Die NTCS Anlagenbuchhaltung bietet die Möglichkeit, die Abschreibungen, Zuweisungen und Auflösungen von Bewertungsreserven (aufgrund RÄG 2014 nur bis WJ-Beginn 1.1.2016) programmunterstützt verbuchen zu lassen. Die Verbuchung kann generell jährlich oder monatlich erfolgen und kann mehrmals durchgeführt werden.
Der grundsätzliche Ablauf sieht wie folgt aus:
Die Einstellung für den Verbuchungsintervall finden Sie im Paket ANBU → Stammdaten → Firmen- und FIBU-Stammdaten → Feld "Anbu-Verbuchungsintervall". Grundsätzlich ist laut BMD Standard der Verbuchungsintervall auf "jährlich" eingestellt.
Ist das Feld "Anbu-Verbuchungsintervall" auf "jährlich" gestellt, wird eine Jahresabschreibung im letzten Monat des Wirtschaftsjahres verbucht.
Damit die Abschreibung monatlich verbucht werden kann, muss das Feld "Anbu-Verbuchungsintervall" auf "monatlich" gesetzt werden.
Wird dieses Feld auf "monatlich" gestellt, kann im Fenster
Verbuchung ANBU in FIBU eine Auswahl der Monate getroffen werden.
In den Fibu-Stammdaten hinterlegen Sie im Feld "Verbuchung der Abschreibung", ob die Abschreibung direkt oder indirekt verbucht werden soll. Das Feld "Verbuchung Abschreibung" finden Sie im Paket ANBU unter Stammdaten → Firmen- und Fibu-Stammdaten → Verbuchung Abschreibung.

Die
Berechnungseinstellungen für eine monatliche oder jährliche Verbuchung müssen übereinstimmen. Die Berechnungseinstellungen können im Paket ANBU
→ Anlagenbuchhaltung
→ Anlagenexplorer im Menü unter "Stammdaten"
→ Berechnungseinstellungen aufgerufen werden.
Im nächsten Dialogfenster "Berechnungseinstellungen" muss in der Spalte "Journal" auf "jährlich" oder fallweise "monatlich" eingestellt sein. Diese Einstellung orientiert sich an der Einstellung vom
Anbu-Verbuchungsintervall in den Fibu-Stammdaten.
Erfolgt die Berechnungseinstellung im Feld "Abschreibung im ANBU-Journal" auf "monatlich" im Journal des gewählten Anlageguts monatlich dargestellt:
Anlagenexplorer → Anlagenbaum → gewünschten Anlagegut markieren → Menü "Ansicht" → Journal
Im nächsten Dialog "Journal" können Sie in der Spalte "Entwicklung BW" pro Monat eine eigene Zeile mit dem Abschreibungsbetrag sehen.
Wenn im Standardkontenrahmen die Konten bereits hinterlegt sind, reicht es, wenn auf dem Standardkontenrahmen im Fibu-Stamm verwiesen wird.
Welcher Standardkontenrahmen beim Mandanten hinterlegt ist können Sie im Bearbeitungsmodus der Fibu-Stammdaten überprüfen.
Sie finden das nötige Feld "Firmen-Nr Standardkontenrahmen" im Paket ANBU → Stammdaten → Firmen- und FIBU Stammdaten → im rechten Bereich die gewünschte Fibu markieren und mit "F6 Bearbeiten" die Fibu-Stammdaten öffnen. Hier können Sie im Feld "Firmen-Nr. Standardkontenrahmen" überprüfen welcher Kontenrahmen mit dieser Fibu verknüpft ist.
Die
Konten für Verbuchung in Fibu können hinterlegt werden im Anlagenexplorer
→ Menü Anlagenbuchhaltung
→ Stammdaten
→ "Konten für Verbuchung in Fibu".
Ist ein Standardkontenrahmen in der Fibu hinterlegt und auf diesem sind die Konten für Verbuchung hinterlegt, müssen Sie beim Mandanten diese nicht weiterbearbeiten, außer Sie möchten andere Konten bebuchen. Das Programm legt auch noch nicht vorhandene Konten in der Finanzbuchhaltung aus dem Standardkontenrahmen an.
Folgende AfA-Arten können getrennt auf verschiedenen Konten in die Fibu gebucht werden, wenn diese in den entsprechenden Positionen kontiert sind:
- lineare AfA
- degressive AfA
- beschleunigte AfA
Die Trennung ist notwendig, um die AfA automatisch in die Steuererklärungen übernehmen zu können. In den Steuererklärungen sind für die AfA drei verschiedene Kennzahlen vorgesehen (lineare AfA, degressive AfA, beschleunigte Gebäude-AfA).
Grau angezeigte Konten wurden automatisch vom Standardkontenrahmen übernommen, schwarz angezeigte Konten wurden manuell bearbeitet.
Zum Hinterlegen der gewünschten Kontierungen wählen Sie im linken Bereich das gewünschte Anlagenkonto aus und starten im rechten Bereich mit einem Doppelklick auf die gewünschte Zeile bzw. mit rechter Maustaste - bearbeiten die Hinterlegung.
Mit der Funktion "Kopieren von Konto" können die Kontierungen eines Anlagenkontos auf ein anderes Anlagenkonto kopiert werden.
Mit der Funktion "Zeile verteilen" kann eine gewünschte Zeile (z. B. Abschreibung) auf beliebig viele Anlagenkonten verteilt werden.
Sie können auch festlegen, dass eine bestimmte Zeile (z. B. Abschreibung) nicht verbucht werden soll. Dazu entfernen Sie das Häkchen in der Spalte "Verbuchen". Diese Zeile wird nach dem Entfernen des Häkchens als durchgestrichen dargestellt.
Für das ausgewählte Konto wird die Abschreibung ab sofort nicht mehr verbucht.
Hinweis | Beim Kopieren eines Sachkontos in der Sachkontenliste wird auch eine eventuell vorhandene Anbu-Kontierung auf das neue Konto kopiert. Dies gilt nur für manuell hinterlegte Kontierungen.
|
Individuell hinterlegte Konten für die Verbuchung können mit Hilfe der Funktion "Konto auf Standard zurücksetzen" Fibu-bezogen gelöscht und somit auf den Standard zurückgesetzt werden.
Beachten Sie, dass das Zurücksetzen auf den Standard ausschließlich jene Konten betrifft, die im linken Bereich markiert sind. Die Löschung der individuell hinterlegten Konten umfasst sowohl die direkte als auch indirekte Abschreibung und die Berechnungsarten nach Unternehmensrecht, Steuerrecht, IFRS, GAAP und Kalkulatorische Abschreibung.
Die Funktion ist inaktiv, wenn Sie im linken Bereich kein Konto ausgewählt haben oder in einer Fibu keine Konten angelegt sind.
In den ANBU Parametern können (firmenbezogen oder allgemein) zusätzlich folgende Einstellungen mit eigenen Parametern getroffen werden:
- Neue Belegnummer je Perioden: Hinterlegen Sie hier, ob eine Belegnummer nur für Buchungen mit gleicher Periode oder für alle Buchungen verwendet werden soll.
- Buchungen zusammenfassen: Hinterlegen Sie hier, ob Buchungen nach Konto, Gegenkonto und Perioden zusammengefasst werden sollen.
Sie finden diese Parameter im Paket Anlagenbuchhaltung → Stammdaten → ANBU Parameter
Im Fenster "ANBU Parameter" wählen Sie "Verbuchung in Fibu" und treffen beim Parameter "Neue Belegnummer je Periode" und "Buchungen zusammenfassen" die gewünschte Einstellung.
Grundsätzlich wird bei der Verbuchung der Abschreibung als Buchungstext "Abschreibung" bzw. "Abschreibung GWG" angeführt. Möchten Sie einen abweichenden Buchungstext für die Abschreibung, können Sie dies am Fibu-Konto hinterlegen.
Wechseln Sie dafür im Anlagenexplorer → Stammdaten → Konten.
Wählen Sie das gewünschte Abschreibungskonto (z. b. 7010) aus, wechseln Sie mit F6 in den Bearbeitungsmodus und geben im Feld 60 "Vorschlag Buchungstext" den gewünschten Buchungstext ein:
Sie können mit dem Symbol rechts neben dem Feld "Vorschlag Buchungstext" diverse Platzhalter einfügen:
Führen Sie nun die Funktion "Verbuchen in Fibu" durch, wird bei der Abschreibungsverbuchung des Kontos 7010 der Vorschlag Buchungstext angeführt:
Die Funktion "Verbuchung in Fibu" kann im Anlagenexplorer unter "Funktionen" gestartet werden.
In der Verbuchungsmaske können Sie folgende Einstellungen treffen:
Firma: Wählen Sie die gewünschte Firma, in deren Fibu die Abschreibung verbucht werden soll.
Fibu: Wählen Sie die gewünschte Fibu, in der die Abschreibung verbucht werden soll.
Berechnungsart: Wählen Sie die gewünschte Berechnungsart, die verbucht werden soll.
Buchungssymbol: Mit dem hier gewählten Buchungssymbol werden die Buchungen in der Fibu verbucht.
Belegnummer: Für das ausgewählte Buchungssymbol wird die nächsthöhere Belegnummer vorgeschlagen.
Mit KORE Informationen verbuchen: Dieses Feld ist aktiv, sobald in den Anbu-Stammdaten zumindest ein Kostentyp (Kostenstelle, Kostenträger,) hinterlegt ist.
Verbuchungsintervall: Das Verbuchungsintervall, das in den Fibu-Stammdaten hinterlegt wurde, wird angezeigt.
Von Periode/Bis Periode: Diese Felder sind nur aktiv, wenn in den Fibu-Stammdaten eine monatliche Verbuchung hinterlegt wurde. Nähere Informationen zur Buchungsperiode finden Sie unter
Buchungsperiode.
Sobald Sie die gewünschten/erforderlichen Einstellungen getroffen haben, können Sie mit dem Button "Ok" die Verbuchung starten.
Vorschau anzeigen
In der Verbuchungsmaske kann unter Ansicht die Vorschau der Buchungen aktiviert/deaktiviert werden.
Kontrolle der vorgeschlagenen Buchungen
In der Vorschau können Sie die Buchungssätze noch einmal kontrollieren. Ein manueller Eingriff ist hier nicht vorgesehen. Wenn hier ein fehlerhafter Buchungsvorschlag angezeigt wird, muss dies an der entsprechenden Stelle behoben werden (z. B. bei einem falschen Abschreibungskonto müssen Sie dies unter "Konten für Verbuchung in Fibu" korrigieren).
Bevor die Buchungen erstellt werden, wird anhand der Buchungen im Anlagen- bzw. Bewertungsreservejournal überprüft, ob alle nötigen Kontierungen vorhanden sind. Wenn nicht, werden die fehlenden Buchungsarten angezeigt. Die fehlenden Kontierungen sind unter dem Menüpunkt "Konten für die Verbuchung in Fibu" beim entsprechenden Konto lt. Hinweismeldung zu hinterlegen.
Beispiel: Die Kontierung für die Abschreibung am Konto 120 fehlt.
Verbuchung starten
Sind alle Buchungen korrekt, können Sie mit einem Klick auf die Schaltfläche "Verbuchen" die Verbuchung durchführen.
Kontrolle der Buchungsliste am Kontoblatt
Am Kontoblatt können die gebuchten Beträge kontrolliert werden. Im Menü können Sie unter Stammdaten das Kontoblatt öffnen. Markieren Sie eine beliebige Buchung und wählen Sie dann die Funktion "Quelldaten ansehen" aus der Menüleiste.
Nun erhalten Sie eine detaillierte Auflistung der verbuchten Teilbeträge.
Wenn Sie die bereits in die Fibu verbuchten Buchungen wieder löschen möchten, so können Sie dies im Anlagenexplorer erledigen. Sie finden diese Möglichkeit unter Funktionen → Verbuchung in Fibu, in diesem Fenster unter Extras → Alle aus ANBU erstellten Buchungen in Fibu löschen.
Beachten Sie, dass alle bis dahin erstellte Buchungen in der Fibu gelöscht werden. Damit alle erstellten Buchungen gelöscht werden können, darf für das gesamte Wirtschaftsjahr keine Buchungssperre in der Fibu gesetzt sein. Nähere Informationen zur Buchungssperre finden Sie unter
Buchungssperre setzen.
Die Abschreibung kann grundsätzlich mehrmals mit der Funktion "Verbuchung in Fibu" erstellt werden, egal ob monatlich oder jährlich verbucht wurde. Die bestehenden Buchungen werden entweder korrigiert oder aufgerollt:
- Die Buchungen werden korrigiert, wenn nicht mit der Buchungssperre im Fibu-Stamm gearbeitet wird.
- Die Buchungen werden in der nächsten offenen Periode aufgerollt, wenn mit Buchungssperren in den Fibu-Stammdaten gearbeitet wird.
Wurde einmal verbucht, sollten folgende Änderungen nicht mehr gemacht werden:
Sie können das vorgeschlagene Buchungssymbol ändern. Dazu gibt es 2 Möglichkeiten:
- Manuell bzw. einmalige Änderung im Verbuchungsdialog.
- Änderung in den ANBU Parametern den Vorschlag ändern.
Änderung im Verbuchungsdialog
Beim Aufruf der Funktion "Verbuchung Anbu in Fibu" wird ein Buchungssymbol im gleichlautenden Feld vorgeschlagen. Laut BMD Standard wird "BB" verwendet.
Wollen Sie ein abweichendes Symbol verwenden, kann dieses in den ANBU Parametern angepasst werden (Firmenbezogene oder Allgemeine Einstellungen).
Den entsprechenden Parameter finden Sie im Paket ANBU → Stammdaten → ANBU Parameter.
Wählen Sie hier die gewünschte Einstellungsebene. Im anschließenden Fenster markieren Sie "Verbuchung in Fibu" und wählen im rechten Bereich den Parameter "Vorschlag des Buchungssymbol". Hier können Sie ein bereits vorhandenes
Buchungssymbol auswählen.
Achtung! | Ist die Verbuchung in die Fibu einmal durchgeführt worden, kann das Buchungssymbol in der Buchungsmaske nicht mehr geändert werden.
Möchten Sie die Verbuchung dennoch mit einem anderen Buchungssymbol durchführen, müssen Sie zuerst alle aus der Anbu erstellten Buchungen löschen. Dies können Sie mit der Funktion "Alle aus ANBU erstellten Buchungen in FIBU löschen" durchführen (siehe auch Löschen der Buchungen). |
Das Feld "ANBU-Verbuchungsintervall" in den Fibu-Stammdaten kann nur geändert werden, wenn noch keine Verbuchung aus der Anbu in die Fibu durchgeführt wurde.
Falls das Feld inaktiv ist, müssen Sie zunächst die aus der Anbu erstellten Buchungen in die Fibu löschen.
Falls das Feld "Verbuchung Abschreibung" inaktiv ist, wurden aus der Anbu bereits Buchungen in die Fibu durchgeführt. Damit Sie die Verbuchung ändern können, müssen Sie daher die aus der Anbu erstellten Buchungen in der Fibu löschen.
Achtung! | Beachten Sie, dass Sie sowohl bei einer Änderung von indirekter auf direkte Abschreibung als auch bei einer Änderung von direkter auf indirekter Abschreibung in der Fibu manuelle Umbuchungen durchführen werden müssen, damit die Kontensalden mit der Anlagenbuchhaltung übereinstimmen. |
Wurde die gesamte Abschreibung bereits verbucht (monatlich oder jährlich) und wird ein Anlagegut im Anlagenexplorer gelöscht, ändert sich dadurch die gesamte Abschreibung. Sie können nun die Abschreibung mit denselben Einstellungen noch einmal verbuchen. Die bestehenden Buchungen werden automatisch korrigiert.
Für die Korrektur der AfA-Buchungen in der Fibu gibt es zwei Möglichkeiten:
- Korrektur in den betroffenen Perioden, wenn ohne Periodensperre in den Fibu-Stammdaten gearbeitet wird.
- Stornierung in der nächsten, noch nicht gesperrten Periode, wenn mit der Periodensperre in den Fibu-Stammdaten gearbeitet wird.
Beispiel | Sie haben die Abschreibung monatlich mit dem Buchungssymbol "UB" mit "Von Periode" 1 "Bis Periode" 6 verbucht. Es wurde das Feld "Sperre bis Periode" in den Fibu-Stammdaten mit 6 befüllt. Ein Anlagegut wird im Anlagenexplorer gelöscht und es wird noch einmal monatlich verbucht, nun aber mit Periode 1 bis 7. Eine bereits in den Vormonaten verbuchte Abschreibung in der Fibu wird im nächsten noch nicht gesperrten Monat storniert Kontrollieren können Sie dies am Kontoblatt. Hier sehen Sie nach Fertigstellung der zweiten Verbuchung der Abschreibung eine Zeile mit dem Buchungstext "automatische Stornobuchung aus der ANBU". |
Bei einer jährlichen Verbuchung sind die Felder "Von Perioden und Bis Periode" in der Buchungsmaske gesperrt. Bitte beachten Sie dazu auch die Ausführungen unter
Verbuchungsintervall einstellen.
Wenn monatlich verbucht wird, sollte als "Von Periode" der erste Monat des Wirtschaftsjahres erfasst werden, damit nachträgliche Bewegungsbuchungen (Zugänge, Abgänge) erst im aktuellen Monat nachgeholt werden ("Aufrollung"). Voraussetzung für die Aufrollung ist, dass mit
Buchungssperren gearbeitet wird. So kann gewährleistet werden, dass z. B. bestehende Kostenrechnungs- oder Controllingauswertungen nicht mehr verändert werden.
Wird bei der "Von-Periode" nicht mit dem ersten Monat des Wirtschaftsjahres gestartet, werden nachträgliche Bewegungsbuchungen (Abgänge, Zugänge) in den Vormonaten nicht berücksichtigt (Verbuchung ohne "Aufrollung"). Diese Variante empfehlen wir nur im Sonderfall.
Der Verbuchungszeitraum kann bei monatlicher Verbuchung z. B. im Monat 4 auch bereits mit "1 bis 12 " gewählt werden. Allerdings wird dann die Abschreibung von Jänner bis Dezember in die Fibu gebucht. Dies muss dann bei Auswertungen berücksichtigt werden. Anderenfalls muss bei der Verbuchung "1 bis 4" gewählt werden.
Es können in der Finanzbuchhaltung unter Firmen- und Fibu-Stammdaten zwei unterschiedliche Sperren gesetzt werden.
- Sperre bis Periode (Fibu Sperre)
- BilanzBuchen-Sperre bis Periode (Bilanz Sperre)
Sie finden diese beiden Felder im Paket ANBU unter Stammdaten → Firmen- und Fibu-Stammdaten. Im nächsten Dialogfeld markieren Sie die gewünschte Fibu und öffnen diese mit F6 im Bearbeitungsmodus. Hier finden Sie die Felder "Sperre bis Periode" und "BilanzBuchen-Sperre bis Periode".
Im Dialogfenster zur Verbuchung der Abschreibung wird eine gesetzte Sperre aus dem Fibu-Stamm übernommen und angezeigt.
Fibu-Sperre
Die Fibu-Sperre kann beim Erstellen der UVA automatisch gesetzt werden und bewirkt, dass eine manuelle Buchung in diese Periode nicht mehr möglich ist. Gesperrt sind in diesem Fall die Buchungen mit
Buchungsart "1001 lfd. Periodenbuchung" welche meistens mit dem
Buchungssymbol UB oder AfA erstellt werden.
Buchungen, die als Bilanzbuchung gekennzeichnet sind (z. B. "BB"), können aber trotzdem durchgeführt werden.
Bilanzsperre
Die Bilanzsperre bewirkt, dass eine Bilanzbuchung in die jeweils gesperrten Perioden nicht mehr durchgeführt werden kann. Betroffen sind Buchungen mit der
Buchungsart "2001 Bilanzbuchung", welche meistens mit dem
Buchungssymbole BB erstellt werden.
Dadurch kann gewährleistet werden, dass abgegebene Controllingausdrucke nicht mehr nachträglich verändert werden können. Ist beispielsweise bis zur Periode 4 gesperrt und wird in der Anlagenbuchhaltung nachträglich ein Anlagegut erfasst, dann wird die Abschreibung dieses Anlagegutes in die Periode 5 verbucht ("Aufrollung").
Beispiel | Aufrollung aufgrund der Bilanzsperre:  Die Abschreibung von 333, 34 Euro im Monat 4 setzt sich wie folgt zusammen:Anlagegut 1: Kauf 01.08.2023 AW 3.333,33 ND 5 Jahre AfA laufend = 666,67 AfA / 12 = 55, 56 pro Monat Anlagegut 2: Kauf 31.01.2023 AW 16.666,67 ND 5 Jahre AfA = 3.333,33 AfA / 12 = 277,78 pro Monat Die Bilanzbuchungssperre wird bis Monat 4 gesetzt. Anlagegut 3: Es wird ein Zugang mit 01.03.2025, AW 10.000, ND 5 Jahre erfasst. AfA = 2000 / 12 = 166,67 pro Monat Nun wird die AfA neuerlich verbucht. Dies erfolgt mit der Periode 1 bis 5, da der Monat 5 die nächste offene Periode darstellt Es wird die komplette Abschreibung des Anlagegutes 2 in den Monat 5 gebucht. Das verursacht den hohen Betrag in Höhe von 1.166,68. Die gesamte AfA in Höhe von 1.166,67 im Monat Mai setzt sich wie folgt zusammen: Anlagegut 1: 55,56 pro Monat Anlagegut 2: 277,78 pro Monat Anlagegut 3: 166,67 pro Monat x 5 (Halbjahresabschreibung für 5 Monate) = 833,34 Wird die Periodensperre nicht genutzt, werden die Beträge immer wieder im korrekten Monat verbucht. Das hätte bei unserem Beispiel zur Folge, dass im Mai nicht 1.166,67 Euro verbucht werden, sondern 55,56 für das Anlagegut 1, 277,78 für das Anlagegut 2 und 166,67 für das Anlagegut 3. |
Durch die Systematik, dass in der Anbu auch ohne Aufrollung verbucht werden kann, ist auch ein unterjähriger Umstieg auf die programmunterstützte Verbuchung möglich. Diese Variante der Umstellung von manueller Verbuchung auf automatische Abschreibungsverbuchung ist aber ein Ausnahmefall. Grundsätzlich wird die Verbuchung von Periode 1 bis Periode XX empfohlen.
Beispiel | In den Monaten Jänner bis März wurde die Abschreibung von je € 1.000 manuell verbucht. Ab April soll die automatische Verbuchung verwendet werden.
Bei der Abschreibungsverbuchung ist es möglich, die Monate 4 bis 12 isoliert zu verbuchen. Erfassen Sie bei "von Periode" in diesem Fall "von 4 bis XX" bei der Verbuchung.
Das Programm berechnet für die Ermittlung der Buchungsbeträge nur die Monate des Buchungszeitraumes. Bei "von 4 bis 12" wird ein Abschreibungsbetrag von gesamt € 9.000 ermittelt und pro Monat werden € 1.000 verbucht.
Der gesamte Abschreibungsbetrag in Höhe von € 12.000 setzt sich aus € 3.000 durch manuelle Buchungen und € 9.000 durch automatische Buchungen zusammen. |
Liegt eine Fibu mit Filialbuchhaltung vor, kann ein Anlagenschema mit Filialen erstellt werden.
Bei der Verbuchung der Abschreibung werden die Abschreibungsbeträge je Filiale und Konto ermittelt und verbucht.
Die Verbuchung der Abschreibung starten Sie im Anlagenexplorer mit der Funktion "Verbuchen in Fibu". Damit die Informationen in die Kostenrechnung gelangen, muss das Häkchen im Feld "Mit Kore-Informationen verbuchen" gesetzt sein.
In der Finanzbuchhaltung kann im Journal die Kostenerfassung kontrolliert werden.
Hinweis | Wurde in den Anbu-Stammdaten zumindest ein Kostentyp (z. B. Kostenstelle, Kostenträger ...) hinterlegt, wird das Feld "Mit KORE Information verbuchen" automatisch aktiviert.
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Wurde die Verbuchung gestartet, öffnet sich das Vorschaufenster. Hier können Sie die Buchungen inkl. der Kostenaufteilung kontrollieren. Markieren Sie dafür im oberen Fenster eine Zeile und klicken Sie im unteren Fensterbereich auf den Reiter "Kostenaufteilung". Hier können Sie die detaillierte Zuordnung der AfA-Beträge zu den einzelnen Kostenstellen oder Kostenträgern sehen.
Die Abschreibungsbeträge setzen sich wie folgt zusammen:
Anlagegut 1: AW 10.000,00, ND 10 Jahre, AfA = 1.000,00 AfA / 12 = 83,33 pro Monat
Anlagegut 2: AW 5.000,00, ND 10 Jahre, AfA = 500,00 AfA / 12 = 41,67 pro Monat
Das Anlagegut 1 ist vom 01.01. bis 31.12. der Kostenstelle 10 zugeordnet
Das Anlagegut 2 ist vom 01.01. bis 31.12. der Kostenstelle 3 zugeordnet.
In der Fibu können Sie diese Aufteilung im Journal kontrollieren. Das Journal finden Sie im Paket FIBU → Bildschirmansichten → Journal.
Hier markieren Sie die gewünschte Zeile. Mit einem rechten Mausklick können sie die Funktion "Kosterfassung" öffnen.
In der Kostenaufteilung sehen Sie, auf welche Kostenstellen der Betrag aufgeteilt wird.
Im Paket Kostenrechnung können dann die Daten der Finanzbuchhaltung in die Kostenrechnung übergeleitet werden. Dazu muss die Funktion "Übernahme" gestartet werden.
Diese Funktion finden Sie im Paket KORE → Überleitung → Übernahme und Umlage
Nach dem Klick auf den Button "Übernehmen" öffnet sich ein Fenster mit den Logdateien. Hier können Sie fallweise diverse Hinweise und Fehler in List-Form ansehen.
Sie können die Buchungen in der Kore unter "Buchungen bearbeiten" kontrollieren.
Im Punkt "Buchungen bearbeiten" können die Buchungen kontrolliert werden. Starten Sie diesen Dialog über KORE → Überleitung → Buchungen bearbeiten
Wenn Sie nach der monatlichen Verbuchung mit Kore-Information eine Periodensperre in der Fibu gesetzt haben, und danach ein (bereits verbuchtes) Anlagegut löschen, wird bei der Verbuchung der Abschreibung der darauffolgenden Periode vom Programm eine automatische Stornobuchung erstellt.
Es folgt ein Hinweis auf einen Fehler, da keine Kostenstelle evaluiert werden kann. Folgende Fehlermeldung wird angezeigt:
"Achtung, bei der Verbuchung sind Fehler aufgetreten! Wollen Sie die Buchungen ansehen?"
Im nächsten Fenster "Buchungen ansehen" wechseln Sie zum Reiter "Kostenaufteilung". Hier ist bei markierter Buchungszeile mit rechtem Mausklick und Auswahl der Funktion "Spaltenweise bearbeiten" oder mit der Taste "F6 Bearbeiten" die korrekte Kostenstelle einzutragen.
Nach Erfassung und Speicherung der korrekten Kostenstellen sehen Sie im Fenster "Buchungen ansehen" die manuell hinterlegte Kostenstelle.
Sobald Sie die Änderung gespeichert haben, kann die Verbuchung vorgenommen werden. Dafür klicken Sie auf den Butten "Verbuchen".
Für die Korrektur vom Anlagenabgang wird eine automatische Stornobuchung mit Kostenstelle verbucht.
Hinweis | Wenn beide Konten (Konto und Gegenkonto) Bestandskonten sind und bei keinem der beiden explizit angegeben ist, dass das Konto in die Kore soll bzw. kann, werden die Kosteninfos NICHT in die Kore übernommen. Bitte prüfen Sie daher fallweise die Kontenanlage in der Fibu → Feld "Konto in KORE". |
Sie haben die Möglichkeit, die Abschreibung direkt in die Kore zu übernehmen. In diesem Fall muss die Verbuchung in die Fibu ohne Kore-Informationen erfolgen. Unterjährig sollte kein Wechsel der Überleitungsart in die Kore erfolgen.
Die Funktion kann wahlweise im Anlagenexplorer gestartet werden, unter Funktionen → ANBU in KORE übernehmen.
Oder Sie starten die Funktion im Paket KORE → Überleitung → Buchungen bearbeiten → Funktionen → ANBU in KORE übernehmen.
Im nächsten Fenster "ANBU in KORE übernehmen" wird im Feld "ANBU" grundsätzlich die passende Anlagenbuchhaltung vordefiniert.
Existiert in der Anbu die Berechnungsart "Kalkulatorische Werte", wird diese im Feld "Berechnungsart" vorgeschlagen. Alternativ kann auch jede andere Berechnungsart ausgewählt werden.
Die Felder "Von Periode" und "Bis Periode" sollten entsprechend der gewünschtem Übernahmeperiode eingestellt werden.
Unter "Extras" können Sie mit der Funktion "Alle aus der ANBU erstellten Buchungen in Kore löschen" alle automatisch erstellten Buchungen löschen.
Bei der Übernahme werden die gesperrten Perioden berücksichtigt. Ist also in den Kore-Stammdaten das Feld "Sperre bis Periode" befüllt, wird die Abschreibung in die erste offene Periode übernommen. Somit kann gewährleistet werden, dass abgegebene Controlling-Ausdrucke nicht mehr nachträglich verändert werden können. Details zur Periodensperre der Kore finden Sie in der Dokumentation
Firmen- und Kore-Stammdaten.