UebergeordnetesD.bmp Grundlegende Informationen zum Paket finden Sie unter Erste Schritte LOHN.

 Allgemeines

Zum Kreis der begünstigt behinderten Dienstnehmer gehören all jene Arbeitnehmer, bei welchen ein Grad der Behinderung von größer gleich 50 % durch einen Bescheid des Sozialministeriumservices festgestellt worden ist.
 
Dies bedeutet, dass ab einem Grad der Behinderung von größer gleich 50 % die Möglichkeit besteht, neben dem Behindertenpass auch einen Feststellungsbescheid beim Sozialministeriumservice zu beantragen. Erst bei Vorliegen eines positiven Feststellungsbescheides gehört man dem Kreis der begünstigt behinderten Personen an und damit verbunden sind besondere Begünstigung für den Dienstnehmer und den Dienstgeber.

Hinweis 
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Nach rechtlicher Regelung gilt ein Behindertenpass nicht als Nachweis der Begünstigteneigenschaft (Stand 1.1.2025).
Im Zweifelsfall lassen Sie sich bitte rechtlich an einer anderen Stelle beraten.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie z. B. hier: 
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Für die Personalverrechnung relevant sind der Entfall von bestimmten Lohnnebenkosten für den Dienstgeber und der Entfall der Ausgleichstaxe pro beschäftigten begünstigt behinderten Dienstnehmer. In diesem Kontext werden die relevanten Einstellungen in den Stammdaten beschrieben und die damit im Zusammenhang stehenden Automatismen.

 Stammdaten

Wird das Feld Invalidität in % unter LOHN → Stammdaten → Dienstnehmer am Reiter "Allgemein/CRM" direkt bei Neuanlage des Dienstnehmers mit einem Wert größer gleich 50 % befüllt, dann werden automatisch auch folgende Felder auf "Nein" bzw. "befreit" gestellt. Das Programm geht bei einem Invaliditätsgrad von größer gleich 50 % von einer begünstigten Behinderung aus und korrigiert folgende Stammdaten:
  • Am Reiter "Finanzamt" werden die Felder DB und DZ auf "Nein" gestellt.

  • Am Reiter "Gemeinde" wird das Feld KommSt auf "Nein" gestellt.

  • Ebenfalls am Reiter "Gemeinde" wird das Feld U-Bahn-Steuer auf "U-Bahn-Steuer-befreit" gestellt, wenn sich die Gemeinde bzw. Arbeitsstätte in Wien befindet.

Hinweis 
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Bitte überprüfen Sie, ob es sich bei Ihrem Dienstnehmer tatsächlich um einen begünstig behinderten Dienstnehmer handelt und korrigieren Sie die Einstellungen in den Stammdaten bei Bedarf.
Achtung! 
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Wird das Feld Invalidität in % erst nach dem Eintritt des Dienstnehmers erfasst, dann sind die Felder auf den Reitern "Finanzamt" und "Gemeinde" selbst passend zu korrigieren. Ebenso ist bei einer Aufrollung in Vormonaten vorzugehen.

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 Lohnsteuerfreibetrag für äußergewöhnliche Belastungen

Erhält ein Dienstnehmer einen Lohnsteuerfreibetrag, so ist dieser unter LOHN → Stammdaten → Dienstnehmer am Reiter "Finanzamt" im Feld Lohnsteuerfreibetrag zu hinterlegen. Das Feld Lohnsteuerfreibetrag ist dabei vollkommen unabhängig davon, ob das Feld Invalidität in % ausgefüllt ist. Beide Felder müssen separat befüllt werden.

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Dieser Betrag wird monatlich von der Bemessungsgrundlage der Lohnsteuer abgezogen, folglich muss der Dienstnehmer dann auch weniger Lohnsteuer entrichten.
In der Netto-Vorschau der Bruttoerfassung ist der Freibetrag wie folgt ersichtlich:

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 Zusatzurlaub

Einige Kollektivverträge, das Dienstrecht oder Betriebsvereinbarungen können vorsehen, dass ein begünstigt behinderter Dienstnehmer einen Anspruch auf Zusatzurlaub hat.

Der Urlaubsanspruch wird im Paket LOHN → Stammdaten → Kollektivverträge → Reiter "Faktorentabelle" eingestellt. Hier gibt es eine inaktive Tabelle 11 für den Zusatzurlaub von begünstigt behinderten Dienstnehmern. Diese Tabelle kann im betroffenen KV auf "aktiv" gesetzt werden, wenn es im KV eines Dienstnehmers mit größer gleich 50 % Invalidität einen Vermerk auf Zusatzurlaub gibt.

Um die Tabelle auf "aktiv" zu setzten, klicken Sie die Zeile mit der rechten Maustaste an und wählen Sie in der Auswahl "aktiv". Danach ist die Schrift nicht mehr hellgrau und kursiv. Jetzt ist die Tabelle aktiv und kommt zur Anwendung.

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Auf der rechten Seite kann die Tabelle wie folgt befüllt werden. Bis zu einem Wert von 100 werden dem Dienstnehmer noch zusätzlich 2 Tage zu seinem Urlaubsanspruch erzeugt:

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Mit dieser Einstellung werden einem Dienstnehmer, der im Dienstnehmerstamm am Reiter "Allgemein/CRM" im Feld Invalidität in % einen Wert größer gleich 50 % angegeben hat, zusätzlich zu seinem Urlaubsanspruch von z. B. 25 Tagen noch 2 Tage dazu verrechnet.

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Hinweis 
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Der Zusatzurlaub gilt für ein ganzes Jahr, sobald ein Dienstnehmer auch nur für 1 Tag begünstigt behindert ist. Unser Programm führt keine automatische Aliquotierung durch. Bitte prüfen Sie, ob dies auch auf Ihren KV zutrifft und passen Sie ggf. den Urlaubsrest an.

Hinweis 
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Wir empfehlen die Anlage eines neuen Dienstverhältnisses, wenn es zu einer Änderung im Invaliditätsanspruch kommt oder dieser nur für einen begrenzten Zeitraum gewährt wird. Dies gewährleistet, dass die Information der Invalidität nicht verloren geht, da es sich dabei um ein jahresübergreifendes Feld handelt, welches sich nicht aufrollen lässt.

Achtung! 
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Bei einer Urlaubsabrechnung in Stunden werden die Werte, welche im LOHN → Stammdaten → Kollektivverträge → Reiter "Faktorentabelle" hinterlegt sind, 1:1 in die Nichtleistungszeiten des jeweiligen begünstigt behinderten Dienstnehmers übernommen.

Beispiel 
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In diesem Beispiel soll veranschaulicht werden, welche Problematik sich bei einer Erfassung des Sonderurlaubes für einen begünstigt behinderten Dienstnehmer in Stunden ergibt.

So hat z. B. ein Dientsnehmer mit 38,5 Wochenstunden einen Anspruch von 15,4 Stunden Sonderurlaub (7,7 x 2; bei einer 5 Tagewoche) und dieser Anspruch wird 1:1 in die Nichtleistungszeiten bei jedem begünstigt behinderten Dienstnehmer übernommen, unabhängig von seinen Arbeitszeitmodell.

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Im unteren Beispiel ist ein Dienstnehmer mit 20 Wochenstunden bei einer 5-Tage-Woche zu sehen. Aus der Faktorentabelle wird ihm ein Anspruch von einer Vollzeitkraft (38,5 Wochenstunden) mit 15,4 Stunden generiert anstatt der aliquotierten 8 Stunden.

Dies bedeutet, dass eine Aliquotierung manuell durchgeführt werden muss, da das System das Ausmaß des Sonderurlaubs nicht an die jeweiligen Wochenmodelle der Dienstnehmer anpasst.

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 Besonderer Kündigungsschutz und Befristung für begünstigt Behinderte

Begünstigt behinderte Dienstnehmer kommen in den Genuss eines besonderen Kündigungsschutzes. Ebenso kann es sein, dass einem Dienstnehmer der Status einer begünstigten Behinderung nur für eine begrenzte Zeit zugesprochen wird. In beiden Fällen empfehlen wir, einen Hinweis anzulegen unter LOHN → Stammdaten → Dienstnehmer am unteren Reiter "Hinweise" mit F5 oder dem Plus-Symbol .

Hinweis für den besonderen Kündigungsschutz von begünstigt Behinderten
Dieser Hinweis kommt in der Bruttoerfassung, sobald ein Austritt über die Austrittsschablone erfasst wird. Man legt den Hinweis mit der Hinweisart "Austritt" an.

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Hinweis für einen zeitlich begrenzten Status als begünstigt Behinderter
Dieser Hinweis fällt unter die Hinweisart "Normal" und wird genau für den Monat angelegt, ab dem der Behinderungsgrad endet. Entfallen aus diesem Grund auch Vorteile für den Dienstnehmer oder Dienstgeber, so sind diese manuell unter LOHN → Stammdaten → Dienstnehmer zu korrigieren (Lohnnebenkosten, Freibetrag etc.).

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