UebergeordnetesD.bmp Grundlegende Informationen zum Paket Produktionsplanung und -steuerung finden Sie unter Erste Schritte PPS.


 Übersicht

Dieses Dokument soll als Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigen und behilflich sein, wie ein Fremdproduktionsauftrag abgehandelt wird.

Die Begriffe "Fremdproduktion" und "Fremdfertigung" werden synonym verwendet.

Eine Fremdproduktion wird dann benötigt, wenn Materialien, die selbst eingekauft werden, nicht selbst bearbeitet werden, sondern diese Materialien zu einem anderen Lieferanten beigestellt werden und eine Produktion bzw. Bearbeitung von Artikeln beim Lieferanten (= Fremdfertiger) stattfindet. Gleiches gilt auch für Halbfabrikate, die nicht selbst bearbeitet werden, sondern ein Lieferant weiterbearbeitet. Die Fremdproduktion selbst kann verschiedene Formen umfassen, z. B. eine Bearbeitung eines Artikels oder die Montage von mehreren Artikeln zu einem Produkt.
 
Die Anlage der Stammdaten und die Einstellung von Fremdproduktions-Parametern werden vorausgesetzt und es wird auf das Dokument Stammdaten Fremdproduktion verwiesen.

Folgender Ablauf ist bei einem Fremdproduktionsauftrag im Standard vorgesehen (siehe auch Grafik unten):
  • Bedarf für Fremdfertigung: Zuallererst steht ein Bedarf der Fremdfertigung: Entweder durch einen Kundenbedarf (z. B. AUF), Produktionsbedarf (z. B. PRD) oder einen Bedarf aus Vergangenheitswerten, der erfüllt werden soll.

  • Fremdproduktionsauftrag anlegen: Der Bedarf wird im Grunde durch die Anlage eines Fremdproduktionsauftrags befriedigt.

  • Rohware(n) umlagern: Egal wie die Materialbereitstellung von Artikel zum Lager vom Fremdfertiger erfolgt (entweder vorab oder nach Anlage des Fremdproduktionsauftrags), muss der Bedarf für die beizustellenden Artikel erfüllt werden.

  • Fremdproduktionszugang verbuchen: Nach erfolgter Fremdproduktion wird der Fremdproduktionszugang verbucht und die Rohwaren werden vom Lager des Fremdfertigers wieder abgebucht.

  • ER für Fremdproduktionszugang buchen: Durch eine ER-Kontrolle kann der Abgleich des Einkaufswerts der Bestellung mit dem tatsächlichem Einkaufswert lt. Eingangsrechnung erfolgen, wie bei einer herkömmlichen Warenannahme.

  • Produkt der Fremdproduktion ist mit richtigem Wert auf Lager: Das Ergebnis ist ein Produkt auf Lager, das durch den Ablauf der Fremdfertigung entsteht und durch die ER-Kontrolle einen korrekten Wert auf Lager erhält.

    Bedarf Fremdfertigung    Fremdproduktionsauftrag anlegen    Rohware(n) umlagern    Fremdproduktionszugang verbuchen    ER-Kontrolle durchführen    Lagerbewertung des Fremdproduktionszugangs

Sollte beim Ablauf einer Fremdproduktion etwas nicht korrekt ablaufen, bitte auch die Stammdaten Fremdproduktion kontrollieren.
 

 Bedarf für Fremdfertigung

Der Bedarf für eine Fremdproduktion kann vielseitig entstehen. Beispiele könnten sein:
  • Manuelle Anlage eines Fremdproduktionsauftrags unter Produktionsaufträge.

  • Auffüllen des Bestands mit der Ermittlung von Fremdproduktionsvorschlägen unter Produktionsvorschläge, wenn es eine Unterschreitung der verfügbaren Lagermenge gibt oder hinterlegte Beschaffungskriterien (z. B. Mindestbestand) am Fremdproduktionsartikel erfüllt werden.

  • Bedarf aus Auftrag (z. B. AUF) mit der "Teileart" "Kundenproduktion" des Fremdfertigungsartikels, der einen auftragsbezogenen Fremdproduktionsvorschlag auslöst (siehe Ablauf Fremdproduktion aus Kundenauftrag). 

  • Bedarf aus Produktionsauftrag (Eigenproduktion, z. B. PRD), der einen auftragsbezogenen Fremdproduktionsvorschlag auslöst.

Im unten beschriebenen Beispiel wird die manuelle Anlage eines FPR und dessen Ablauf erläutert.​

 Fremdproduktionsauftrag anlegen

Zu finden unter PPS → Produktion → Produktionsaufträge.

Im Fenster "Produktionsaufträge" werden Fremdproduktionsaufträge oder auch Produktionsaufträge angelegt. Unterschieden wird durch das eigene Erfassungskennzeichen "FPR" für Fremdproduktionsaufträge.

Mit dem Klick auf "Neu" oder F5 auf der Tastatur wird eine Neuanlage eines Fremdproduktionsauftrags gestartet. Als nächstes öffnet sich ein Fenster, in dem ausgewählt wird, ob es sich um einen PRD oder um einen FPR handelt. Sie können nun das gewünschte Kennzeichen "FPR" auswählen und mit "Übernehmen" bestätigen.

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Mit dem Klick auf "Übernehmen" öffnet sich dann die Produktionsauftragserfassung zum Befüllen der Kopfdaten. Die nächste freie Erfassungsnummer wird automatisch vergeben.

 Kopfdaten

Hier können Sie Angaben für den gesamten Fremdproduktionsauftrag machen, z. B. für folgende Felder:
  • Lieferant: Zwingend notwendig für die Kopfdaten ist nur die Angabe eines Lieferanten. Hier ist jener Lieferant einzugeben, bei dem die Fremdproduktion in Auftrag gegeben wird.

  • Liefertermin: Der Liefertermin bei Fremdproduktionen dient dazu, um dem Lieferanten mitzuteilen, bis wann die Ware wieder im Haus sein soll.
Alle anderen Felder auf den Kopfdaten können gleich wie bei einer Bestellung befüllt werden, sind aber nicht zwingend notwendig.

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Mit Klick auf "Speichern" wird automatisch in die Positionsdaten des Fremdproduktionsauftrags gewechselt.

 Positionen

Hier geben Sie an, welche Fremdfertigungsartikel Sie beim Lieferanten des Fremdproduktionsauftrags in Auftrag geben. Pflichtfelder sind nur die Art.-Nr. und die Menge. Alle anderen Felder, z. B. die unten angeführten, sind bei Bedarf zu befüllen:
  • Art.-Nr.: Eingabe des Fremdfertigungsartikels, d. h. des fertigen Produkts, das letztendlich den fertigen Artikel auf Lager darstellt, wenn der Fremdproduktionsauftrag abgeschlossen ist.

  • Menge: Eingabe der gewünschten Menge, die in Auftrag gegeben wird.

  • EK-Preis: Es empfiehlt sich, bereits einen Preis in den Stammdaten des Fremdfertigungsartikels zu hinterlegen. Dieser wird dann hier als "EK-Preis" als Preis für die Fremdproduktion, die beim Lieferanten für die Dienstleistung bzw. die Produktion bezahlt werden soll, gleich vorgeschlagen.
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Durch Klick auf Speichern (Disketten-Symbol auf Positionsebene) bzw. mit der Tastenkombination "Strg + S" wird die Position gespeichert und die Stückliste aus den Stammdaten für den Fremdproduktionsauftrag aufgelöst und auf die angegebene Menge hochgerechnet.

Sie können beliebig viele Positionen in einem Fremdproduktionsauftrag erfassen.
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 Stücklisten

Durch Klick auf den Bereich "Stücklisten" kann die aufgelöste Stückliste der Position kontrolliert werden. Alternativ kann der Bereich "Stücklisten" auch im Bereich der "Positionen" als Subbereich eingeblendet werden.

Die Stückliste eines Fremdproduktionsauftrags ist dadurch sofort zu erkennen, dass die Stücklistenpositionen kursiv dargestellt werden. Zudem steht der Warenstatus auf "In Fremdfertigung" bei der Neuanlage eines FPRs. Das Lager der Stücklistenpositionen stellt vor Druck jenes Lager dar, von dem die beizustellenden Artikel entnommen werden sollen. Die Stücklistenpositionen des Fremdproduktionsauftrags können beliebig bearbeitet werden. Die Bearbeitung erfolgt unabhängig von der Stückliste in den Stammdaten des Fremdfertigungsartikels.

In der Stückliste sind jene Artikel angeführt, die für die Fertigung/Bearbeitung beim Lieferanten des Fremdproduktionsauftrags benötigt werden, um den Fremdfertigungsartikel herzustellen.

Im vorliegenden Beispiel wird der Artikel "dru006" (= Leerpatrone für einen Drucker) zum Lieferanten gesendet, damit dieser die Patrone wieder befüllt, und daraus der Artikel "dru004" (= eine volle schwarze Druckerpatrone) entsteht. Entsprechend der Einstellungen werden auch die Dispolisteneinträge beim Auflösen der Stückliste erstellt:
  • Geplanter Zugang: Der Fremdfertigungsartikel erhält den Dispotermin entsprechend dem angegebenen Liefertermin in den Kopfdaten bzw. dem in den Positionsdaten übersteuerten Liefertermin. Der Zugang wird auf dem Lager lt. Position vom Fremdproduktionsauftrag erwartet.

  • Geplanter Abgang: Alle Stücklistenpositionen mit der Stücklistenpositionseinstellung "Materialbeistellung" ungleich "Nein" erhalten einen Dispotermin berechnet aus dem Liefertermin abzüglich der angegebenen Lieferzeit am Fremdproduktionsartikel. Abgänge werden zu diesem Zeitpunkt noch vom Lager lt. Stücklistenpositionen erwartet. Standardmäßig ist dies das Lager lt. Artikelstamm (bzw. Produktionsabgangslager).
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 Fremdproduktionsauftrag drucken

Haben Sie alle gewünschten Positionen eingegeben und Stücklisten kontrolliert bzw. angepasst und ist der Erfassungsabschluss des Fremdproduktionsauftrags gesetzt (z. B. durch Schließen der Produktionsauftragserfassung), kann der Fremdproduktionsauftrag gedruckt werden.

Der Originalausdruck stellt dabei einen wichtigen Punkt im gesamten Ablauf der Fremdfertigung dar.

Der Druck kann einerseits über die Produktionsauftragserfassung direkt gestartet werden:

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Andererseits aber auch über die Produktionsaufträge, von wo aus die Neuanlage des Fremdproduktionsauftrags gestartet worden ist:

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Alternativ kann auch mit der Tastenkombination "Strg + P" die Funktion "Drucken" ausgelöst werden.

Durch das Ausführen der Funktion "Drucken" öffnet sich ein Dialogfenster, in dem das gewünschte Ausdrucksmodell geändert werden könnte. Für den korrekten Ablauf der Fremdfertigung muss die Druckart "Originalausdruck" gewählt werden.

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Das fertige Formular für den Fremdproduktionsauftrag, das sozusagen als Bestellung an den Lieferanten für den Fremdproduktionsauftrag gesendet werden kann, sieht z. B. wie folgt aus:

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Natürlich können gewünschte Anpassungen des Reports durchgeführt werden.

Der Fremdproduktionsauftrag kann standardmäßig nach dem Druck nicht mehr verändert werden.

Nach Druck und Schließen des Formulars werden folgende essenzielle Ablaufthemen vom Programm durchgeführt:
  • Die Einstellungen für die Umlagerung der beizustellenden Artikel werden geprüft, siehe dazu Parameter in Bezug auf Umlagerung.
    Im folgenden Beispiel wird davon ausgegangen, dass die notwendigen Artikel beim Lieferanten des Fremdproduktionsauftrags noch nicht im Vorhinein umgelagert worden sind. Das heißt, es wird dann die Umlagerung der Rohwaren durch die Erstellung eines Umlagerungsauftrags ("UML") angestoßen. Sollte die Einstellung nicht gesetzt sein, dass im Hintergrund ein Umlagerungsauftrag generiert wird, kann der nachfolgende Punkt Rohware umlagern übersprungen und zum Punkt Fremdproduktionszugang gegangen werden.

  • Der Warenstatus der Stücklistenpositionen ändert sich von "In Fremdfertigung" auf "Ware zubereiten".

  • Das Lager der beizustellenden Rohwaren (Stücklistenpositionsartikel) wird vom ursprünglichen Lager (meist lt. Artikelstamm) auf das Quell-Lager des Lieferanten lt. Fremdproduktionsauftrag
    umgestellt. Dementsprechend ändert sich durch den Originalausdruck des FPR auch die "Lager-Nr." auf den Disposätzen für die geplanten Abgänge:

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 Rohware(n) umlagern

Ein erstellter Umlagerungsauftrag "UML" ist zu finden unter WWS → Verkauf → Aufträge

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 Kopfdaten

In den Kopfdaten des UML sind folgende Informationen interessant (siehe Screenshot oben):
  • Kd-Bestellnr: Es wird hier ein Verweis auf den Fremdproduktionsauftrag mitgeschrieben.

  • Kunde: In diesem Fall wird der Lieferant lt. Fremdproduktionsauftrag auch als Kunde im UML angeführt. Siehe dazu auch die Beschreibung der Stammdaten unter Lieferant in Umlagerungsauftrag.

  • Lieferempfänger (hier nicht eingeblendet): Egal welcher Kunde im UML angeführt wird, ist der Lieferempfänger bei auftragsbezogenen UMLs aus Fremdproduktionsaufträgen immer der Lieferant lt. Fremdproduktionsauftrag.

 Positionen

In den Positionen des UML sind folgende Informationen interessant (siehe Screenshot oben):
  • Art.-Nr.: Jene Artikel, die als Stücklistenposition im Fremdproduktionsauftrag angeführt sind, werden als Position hier angeführt.

  • Menge: Die Menge wird lt. Parameter in Bezug auf Umlagerung ermittelt. In diesem Fall ist es die volle Menge lt. Fremdproduktionsauftrag, die umgelagert werden soll. Theoretisch kann die Menge auch noch bearbeitet werden, wenn mehr als die benötigte Menge zum Lieferanten lt. Fremdproduktionsauftrag umgelagert werden soll.

  • Lager-Nr.: Hier wird die ursprüngliche Lager-Nr. vor Druck des Fremdproduktionsauftrags befüllt. Das Feld entspricht dem Lager, von dem die Artikel abgehen sollen.

  • Ziel-Lag: Hier wird das ermittelte Lager lt. Fremdproduktion ermittelt. Details dazu finden Sie unter Umlagerung auf Lieferantenlager. In diesem Fall ist es das hinterlegte Quell-Lager lt. Lieferanten des Fremdproduktionsauftrags.

 Positionen kommissionieren

Je nach definierten WWS Vorgehensweisen kann die Kommissionierung bzw. Liefermengenerfassung der Artikel lt. Positionen erfolgen.

Beispielsweise kann die Kommissionierung auch über das Fenster Kommissionierung durchgeführt werden. In diesem Beispiel wird die Kommissionierung pro Auftrag – die Liefermengenerfassung – näher eingegangen.

Die Liefermengenerfassung der Auftragspositionen kann durch Doppelklick auf den gewünschten UML und Wechsel auf den Bereich Liefermengenerfassung erfolgen.

Für die Kommissionierung selbst müssen natürlich genügend Mengen der Artikel auf Lager vorhanden sein. Ist dies der Fall, können beispielsweise mit der Funktion "Kommissionieren" die Artikel kommissioniert werden.

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Eine korrekt durchgeführte Kommissionierung ist dadurch ersichtlich, dass die Zeile in den Auftragspositionen grün hinterlegt ist und im Bereich "Liefervorschläge" ein Datensatz vorhanden ist.

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Der Vorgang ist mit allen Positionen im Umlagerungsauftrag zu wiederholen, die der Lieferant lt. Fremdfertigungsauftrag benötigt. Bei Chargen- oder Seriennummernführung müssen natürlich auch Chargen- bzw. Seriennummern bei der Kommissionierung angegeben werden. Sollen zu kommissionierende Chargennummern bereits bei Fremdproduktionsauftragsanlage bestimmt werden, müssen diese in den Stücklistenpositionen des Fremdproduktionsauftrags vor Druck des Fremdfertigungsauftrags bekannt gegeben werden, damit diese auf den Umlagerungsauftrag mitgegeben werden.

Achtung: Diese Funktionalität ist derzeit nicht für seriennummerngeführte Artikel möglich!

 Lieferschein drucken

Durch die Funktion "Lieferschein" kann der Lieferschein des UML gedruckt werden.

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Mit Ausführen der Funktion "Lieferschein" kann ein gewünschtes Ausdrucksmodell gewählt werden.

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Das Formular für den Lieferschein bei UMLs aus Fremdfertigungen muss sich nicht von Lieferscheinen aus Aufträgen unterscheiden und kann beispielsweise wie folgt aussehen:

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Bei korrekter Durchführung werden nach Schließen des Lieferscheins (bei aktiver Ausdrucksvorschau) die kommissionierten Artikel lt. Liefervorschlägen vom eigenen Lager auf das Fremdfertigungslager umgelagert.

Der Lieferschein des UMLs dienst als Bestätigung für die Lieferung der Rohwaren an den Lieferanten lt. Fremdproduktionsauftrag.

 Lagerumbuchungen kontrollieren

Im Fenster der Lagerinfo kann die Umlagerung der Artikel kontrolliert werden.

Im konkreten Fall wurden 10 Stück vom Lager 2 auf das Lager 300014 umgelagert.

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 Fremdproduktionszugang verbuchen

Zu finden unter WWS → Produktion → Produktionsbewegungen → Produktionszugang.
Nach der Bearbeitung des Lieferanten des Fremdproduktionsauftrags kommt die Ware zurück ins Haus. Um diese Einlagerung vorzunehmen, wird dies im Fenster Produktionszugang durchgeführt. Gleichzeitig soll die umgelagerte Ware vom Lager des Lieferanten lt. Fremdfertigungsauftrag wieder von dort abgebucht werden.

Das Fenster kann einerseits über den o. a. Programmaufruf gestartet werden. Dabei ist darauf zu achten, dass im Einstiegsfeld "Modus" auf "Fremdproduktion" gestellt wird.

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Andererseits kann für einen konkreten Produktionsauftrag auch der Produktionszugang aus den Produktionsaufträgen mit der Kontextmenüfunktion "Produktionszugang" gestartet werden. Dabei wird schon auf den richtigen Modus und den gewählten Fremdproduktionsauftrag automatisch gefiltert:

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Im Grunde kann der Ablauf lt. Beschreibung im Dokument Produktionszugang mit Materialrückmeldung hier eingehalten werden.

Achtung! 
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Bei Fremdproduktionen soll keine zusätzliche Erfassung von Material über die Auftragsstückliste gemacht werden, da dieses zusätzliche Material bei der Einstandspreisberechnung nicht berücksichtigt wird! Ein Rückmelden von zusätzlichem Material soll über die Produktionszugangsstückliste (Lieferscheinstückliste) erfolgen, damit etwaige Zusatzkosten bei der Bewertung des Fremdfertigungsartikels berücksichtigt werden!

Achtung! 
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Sobald der Produktionszugang verspeichert worden ist, können die Zugänge nicht mehr angepasst werden – dies erfordert ein vorheriges Storno. Der Storno-Ablauf wird im eigenen Hilfedokument Stornieren von Produktionszugängen beschrieben.

Der Materialeinsatz kann jedoch via Nacherfassungsfunktionen noch bearbeitet werden – dabei stehen folgende Funktionen zur Verfügung:
  • Stornieren
  • Retourmenge erfassen
  • Rückmelden
Gegebenenfalls sind jedoch nachfolgend Lageraufrollungen und die Funktion "Produkteinstandspreise für fertige Produktionslose aufrollen" auszuführen.

Das Hinzufügen (die Neuanlage) zusätzlicher Stücklistenpositionen ist nicht möglich, dies kann ausschließlich bei unverspeicherten Produktionszugängen erfolgen.

 ER-Kontrolle des Fremdproduktionszugangs durchführen

Für Fremdproduktionszugänge kann genauso eine ER-Kontrolle durchgeführt werden wie für Warenannahmen aus Bestellungen.
Abgeglichen wird dabei der Einkaufswert der Lieferscheinposition mit dem tatsächlich verrechnetem Wert lt. Eingangsrechnung.
Details zum Ablauf finden Sie auch unter ER-Kontrolle mit WWS.

 Lagerbewertung des Fremdproduktionszugangs

Durch eine etwaige ER-Kontrolle des Fremdproduktionszugangs, ER-Kontrollen von verwendeten Artikeln in Stücklistenpositionen und durch eine durchgeführte Lageraufrollung setzt sich der Wert des Fremdproduktionsartikels am Lager wie folgt zusammen:
  • Wert lt. Eingangsrechnung, der zum Fremdproduktionszugang zugeordnet und aufgeteilt wurde.

  • Werte aus Spesen- und Frachtrechnungen, die zum Fremdproduktionszugang zugeordnet und aufgeteilt wurden.
    So können auch Transportrechnungen zu einer Fremdproduktion zugewiesen werden.

  • Summe an gebuchten Ist-Herstellkosten (anhand der durchschnittlichen Einstandspreise der Abgangsbuchungen/beigestellten Artikel) 

Ersichtlich ist die Bewertung auch in der Produktionszugangsübersicht in den Feldern "Einkaufswert" und "EW" am Produktionszugang bzw. auf den Feldern "EK Wert", "Beistellungswert" und "EW" auf der Produktionszugangsposition.

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