Grundlegende Informationen zum Paket finden Sie unter Erste Schritte LOHN.

 

 Allgemeines

Tritt ein Mitarbeiter aus dem Unternehmen aus, darf das Austrittsdatum auf keinen Fall manuell im Mitarbeiterstamm eingetragen werden. Für die Abrechnung von Austritten gibt es eine eigene Funktion, die entweder im Dienstnehmerstamm oder in der Bruttoerfassung aufgerufen werden kann.

 Austritt im Dienstnehmerstamm

Wird der Austritt im Dienstnehmerstamm erfasst, muss auf jeden Fall die Funktion "Austritt" verwendet werden.

Hinweis 
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Im Mitarbeiterstamm wird die Austrittsfunktion vorwiegend für die Erfassung von zukünftigen Austritten verwendet. Ist ein Dienstverhältnis beispielsweise befristet oder ist das Austrittsdatum bereits im Vorhinein bekannt, kann es über diese Funktion erfasst werden (auch wenn es mehrere Monate in der Zukunft liegt). Das Datum wird dann zum gegebenen Zeitpunkt in der Bruttoerfassung aktiviert (Details siehe Zukünftiger Austritt).

Die Austrittsfunktion kann entweder über das Kontextmenü (gewünschten Mitarbeiter markieren → rechte Maustaste)

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oder das Menü Funktionen → Dienstverhältnis ändern aufgerufen werden.

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Wird die Funktion bestätigt, öffnet sich folgendes Fenster:
 
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Abmeldegrund
In diesem Feld kann der Abmeldegrund aus einer Liste ausgewählt werden.

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Abmeldegrund-Nr. AbmeldegrundbezeichnungKurz-Bez.Ist Austritt 
1
Kündigung durch den DienstgeberKüDG
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2
Kündigung durch den Dienstnehmer KüDN 
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3
Einvernehmliche Lösung EinLös
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4
Zeitablauf ZeitAb 
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5
Berechtigter vorzeitiger AustrittBeVoAu 
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6
Fristlose Entlassung FriEnt 
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7
Karenz nach MSchG/VKG 
KarMu
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8
Präsenzdienstleistung im Bundesheer
PräBH
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9
Zivildienst
Zivil
1087148407002599936_27.png 
10
Pragmatisierung Pragma
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11
Länger als 1 Monat währender unbezahlter Urlaub
UU>1M
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12
Ummeldung 
Ummeld 
1087148407002599936_29.png 
13
Tod des DienstnehmersTodDN
1087148407002599936_8.png
 
14
Änderung der SV-Pflicht
SVÄnd 
1087148407002599936_30.png 
15
Truppenübung 
Trupp 
1087148407002599936_31.png 
16
PensionierungPens
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17
Ende freier Dienstvertrag gemäß § 4 Abs. 4 ASVG EfrDN 
1087148407002599936_10.png
 
18
Enthebung von der GerichtspraxisEntGP 
1087148407002599936_11.png
 
19
Unterbrechnung der Gerichtspraxis UntGP 
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20
Entlassung aus der BundesbetreuungEntBun 
1087148407002599936_13.png
 
21
Kündigung durch den Dienstnehmer während einer Elternteilzeit nach MSchG oder VKGKüTzKa 
1087148407002599936_14.png
 
22
Unberechtigter vorzeitiger AustrittUnVoAu
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23
Bildungskarenz gemäß § 11 AVRAG
BiKa11
1087148407002599936_32.png 
24
Vorzeitiger Austritt gem. § 25 IO durch DienstnehmerVoAuKO 
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25
Kündigung gemäß § 25 IO durch Insolvenzverwalter/inKüMaKO
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27
Kündigung gemäß § 25 IO durch DienstgeberKüDGAO 
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28
Wiedereinstellungszusage bei aufrechtem Arbeitsverhältnis

1087148407002599936_33.png 
29
SV-Ende Beschäftigung aufrecht
SVEBa 
1087148407002599936_34.png 
30
Lösung in der Probezeit durch DienstgeberLProDG 
1087148407002599936_19.png
 
32
Bildungskarenz gemäß § 12 AVRAG
BiKa12
 
34
Lösung in der Probezeit durch Dienstnehmer LProDN
1087148407002599936_20.png
 
99
Sonstige Gründe mit Ende der BeschäftigungSoGru 
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102
Lösung KrankheitLKrank 
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>>
103
UmmeldungUmmelK
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Hinweis 
Hinweis.png

Bei den Abmeldegründen mit einem Häkchen in der Spalte "Ist Austritt" handelt es sich um echte arbeitsrechtliche Austrittsgründe. Alle Abmeldegründe ohne Häkchen in der Spalte "Ist Austritt" werden für einen Wechsel in ein ruhendes Dienstverhältnis benötigt.
Achtung! 
Achtung.png
Bei Dienstnehmern müssen für Austritte und ruhende Dienstverhältnisse die entsprechenden Funktionen über den Dienstnehmerstamm oder die Bruttoerfassung ausgeführt werden.

Arbeitsstätte
Die hier hinterlegte Arbeitsstätte ist jene, die am L16 in der Arbeitsstättenmeldung für die Statistik Austria des Dienstnehmers angedruckt wird.  
Austrittshinweise
Austrittshinweise haben im Feld Hinweisart die Ausprägung "Austritt". Austrittshinweise werden in der Funktion Austritt im Feld "Austrittshinweise" durch einen grünen Pfeil angezeigt.
 
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Mit einem Mausklick auf Funktion_F8.png können alle relevanten Austrittshinweise (bei denen im Feld Hinweisart die Ausprägung "Austritt" hinterlegt ist) angesehen werden. 
Austrittsworkflow durchführen
Dieses Feld wird unter anderem für die Durchführung des Austrittsworkflows bei Verwendung der Funktion Austritt verwendet. Der Austrittsworkflow wird in diesem Parameter hinterlegt:
Paket Personalinformationssystem → Stammdaten → Einstellungen → Allgemeine PI Parameter → Einstellungen für Personalinformationssystem → Workflow → Mitarbeiteraustritt Workflow
BVA: UEL BV-frei rechnen
Dieses Feld ist nur für BVA-Versicherte verfügbar. Hier wird geregelt, ob die Urlaubsersatzleistung (UEL) im Fall eines Austritts "BV-frei" (Betriebliche Vorsorge) gerechnet werden soll oder nicht.
Ende Beschäftigung
Ende der Beschäftigung bzw. das Datum eines echten Ist-Austritts.
Ende Betriebliche Vorsorge
Dieses Feld wird abhängig von den Angaben in den Feldern "Kündigungsentschädigung bis" und "nicht konsumierte Urlaubstage" automatisch mit einem Wert versorgt. 
Ende Dienstverhältnis
Ende des Dienstverhältnisses
Ende Entgelt
Dieses Feld wird abhängig von den Angaben in den Feldern "Kündigungsentschädigung bis" und "nicht konsumierte Urlaubstage" automatisch mit einem Wert versorgt. 

In der Austrittsschablone verfügt dieses Feld über die Funktionstaste F8. Mit der Funktionstaste F8 oder mittels Mausklick auf Funktion_F8.png öffnet sich das Ende Entgelt Berechnungsjournal. Hier kann die Berechnung des Ende Entgelt-Datums sowie die Berechnung der UEL- und UEL-Verlängerungstage nachvollzogen werden.
 
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Kündigungsentschädigung bis
In diesem Feld geben Sie bekannt, bis zu welchem Datum die Kündigungsentschädigung bezahlt wird.
 
Hinweis 
Hinweis.png

Bei der Eingabe einer Kündigungsentschädigung in der Austrittsschablone wird das Feld "UEL-/KÜE-Schablone" automatisch auf "Ja" gesetzt.
Achtung!
Achtung.png
Dieses Feld ist bei Dienstnehmern über die Funktion Austritt und nicht direkt am Dienstnehmerstamm zu erfassen!
L16/E109a Nr.
Die L16-/E109a-Nr. wird automatisch vergeben. Dienstverhältnisse mit gleicher L16-/E109a-Nr. werden am Jahres- bzw. Austrittslohnzettel (L16) bzw. am E109a zusammen dargestellt. Ist eine Änderung dieser Nummer nötig, so kann im Dienstnehmerstamm am Reiter "Finanzamt" bei Feld "L16/E109a Nr." die korrekte Nummer eingetragen werden.
Nach-/Vergleichszahlungsschablone (SV/BV)
Soll die Schablone für die Nach-/Vergleichszahlung automatisch nach dem Speichern des Austritts gestartet werden?
Nicht konsumierte Urlaube
Hier werden nicht konsumierten Urlaubstage automatisch eingetragen. Wird die Urlaubsverwaltung über das Programm geführt, werden die Tage automatisch produziert.
 
Hinweis 
Hinweis.png

Bei der Eingabe von nicht konsumierten Urlaubstagen wird das Feld "UEL/KÜE-Schablone" automatisch auf "Ja" gesetzt.
Achtung!
Achtung.png
Dieses Feld ist bei Dienstnehmern über die Funktion Austritt und nicht direkt am Dienstnehmerstamm zu erfassen!
Sonstiger Abmeldetext
Wird im Feld Abmeldegrund die Ausprägung "99 - sonstige Gründe" ausgewählt, kann in diesem Feld ein "sonstiger Abmeldetext" erfasst werden.
UEL-/KÜE-Schablone
Soll die UEL-Schablone automatisch nach dem Speichern des Austritts geöffnet werden, muss dieses Feld auf "Ja" stehen.
 
Hinweis 
Hinweis.png
Die UEL-Schablone wird automatisch nur aufgerufen, wenn der Austritt im laufenden Monat liegt bzw. der laufende Monat bereits endverspeichert ist und der Austritt für den darauffolgenden Monat erfasst wird. In allen anderen Fällen muss sie in der Bruttoerfassung entweder direkt über die Funktion "UEL-/KÜE-Schablone" oder über den erneuten Aufruf der Austrittsfunktion aufgerufen werden. 
Urlaubstage pro Woche
Sobald die Funktion "Austritt" ausgeführt wird, werden in diesem Feld die Urlaubstage pro Woche laut Wochenarbeitszeitmodell (wird bei vorhandenem Wochenmodell automatisch vorgeschlagen) eingetragen.

Dieses Feld ist insbesondere bei einer Urlaubsersatzleistung oder einer Kündigungsentschädigung relevant und wird durch die Funktion Austritt automatisch befüllt.
Wiedereinstellungszusage
Dieses Feld wird automatisch beim Austritt befüllt, wenn in der Austrittsschablone das Feld "Wiedereinstellungszusage" angehakt worden ist.

Hat ein bereits ausgetretener Mitarbeiter dieses Feld auf "Ja", und tritt dieser wieder ein (Wiedereintritt), dann werden die Reststände von Urlaub und Gutstunden auf das neue Dienstverhältnis übernommen. Bei einem Austritt mit Wiedereinstellungszusage wird in der Urlaubsverwaltung keine Austrittskorrektur vorgenommen. Ist ein ausgetretener Mitarbeiter mit Wiedereinstellungszusage "Ja" zum Rückstellungsstichtag noch nicht wieder eingetreten, dann wird dieser Mitarbeiter trotzdem in die Rückstellungsberechnung aufgenommen.
 
Wird die Austrittsschablone gespeichert, werden, je nachdem welche Eingaben getroffen wurden, unterschiedliche Vorgänge angestoßen. Mehr dazu jedoch später.
 
Achtung! 
Achtung.png
Im Dienstnehmerstamm kann ein Austritt nur erfasst werden, wenn für den Dienstnehmer im entsprechenden Monat noch keine Abrechnung durchgeführt wurde. Ist der Dienstnehmer bereits abgerechnet (Status L) oder sogar endverspeichert (Status F) worden, erhält man beim Speichern folgende Meldung:
"Austritt konnte nicht erfasst werden, da Status, Basiseinstellunsmonat und Austrittsdatum nicht zusammenpassen!"

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In diesem Fall werden die Eingaben verworfen. Man muss den Austritt direkt in der Bruttoerfassung eingeben.
 
Soll die Funktion "Austritt" in einem Basiseinstellungsmonat stehend gestartet werden, obwohl ein Nachfolgemonat bereits den Abrechnungsstatus 0 hat, dann erscheint folgende Meldung:
"Basiseinstellungsmonat und Status passen nicht überein."
 
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Ändern Sie die Lohn-Basiseinstellungen unter LOHN → Stammdaten → Lohn-Basiseinstellungen und erfassen Sie danach den Austritt mit der gleichnamigen Funktion.
Dies kann auf zwei Arten erfolgen:
LOHN → Stammdaten → Dienstnehmer → Funktionen → Dienstverhältnis ändern → Austritt
LOHN → Abrechnungen → Bruttoerfassung → Funktionen → Dienstverhältnis ändern → Austritt
 
Hinweis 
Hinweis.png
Grundsätzlich sollte ein Austritt immer in der Bruttoerfassung eingegeben werden, da dort auch die Austrittsbezüge erfasst werden (z. B. Erfassung der aliquoten Sonderzahlungen, Auszahlung von angesammelten Gutstunden, Aktivierung der Auflösungsabgabe, Abrechnung sonstiger Austrittsbezüge ...).

 Austritt in der Bruttoerfassung

In der Bruttoerfassung kann die Austrittsfunktion entweder über das Menü Funktionen → Dienstverhältnis ändern → Austritt

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oder über den Button "Austritt" im Funktionsbereich aufgerufen werden.

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Auch hier öffnet sich das bereits oben erwähnte Fenster mit dem Unterschied, dass der Austritt hier jederzeit (auch für bereits endverspeicherte Monate → siehe Rückwirkender Austritt) erfasst werden kann.  

 Automatisierte Vorgänge

Wie bereits erwähnt, werden beim Speichern der Austrittsdaten mehrere Vorgänge automatisch angestoßen. Dazu zählen:
  • Eintrag des Austrittsdatums im Dienstnehmerstamm

  • Eintrag des DV-Ende-Datums im Dienstnehmerstamm

  • Kürzung der LSt-, SV-, BV- und Kalendertage in der Bruttoerfassung

  • Aliquotierung des Grundbezugs und sonstiger Lohnarten aufgrund der berichtigten Tage in der Bruttoerfassung

  • Berechnung des aliquoten Resturlaubs für UEL (falls die Urlaubsverwaltung über BMD geführt wird)

  • Aufruf der UEL/KÜE-Schablone (falls ausgewählt)

  • Erstellung der ELDA-Abmeldung (falls ausgewählt)

  • Kennzeichnung mit einer Wiedereinstellungszusage für Rückstellungen (falls ausgewählt)

  • bis 2019: Aktivierung der Auflösungsabgabe (falls ausgewählt)

 Statusprüfung bei Austritt

Mit der Funktion LOHN → Stammdaten → Dienstnehmer → Funktionen → Dienstverhältnis ändern → Austritt erfolgt eine automatische Statusprüfung des jeweiligen Dienstverhältnisses.
Dabei ist der Austrittsmonat, der Monat der Lohnbasiseinstellungen und auch der Status des Dienstverhältnisses im betreffenden Monat entscheidend.

Die nachstehenden Kapitel beschreiben mögliche Meldungen, die bei bestimmten Fallkonstellationen vorkommen können, sowie deren Lösung.
Alle Austritte wurden über den Dienstnehmerstamm erfasst.

Folgende Fallkonstellationen werden genauer betrachtet:
  • Status <.>: Wenn ein Dienstverhältnis im gewünschten Austrittsmonat den Abrechnungsstatus <.> hat, kann der Austritt ohne eine Hinweismeldung ausgeführt werden. 

  • Status <0> od. <L>: Ein Dienstverhältnis hat im gewünschten Austrittsmonat den Abrechnungsstatus <0> oder <L>, der Lohnbasismonat weist allerdings einen anderen Monat auf.

  • Status <F>, <A> od. "Ruhend" (M, K ...): Ein Dienstverhältnis mit Abrechnungsstatus <F>, <A> oder einem "ruhend Status" (MS, K ..), wobei der Austrittsmonat sowie Lohnbasismonat identisch sind.

 Lohnbasismonat = Austrittsmonat

Beispiel 
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Sachverhalt
Lohnbasismonat: 1
Austrittsmonat: 1
DN-Status: z. B. <K> oder <F> (endverspeichert)

Meldung
Diese Meldung fordert einen auf, in den richtigen Lohnbasismonat zu wechseln und den Austritt über die Bruttoerfassung zu tätigen.

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Lösung
Da bereits eine Endverspeicherung vorliegt, ist eine Erfassung des Austritts über die Bruttoerfassung im aktuellen Monat nicht zugelassen.
Es muss in den darauffolgenden Monat gewechselt werden, um den Austritt erfassen zu können.

Beispiel 
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Sachverhalt
Lohnbasismonat: 5
Austrittsmonat: 5
DN-Status: <L>

Meldung
Mit der folgenden Meldung erfolgt die Aufforderung, den Austritt über die Bruttoerfassung zu tätigen.

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Lösung
LOHN → Abrechnungen → Bruttoerfassung → Funktion "Austritt"
LOHN → Abrechnungen → Bruttoerfassung → Funktionen → Dienstverhältnis ändern → Austritt

 Lohnbasismonat > Austrittsmonat

Beispiel 
Beispiel.png
Sachverhalt
Lohnbasismonat: 4
Austrittsmonat: 2
DN-Status: <.> oder <L>

Meldung 1
Mit der folgenden Meldung erfolgt die Aufforderung, den Austritt über die Bruttoerfassung zu tätigen.

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Lösung
LOHN → Abrechnungen → Bruttoerfassung → Funktion "Austritt"
LOHN → Abrechnungen → Bruttoerfassung → Funktionen → Dienstverhältnis ändern → Austritt

Meldung 2
Es erfolgt eine weitere Meldung, dass das Datum in der Vergangenheit liegt und alle Erfassungen zwischen Austritt und dem lfd. Monat automatisch gelöscht werden.

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Lösung
Es liegt im Ermässen des Anwenders, ob die Erfassungen rückwirkend gelöscht werden sollen oder nicht.

Beispiel 
Beispiel.png
Sachverhalt
Lohnbasismonat: 9
Austrittsmonat: 8
DN-Status: <F>

Meldung 1
Mit der folgenden Meldung erfolgt die Aufforderung, den Austritt über die Bruttoerfassung zu tätigen.

1563884287000007110.png

Lösung
LOHN → Abrechnungen → Bruttoerfassung → Funktion "Austritt"
LOHN → Abrechnungen → Bruttoerfassung → Funktionen → Dienstverhältnis ändern → Austritt

Meldung 2
Hier erhält man den Hinweis, dass der Monat bereits endverspeichert und somit eine Erfassung über die Bruttoerfassung nicht zulässig ist.

1563884287000007110_0.png

Lösung
Im darauffolgenden Abrechnungsmonat kann der Austritt ohne Weiteres vorgenommen werden.

 Lohnbasismonat < Austrittsmonat

Beispiel 
Beispiel.png
Sachverhalt
Lohnbasismonat: 5
Austrittsmonat: 6
DN-Status: <.>, <0>, <L> oder <F>

Es kommt keine Meldung und der Austritt lässt sich für die Zukunft ohne Probleme erfassen.

 Anwendungsbeispiele

Im Folgenden finden Sie nun einige Beispiel-Szenarien, wie sie in der Praxis vorkommen können.

 Austritt mit Urlaubsersatzleistung

Tritt ein Mitarbeiter aus dem Unternehmen aus und wird die Urlaubsverwaltung über das Programm geführt, so werden die Resturlaubstage und auch die SV-Verlängerungstage, die für die Berechnung der Urlaubsersatzleistung benötigt werden, automatisch durch die Eingabe der Austrittsfunktion berechnet. 

Beispiel 
Beispiel.png
Ein Mitarbeiter tritt am 20. März 2025 aus dem Unternehmen aus.

Aufgrund der Eingaben in der Urlaubsverwaltung und des hinterlegten Wochenmodells werden vom Programm 14,41 nicht konsumierte Urlaubstage und 4 SV-Verlängerungstage errechnet. Ende Entgelt ist daher der 07.04.2025
.
1162126153000207250_0.png
 
Hinweis 
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Wird die Urlaubsverwaltung nicht über BMD geführt, müssen die Tage manuell eingetragen werden.

Bei Bedarf können die vom Programm vorgeschlagenen Tage im Feld "Nicht konsumierte Urlaubstage" manuell überschrieben werden.

Achtung! 
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Wird in der Urlaubsverwaltung nach Erfassen des Austrittes noch ein Urlaub eingetragen, so müssen die Tage in der Austrittsschablone korrigiert werden. Dies erfolgt mit der F8-Funktion 1563725071000009110.pngdurch nochmalige Aktivierung des Feldes "Nicht konsumierte Urlaubstage". Wird das Fenster der Nichtleistungszeitenverwaltung, das durch die Funktion F8 geöffnet worden ist, wieder geschlossen, erfolgt eine Korrektur der nicht konsumierten Urlaubstage in der Austrittsschablone.

 Berechnung der UEL-Tage 

Die Daten für die Berechnung der nicht konsumierten Urlaubstage werden aus der Urlaubsverwaltung bezogen → Funktionstaste F8 oder Mausklick auf Funktion_F8.png im Feld "nicht konsumierte Urlaube".
 
1162128297000307250_6.png

Der aliquote Urlaubsanspruch im laufenden Urlaubsjahr (01.01.2025 bis 16.01.2025) ergibt ungerundet 1,10 (= 25 / 366 * 16). Addiert man nun die 9 Tage aus alten Urlaubsjahren abzüglich Verbrauch im laufenden Jahr (Feld "+ alter Urlaub - Verbrauch lfd. Jahr") ergibt das 12,10 oder aufgerundet 13 nicht konsumierte Urlaubstage.

1162128297000307250_5.png

Hinweis 
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Arbeitsrechtlich können die UEL-Tage entweder auf Komma genau oder aufgerundet ausbezahlt werden. Auf keinen Fall dürfen sie aber abgerundet werden!
 
SV-rechtlich werden die Kalendertage für die Berechnung der Verlängerung der Pflichtversicherung jedoch immer abgerundet.
 
Das bedeutet: 14,41 sind abgerundet 14 Tage; zuzüglich 4 Zusatztage (für je 5 Urlaubstage gibt es 2 Zusatztage) ergibt 18 UEL-Verlängerungstage, d. h. Austritt 20.03.2025 + 18 Verlängerungstage = Ende Entgelt am 07.04.2025.

 Aufruf UEL-/KÜE-Schablone 

Werden die Eingaben in der Austrittsschablone gespeichert, öffnet sich als nächstes die UEL/KÜE-Schablone, wo die errechneten UEL-Tage bereits vorgeschlagen werden.
 
1162134092000207250_5.png
 
Hier sehen Sie nochmal im Detail, wie viele Tage und welche Beträge für die UEL bzw. KÜE in welchen Monaten produziert werden. Wenn Sie anschließend den Button "Übernehmen" wählen, werden die entsprechenden Lohnarten in der Bruttoerfassung produziert bzw. die Lohnarten für die UEL-Folgemonate in den Importpuffer gestellt.
 
Welche Lohnarten für die Urlaubsersatzleistung produziert werden, wird in den LOHN Parametern für die UEL- und KÜE-Schablone hinterlegt. Es stehen entsprechende Parameter für Auslandstätigkeiten bereit.
 
1162134092000207250_6.png
 
Hinweis 
Hinweis.png
Stellt sich beispielsweise heraus, dass doch kein Anspruch auf Urlaubsersatzleistung besteht, dürfen die UEL-Lohnarten auf keinen Fall mit der Funktion "Löschen" oder F7 aus der Bruttoerfassung gelöscht werden.
 
In diesem Fall muss die UEL-/KÜE-Schablone erneut aufgerufen und der Button 1162136942000207250.png betätigt werden, da andernfalls nicht alle Daten (z. B. die Daten im Importpuffer für die UEL-Folgemonate) gelöscht werden.

1162136942000207250_2.png
Achtung! 
Achtung.png
Wenn ein älterer Dienstnehmer z. B. wegen Pensionierung austritt, dann steht ihm die Bonuspension (der Abschlag A15) ab dem Monat, wo der Pensionsbezug erfolgt, nicht mehr zu.

Dies ist dann relevant, wenn dieser Dienstnehmer in den Folgemonaten nach dem Austritt eine UEL erhält. In diesem Fall ist in der UEL-Schablone beim Feld "Bonuspenison in Folgemonaten" bei Bedarf das Häkchen zu entfernen, damit die Bonuspenison (der Abschlag A15) nicht mehr berücksichtigt wird.

1589629674000009330_1.png

Weiterführende Informationen zur Abrechnung von älteren Dienstnehmern und zur Bonuspenison finden Sie im Dokument Abrechnung älterer Dienstnehmer.

 Abbildung in der Bruttoerfassung

In dieser Abbildung sieht man, dass das Austrittsdatum und das DV-Ende-Datum in den Stamm eingetragen sind, die Kalender-, LSt-, SV- und BV-Tage gekürzt und der Grundbezug entsprechend aliquotiert worden sind. Außerdem wurden alle benötigten UEL-Lohnarten produziert.

1162135993000207250_3.png
 
Auch die ELDA-Abmeldung wurde produziert und in die Datendrehscheibe gestellt:
 
1162135993000207250_1.png
 
Werden im nächsten Monat die Lohnarten aktiviert, wird die Lohnart 7550 "UEL SV lfd Bmg" mit den Werten aus der UEL-/KÜE-Schablone in der Bruttoerfassung produziert.
 
1162140864000207250_4.png
 
Hinweis 
Hinweis.png
Über die Funktion "Netto-Vorschau" sehen Sie, welcher SV-Beitrag und welche Lohnnebenkosten noch anfallen.
 
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 Austritt und Gutstunden

Die Abrechnung der Gutstunden bei einem Austritt erfordert folgende Einstellungen:
  • Im jeweiligen Gutstundentopf ist die Lohnart Austritt hinterlegt.
  • In der Nichtleistungszeitenverwaltung wird ein Satz mit dem Verbrauchskennzeichen "Austritt" erfasst
1563207870000004520_10.png

Beispiel 
Beispiel.png
Ein Dienstnehmer tritt mit 15.06. aus und hat einen Gutstundensaldo von + 4 Stunden zum Stichtag 15.06.
In der Nichtleistungszeitenverwaltung auf dem Reiter "Gutstunden" ist es notwendig folgende Einstellung zu treffen, damit die Gutstunden in die Bruttoerfassung übernommen werden:

1563207870000004520_12.png

1563207870000004520_13.png

Mit dem Plus-Symbol 1563207870000004520_19.png oder der Funktionstaste F5 wird ein neuer Satz mit dem Datum des Austrittes erstellt. 
In der Spalte "Bezahlt" wird die Menge zu diesem Stichtag erfasst. In der Spalte "Verwaltung" wird die Menge zu diesem Stichtag mit Minus erfasst, um den Saldo auf null zu stellen.
Diese Daten werden in den Importpuffer übernommen.

1563207870000004520_14.png

In der Bruttoerfassung wird der Importpuffer mit den Daten aus der Nichtleistungszeitenverwaltung automatisch geleert. Die Lohnart, die beim Gutstundentopf hinterlegt ist, wird erzeugt und der Satz eingelesen bzw. nach der Berechnung in der Lohnart ermittelt.

Beispiel 
Beispiel.png
Der Dienstnehmer hat zum Zeitpunkt des Austrittes einen negativen Gutstundensaldo (Minusstunden, Minussaldo), z. B. 1 Stunde minus zum Stichtag 15.06.
In diesem Fall ist in der Nichtleistungszeitenverwaltung auf dem Reiter "Gutstunden" folgende Einstellung zu treffen, damit die Gutstunden in die Bruttoerfassung übernommen werden:

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1563207870000004520_16.png

Mit dem Plus-Symbol 1563207870000004520_19.png oder der Funktionstaste F5 wird ein neuer Satz mit dem Datum des Austrittes erstellt.
In der Spalte "Bezahlt" wird die Menge zu diesem Stichtag mit Minus erfasst. In der Spalte "Verwaltung" wird die Menge zu diesem Stichtag mit Plus erfasst, um den Saldo auf null zu stellen.
Diese Daten werden in den Importpuffer übernommen.

1563207870000004520_18.png

In der Bruttoerfassung wird der Importpuffer mit den Daten aus der Nichtleistungszeitenverwaltung automatisch geleert. Die Lohnart, die beim Gutstundentopf hinterlegt ist, wird erzeugt und der Satz eingelesen bzw. nach der Berechnung in der Lohnart ermittelt.

Achtung! 
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Der Eintrag in der Nichtleistungszeitenverwaltung auf dem Reiter "Gutstunden" wird nicht gelöscht, wenn die Funktion "Austritt löschen" ausgeführt wird.

 Rückwirkender Austritt 

Soll bei einem Dienstnehmer rückwirkend ein Austritt erfasst werden (weil der Mitarbeiter beispielsweise bereits am 25. des Vormonats ausgetreten ist), müssen Sie wie folgt vorgehen:

Gehen Sie in die Bruttoerfassung (im Dienstnehmerstamm kann kein Austritt für einen bereits endverspeicherten Monat erfasst werden) und rufen Sie im laufenden Monat die Funktion "Austritt" auf. Im Austrittsfenster erfassen Sie das entsprechende Austrittsdatum. Man erhält folgende Meldung:
"Datum liegt in der Vergangenheit! Alle Erfassungen, die zwischem dem Austritt und dem lfd. Monat liegen, werden automatisch gelöscht!"

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Bestätigen Sie diese Meldung mit "Ok" und erfassen Sie alle weiteren benötigten Daten. Nachdem die Eingaben gespeichert worden sind, wird eine Aufrollung durchgeführt. Dabei werden die LSt-, SV-, BV- und Kalendertage im Austrittsmonat automatisch korrigiert bzw. bis zum laufenden Monat gelöscht. Erfasste UEL-Bezüge werden in den Austrittsmonat bzw. in die jeweiligen Folgemonate gerollt. Der Grundbezug wird entsprechend aliquotiert bzw. werden alle bereits erfassten Lohnarten gelöscht, die zwischen dem Austritt und dem lfd. Monat liegen und nicht mehr relevant sind (siehe Hinweismeldung).

Natürlich ist auch darauf zu achten, dass noch weitere Lohnarten wie zum Beispiel die aliquoten Sonderzahlungen in den Austrittsmonat gerollt werden müssen. Im laufenden Monat dürfen bzw. können keine Lohnarteneingaben mehr vorgenommen werden.

Hinweis 
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Die ELDA-Abmeldung wird nicht im Austrittsmonat sondern im Erfassungsmonat in die Datendrehscheibe gestellt.

 Zukünftiger Austritt

Wie zuvor bereits erwähnt, können im Dienstnehmerstamm und in der Bruttoerfassung über die Funktion "Austritt" auch zukünftige Austritte, die bereits im Vorhinein bekannt sind, erfasst werden. Das Austrittsdatum wird dabei sofort in den Dienstnehmerstamm eingetragen und ist so dauerhaft sichtbar. Die Erfassung und Abrechnung bis zum Austrittsmonat wird dadurch nicht behindert und kann wie gewohnt durchgeführt werden.

Natürlich ist zu beachten, dass bestimmte Daten zum Zeitpunkt der Erfassung noch nicht bekannt sind oder sich ändern können. So wird bzw. kann sich die Anzahl der "nicht konsumierten Urlaube" für die Berechnung der Urlaubsersatzleistung bis zum tatsächlichen Austritt ändern. Auch die Erzeugung der ELDA-Abmeldung ist zu diesem Zeitpunkt in den meisten Fällen noch nicht sinnvoll.

Aus diesen Gründen ist es notwendig, die Austrittsfunktion im tatsächlichen Austrittsmonat erneut aufzurufen. Dort können dann die ursprünglich erfassten Daten geändert bzw. benötigte Vorgänge (ELDA-Meldung erzeugen, UEL-Schablone aufrufen) angestoßen werden.

Achtung! 
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Das Feld UEL-/KÜE-Schablone ist inaktiv (lässt sich nicht anhaken), wenn der Abrechnungsmonat ungleich dem Ende des Dienstverhältnisses ist. Dies bedeutet: Wird ein Austritt für z. B. Februar erfasst und man steht mit der Abrechnung aber noch im Jänner, lässt sich das Feld UEL-/KÜE-Schablone nicht auf "Ja" stellen.

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Erst wenn die aktuelle Abrechnung im Austrittsmonat (Ende Dienstverhältnis) des Dienstnehmers gestartet worden ist, lässt sich auch die UEL-Schablone aufrufen. Wird die Austrittsschablone wie im Kapitel 1.2. beschrieben aufgerufen, dann kann das Feld nun auf die Ausprägung "Ja" gesetzt werden. Für die Erfassung der UEL-Schablone in der Bruttoerfassung folgen Sie bitte der Anleitung aus Kapitel 4.1.2..

Anders verhält es sich mit dem Feld ELDA-Abmeldung erzeugen. Dieses Feld kann schon im Monat der jeweiligen Erfassung des zukünftigen Austritts auf "Ja" gesetzt werden. Damit wird eine Abmeldung erstellt, die in weiterer Folge an die ÖGK übermittelt werden kann.

Beispiel 
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Zur Veranschaulichung soll nun das folgende Beispiel dienen:

In der Bruttoerfassung wird in der Abrechnungsperiode März ein Austritt für September erfasst.
Das Feld "ELDA-Abmeldung erzeugen" steht auf "Nein", da die Daten noch nicht vollständig sind und eine Abmeldung im Juni daher noch nicht sinnvoll ist.
Ebenso steht das Feld "UEL-/KÜE-Schablone" auf "Nein", da sich die Anzahl der nicht konsumierten Urlaube bis zum tatsächlichen Austritt noch ändern kann.

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Nachdem die Eingaben gespeichert worden sind, ist das Austrittsdatum aus dem Dienstnehmerstamm sofort sichtbar. Die weitere Abrechnung wird dadurch jedoch nicht behindert.

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Werden im September die Lohnarten aktiviert, wird der Austritt automatisch in die Bruttoerfassung gestellt. Außerdem werden auch die LSt-, SV-, BV- und Kalendertage entsprechend gekürzt und die Auflösungsabgabe (wenn auf "Ja") aktiviert.
 
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Da in der Zwischenzeit noch Urlaube konsumiert worden sind und die Daten für die Urlaubsersatzleistung und die Abmeldung richtigzustellen sind, muss die Austrittsfunktion erneut aufgerufen werden. Beim Feld "Nicht konsummierte Urlaube" gelangt man mit der Funktionstaste F8 oder einem Mausklick auf das Symbol Funktion_F8.png in die Urlaubsverwaltung. Beim Ausstieg wird die Anzahl der nicht konsummierten Urlaubstage aktualisiert.  
 
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Jetzt können die restlichen Daten (UEL, aliquote Sonderzahlungen ...) erfasst und die Abmeldung an die ÖGK übermittelt werden.

 Austritt während eines ruhenden Dienstverhältnisses

Tritt ein Dienstnehmer während eines ruhenden Dienstverhältnisses aus, dann muss direkt am ruhenden Dienstverhältnis, im laufenden Jahr, die Funktion "Austritt" verwendet werden.

Dies kann auf zwei Arten erfolgen:
  • LOHN → Stammdaten → Dienstnehmer → Funktionen → Dienstverhältnis ändern → Austritt
  • LOHN → Abrechnungen → Bruttoerfassung → Funktionen → Dienstverhältnis ändern → Austritt
Sofern eine UEL anfällt, kann diese auch gleich im Anschluss eingegeben werden. Wenn das Feld "ELDA-Abmeldung erzeugen" auf "Ja" steht, wird automatisch eine ELDA-Anmeldung bzw. -Abmeldung erzeugt.

Beispiel 
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Eine Dienstnehmerin tritt während der Karenz am 05.12.2026 aus, mit einer UEL bis zum 14.12.2026.

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In diesem Fall wird eine Anmeldung per 06.12.2026 erzeugt (= erster Tag der UEL). Ebenso wird eine Abmeldung mit Angabe über die zu leistende UEL, mit dem Ende-Beschäftigung-Datum 30.11.2026 und dem Abmeldedatum bzw. Ende-Entgelt-Datum 14.12.2026 erstellt.

Das Ende-Beschäftigung-Datum richtet sich nach dem Datum der Abmeldung zur Karenz nach Mutterschutz.

Lediglich Lohnarten mit dem Suffix "(auch für ein ruhendes DV)" im Feld Fix/Variable im Programm Lohnarten können auf einem ruhenden Dienstverhältnis abgerechnet werden. Dies ist insbesondere relevant bei Endabrechnungen (Lohnarten für Urlaubsersatzleistung) oder falls es zu einer monatsversetzten Auszahlung (Provisionen) kommt.

Hinweis 
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Ein häufiger Anwendungsfall betrifft die Auszahlung von Über- und Mehrstunden (bzw. von Zeitguthaben) bei einem Austritt während eines ruhenden Dienstverhältnisses. Da die Auszahlung auf einem aktiven Dienstverhältnis stattfinden muss, ist mit der ÖGK abzuklären, wie die Abrechnung zu erfolgen hat:
  • Über eine Rollung: Falls eine Rollung in ein aktives Dienstverhältnis vor dem ruhenden Dienstverhältnis zur Anwendung kommt, ist zu beachten, ob sich dieses im aktuellen Jahr oder in einem Vorjahr befindet. Bei einer Rollung im aktuellen Jahr ist nichts Besonderes zu beachten und diese ist wie üblich abzurechen. Sollte jedoch eine Rollung in ein Vorjahr nötig sein, dann ist abzuklären, ob Änderungen an den Jahresmeldungen (L16, KommSt ...) noch zulässig sind. Falls dem nicht so ist, dann entnehmen Sie die weitere Vorgehensweise unserer Anleitung für die Abrechnung von Nach- und Vergleichszahlungen aus unserer Onlinehilfe.

  • Auf einem neuen aktiven Dienstverhältnis (nach dem Austritt): Hier wird für die von der ÖGK bestimmte Anzahl von Versicherungstagen ein aktives Dienstverhältnis angelegt und anschließend erst eine etwaige UEL abgerechnet. Falls keine UEL ausbezahlt wird (welche automatisch für einen monatlichen Lohnzahlungszeitraum sorgt), müssen manuell fiktive Lohnsteuertage unter LOHN → Abrechnungen → Bruttoerfassung → Funktionen → Monatsstammdaten → Reiter "Tage" erfasst werden. In der Regel werden 30 Tage erfasst. Für weitere Fragen zur korrekte Abrechnung wenden Sie sich ggf. bitte direkt an die ÖGK.
Zu beachten ist, dass die Mehr- und Überstundenlohnarten auf Fixwerte aus dem Dienstnehmerstamm zurückgreifen. Falls es im Programm nicht so eingestellt worden ist, dass KV-Erhöhungen oder Vorrückungen während eines ruhenden Zeitraums automatisch vorgenommen werden, dann sind bei Bedarf die Fixwerte unter LOHN → Stammdaten → Dienstnehmer → unter Reiter "Fixwerte" manuell anzupassen.

Wird bei einer Auszahlung von Mehr- und Überstunden keine UEL auf einem neuen aktiven Dienstverhältnis (nach dem Austritt) abgerechnet, wird in der mBGM automatisch die Verrechungsgrundlage "SV-Berechnung ohne Zeit in der SV" verwendet. Auch in diesem Fall ist direkt mit der ÖGK abzuklären, was bezüglich der Meldung zu beachten ist, um eine korrekte Verarbeitung zu gewährleisten.

Weitere Informationen zur Abrechnung von Zahlungen nach dem Austritt finden Sie im Kapitel 4.8. Zahlung nach Austritt.

 Krankenstand und Kündigung​

​Ein Dienstnehmer kann während eines Krankenstandes grundsätzlich gekündigt werden. Für die Dauer des Entgeltanspruchs ist es jedoch von Bedeutung, ob die Kündigung vor oder nach Beginn des Krankenstandes ausgesprochen worden ist.

Ausspruch der Kündigung vor dem Krankenstand
In diesem Fall enden die Beschäftigung und der Entgeltanspruch am gleichen Tag.

Ausspruch der Kündigung während des Krankenstandes
Wird der Dienstnehmer während seines Krankenstandes gekündigt, so endet der Entgeltanspruch mit dem Ende des Krankenstandes bzw. spätestens mit dem Ende des gesetzlichen Anspruchs.

Bei dieser Variante wird zuerst der "Austritt" mit dem Datum "Ende Beschäftigung" erfasst und abgespeichert. Dies führt zum Eintrag "KüKrK" (Kündigung im Krankenstand) im Informationsblock in der Bruttoerfassung.

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Die weitere Vorgehensweise finden Sie unter Kündigung vor oder während eines Krankenstandes

 Austritt ohne Abrechnung

Manchmal werden Daten unter LOHN → Stammdaten → Dienstnehmer im Stamm erfasst und gepflegt ohne eine Lohnverrechnung. Hier müssen die Austritte von Mitarbeitern auch über die Funktion "Austritt", wie im Kapitel 1 beschrieben, erfasst werden.

​ Abgangsentschädigung

Eine Abgangsentschädigung ist eine freiwillige Zahlung des Arbeitsgebers, um eine sofortige oder vorzeitige Auflösung des Dienstverhältnisses zu erleichtern. Der Zweck liegt damit primär in der Beilegung möglicher Streitigkeiten und der Vermeidung eines langwierigen Rechtsstreits.

Nach § 49 Abs 3 Z 7 ASVG (Stand 2026) zählen Zahlungen, die aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses geleistet werden, nicht als Entgelt. Dazu gehört, neben der Abfertigung, auch die Abgangsentschädigung.  

Achtung! 
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Nicht zu verwechseln ist die Abgangsentschädigung mit der beitragspflichtigen Vergleichszahlung, welche meistens im Zuge einer außergerichtlichen Einigung zwischen den streitenden Parteien vereinbart wird (z. B. für offene Überstunden, Zulagen oder Sonderzahlungen). Die Abrechnung einer Vergleichssumme wird im Dokument Abrechnung von Nach- und Verlgeichszahlungen abgehandelt.

​​Nicht zulässig als Abgangsentschädigung ist, wenn mit dieser offene Urlaubsersatzleistungen, Sonderzahlungen, Überstunden oder Entgeltansprüche abgegolten werden. Ebenso darf diese nicht anstelle der gesetzlichen Abfertigung gezahlt werden.

Achtung! 
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Eine Anleitung zur Abrechnung einer gesetzlichen oder freiwilligen Abfertigung finden Sie hier.
Wenn all diese Voraussetzungen erfüllt sind, dann sind Abgangsentschädigungen SV-rechtlich beitragsfrei und führen nicht zu einer Verlängerung der Pflichtversicherung laut ÖGK (Stand 2026). Abgangsentschädigungen, in diesem Sinne, sind gemäß § 67 Abs. 10 EStG zu versteuern (Stand 2026).

Im BMD Standard gibt es für Abgangsentschädigungen keine eigene Lohnart. Diese muss entweder unter LOHN → Stammdaten → Lohnarten mit F5 (Neu) oder über + neu angelegt werden. Alternativ kann eine Lohnart mit ähnlichen Einstellungen gewählt und mit der Funktion "Lohnart kopieren" dupliziert werden.

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Hinweis 
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Informieren Sie sich bitte voher an passenderer Stelle, welche Pflichtigkeiten in Ihrem konkreten Fall bei Ihrer Lohnart zu wählen sind.

 Zahlung nach Austritt

Sollen bei einem bereits ausgetretenen Mitarbeiter in einer späteren Abrechnungsperiode Bezüge nachbezahlt oder geändert werden, muss das über eine Aufrollung passieren. Steigen Sie dazu im laufenden Monat in die Bruttoerfassung ein und führen Sie die Aufrollung in den Austrittsmonat (oder in einen früheren Monat) durch. 

Hinweis 
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Damit ein neues L16 mit den aktuellen Daten erzeugt werden kann, muss im laufenden Monat die Austrittsfunktion mit den ursprünglichen oder (im Fall von Änderungen) mit den neuen Austrittsdaten erfasst werden.

Hinweis 
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Beachten Sie bei Bedarf unsere Ausführungen im Dokument zur Abrechnung von Nach- und Vergleichszahlungen.

 Austritt löschen

Soll der Austritt aus bestimmten Gründen wieder gelöscht werden (der Mitarbeiter tritt doch nicht aus), dürfen weder die Austrittslohnart (LA 7950) in der Bruttoerfassung noch das Austrittsdatum im Mitarbeiterstamm manuell gelöscht werden.
 
In diesem Fall muss die Austrittsfunktion erneut aufgerufen und die Funktion "Austritt löschen" betätigt werden, da andernfalls Daten, die den Austritt betreffen, bestehen bleiben.

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Wird die Funktion "Austritt löschen" aufgerufen, werden das Austrittsdatum und das DV-Ende-Datum aus dem Mitarbeiterstamm gelöscht sowie die Kürzung der LSt-, SV-, BV- und Kalendertage und die damit verbundene Aliquotierung des Grundbezugs und etwaiger anderer Lohnarten in der Bruttoerfassung rückgängig gemacht.

Des Weiteren werden die Daten aus der UEL- und KÜE-Schablone inklusive aller produzierten Lohnarten (auch die Folgemonatslohnarten) sowie die Lohnart für die Auflösungsabgabe (bis 2019) gelöscht.

Ist eine ELDA-Abmeldung erstellt worden, wird auch diese aus der Datendrehscheibe gelöscht. Für den Fall, dass die Abmeldung schon an die ÖGK übermittelt worden ist, wird eine Storno-Meldung erzeugt, die anschließend an die ÖGK übermittelt werden muss.

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Hinweis 
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Soll der Austritt gelöscht werden und ist der Austrittsmonat bereits endverspeichert, muss die Austrittsfunktion im Folgemonat über die Bruttoerfassung aufgerufen werden. Durch die Funktion "Austritt löschen" werden auch hier die bereits oben erwähnten Vorgänge über eine Aufrollung rückgängig gemacht. 

 Wiedereinstellungszusage

Handelt es sich um einen Austritt mit Wiedereinstellungszusage, dann ist das Feld "Wiedereinstellungszusage" Im Austrittsformular mit "Ja" zu befüllen.

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Ist dieses Feld mit "Ja" befüllt, steht diese Information auch im Feld Wiedereinstellungszusage am Reiter "Rückstellungen" im Dienstnehmerstamm. Wird ein Wiedereintritt bei einem Mitarbeiter mit Wiedereinstellungszusage durchgeführt, dann werden die Reststände von Urlaub und Gutstunden auf das neue Dienstverhältnis übernommen. Dafür wird vom alten Dienstverhältnis der aliquote Rest zum Austrittstag gelesen und als Reständerung am neuen Dienstverhältnis zum Eintrittstag eingefügt.

Bei einem Austritt mit Wiedereinstellungszusage wird in der Urlaubsverwaltung keine Austrittskorrektur vorgenommen. Somit bleibt der Rest bestehen. Bei einem Dienstverhältnis, das mit einer Wiedereinstellungszusage beendet worden ist, wird am Infopanel die Zeile "Korrektur Austritt" nicht angezeigt.

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Ist ein Mitarbeiter mit Wiedereinstellungszusage "Ja" zum Zeitpunkt Rückstellungsstichtag noch nicht wieder eingetreten, dann wird dieser Mitarbeiter trotzdem in die Rückstellungsberechnung aufgenommen.

 Austrittsworkflow

Im Feld "Austrittsworkflow durchführen" kann der bei jedem Austritt in den Parametern hinterlegte Austrittsworkflow abgewählt werden. Ist ein Austrittsworkflow hinterlegt, dann wird dieser standardmäßig durchgeführt, denn das Feld "Austrittsworkflow durchführen" ist standardmäßig mit "Ja" befüllt. Der Austrittsworkflow wird im Workflowstudio designt und im Parameter im Paket Personalinformationssystem → Stammdaten → Einstellungen → PI Parameter → Einstellungen für Personalinformationssystem → Workflow → Mitarbeiteraustritt Workflow hinterlegt.

Der Austrittsworkflow kann beispielsweisen Aufgaben für die HR-Abteilung oder allgemeine Verwaltung beinhalten, sodass bei Erfassung eines Austritts die jeweiligen Abteilungen informiert werden, dass beispielsweise die Mitarbeiterkarte oder ein Sachbezugsauto zurückgegeben oder Passwörter verändert werden müssen.

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