Damit Sie die Anlagenbuchhaltung mit der Kostenrechnung verbinden können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
Es muss zusätzlich zur ANBU, FIBU und KORE das Lizenzpaket 500 "Anlagenbuchhaltung Erg. Kore" lizenziert sein.
Hinweis | Ihre Lizenzen können Sie abrufen unter TOOLS → Tools → Administration → Lizenzen. Nähere Informationen finden Sie unter Lizenzen. Im nächsten Fenster "Lizenz" suchen Sie nach dem Lizenzpaket 500. In der Spalte "Lizenzanzahl" sollte "lizenziert" eingetragen sein. |
In der nachfolgenden Beschreibung liefern wir Ihnen einen Überblick und Informationen zum Zusammenhang zwischen KORE und Anlagenbuchhaltung.
Sie erhalten einen kurzen Überblick zur Anlage einer Kostenrechnung, zur Zuordnung KORE-FIBU und zur Anlage von Kostentypen.
Im Paket KORE können die Kostenrechnungsstammdaten neu angelegt werden: KORE → Stammdaten → Firmen- und KORE-Stammdaten
Hier können Sie im rechten Fensterbereich mit F5 neue Kostenstammdaten anlegen.
Nach der Anlage einer Kostenrechnung ist die Zuordnung zur Finanzbuchhaltung zu erstellen. Starten Sie dafür in der Menüleiste die Funktion "KORE-FIBU-Zuordnung".
Im nächsten Dialog markieren Sie im linken Fensterbereich die gewünschte FIBU. Sie müssen anschließend mit einem Klick auf den Pfeil nach rechts die gewünschte FIBU in den rechten Fensterbereich verschieben.
Danach sehen Sie im rechten Fenster "Zugeordnete Fibus" die mit der FIBU verknüpfte KORE oder mehrere Fibus, welche der KORE zugeordnet sind.
Sie finden diese unter KORE → Stammdaten → Kostenstammdaten.
Hier sehen Sie in der Spalte "Kostentyp" welche Kostenstammdaten angelegt sind oder ganz rechts mit der Combobox, welche Kostentypen in dieser Kore verwendet werden können.
Ob eine Kostenstelle im Anlagenexplorer angezeigt werden soll, kann mit dem Feld "In Anlagenexplorer" am entsprechenden Kostenstamm eingestellt werden.
Sie können die Einstellung im Feld "In Anlagenexplorer" im Bearbeitungsmodus des entsprechenden Kostentyps oder in der Listenform kontrollieren oder fallweise ergänzen.
Variante A
Markieren Sie den gewünschten Kostenstamm und wechseln Sie mit F6 in den Bearbeitungsmodus. Im nächsten Dialog blenden Sie das Feld "In Anlagenexplorer" mit rechtem Mausklick → Feldauswahl → Bearbeiten ein. In diesem Feld sollte ein Häkchen gesetzt sein.
Variante B
Die Einstellung erfolgt in der Liste der Kostenstammdaten (Kostenstellen, Kostenträger ...) über die Spalte "In Anlagenexplorer". Die Kostenstammdaten finden Sie unter KORE → Stammdaten → Kostenstammdaten. Hier markieren Sie den gewünschten Kostentyp. Die Spalte "In Anlagenexplorer" müssen Sie ggf. einblenden mit rechter Mausklick → Spalte hinzufügen. Es sollte hier ein Häkchen gesetzt sein.
Sollen bestimmte Kostenstellen, Kostenträger, Abteilungen usw. in Zukunft nicht mehr verwendet werden, können diese durch Setzen des Endedatums auf inaktiv geschaltet werden.
Variante A
Sie können dies durch Einfügen eines bestimmten Datums in der Spalte "Endedatum" umsetzen. Starten Sie unter KORE → Stammdaten → Kostenstammdaten. Im nächsten Fenster markieren Sie den gewünschten Kostentyp mit rechtem Mausklick und starten die Funkton "Spaltenweise bearbeiten".
Variante B
Sie können dies aber auch mit der Funktion "Endedatum" definieren. Diese Funktion finden Sie unter KORE → Stammdaten → Kostenstammdaten. Im nächste Fenstern wechseln Sie in das Menü zu Funktionen → Endedatum setzen.
Hinweis | Möchten Sie in der Kostenrechnung das Endedatum auf einer Kostenstelle eintragen, so wird kontrolliert, ob noch Anlagegüter dieser Kostenstelle zugeordnet sind. Das Endedatum ist erst erlaubt, wenn nach dem Datum keine Anlagegüter dieser Kostenstelle zugeordnet sind.
Falls der Kostenstelle noch Anlagegüter nach dem gewünschten Endedatum zugeordnet sind, erhalten Sie folgende Hinweismeldung: "Es gibt nach dem gewünschten Endedatum noch Anlagegüter (TT.MM.JAHR) in der ANBU bei Kostenstelle XY.
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In den Anbu-Stammdaten können Sie hinterlegen, ob in der Anlagenbuchhaltung mit Kostenstellen, Kostenträgern, Geschäftsbereichen, Dimensionen und/oder Abteilungen gearbeitet werden soll. Öffnen Sie das Paket ANBU → Stammdaten → Anbu-Stammdaten. Markieren Sie hier die gewünschte Firma und im rechten Fensterbereich die dazugehörige Anbu und wechseln Sie mit F6 in den Bearbeitungsmodus.
Es öffnet sich das Fenster "Anlagenbuchhaltung (Bearbeiten)". Hier finden Sie folgende Felder:
- Kostenstelle anzeigen
- Kostenträger anzeigen
- Geschäftsbereich anzeigen
- Abteilung anzeigen
- Dimension anzeigen
- Geschäftsbereich
Nun können Sie im entsprechenden Feld über die Combobox die Einstellung auf "Nein" lassen oder den gewünschten Kostentyp auf "Ja" umstellen, wenn dieser in der Anlagenbuchhaltung zur Verfügung stehen soll.
Wird das Feld für eine bestimmte Kostenstammdaten-Art nicht angezeigt, muss dieses fallweise ergänzt werden über rechten Mausklick → Feldauswahl → Bearbeiten.
Hinweis | Sind alle Einstellungen korrekt getroffen, sollten im Anlagenexplorer im Baumbereich die definierten Kostentypen (Kostenstellen, Kostenträger ...) in einem eigenen Reiter angezeigt werden.
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In weiterer Folge wird die Zuordnung der Anlagegüter zur Kostenstelle erklärt. Die Zuordnung von Kostenträgern, Dimensionen oder Abteilungen ist mit der Zuordnung der Kostenstellen identisch.
Im Anlagenexplorer sehen Sie im Bereich des Anlagenbaumes zusätzlich zum Reiter "Konten" auch einen Reiter "Kostenstellen". Noch nicht zugeordnete Anlagegüter werden im Anlagenbaum (im linken Fensterbereich) unterhalb der letzten Kostenstelle angezeigt.
Zusätzlich werden solche Anlagegüter am Reiter "Anlagegüter" in der Combobox mit dem Filter "Nicht zugeordnet" angezeigt.
Mit Drag & Drop können die Anlagegüter den einzelnen Kostenstellen zugeordnet werden. Markieren Sie dafür das gewünschte Anlagegut am Reiter "Anlagegüter" im rechten Fensterbereich und ziehen Sie es auf die gewünschte Kostenstelle im linken Fensterbereich.
Im nächsten Fenster "Anlagegüter zuordnen" geben Sie das Datum ein, ab dem das Anlagegut der Kostenstelle zugeordnet wird. Bei neu aktivierten Anlagegütern ist das grundsätzlich das Inbetriebnahmedatum. Durch Bestätigung mit dem Button "Ok" schließen Sie die Eingabe ab.
Nun ist das Anlagegut zugeordnet und scheint unter der gewünschten Kostenstelle im Kostenstellenbaum auf.
Möchten Sie ein Anlagegut auf mehrere Kostenstellen aufteilen, kann dies über einen Kostenschlüssel dargestellt werden. Dazu muss in der KORE der gewünschte Kostenschlüssel angelegt sein. Sollten Sie weitere Informationen zur Anlage eines Kostenschlüssels benötigen, lesen Sie bitte die Dokumentation
Übernahmeschlüssel.
Für die Zuordnung im Anlagenexplorer klicken Sie mit der rechten Maustaste im Kostenstellenbaum (Reiter "Kostenstellen") auf das gewünschte Anlagegut und wählen Sie die Funktion "Verteilungsschlüssel KORE".
Im folgenden Fenster "Anlagegüter zuordnen" können Sie im Feld "Kostenschlüssel" den gewünschten Schlüssel über den blauen Pfeil bzw. mit F4 suchen und auswählen. Mit einem Klick auf "Übernehmen" bestätigen und speichern Sie Ihre Auswahl.
Das Anlagegut wird anschließend jenen Kostenstellen zugeordnet, die im Kostenschlüssel hinterlegt sind. Dabei wird auch der zur Berechnung notwendige Verteilungsschlüssel (in Prozent) angegeben. Kontrollieren können Sie dies im Anlagenbaum am Reiter "Kostenstellen". Hier öffnen Sie mit dem Plus-Symbol die einzelnen Kostenstellen. Danach suchen Sie das gewünschte Anlagegut. Neben der Anlagegutbezeichnung sehen Sie den definierten prozentuellen Anteil.
Achtung! | Bitte beachten Sie, dass im Anlagenexplorer nur Jahresschlüssel aus der Kostenrechnung berücksichtigt werden können, KEINE Monatsschlüssel!
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Änderungen in der Zuordnung können jederzeit mit Drag & Drop durchgeführt werden. Markieren Sie dafür das gewünschte Anlagegut im Anlagenbaum am Reiter "Kostenstellen" und ziehen es von der bisherigen Kostenstelle zur neuen Kostenstelle. In unserem Fall ändern wir die Zuordnung von Kostenstelle 3 auf die Kostenstelle 10.
Anschließend legen Sie fest, mit welchem Datum die Änderung durchgeführt werden soll. In unserem Fall definieren wir im Fenster "Anlagegüter zuordnen" im Feld "Datum" den 01.01.2025.
Die Abschreibung wird bis 31.12.2024 mit der Kostenstelle 3, ab 01.01.2025 mit der Kostenstelle 10 berechnet und verbucht.
In der Anlagegut-Zuordnung sehen Sie diese Änderung. Wechseln Sie dafür im Anlagenexplorer zum Fenstermenü → Extras → Anlagegut-Zuordnungen.
Im nächsten Fenster "Anlagegut-Zuordnungen" können Sie im linken Bereich in der "Anlagegüterliste" das gewünschte Anlagegut markieren. Im rechten Fensterbereich sehen Sie am Reiter "Kostenstellen" die detaillierten Zuordnungen. Diese werden hier historisch geführt. Beachten Sie bitte die Spalten "Von-Datum", "Bis-Datum", "Kostentyp" und "Kostenstamm".
Mit der Funktion "Verbuchung in Fibu" können die Kore-Informationen mitgegeben werden. Rufen Sie dafür die Funktion "Verbuchung in Fibu" aus dem Anlagenexplorer auf: Anlagenexplorer → Funktionen → Verbuchung in Fibu
Im nächsten Fenster "Verbuchung Anbu in Fibu" beachten Sie bitte das Feld "Mit KORE Informationen verbuchen".
Dieses Feld ist automatisch aktiviert (angehakt), wenn es zu dieser Anlagenbuchhaltung eine korrekt angelegte Kostenrechnung gibt. Details zur Anlage einer Kostenrechnung können Sie in der Hilfe unter
Erste Schritte in der Kostenrechnung nachlesen.
Gibt es keine KORE oder es sind Berechnungseinstellungen für kalkulatorische Werte vorhanden, wird dieses Häkchen nicht automatisch gesetzt.
Sobald ein Häkchen gesetzt ist und Sie auf den Button "Ok" klicken werden die Kore-Informationen in die Fibu übergeben.
Sie haben die Möglichkeit, die Abschreibung direkt in die Kore zu übernehmen. In diesem Fall muss die Verbuchung in die Fibu ohne Kore-Informationen erfolgen. Unterjährig sollte kein Wechsel der Überleitungsart in die Kore erfolgen.
Die Funktion kann wahlweise im Anlagenexplorer gestartet werden, unter Funktionen → ANBU in KORE übernehmen.
Oder Sie starten die Funktion im Paket KORE → Überleitung → Buchungen bearbeiten → Funktionen → ANBU in KORE übernehmen.
Im nächsten Fenster "ANBU in KORE übernehmen" wird im Feld "ANBU" grundsätzlich die passende Anlagenbuchhaltung vordefiniert.
Existiert in der Anbu die Berechnungsart "Kalkulatorische Werte", wird diese im Feld "Berechnungsart" vorgeschlagen. Alternativ kann auch jede andere Berechnungsart ausgewählt werden.
Die Felder "Von Periode" und "Bis Periode" sollten entsprechend der gewünschtem Übernahmeperiode eingestellt werden.
Unter "Extras" können Sie mit der Funktion "Alle aus der ANBU erstellten Buchungen in Kore löschen" alle automatisch erstellten Buchungen löschen.
Bei der Übernahme werden die gesperrten Perioden berücksichtigt. Ist also in den Kore-Stammdaten das Feld "Sperre bis Periode" befüllt, wird die Abschreibung in die erste offene Periode übernommen. Somit kann gewährleistet werden, dass abgegebene Controlling-Ausdrucke nicht mehr nachträglich verändert werden können. Details zur Periodensperre der Kore finden Sie in der Dokumentation
Firmen- und Kore-Stammdaten.
Achtung! | Nach erfolgreicher Durchführung der Funktion "ANBU in KORE übernehmen" muss im Anschluss für die korrekte Verarbeitung der Daten in der Kore zusätzlich die Funktion "Übernahme und Umlage Kore" durchgeführt werden.
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Sie können Anbu-Ausdrucke wie Anlagenverzeichnis, Sachkontenübersicht oder Zuschussliste mit Kosteninformationen erstellen.
Variante A
Der Aufruf kann aus dem Anlagenexplorer über das Fenstermenü im Anlagenbaum erfolgen: Anlagenexplorer → Bereich Anlagenbaum → Ausdruck
Hier können Sie wählen zwischen der Funktion "Alle Anlagegüter drucken" oder "Ausgewählte Anlagegüter drucken".
Variante B
Der Ausdruck kann auch im Fenstermenü des jeweiligen Reiters (z. B. Anlagegüter, Anlagegut) aufgerufen werden.
Anlagenexplorer → Reiter "Anlagegüter" oder Reiter "Anlagegut" → Ausdruck
Auch hier können Sie wählen zwischen der Funktion "Alle Anlagegüter drucken" oder "Ausgewählte Anlagegüter drucken".
Sie können im Fenster "Ausdrucke" am Reiter "Sortierung" nach dem gewünschten Kostentyp (z. B. Kostenstellen, Kostenträger etc.) sortieren bzw. filtern.
Der gewünschte Ausdruck wird nach dem ausgewählten Kostentyp sortiert.