Der Steuerbeleg wird bei Anzahlungen in Tschechien

bzw. in der Slowakei

benötigt, da in bestimmten Kombinationen der Anzahlungsrechnung mit der Schlussrechnung die Steuer extra ausgewiesen und verbucht werden muss. Genauer gesagt ist der Steuerbeleg notwendig, wenn die Anzahlung und die Schlussrechnung nicht im selben Monat liegen.
Der Steuerbeleg ist ein eigener Auftrag, der aus Anzahlungsbuchungen der Buchhaltung generiert, gedruckt und dann wie eine Rechnung verbucht wird.
Folgende Parameter stehen Ihnen für die Verwendung des Steuerbelegs zur Verfügung:
Bereich Warenwirtschaft → Stammdaten → Einstellungen → WWS Parameter → Ausdrucke → Rechnungsdruck
Steuerbelegartikel | Hier wird ein bestimmter Artikel hinterlegt, der im Artikelstamm als Verrechnungsartikel gekennzeichnet wird. |
Erfassungs-Kz für Steuerbeleg | Das hier hinterlegte Erfassungskennzeichen wird automatisch für den Steuerbelegauftrag verwendet. |
Damit der Steuerbeleg später richtig erstellt und verbucht werden kann, ist es notwendig, ein spezielles Rechnungsschema bzw. eine entsprechende Rechnungsart im Rechnungsschema auszuwählen.
Der grundsätzliche Ablauf unterscheidet sich nicht vom normalen Ablauf mit Anzahlungsrechnungen. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Dokumentation
Teil-/Anzahlungs- und Schlussrechnung.
Es wird ein beliebiger Auftrag (DLR, FAK, AUF ...) erstellt. Details zur Auftragserfassung finden Sie in der Dokumentation
Auftragserstellung. In diesem Auftrag wird das gewünschte Rechnungsschema im Auftragskopf hinterlegt.
Wichtig ist, im Auftrag eine
Ablaufnummer zu vergeben. Diese wird später verwendet, um den Zahlungseingang aus der Buchhaltung der entsprechenden Rechnung in der NTCS zuzuordnen.
Die Anzahlungsrechnung wird gedruckt, aber nicht verbucht. Die Rechnung wird in diesem Fall als eine Art Proforma-Rechnung an den Kunden versendet. Aufgrund der Einstellung am Rechnungsschema wird die verspeicherte Rechnung nicht in die Buchhaltung verbucht (siehe "FIBU-Kz" im Reiter "Rechnungen").
Nach dem Ausdruck der Proforma-Rechnung in der Warenwirtschaft wird die Zahlung (Anzahlung) in der Buchhaltung verbucht. Hier wird der Kunde gegen das Bankkonto gebucht. Weitere Details zur Erfassung einer Zahlung finden Sie in der Dokumentation
Zahlungen erfassen im Bereich Buchhaltung.
In der Zahlung muss die richtige Projektnummer (Ablaufnummer lt. NTCS) eingegeben werden, damit der Zahlungseingang in der NTCS WWS richtig zugeordnet werden kann, da es zu dieser Zahlung in der Buchhaltung keine Rechnung gibt.
Wurde die Zahlung richtig gebucht, kann in der NTCS der Steuerbeleg erstellt werden. Dazu wird in den Aufträgen auf dem Ursprungsauftrag mit der rechten Maustaste die Funktion "Erstellen Steuerbeleg" aufgerufen.
Es öffnet sich ein Fenster mit dem entsprechenden Zahlungseingang, in dem nun ein Steuerbelegsauftrag erstellt werden kann.
Wird die Funktion "Erstellen Steuerbeleg" ausgeführt, wird ein Auftrag mit dem in den Parametern hinterlegten Steuerbelegartikel bzw. Erfassungskennzeichen angelegt.
Die Position wird dabei automatisch erstellt und als Betrag wird der Bruttobetrag der Zahlung übernommen. Der Steuerbeleg wird im Anschluss wie eine Rechnung ausgedruckt und in die Buchhaltung verbucht. Der Report kann natürlich dementsprechend angepasst werden.
Beim Ausdruck des Steuerbelegs wird automatisch die richtige Rechnungsart vorgeschlagen:
Wird der Steuerbeleg verspeichert, wird nur der Steuerbetrag von der Bruttozahlung in die Buchhaltung gebucht.
Beispiel
| Wurde eine Zahlung von 15.000 CZK brutto gebucht, dann werden die Beträge im Steuerbeleg folgendermaßen ausgewiesen: 12.500 CZK netto / 2.500 CZK / 15.000 CZK brutto ... 2.500 CZK werden in die Buchhaltung gebucht.
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Nach dem Verspeichern des Steuerbelegs wird die Schlussrechnung erstellt. Diese kann wie gewohnt gedruckt und verspeichert werden. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Dokumentation
Teil-/Anzahlungs- und Schlussrechnung.