten. Um einem negativen Lagerkonto vorzubeugen, werden die Warenabgänge in der Stückliste zwar "registriert", jedoch nicht vom Lager abgebucht. Mehr dazu erfahren Sie in der BMD Hilfe zur Menühilfe Ausstehende Materialrückmeldungen oder im Themendokument Ablauf Ausstehende Materialrückmeldungen.

Bei Verwendung der ausstehenden Materialrückmeldungen muss garantiert werden, dass jemand zumindest einmal monatlich die Datensätze in den ausstehenden Materialrückmeldungen kontrolliert und ggf. nachbucht.

 Können geänderte Auftragsstücklisten in die Stammdaten übernommen werden?

Ja, es gibt die Möglichkeit, bearbeitete Auftragsstücklisten in die Stammdaten zu übernehmen. Sie finden die Funktion Stückliste in Stammdaten übernehmen unter den Extras-Funktionen im Materialeinsatz.

Nach Ausführung der Funktion öffnet sich das Dialogfenster "Stücklisten in Stammdaten übernehmen für ...". Dort können Einstellungen für die neue Stückliste vorgenommen werden. Nach der Übernahme wird für die neue Stückliste ein Protokoll erstellt.

Details dazu finden Sie im Onlinehilfedokument Stücklisten in Stammdaten übernehmen.
 

 Wie kann ich Einzelteile (Stücklistenpositionen) einzeln für die Produktion buchen?

Die einfachste Möglichkeit ist die Funktion "Rückmelden" im Materialeinsatz/in der Auftragsstückliste, die einzeln auf eine Stücklistenposition ausgeführt werden kann. Siehe Beschreibung Materialrückmeldung via Funktion "Rückmelden".

Achtung: Wenn Sie mit dem Produktionszugang arbeiten, müssen Sie darauf achten, dass die abgebuchten Einzelteile nicht noch einmal durch den Produktionszugang und die Material- und Zeitbedarfsermittlung gebucht werden.
 

 Warum habe ich in der Dispoliste keinen geplanten Abgang für den Stücklistenpositionsartikel?

Bitte überprüfen Sie in diesem Fall das Feld "Materialbeistellung" auf der Stücklistenposition. Steht dieses auf "Nein", wird kein geplanter Abgang erzeugt.

 Kann Material auf ein Produktionslos noch nachgebucht werden?

Ja, Material kann auch auf ein fertiges Produktionslos nachgebucht rückgemeldet werden.

Die Funktion "Rückmelden" kann unabhängig vom Status des Produktionsloses durchgeführt werden. Die Rückmeldung kann aber für fertige/stornierte Produktionslose eigens berechtigt werden.
Die so genannte "Nacherfassung" ist in die Funktion "Rückmelden" integriert worden und es wird dort geprüft, ob eine Nacherfassung notwendig ist (mit Begründungstext) oder nicht.

Bei bereits fertig gemeldeten/stornierten Produktionslosen und Auftragspositionen wird für die Funktionen "Neu", "Bearbeiten" und "Materialrückmeldung" ein Begründungstext bei der Eingabe als Pflichtfeld eingefordert. Genau dann handelt es sich um eine Nacherfassung.

Wenn Materialien zusätzlich abgebucht werden, ist zu berücksichtigen, das Produktionslos mit der Funktion "Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen" neu aufzurollen, um erzeugte Produkte neu zu bewerten. Für die erfolgreiche Ausführung der Funktionen muss im Gegensatz zum Ausführen der Standardfunktionen "Neu", "Bearbeiten", "Löschen" und "Materialrückmeldung" pflichtmäßig ein Begründungstext eingegeben werden, der mit ins Lagerjournal geschrieben wird.

Folgende Funktionen mit folgenden Berechtigungen sind für die Nacherfassung möglich:
  • A_NEW.bmp Neu (Stkl-Nacherfassung Neu (MCS_MDAUFTRAGSSTUECKLISTEMGR_NACHERFASSUNG_NEU 37756))

  • A_EDIT.bmp Bearbeiten (Stkl-Nacherfassung Bearbeiten (MCS_MDAUFTRAGSSTUECKLISTEMGR_NACHERFASSUNG_BEARBEITEN 37789))

  • A_DELETE.bmp Löschen (MCS_MDAUFTRAGSSTUECKLISTEMGR_NACHERFASSUNG_LOESCHEN 37791))

  • PPS_KommListe_Verb.bmp Rückmelden (MCS_MDAUFTRAGSSTUECKLISTEMGR)

 Warum fügt es mir die Stücklistenposition auf der Auftragsstückliste immer als Baugruppe ein?

Sobald der Artikel, der in eine Auftragsstückliste eingefügt wird, die Ausprägung "Kundenproduktion" oder "Lagerproduktion" hat und selbst eine Stückliste in den Stammdaten besitzt, wird immer die dem Artikel zugeordnete (Haupt-)Stückliste im Auftrag mit der Auflösung "Auflösung" eingefügt.

Der Artikel "S001" wurde nachträglich in die Stückliste des Produktionsloses 10615 eingefügt:

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Wollen Sie stattdessen aber nur den Artikel eingefügt haben, kann dies auf zwei Wegen geändert werden:

 Stücklistenpositionstyp umstellen

Beim Einfügen eines Stücklistenartikels wird automatisch der Stücklistenpositionstyp "Baugruppe" vorgeschlagen. Sie können diesen Vorschlagswert direkt bei Neuanlage oder durch nachträgliches Bearbeiten auf "Artikel" umstellen. Dabei wird die Stückliste des Artikels nicht aufgelöst und nur der Einzelteil in die Stückliste eingefügt.

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Der Artikel "S001" wird gleich als Einzelteil eingefügt:

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 Funktion "Position in Artikel/Stückliste wandeln"

Die Umstellung des Stücklistenpositionstyps kann alternativ auch über die Funktion Position in Artikel/Stückliste wandeln im Unterpunkt "Materiafluss steuern" umgestellt werden. Für eine raschere Funktionsausführung kann mit der Tastenkombination "Alt+K" die Funktion angestoßen werden. Die Funktion kann auch wieder dafür verwendet werden, wenn der Artikel doch als Stückliste aufgelöst werden soll.

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 Wie kann ist auswerten, in welchen Mengen eine Stücklistenposition in einem bestimmten Zeitraum abgebucht wurde?​

Auswertungsmöglichkeiten für die Verwendung von Stücklistenpositionen gibt es mehrere.

 Fenster "Stücklistenpositionen"​

Im Fenster ​Stücklistenpositionen werden alle in Aufträgen angelegten Stücklistenpositionen angezeigt. Hier können Sie mit der Verwendung von Bildschirmlisten und Vorabfilterung auf z. B. den Warenstatus "Ware verarbeitet" und das gewünschte Verarbeitungsdatum arbeiten.

 ​Auswertung Stücklistenpositionen

​Unter den Aufrufen WWS bzw. PPS → Auswertungen → Auswertungsdesigner können Sie mit dem Auswertungstyp "604 - Stückliste" eigene Auswertungen definieren. Bei Auswertungen besteht zusätzlich der Vorteil, dass diese als Favoriten hinzufügbar sind bzw. auch ein automatischer Versand bzw. Export über Stapeldefinitionen angestoßen werden kann.


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