In dieser Themenhilfe finden Sie, wie Sie Mehrwegpfand und Einwegpfand in der WWS umsetzen können.
Pfand kann sowohl für Mehrwegverpackungen (z. B. Flaschen und Kisten) als auch für Einwegverpackungen (z. B. Aludosen, Kunststoffflaschen) eingehoben werden. Vorrangig finden Sie hier die Umsetzung in der WWS, wenn ein Artikel mit Mehrwegpfand bzw. Einwegpfand verkauft wird. In der WWS wird dies mit
Folgeartikeln umgesetzt. Das bedeutet, dass der Artikel, z. B. Mineralwasser, verkauft wird und das Pfand automatisch über die Folgeartikel ermittelt und mitverrechnet wird.
Da beim Mehrwegpfand mehrere Einheiten verwendet werden können, muss dies so gestaltet sein, dass abhängig von der Einheit das Pfand korrekt gezogen wird. Das heißt, dass z. B. das Flaschenpfand immer gezogen wird, wenn ein Mineralwasser in der Glasflasche verkauft wird. Wird aber eine Kiste mit Mineralwasserflaschen verkauft, muss zusätzlich zum Pfand der Flaschen auch das Kistenpfad verrechnet werden.
Die Einstellungen und automatische Auflösung in der Auftragserfassung werden Ihnen anhand von Flaschenpfand und Kistenpfand nun nähergebracht.
Für die Umsetzung des Flaschenpfands wird zunächst ein Artikel für die Verrechnung des Flaschenpfands benötigt. Das Flaschenpfand wird mit der Grundeinheit "Pau" (Pauschale), dem gewünschten Verkaufspreis (= Pfand je Flasche) und dem Kennzeichen, dass es sich um einen Folgeartikel handelt (Feld "Folgeartikelkennzeichen"), angelegt. Der Artikel wird nicht lagergeführt und hat eine Kontentabelle hinterlegt.
Beim Artikel (z. B. Mineralwasser), der in Flaschen verkauft wird, wird eine Folgeartikelgruppe hinterlegt, in der das Flaschenpfand hinterlegt wird. Diese Folgeartikelgruppe kann beim Feld "Folgeartikelgruppe" am Artikel (z. B. Mineralwasser) mit der F8-Funktion angelegt werden.
Mit der F8-Funktion öffnet sich das Fenster "Folgeartikelgruppen". Dort kann das Flaschenpfand als Folgeartikel hinterlegt werden. Auswählbar sind bei den Folgeartikeldetails nur Artikel, die als Folgeartikel gekennzeichnet sind. Wichtig bei der Anlage der Folgeartikeldetails ist das Feld "Mg mult" (Menge multiplizieren). Dieses muss aktiviert sein, damit sich die Menge des Flaschenpfands mit der verkauften Menge der Flaschen multipliziert. Beispiel: Es werden 3 Flaschen verkauft, daher soll das Flaschenpfand auch 3-mal verrechnet werden.
Nach dem Speichern der Folgeartikeldetails und dem Speichern der Folgeartikelgruppe am Artikel kann der Artikel in Aufträgen bzw. in der Kasse verwendet werden.
Damit die Folgeartikel in Aufträgen aufgelöst werden, kann noch kontrolliert werden, ob am
Erfassungskennzeichen für Verkauf das Feld "Folgeartikel berücksichtigen" aktiviert ist.
Wird nun der angelegte Artikel (z. B. Mineralwasser) im Auftrag eingegeben, wird das Flaschenpfand automatisch in der entsprechenden Menge als eigene Auftragsposition aufgelöst, sobald die Position gespeichert wird.
Zu 3 Flaschen Mineralwasser wird automatisch die Position "Flaschenpfand" mit der Menge 3 verrechnet.
Soll der angelegte Artikel auch in der Kasse genutzt werden, muss der folgende Parameter aktiviert sein, damit die Folgeartikel in der Kassenerfassung berücksichtigt werden.
Paket WWS → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Kasse → Allgemein
| Definition, ob in der Kassenerfassung Folgeartikel berücksichtigt werden sollen. |
Für die Umsetzung des Flaschenpfands und Kistenpfands wird zunächst ein Artikel für die Verrechnung des Flaschenpfands benötigt. Das Flaschenpfand wird mit der Grundeinheit "Pau" (Pauschale), dem gewünschten Verkaufspreis (= Pfand je Flasche) und dem Kennzeichen, dass es sich um einen Folgeartikel handelt (Feld "Folgeartikelkennzeichen"), angelegt. Der Artikel wird nicht lagergeführt und hat eine Kontentabelle hinterlegt.
Das Kistenpfand erhält die Grundeinheit "Pau" (Pauschale), den Verkaufspreis, der dem Pfand entspricht, und das Kennzeichen für Folgeartikel (Feld "Folgeartikelkennzeichen"). Der Artikel wird nicht lagergeführt und hat eine Kontentabelle hinterlegt.
Beim Artikel, der in Flaschen und Kisten verkauft wird (z. B. Mineralwasser), muss eine Einheitentabelle und eine Folgeartikelgruppe hinterlegt werden. Die Einheitentabelle wird über die F4-Funktion beim Feld "Einheitentabelle" am Artikel angelegt.
In der Einheitentabelle muss hinterlegt werden, wie viele Flaschen in einer Kiste verkauft werden. In unserem Beispiel werden 12 Flaschen in der Kiste verkauft.
Danach muss die Folgeartikelgruppe angelegt werden. Diese Folgeartikelgruppe kann beim Feld "Folgeartikelgruppe" am Artikel (z. B. Mineralwasser) mit der F8-Funktion angelegt werden.
In der Folgeartikelgruppe kann nun mit unterschiedlichen Einheiten gearbeitet werden. Wird die Folgeartikelgruppe vom Artikel "Mineralwasser" mit der F8-Funktion angelegt, ist die Einheitentabelle sofort ersichtlich.
In den Folgeartikeldetails können sowohl Flaschenpfand als auch Kistenpfand mit der gewünschten Einheit hinterlegt werden.
Flaschenpfand wird für die Einheit "Fl" (Flasche) und Kistenpfand für die Einheit "Ki" eingestellt. Bei beiden ist das Feld "Mg mult" (Menge multipliziert) aktiviert, damit die korrekte Menge an Pfand verrechnet werden kann.
Nach dem Speichern der Folgeartikelgruppe kann der Artikel in Aufträgen oder in der Kassenerfassung verwendet werden.
Werden vom Artikel "Mineralwasser" nun z. B. 5 Flaschen verkauft, wird nur das Flaschenpfand ermittelt.
Wird eine Kiste Mineralwasser verkauft, wird 12 mal das Flaschenpfand, weil eine Kiste 12 Flaschen enthält, und einmal das Kistenpfand verrechnet.
Für alle Artikel, bei denen das Pfandlogo auf dem Etikett bzw. der Verpackung vorhanden ist, muss ein Pfand bezahlt werden. Im Folgenden finden Sie eine Anleitung für die Einstellungen in der WWS, damit das Einwegpfand automatisch verrechnet wird.
Für die Umsetzung des Einwegpfands wird zunächst ein Artikel für die Verrechnung des Pfands benötigt. Das Pfand wird mit der Grundeinheit "Pau" (Pauschale), dem gewünschten Verkaufspreis (= Pfand je Dose oder Kunststoffflasche) und dem Kennzeichen, dass es sich um einen Folgeartikel handelt (Feld "Folgeartikelkennzeichen"), angelegt. Der Artikel wird nicht lagergeführt und hat eine Kontentabelle hinterlegt.
Beim Artikel (z. B. Getränk in Dose), der in Dosen verkauft wird, wird eine Folgeartikelgruppe hinterlegt, in der das Pfand hinterlegt wird. Diese Folgeartikelgruppe kann beim Feld "Folgeartikelgruppe" am Artikel (z. B. Getränk in Dosen) mit der F8-Funktion angelegt werden.

Mit der F8-Funktion öffnet sich das Fenster "Folgeartikelgruppen". Dort kann das Pfand als Folgeartikel hinterlegt werden. Auswählbar sind bei den Folgeartikeldetails nur Artikel, die als Folgeartikel gekennzeichnet sind. Wichtig bei der Anlage der Folgeartikeldetails ist das Feld "Mg mult" (Menge multiplizieren). Dieses muss aktiviert sein, damit sich die Menge des Pfands mit der verkauften Menge der Getränkeverpackungen multipliziert. Beispiel: Es werden 3 Dosen verkauft, daher soll das Pfand auch 3-mal verrechnet werden.
Nach dem Speichern der Folgeartikeldetails und dem Speichern der Folgeartikelgruppe am Artikel kann der Artikel in Aufträgen bzw. in der Kasse verwendet werden.
Damit die Folgeartikel in Aufträgen aufgelöst werden, kann noch kontrolliert werden, ob am
Erfassungskennzeichen für Verkauf das Feld "Folgeartikel berücksichtigen" aktiviert ist.
Wird nun der angelegte Artikel (z. B. Getränk in Dosen) im Auftrag eingegeben, wird das Pfand automatisch in der entsprechenden Menge als eigene Auftragsposition aufgelöst, sobald die Position gespeichert wird.
Zu 3 Dosen wird automatisch die Position "Pfand" mit der Menge 3 verrechnet.
Da die Artikel bei der Umstellung auf Pfand neue EANs erhalten, gibt es zwei Varianten, wie dies in BMD abgebildet wird. Beide werden im Folgenden kurz beschrieben.
Werden neue Artikel für die Pfandverrechnung angelegt, kann die neue GTIN (Global Trade Item Number) am Artikel bei den EANs hinterlegt werden.
Am Artikel wird über das Feld "Folgeartikelgruppe" eine neue Folgeartikelgruppe erstellt, die den Pfandartikel enthält. Nähere Informationen dazu finden Sie unter dem Punkt
Einwegpfand.
Um mit bestehenden Artikeln weiterarbeiten zu können, ist es notwendig, die neue GTIN als zusätzliche EAN zu hinterlegen. In der Übergangsphase ist dies nur mit einer zusätzlichen Einheit möglich, da der Artikel mit beiden GTIN verkauft werden kann: Bestehende GTIN ohne Pfand und daher ohne Folgeartikelauflösung und neue GTIN mit Pfand und daher mit dem Pfandartikel als Folgeartikel. Über die abweichende Einheit wird somit gesteuert, ob der Pfand verrechnet wird.
Um abweichende Einheiten verwenden zu können, muss eine Einheitentabelle angelegt werden. In dieser Einheitentabelle wird eine neue Verkaufseinheit mit Faktor 1 hinterlegt. Dies kann über das Feld "Einheitentabelle" am Artikel oder im Reiter "Einheitentabelle" im Fenster
Artikel erfolgen.
Beispielsweise kann zur Einheit "Fl" (Flasche) die Einheit "Stk" (Stück) als zusätzliche Einheit zum Artikel hinterlegt werden.
Dieser neuen Verkaufseinheit wird nun die neue GTIN in den EANs zugeordnet.
Der Artikel hat somit zwei EANs mit der GTIN hinterlegt. Einmal die "alte" GTIN für den Artikel ohne Pfand und ein zweiter Eintrag mit der neuen GTIN mit Pfand.
Am Artikel muss eine neue Folgeartikelgruppe über das Feld "Folgeartikelgruppe" angelegt werden. Hier ist beim Feld "Einheit" darauf zu achten, dass die neue Verkaufseinheit hinterlegt wird.
Wird der Artikel mit der ursprünglichen Einheit verkauft, wird kein Pfand verrechnet.
Sobald die neue Einheit "Stk" im Auftrag verwendet wird, wird das Pfand automatisch aufgelöst.
Mehrwegpfand