Grundlegende Informationen zum Thema Zeiterfassung finden Sie unter Erste Schritte.
Einen Überblick über alle wichtigen
Themen in der Zeiterfassung erhalten Sie
hier.
In diesem Dokument erhalten Sie Einblick in die verschiedensten Beispiele zu Rundungen in der Zeiterfassung.
Werden Rundungsmodelle auf mehreren Ebenen hinterlegt, also z. B. auf Buchungsarten, Tagesmodellen und Mitarbeitern usw., so sieht die Reihenfolge für die Prüfung der Priorität von Rundungen wie folgt aus:
- Auf der Buchungsart hinterlegtes Rundungsmodell (höchste Priorität!)
- Tagesmodellrundung (Felder "Morgen runden von", "Morgen runden bis", "Morgen runden auf" sowie "Abend runden von", "Abend runden bis" und "Abend runden auf")
- Am Tagesmodell hinterlegtes Rundungsmodell
- Filiale via Terminal-Filialrundung (Bei Buchungsimporten wird die auf dem Terminal hinterlegte Filiale und deren Rundung ermittelt.)
- Filiale via Mitarbeiter-Filialrundung (Zuerst werden Sondertage überprüft, die dem Filial-Wochenmodell zugeordnet sind, danach wird vom Filial-Wochenmodell das zum betroffenen Tag gültige Tagesmodell ermittelt und laut diesem gerundet.)
- Sondertage laut am Mitarbeiter hinterlegten Wochenmodell
- Rundungsmodell am Mitarbeiter (niedrigste Priorität)
Diese Reihenfolge ist insofern sehr wichtig zu beachten, wenn verschiedene Rundungslogiken miteinander kombiniert werden sollen oder z. B. eine Regel dann folglich die andere ausschließen soll.
Hinweis | Erfolgte Rundungen können Sie jederzeit in der Auswertung Abweichungen von Originalzeiten prüfen und dort ggf. auch gleich die originale Buchungszeit freigeben.
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Beispiel-Regel 1: Mitarbeiter dürfen nicht vor Soll-Beginn unkontrolliert zu arbeiten beginnen oder nicht nach Soll-Ende länger arbeiten.
Beispiel-Regel 2: Ausnahmen müssen die Buchungsarten "Lenkzeit" und "passive Reisezeit" (Bus, Zug, Flug ... ) sowie die Pause sein, welche sehr wohl vor Dienstbeginn oder nach Soll-Ende stattfinden dürfen.
Lösung Regel 1
1. Erstellung eines Rundungsmodells
2. Definition Rundungsmodell-Details
Anlage Rundungsmodell-Detail mit Kommen- und Gehen-Rundungsart mit der Ausprägung Auf- bzw. Abrunden auf Sollanfang bzw. Sollende:
3. Danach kann die Hinterlegung des Rundungsmodells auf den betroffenen Tagesmodellen oder alternativ auf den betroffenen Mitarbeitern (Stammdaten) erfolgen.
Die Lösung über ein Rundungsmodell bietet den Vorteil, dass man dieses nur einmalig definieren muss und es auf vielerlei Tagesmodellen/Mitarbeitern hinterlegt werden kann.
Alternativ kann auch eine andere Variante zur Lösung führen mithilfe der Felder "Morgen runden Von", "Morgen runden Bis" und "Morgen runden Auf" beziehungsweise "Abend runden Von", "Abend runden Bis" und "Abend runden Auf". Diese Felder können direkt am gewünschten Tagesmodell befüllt werden, also auch ohne eigenes Rundungsmodell. Diese Variante muss aber je Tagesmodell eigens festgelegt werden!
Lösung Regel 2
1. Erstellung eines Rundungsmodells
2. Erstellung des Rundungsmodell-Details
Anlage des Rundungsmodell-Details mit der Kommen- bzw. Gehen-Rundungsart mit der Ausprägung Zeitbezogen bei Kommen bzw. Gehen:
3. Dieses Rundungsmodell kann dann auf den betroffenen
Buchungsarten (Fahrtzeit, passive Reisezeit, Pause usw.) hinterlegt werden.
Anmerkung: Durch die o. g. höhere Priorität, hat eine, hier minutengenaue, Angabe Vorrang vor jenem Rundungsmodell von der Lösung in Regel 1, das am Tagesmodell bzw. Mitarbeiterstamm hinterlegt wird.
Beispiel-Regel 1: Mitarbeiter dürfen zwar vor Soll-Beginn zu arbeiten beginnen und nach nach Soll-Ende länger arbeiten. Jedoch sollen diese Buchungen in einer Art 15-Minuten-Intervall gerundet werden.
Beispiel-Regel 2: Ausnahmen müssen die Buchungsarten "Lenkzeit" und "passive Reisezeit" (Bus, Zug, Flug ... ) sowie die Pause sein, welche sehr wohl vor Dienstbeginn oder nach Soll-Ende ungerundet stattfinden dürfen, also mit der Originalzeit gespeichert werden sollen.
Lösung Regel 1
1. Erstellung eines Rundungsmodells
2. Definition Rundungsmodell-Details
Legen Sie ein Rundungsmodell-Detail mit Kommen- und Gehen-Rundungsart mit der Ausprägung Auf- bzw. Abrunden auf Minuten, mit "Kommen-Rdg-Min." und "Gehen-Rdg-Min." = 15 Minuten sowie mit dem Zeitbereich "Außerhalb der Sollzeit" an:
Lösung Regel 2
Für die Lösung dieser Regel können Sie analog vorgehen wie beim Beispiel 1 mit der Lösung 2, wo eine minutengenaue Rundung auf den gewünschten Buchungsarten hinterlegt wird.