
Grundlegende Informationen zur Anlagenbuchhaltung finden Sie unter
Erste Schritte.
Ein Anlagenverzeichnis ist eine strukturierte Übersicht über sämtliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens eines Unternehmens. Es enthält wesentliche Informationen wie Anschaffungsdaten, Abschreibungen und den aktuellen Buchwert.
Zur Erfassung von Anlagegütern im Verzeichnis stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Wird parallel die NTCS Finanzbuchhaltung genutzt, können dort bereits gebuchte Anlagenzugänge automatisch übernommen werden. Alternativ (ohne Nutzung der NTCS Finanzbuchhaltung) lassen sich Wirtschaftsgüter manuell oder per CSV-Import in das Verzeichnis einpflegen.
In dieser Dokumentation werden die möglichen Vorgehensweisen der Anlagenzugangserfassung in die Anlagenbuchhaltung (Anlagenexplorer) erklärt:
Für den Start der manuellen Zugangserfassung gibt es mehrere Varianten:
Variante 1: Start im Bereich Anlagenbaum → Reiter "Konten" → Funktionen → Zugang
Variante 2: Im Reiter "Anlagegüter" und im Reiter "Anlagegut" unter Funktionen → Zugang
Variante 3: Im Bereich Anlagebaum im Reiter "Konten" das Konto markieren → rechte Maustaste → Zugang
Im ersten Block des Fensters "Anlagegut - Zugang (Neuanlage)" sind die Kontonummer (wenn die Funktion "Zugang" auf dem Konto mit rechter Maustaste gewählt worden ist, wird Ihnen die Kontonummer automatisch vorgeschlagen) und die Inventarnummer/UnterNr. einzugeben. Wie die Inventarnummernvergabe erfolgen soll, ist in den Anbu-Stammdaten im Feld "Inventar-Nr. Vergabe" vordefiniert.
Danach sind im Block Anlagegut die Felder Menge, Bezeichnung, Anschaffungsdatum, Inbetriebnahmedatum, Beleg, Art, abnutzbar und beweglich zu befüllen.
Im Feld "Art" ist unbedingt die passende Anlagenart auszuwählen. Wenn Sie den BMD Standardkontenrahmen verwenden, ist die "Anlagenart" auf dem Konto bereits hinterlegt. Diese Auswahl ist relevant für die korrekte bilanzielle Zuordnung, die Abschreibungssystematik sowie mögliche Sonderregelungen (z.B. GWG oder in Bau befindliche Anlagen).
Das Feld "abnutzbar" wird standardmäßig mit dem Feld "Anlagenart" mitgesteuert. In Sonderfällen, z. B. bei der Erfassung eines Festwerts, kann dieses Feld trotz der Anlagenart "Sachanlage" auf "Nein" gestellt werden. Festwerte werden nicht abgeschrieben.
Folgende Anlagenarten stehen zur Auswahl:
- Sachanlage
- im Bau befindliche Anlage
- geringwertiges Wirtschaftsgut
- immaterielle Anlage
- Grundstück
- Gebäude
- PKW
- Finanzanlage
- Anzahlung
Im Block Anschaffungs-/Herstellkosten sind die Anschaffungskosten für Unternehmensrecht, Steuerrecht, kalkulatorische Werte und das Nominale zu erfassen.
Im Block Abschreibungsart ist für Unternehmensrecht, Steuerrecht und kalkulatorische Abschreibungsart einzustellen, wie die Abschreibung gerechnet werden soll.
Hier gibt es folgende Ausprägungen:
Im Block Nutzungsdauer (in Jahren) ist die Nutzungsdauer für Unternehmensrecht, Steuerrecht und kalkulatorische AfA für das Anlagegut einzugeben. Ob die Nutzungsdauer in Jahren oder in Prozent einzugeben ist, wird in den Anbu-Stammdaten im Feld "Eingabe der Nutzungsdauer" definiert.
Hier können Sie zwischen folgenden Ausprägungen wählen:
- in Jahren
- in Prozent
- in Jahren und Prozent
Bereits bei der Neuanlage des Anlagegutes können die Bewertungsreserven, der Gewinnfreibetrag sowie der Investitionsfreibetrag erfasst werden. Dazu öffnen Sie mit dem F8-Symbol im gewünschten Feld die Verwaltung und erfassen die Daten. Ist zum Zeitpunkt des Zuganges noch nicht bekannt ob z. B. ein Investitionszuschuss gewährt wird, kann dieser natürlich jederzeit über die Investitionszuschussverwaltung nacherfasst werden.
Für die Bewertungsreserven und den Gewinnfreibetrag gibt es auch eigene Verwaltungen, in denen die Daten zu einem späteren Zeitpunkt eingegeben werden können.
Im Block Lieferant werden die Daten des Lieferanten erfasst. Ist der Lieferant bereits in der NTCS angelegt, kann dieser mit der Suchfunktion (F4) im ersten Feld "Lieferant" gesucht und ausgewählt werden. In diesem Fall werden sämtliche Daten (Name, Anschrift, Ort) des Lieferanten automatisch in die entsprechenden Felder eingetragen.
Für den Fall, dass der Lieferant (noch) nicht im Programm vorhanden ist, besteht die Möglichkeit, die Daten manuell einzugeben.
Verwenden Sie dafür folgende Felder:
- Lieferant (Name)
- Lieferant (Name2)
- Lieferant (Anschrift)
- Lieferant (Ort)
Wird die Anlagenbuchhaltung mit Kostenrechnung geführt, kann im Block Kostenrechnung die Kostenstelle oder der Kostenschlüssel eingetragen werde. Wenn Sie im jeweiligen Feld stehen, kann mit F4 nach der Kostenstelle oder dem Kostenschlüssel gesucht werden.
Bei folgenden Feldern handelt es sich um Pflichtfelder, die zwingend erfasst werden müssen.
- Konto
- Menge
- Anschaffungsdatum
- Anschaffungs-/Herstellkosten (Unternehmensrecht, Steuerrecht, eventuell kalkulatorisch)
- gegebenenfalls Nutzungsdauer (je nach ausgewählter Anlagenart)
Pflichtfelder erkennen Sie an dem gelben Dreieck mit Rufzeichen

vor der Bezeichnung.
Sind die Daten vollständig erfasst, wählen Sie die Funktion "Speichern und Schließen" und Ihr Anlagegut wird angelegt.
Hinweis | Es gibt für alle Eingabefenster eine BMD Standardfeldauswahl, in der definiert ist, welche Felder im jeweiligen Fenster angezeigt werden. Diese Feldauswahl kann individuell angepasst werden.
Die angezeigten Felder im Eingabefenster können über die Feldauswahl ergänzt (hinzugefügt) oder aus der Feldauswahl entfernt werden. Die Feldauswahl kann im jeweiligen Eingabefenster rechts oben über das 3-Punkte-Menü bzw. mit "Strg + F9" aufgerufen werden.
Im Feldauswahlfenster sind auf der linken Seite alle verfügbaren Felder und auf der rechten Seite alle zugeordnete Felder, die Sie in dem Eingabefenster sehen.
Weitere Felder können hinzugefügt werden, indem Sie das Feld auf der linken Seite markieren und dann mit dem Pfeil auf der rechten Seite hinzufügen. Das Feld lässt sich auch durch Klick in das Feld neben der Bezeichnung hinzufügen. Es wird automatisch ein Häkchen gesetzt und das Feld somit hinzugefügt.

Das hinzugefügte Feld wird nun unter den aktiven Feldern angezeigt. Mit den Pfeilen nach oben und unten kann die Position des markierten Feldes bzw. der markierten Felder geändert werden.
Soll das Feld nicht mehr im Eingabefenster angezeigt werden, kann es aus der Feldauswahl entfernt werden. Dazu markieren Sie das Feld und wählen die Funktion "Entfernen" (Pfeil nach links).
Haben Sie die Feldauswahl angepasst, gibt es verschiedene Speichermöglichkeiten:
Speichern (Benutzerbezogen) Wählen Sie diese Funktion, wenn Sie die ausgewählten Felder und Formatierungen für den aktuellen Benutzer speichern möchten. Wenn an der globalen Feldauswahl oder einer Layoutgruppe Änderungen erfolgen, sehen Sie diese nicht, weil immer die benutzerbezogene Feldauswahl geladen wird.
Speichern (Global) Mit dieser Funktion kann die Auswahl global für alle Benutzer gespeichert werden. Diese sehen die globale Feldauswahl nur, wenn sie keine benutzerbezogene oder Layoutgruppenfeldauswahl haben.
Speichern unter Mit dieser Funktion kann ein Speichername für die definierte Feldeinstellung vergeben werden. Dabei kann ausgewählt werden, ob diese Feldauswahl benutzerbezogen, global oder für eine bestimmte Layoutgruppe erstellt werden soll.
Laden Mit der Schaltfläche "Laden" können Sie auf eine vordefinierte (bereits gespeicherte) Feldauswahl zugreifen.
Schließen Wählen Sie "Schließen", wird die Einstellung temporär übernommen, ohne sie zu speichern.
Nähere Informationen zum Bearbeiten der Feldauswahl entnehmen Sie der Dokumentation Feldauswahl.
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Es ist möglich, eine Anschaffung auf ein bestehendes Anlagegut dazuzubuchen. Eine solche Erweiterung wird auf die Restnutzungsdauer des Basis-Anlagegutes abgeschrieben.
Um eine Erweiterung zu erfassen, stellen Sie sich auf das Anlagegut, rechte Maustaste "Erweiterung".
Eine Erweiterung kann auch im Reiter "Anlagegüter" erfasst werden. Dazu markieren Sie das gewünschte Anlagegut → Funktionen → Erweiterung.
Wenn Sie im Reiter "Anlagegut" stehen, kann unter "Funktionen" die Funktion "Erweiterung" aufgerufen werden.
In der Eingabemaske "Erweiterung" erfassen Sie dann Anschaffungsdatum, Inbetriebnahmedatum sowie die Anschaffungs- und Herstellkosten.
Anlagenzugänge können bereits beim Buchen der Eingangsrechnung vorerfasst werden und dann aus der Vorerfassung in die Anlagenbuchhaltung übernommen werden. Damit die Vorerfassung von Anlagezugängen im Zuge der Belegbuchung möglich ist, muss am Kontostamm das Anlagenvorerfassungskennzeichen hinterlegt sein.
Die Kontostammdaten können aus dem Paket Anlagenbuchhaltung → Stammdaten → Konten aufgerufen werden, dort können Sie kontrollieren, ob die ANBU-Vorerfassung auf den Anlagekonten aktiviert ist.
Wenn Sie den BMD Standardkontenrahmen verwenden, sind diese Einstellungen bereits hinterlegt.
Wird ein Sachkonto mit dem hinterlegten ANBU Erfassungskennzeichen "Anbu Vorerfassung" bebucht, öffnet sich nach dem Speichern des Buchungssatzes das Fenster "Vorerfassung Anlagenbuchhaltung (Neuanlage)".
Die Übernahme des Belegdatums (Anschaffungsdatum), des Buchungstextes (Bezeichnung), des Buchungsbetrages (Anschaffungswert), des Lieferanten, der Nutzungsdauer (wenn am Konto definiert) etc. erfolgt automatisch.
Folgende Felder sind Pflichtfelder, die im Zuge der Vorerfassung auf jeden Fall erfasst werden müssen:
- Anschaffungsdatum
- Menge
- Anschaffungswert (Unternehmensrecht, Steuerrecht)
Die restlichen Felder sind optional zu erfassen und können im Bedarfsfall auch erst bei der Übernahme in die Anlagenbuchhaltung nacherfasst werden.
Besteht ein Buchungssatz (eine Rechnung) aus mehreren Anlagen, können in der Vorerfassung zu einem Buchungssatz mehrere Wirtschaftsgüter angelegt werden. Dazu ändern Sie im Fenster der Vorerfassung, das sich automatisch öffnet, den Anschaffungswert auf den gewünschten Betrag und verspeichern die erste Anlage. Nach dem Speichern öffnet sich das Anlagenvorerfassungsfenster so oft, bis der gesamte Rechnungsbetrag aufgeteilt worden ist.
Sowohl im Rahmen der ER-Kontrolle als auch im Rahmen der Wareneingangskontrolle haben Sie die Möglichkeit, die ANBU-Vorerfassung zu erzeugen. Nähere Informationen zu den Voraussetzungen und Einstellungsmöglichkeiten entnehmen Sie der Dokumentation
Beispiele für Anlagenvorerfassung.
Die Anlagenvorerfassung kann aus verschiedenen Programmpunkten geöffnet werden:
- Einstieg über die Menüleiste → Anlagenexplorer → Funktionen → Übernahme Zugänge aus FIBU
- Beim Einstieg in den Anlagenexplorer → Abfrage mit "Ja" bestätigen:
"Es sind neue Anlagenzugänge aus der FIBU vorhanden. Wollen Sie diese jetzt übernehmen?"

- Einstieg über FIBU → Buchen → Bilanz/ANBU → Vorerfassung Anlagegüter:

- Reiter "Vorerfassung Anlagenbuchhaltung":

Im Reiter "Vorerfassung Anlagenbuchhaltung" können die in der FIBU oder manuell erzeugten Anlagenvorerfassungen in die Anlagenbuchhaltung übernommen werden.
Dazu markieren Sie in der Liste der vorerfassten Anlagegüter das Anlagengut und wählen anschließend unter "Funktionen" die Funktion "Anlagegut erzeugen" aus.
Es öffnet sich das Fenster des Anlagegutes. In diesem Fenster können alle vorgeschlagenen Werte grundsätzlich überschrieben werden. Fehlende Eingaben (z.B. Nutzungsdauer) lassen sich nacherfassen.
Mit "Speichern und Schließen" wird das Anlagegut erzeugt und der Vorfassungsdatensatz scheint nicht mehr im Reiter "Vorerfassung Anlagenbuchhaltung" auf.
Die Funktion kommt in folgenden Fällen zur Anwendung:
- Eine Eingangsrechnung wird mit mehreren Anlagegütern erfasst.
- Bei der Erfassung des Anlagegutes in der Vorerfassung wird die Menge > 1 eingegeben.
- Beim Verbuchen wissen Sie noch nicht, ob diese Anlagegüter in der Anlagenbuchhaltung getrennt erfasst werden sollen oder nicht.
- Nachträglich können Sie so aus einem Anlagegut mehrere gleichwertige Anlagegüter erstellen.
Ist die Menge in der Vorerfassung erfasst worden, wird diese auch automatisch bei der Anzahl der Anlagegüter vorgeschlagen.
Wird das Fenster mit der Anzahl der Anlagegüter mit "Ok" bestätigt, öffnet sich das Fenster des Anlagegutes.
Die Menge wird automatisch auf 1 gestellt, die Anschaffungskosten werden ebenfalls automatisch angepasst. Bestätigen Sie die Eingabe mit "Speichern und Schließen" werden so viele Anlagegüter wie in der Anzahl eingegeben, automatisch angelegt.
Die Funktion ist für folgende Fälle gedacht:
- Eine Eingangsrechnung mit mehreren Anlagegütern wird erfasst.
- Bei der Erfassung des Anlagegutes in der Vorerfassung wird die Menge = 1 eingegeben, obwohl es mehrere Anlagegüter sind. Wird eine Menge > 1 eingegeben, muss diese Menge bei den jeweiligen Anlagegütern manuell korrigiert werden.
- Beim Verbuchen wissen Sie noch nicht, ob diese Anlagegüter in der Anlagenbuchhaltung getrennt erfasst werden sollen oder nicht.
- Nachträglich können Sie so aus einem Anlagegut mehrere Anlagegüter erstellen, wobei der Wert der Anlagegüter unterschiedlich sein kann.

Das Fenster für das Anlagegut öffnet sich. Geben Sie manuell die Menge, die Anschaffungs-/Herstellkosten (UR/SR) sowie die Nutzungsdauer ein. Wird das Fenster für die Anlage des Anlagegutes mit "Speichern und Schließen" bestätigt, öffnet sich erneut ein Fenster, in welchem der Restbetrag der Anschaffungskosten übernommen wird. Das Fenster öffnet sich so lange, bis die gesamten Anschaffungs-/Herstellkosten verbraucht sind. Jedes Mal, wenn das Fenster mit "Speichern und Schließen" bestätigt wird, wird ein Anlagegut erzeugt.
Mit der Funktion "Erweiterung erzeugen" können Sie zu einem bestehenden Anlagegut eine Erweiterung erfassen.
Es wird das Fenster "Anlagegut suchen" geöffnet und dort ausgewählt, zu welchem Anlagegut die Erweiterung erzeugt werden soll. Sie markieren das gewünschte Anlagegut und bestätigen mit "Übernehmen".
Handelt es sich um eine wesentliche Erweiterung, ist in dem Fenster "Erweiterung" die neue Restnutzungsdauer einzugeben. Sie erhalten vom Programm den Hinweis, dass für die Felder kalkulatorisch/Steuerrecht/Unternehmensrecht die "neue Restnutzungsdauer" einzugeben ist. Diese Felder werden Ihnen im Fenster der Erweiterung automatisch eingeblendet.
Die Erweiterung wird am Reiter "Berechnete Werte" wie unten abgebildet dargestellt.
Im Reiter "Vorerfassung Anlagenbuchhaltung" können mehrere vorerfasste Datensätze zu einem Anlagegut zusammengefasst werden.
Dazu markieren Sie in der Liste der vorerfassten Anlagebuchhaltung die gewünschten Datensätze und wählen unter "Funktionen" die Funktion "zu Anlagegut zusammenfassen".
Im Fenster des Anlagegutes werden die Gesamtmenge und die gesamten Anschaffungs-/Herstellkosten automatisch eingetragen. Falls es sich um ein Anlagegut handelt, muss die Menge angepasst werden.
Die einzelnen Rechnungen werden in der Anlagenbuchhaltung erfasst.
Wichtig ist, dass ein im Bau befindliches Anlagegut über das Feld "Anlagenart" auch als solches definiert ist.
Ist im Feld "Art" die Einstellung "im Bau befindliche Anlage" definiert, kann keine Nutzungsdauer und kein Inbetriebnahmedatum eingegeben werden.
Die Aktivierung (Inbetriebnahme) der im Bau befindlichen Anlagegüter kann mit rechter Maustaste oder im Reiter "Anlagegüter" über Funktionen → Aktivierung (Inbetriebnahme) erfolgen.
Wenn Sie sich im Reiter "Konten" auf das Anlagenkonto stellen, sehen Sie im Reiter "Anlagegüter" alle Anlagegüter, die auf diesem Konto erfasst sind.
Sie markieren nun alle Anlagegüter, die aktiviert (in Betrieb genommen) werden sollen und wählen unter Funktionen → Aktivierung (Inbetriebnahme).
Sind mehrere Anlagegüter markiert, erscheint eine Abfrage, ob die Anlagegüter je Anlagegut oder gemeinsam umgebucht werden sollen.
Wird "Je Anlagegut" ausgewählt, öffnet sich das Aktivierungsfenster für jedes Anlagegut und Sie können das Inbetriebnahmedatum und die Nutzungsdauer erfassen.
Wird "Gemeinsam" ausgewählt, ist zunächst das Aktivierungsdatum einzugeben. Danach sehen Sie alle zu diesem Tag vorhandenen Anlagegüter. Hier können Sie die Spalten "Betrag" bzw. "Prozent" bearbeiten. Dadurch kann ein bestimmter Prozentsatz auf ein Anlagegut gebucht werden.
Wurde in einer der Spalten ein falscher Betrag erfasst, kann dies unter "Extras" mit der Funktion "Alle Werte zurücksetzen" wieder rückgängig gemacht werden.
Mit einem Klick auf "Aktivieren" kann die Aktivierung gestartet werden. Im folgenden Fenster können Sie die nötigen Informationen wie Konto, Inventarnummer oder Nutzungsdauer eingeben. Das Datum der Umbuchung sowie der Betrag werden aus dem vorhergehenden Fenster übernommen.
Falls nur ein Teil der gesamten Anschaffungskosten aktiviert worden ist, öffnet sich das Aktivierungsfenster erneut mit den verringerten Werten und es kann ein neuer Aktivierungsvorgang begonnen werden.
Nach der Aktivierung in der Anbu erscheint folgende Abfrage: "Wollen Sie die Umbuchung auch in der FIBU durchführen?
Hier können Sie entscheiden, ob die Umbuchung zugleich auch in der FIBU erfolgen soll.
Damit die Anlage in Bau als Erweiterung aktiviert werden kann, müssen Sie im Aktivierungsfenster im Feld "Inventarnummer" mit der Funktion F4 oder dem Pfeil-Symbol

jenes Anlagegut auswählen, auf dem die Erweiterung erfasst werden soll. Dazu markieren Sie in der Liste der Anlagegüter die gewünschte Position und wählen "Übernehmen".
Handelt es sich bei der Erweiterung um eine wesentliche Erweiterung, so muss durch diese Erweiterung eine neue Restnutzungsdauer erfasst werden.
Im Programm erhalten Sie folgende Meldung:
"Für diese(s) Feld(er) muss ein Wert eingegeben werden:
kalkulatorisch (Nutzungsdauer (in Jahren)),
Steuerrecht (Nutzungsdauer (in Jahren)),
Unternehmensrecht (Nutzungsdauer (in Jahren))."
In den Feldern "Nutzungsdauer (in Jahren") ist die neue Nutzungsdauer für das Anlagegut zu erfassen.

Als Altbestand bezeichnet man ein Wirtschaftsgut, das bereits in einem früheren Geschäftsjahr angeschafft oder hergestellt worden ist. Die Funktion "Altbestand" wird genutzt, wenn zum Zeitpunkt des Zugangs noch keine Anlagenbuchhaltung (ANBU) in der NTCS vorhanden war – zum Beispiel, weil diese zuvor in einem anderen System geführt wurde oder ein Steuerberaterwechsel stattgefunden hat. Mit dieser Funktion können die historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die bisherigen Buchwerte, die gesamte und die verbleibende Nutzungsdauer zu Beginn des aktuellen Geschäftsjahres in das Anlagevermögen übernommen werden.
Voraussetzung für die Erfassung eines Altbestandes ist, dass das Anschaffungsdatum des Altbestandes vor dem aktuellen Bilanzjahr liegen muss.
Für die Anlage eines Altbestandes gibt es mehrere Varianten:
Variante 1: Sie wählen im Anlagenexplorer unter dem Reiter "Konten" → Funktionen → Altbestand.
Variante 2: Sie stellen sich im Reiter "Konten" auf das gewünschte Konto und rufen über rechte Maustaste die Funktion "Altbestand" auf.
Im Fenster "Anlagegut - Altbestand (Neuanlage)" erfassen Sie Inventarnummer, Menge, Bezeichnung, ursprüngliches Anschaffungsdatum, ursprüngliche Anschaffungskosten und Abschreibungsart.
Bei der erstmaligen Erfassung werden der Restbuchwert und die Restnutzungsdauer zu Beginn des Geschäftsjahres automatisch vorgeschlagen, dies kann jedoch manuell angepasst werden (was aufgrund von abweichenden Rundungen bei Übernahme von Wirtschaftsgütern aus Fremdsystemen nötig sein kann). Der jährliche Abschreibungsbetrag wird auch automatisch gerechnet und lässt sich gegebenenfalls ebenso anpassen.
Im Anlagenspiegel scheint der Altbestand als Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. als Buchwert zu Beginn des Geschäftsjahres auf.
Das Bearbeiten der Anschaffungs- und Herstellungskosten und der Nutzungsdauer der Zugänge bzw. Altbestände ist ausschließlich im Erfassungs- bzw. Zugangsjahr möglich.
Beispiel | Aufgrund einer Betriebsprüfung müssen Anlagegüter in das Anlageverzeichnis nacherfasst werden. Es gibt Anlagegüter, die vollständig abgeschrieben sind. Wie können diese nun im Anlageverzeichnis dargestellt werden?
Die Maschine wurde am 10.02.2019 angeschafft, Anschaffungskosten € 10.000,00, Nutzungsdauer 4 Jahre, Maschine ist weiterhin mit Buchwert 0 im Anlagevermögen.
Im Reiter "Konten" wählen Sie unter "Funktionen" die Funktion "Altbestand". In der Eingabemaske geben Sie das historische Anschaffungsdatum, die historischen Anschaffungskosten und Nutzungsdauer ein.
Die Restnutzungsdauer und der Restbuchwert zu Beginn des Wirtschaftsjahres werden automatisch vorgeschlagen. Diese Felder können bei Bedarf manuell übersteuert werden.
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Wird grundsätzlich eine komplette Anlagenbuchhaltung oder werden zumindest mehrere Güter übernommen, empfehlen wir Ihnen, folgende Funktion zu nutzen:
Übernahme von Mandant.
In gewissen Fällen kann es jedoch notwendig sein, ein Anlagegut manuell als "Zugang aufgrund Umgründung" zu erfassen.
Um einzelne Güter mit der Darstellung "Zugang aufgrund Umgründung" manuell zu erfassen, gibt es die Möglichkeit, folgende Funktion zu nutzen:
Menüpunkt Funktionen → Umgründung → Zugang aufgrund Umgründung
Eine weitere Variante ist die Darstellung als "Umbuchung Zugang aufgrund Umgründung".
Der Aufruf erfolgt ebenso über den Menüpunkt Funktionen → Umgründung → Umbuchung Zugang aufgrund Umgründung.
Auf dem Ausdruck sowie im Journal werden diese Anlagegüter je nach verwendeter Funktion als "Zugang aufgrund Umgründung" oder "Umbuchung Zugang aufgrund Umgründung" dargestellt.
Beispiel im Journal:
In der Spalte "Buchungsart" wird die entsprechende Bezeichnung angezeigt, hier z. B. "Zugang aufgrund Umgründung":
Beispiel am Ausdruck des Anlageverzeichnisses:
In der Spalte "Veränderung" wird die Umbuchung mit der Abkürzung "ZaU" (Zugang aufgrund Umgründung) dargestellt:
Sollten einzelne Funktionen nicht ersichtlich sein, können diese über das Burger-Menü am linken Bildschirmbereich eingeblendet werden.
Mit Klick auf die drei Striche am linken Bildschirmrand (Burger-Menü) können die zwei Funktionen gesucht und durch ein Häkchen in den Funktionsbereich übernommen werden.
Wird in einem Fremdsystem gebucht bzw. existiert keine Buchhaltung, besteht die Möglichkeit, Anlagenzugänge über einen CSV-Import in das Anlagenverzeichnis einzuspielen.