Die NTCS bietet Ihnen eine Vielzahl von Auswertungsmöglichkeiten, z. B. Bilanz, Kurzfristige Erfolgsrechnung (KERF), Geldflussrechnung und viele weitere Analysen. Damit diese Auswertungen korrekte Ergebnisse liefern, ist es erforderlich, dass Ihre Konten richtig gegliedert und den entsprechenden Überschriften zugeordnet sind.
In diesem Hilfedokument erfahren Sie:
- wie Sie Kontenzuordnungen effizient und systematisch vornehmen,
- welche Funktionen die NTCS dafür bereitstellt,
- worauf Sie bei der Gliederung und Zuordnung Ihrer Konten achten sollen, um fehlerfreie Auswertungen zu erhalten, und
- wie Sie bestehende Zuordnungen prüfen, anpassen oder automatisiert übernehmen können.
Durch eine sorgfältige Kontenzuordnung stellen Sie sicher, dass Ihre betriebswirtschaftlichen Auswertungen in der NTCS vollständig, konsistent und aussagekräftig sind.
Hinweis | Die Kontenzuordnungen in der NTCS sind immer jahres- bzw. fibubezogen gespeichert. Das bedeutet: Wenn Sie eine Auswertung aufbereiten, bei der Werte aus anderen Jahren mitaufbereitet werden (z. B. als Vorjahresvergleich), nutzt das Programm für die Anzeige und Gliederung der Vorjahreswerte die aktuelle Kontengliederung, sprich die Gliederung des laufenden Jahres.
So wird sichergestellt, dass alle Werte in der Auswertung nach der gleichen Struktur dargestellt werden.
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Beginnen Sie mit der Kontenzuordnung im Gliederungsschema "Kontengruppen", die Sie über die Tätigkeit "Konten zuordnen" über die Bilanzierungscheckliste aufrufen.
Die Zuordnung der Konten kann an folgenden Stellen vorgenommen werden:
- über den Aufruf der Tätigkeit "Zuordnung Konten" im Bilanzprojekt → Änderung im Gliederungsschema Kontengruppen (z. B. Schema 300)

- oder über die Funktion "Gliedern" bzw. "Konten zuordnen", die Sie in jeder Auswertung oder Saldenliste am Bildschirm finden. Hier können Sie die Kontenzuordnung entweder gleich über das aufgerufene Auswertungsschema vornehmen oder gegebenenfalls an dieser Stelle auf das Gliederungsschema Kontengruppen (z. B. Schema 300) umstellen:

Die einzelnen Gliederungstexte sind in einer Baumstruktur übersichtlich angeordnet. Sie können den gesamten Gliederungsbaum ansehen, wenn Sie die Funktion "Ganzen Baum öffnen" über die rechte Maustaste ausführen. Mit der Funktion "Alle Knoten öffnen" (aufrufbar über die rechte Maustaste auf einen Gliederungstext) können Sie alle Knoten dieses Punktes öffnen.
Einen Gliederungstext der Kontengruppen erkennen Sie am gelben Ordnersymbol

. Die Konten sind den einzelnen Kontengruppen zugeordnet.
In der Registerkarte "Konten" sind alle Konten aufgelistet, die in der Fibu der Firma vorhanden sind.
Über die Combobox rechts außen kann die Ansicht auf die noch nicht zugeordneten Konten eingeschränkt werden. Nicht zugeordnete Konten sind in der Liste mit dem schwarz-blauen Kontensymbol und einem roten "x"

gekennzeichnet. Diese müssen den entsprechenden Kontengruppen zugeordnet werden, um eine vollständige Auswertung zu erhalten.
Die Zuordnung der Konten erfolgt durch einfaches Verschieben des Kontos/der Konten durch Markieren und Ziehen mit der Maus auf die gewünschte Kontengruppe.
Hinweis | Eine Mehrfachselektion erfolgt durch Markieren des ersten und letzten Kontos mit Drücken der Shift- (Umschalt-) Taste oder durch die Auswahl einzelner Konten durch Drücken der Strg-Taste. Um die Konten der rechten Tabelle leichter zur gewünschten Kontogruppe auf der linken Seite zuordnen zu können, empfiehlt es sich, über die Bildlaufleisten die jeweiligen Einträge auf gleiche Augenhöhe zu scrollen. |
Eine Kontengruppe hat eine Gruppierungsfunktion für gleichartige Konten. Die meisten Auswertungen sind direkt mit der Kontengruppe verknüpft. Für diese erübrigt sich die Zuordnung der Konten. Anstelle der Konten sind die Kontengruppen den Auswertungsüberschriften zugeordnet.
| Schlüssel zur eindeutigen Identifizierung des Gliederungstextes |
| Die Kurzbezeichnung wird im Gliederungsbaum dargestellt und informiert Sie darüber, welche Konten (Kontengruppentexte) hier zugegliedert werden sollen. Diese wird nicht in den Auswertungsüberschriften angedruckt. |
| Nummer der Bilanzgruppe
0 = Keine Bilanzgruppe 1 = Aktiva 2 = Passiva 3 = Aufwand 4 = Ertrag
Beachtenswertes in den Kontengruppen: In den Kontengruppen ist darauf zu achten, dass nur jene Konten zugeordnet werden, die eine der Bilanzgruppe entsprechende Kontenart aufweisen. Bei gemischter Zugliederung (z. B. Aktiv- und Passivkonten in einer Kontengruppe mit der Bilanzgruppe Passiva) kann es zu Fehlern in weiterführenden Auswertungen kommen. Möchten Sie dennoch eine abweichende Kontenart zugliedern (z. B. ein aktives Konto aufgrund des Habensaldos in den Passiva) ist ein Ersatzkonto zu erstellen. |
Hinweis | Wird eine zusätzliche Kontengruppe benötigt, können weitere Kontengruppen angelegt werden. Beachten Sie dazu die Informationen zum Hinzufügen und Ändern von Kontengruppen. Möchten Sie eine Kontengruppe von ihrer ursprünglichen Verwendung in einer oder mehreren Auswertungen lösen (mandantenbezogen umgliedern), müssen Sie diese Kontengruppe "Für Firma XXXX bearbeiten" (Funktion über die rechte Maustaste verfügbar) einstellen. Dieser firmenbezogene Gliederungstext kann dann in der Auswertungsgliederung nahezu beliebig verschoben werden. |
Um das Zuordnen der Konten einfacher zu gestalten, gibt es unterhalb des Gliederungsbaums entsprechende Zusatzinformationen, die erscheinen, sobald Sie das Konto unter eine entsprechende Überschrift ziehen. Diese sind farbig markiert, um sie somit übersichtlicher zu gestalten:
Ist der Hinweis der dazugehörigen Zielüberschrift grün oder blau dargestellt (Anzeige links unten), so bedeutet das, dass die Zuordnung erlaubt ist. Teilweise werden Zusatzinformationen angezeigt, die als Hilfe für die Zuordnung dienen.
Ist der Hinweis der dazugehörigen Zielüberschrift rot dargestellt (Anzeige links unten), so bedeutet das, dass ein Zuordnen zu dieser Position nicht möglich ist. Der Hinweis beinhaltet eine Erklärung, warum in diesem Fall eine Kontenzuordnung nicht zulässig ist.
In der Auswertungsgliederung besteht auch die Möglichkeit, Konten zuzuordnen. Nutzen Sie dazu die Funktion "Gliedern":
Die Auswertungsgliederung ist daran zu erkennen, dass Sie sowohl die Überschriften sehen (fett dargestellt) als auch die zugeordneten Positionen der Kontengliederung mit dem gelben Ordnersymbol

. Unter dieser Position befinden sich die zugeordneten Konten.
Die Zuordnung der Konten erfolgt wie gewohnt durch einfaches Verschieben des Kontos/der Konten durch Markieren und Ziehen mit der Maus auf die gewünschte Kontengruppe. Da sich die Änderung nicht nur auf diese Auswertung bezieht, erscheint eine Hinweismeldung "Das Ändern der Kontozuordnung kann Auswirkungen auf alle Auswertungen haben, die mit Kontogruppen arbeiten. (z. B. Bilanz, Saldenliste, Finanzplan ...)".
Sollten Sie das Zuordnen der Konten über die reine Kontengruppe bevorzugen, besteht die Möglichkeit über folgenden Parameter das Verhalten der Funktion "Gliedern" aus einer Auswertung zu verändern:
Paket BIL → Stammdaten → BILANZ Parameter → Bilanzierung
Stellen Sie den Parameter auf die "Kontogruppen" um. Beim nächsten Einstieg über die Funktion "Gliedern" öffnet sich die Gliederung der Kontengruppen:
Hinweis | Sobald in einem Auswertungsschema Kontogruppen verwendet werden, können Konten nur noch den entsprechend untergeordneten Kontogruppen zugeordnet werden.
Ausgenommen sind Auswertungen, in denen lediglich Überschriften OHNE zugeordnete Kontogruppen existieren. Hier dürfen/sollen die Konten einer Überschrift zugeordnet werden. Ein Beispiel dafür ist das Auswertungsschema 350 Bilanz und GuV gemäß VAG (Versicherungen):
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Wenn der Saldo des Kontos darüber entscheiden soll, in welcher Bilanzgruppe (Aktiv oder Passiv) es in den Auswertungen ausgewiesen wird, kann für dieses Konto ein Ersatzkonto erstellt werden. Dieses Ersatzkonto wird der jeweiligen anderen Bilanzgruppe (z. B. Bankguthaben/Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) zugeordnet, sodass letztlich ein- und dasselbe Konto einmal dem passiven und ein weiteres Mal dem aktiven Bereich zugeordnet ist.
Ein Ersatzkonto kann auch automatisch angelegt werden, indem das Konto einer gegensätzlichen Bilanzgruppe zugeordnet wird (beispielsweise wird ein passives Bankkonto in den aktiven Forderungen unter „Guthaben bei Kreditinstituten“ zugeordnet).
Beispiel | Das aktive Bankkonto 2860 hat im aktuellen Jahr einen Soll-Saldo, im Vorjahr aber einen Haben-Saldo. In der Kontenzuordnung ist das Konto den „Guthaben bei Kreditinstituten“ zugeordnet.
Wird nun das Konto 2860 auch im Passivbereich einer Kontogruppe via Drag & Drop zugeordnet, so wird automatisch ein Ersatzkonto erstellt.
Wichtig ist, dass innerhalb einer Kontenzuordnung (hier z. B. „Guthaben bei Kreditinstituten“) eine einheitliche Kontenart (z. B. Aktiva) zugeordnet ist. Andernfalls muss in späteren Auswertungen mit fehlerhaften Werten und Differenzen gerechnet werden (z. B. Duplikate nicht zulässig). Die Zuordnung können Sie kontrollieren, indem Sie links eine Kontengruppe und rechts die Registerkarte „Inhalt“ auswählen. Werden nur Konten gleicher Kontenart angezeigt, wurde die Zuordnung korrekt vorgenommen.
In der folgenden Abbildung können Sie erkennen, wie sich die Verwendung von Ersatzkonten in einer Auswertung (hier am Beispiel einer Bilanz) auswirkt.
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Die Kontenzuordnung einer bestehenden Fibu kann auf eine andere Fibu übernommen werden. Die Übernahme der Zuordnung von einer Vorlage wird im Fenstermenü unter "Gliederung" über die Funktion "Kontenzuordnung aus Fibu laden" aufgerufen.
Als Vorlage für die Kontenzuordnung wird Ihnen der in der Fibu hinterlegte Standardkontenrahmen vorgeschlagen. Es ist aber auch möglich, die Kontenzuordnung von einer anderen Firma und deren Fibu auszuwählen. Nach Bestätigung der Auswahl erfolgt eine Abfrage, ob die bestehende Kontenzuordnung beibehalten oder überschrieben werden soll.
Bei der Auswahl "Beibehalten" werden nur die noch nicht zugeordneten Konten entsprechend der Vorlage zugeordnet, die übrigen Konten bleiben dort, wo sie bereits zugeordnet waren.
Wählen Sie stattdessen "Überschreiben", werden alle Konten entsprechend der Vorlage zugeordnet. Die ursprüngliche Kontenzuordnung wird gelöscht.
Standardmäßig ist das Programm so eingestellt, dass die Kontenzuordnung automatisch vom Standardkontenrahmen übernommen wird. Sie können dieses Verhalten in den Einstellungen für die Bilanzierung abändern unter: Paket BIL → Stammdaten → BILANZ Parameter → Bilanzierung
In der Standardsuche genügt eine Übereinstimmung der ersten drei Ziffern der Kontonummer, über die Auswahl 1 kann jedoch auf eine genaue Übereinstimmung der Kontennummern umgestellt werden.
Wenn die Kontenzuordnung im aktuellen Jahr von der Kontenzuordnung vom Vorjahr abweicht, Sie aber die Kontenzuordnung des Vorjahres verwenden möchten, so gibt es eine einfache Möglichkeit, um die Gliederung vom Vorjahr zu übernehmen. Voraussetzung dafür ist, dass in den Fibu-Stammdaten eine Vorjahres-Fibu hinterlegt ist.
Um diese Funktion auszuführen, öffnen Sie die Gliederung und wählen dort unter "Gliederung" die Funktion "Kontenzuordnung aus Vorjahres-Fibu laden".
Im Gliederungsbaum kann auch die Feldauswahl individuell angepasst werden (z. B. Saldo lfd. Jahr und 1. Vorjahr). Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf eine beliebige Spaltenüberschrift und wählen Sie "Feldauswahl" → "Bearbeiten".
Fügen Sie alle Felder ein, die benötigt werden und stellen Sie mit den Pfeilen die Reihenfolge ein:
Abschließend speichern Sie die neue Einstellung mit den Funktionen "Speichern (Benutzerbezogen)" oder "Speichern unter".
Es wird empfohlen die bereits vorhandenen Kontengruppen zu verwenden, da das Schema 300 als gemeinsame Basis für die Gliederung von Konten dient. Die meisten Auswertungen sind direkt mit diesem Gliederungsschema verknüft, d.h. in den Auswertungsüberschriften sind Kontengruppen (und nicht einzelne Konten) zugeordnet, dadurch ist keine separate Kontenzuordnung je Auswertung erfoderlich. Änderungen an Kontengruppen wirken sich somit auf alle Auswertungen aus, in denen diese Kontengruppe verwendet wird.
Falls es dennoch notwendig sein sollte zusätzliche Kontengruppen anzulegen, bestehende anzupassen oder zu kopieren, gibt es folgende Möglichkeiten:
- über die Funktion "Kontogruppe hinzufügen" oder "Kontogruppe unterhalb hinzufügen" werden neue Kontogruppen angelegt, aber es werden keine bestehenden Zuordnungen übernommen
- über die Funktion "Kontogruppe kopieren" wird eine neue Kontogruppe mit den bestehenden Zuordnungen (von der vorher ausgewählten Kontogruppe) anlegen
- über die Funktion "Für Firma XXXX bearbeiten" wird eine vorhandene Kontogruppe zum Bearbeiten geöffnet
Durch diese Funktionen wird automatisch eine firmenbezogene Kontogruppe erstellt und grün dargestellt. Diese können dann in Auswertungen flexibel verschoben und angepasst werden.
Achtung! | Wenn Sie eine firmenbezogene Kontogruppe wieder auf den Standard zurücksetzen wollen, ist das mit der Funktion "Löschen" nur dann möglich, wenn zuvor die Funktion "Für Firma XXXX bearbeiten" verwendet worden ist. Ansonsten ist die Kontogruppe tatsächlich gelöscht. Bitte achten Sie deshalb auf die Textnummer und blenden Sie diese gegebenenfalls im Menü - Ansicht ein:
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Hinweis | Wenn Sie die Auswertung 300 "Kontengruppen" für die Firma 100 Standardkontenrahmen "RLGBMD" aufbereiten, kann man unter den einzelnen Kontogruppen die automatisch richtig zugeordnten Konten sehen.
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In der Kontogruppe "GRUPPE Verrechnungskonten Finanzamt" (Textnummer 12212) sind ausschließlich Finanzamt-Verrechnungskonten der Klasse 3 zuzuordnen und es dürfen keine Ersatzkonten für die hier inbegriffenen Konten verwendet werden.
Anhand der Summe der zugeordneten Konten werden diese entweder unter sonstige Verbindlichkeiten oder falls sich ein Soll-Saldo ergibt, unter sonstige Forderungen in der Ersatzgruppe Textnummer 12213 (hier sind keine Konten zuzuordnen) dargestellt.
Darstellung der "Gruppe Verrechnungskonten Finanzamt" mit Textnummer 12212 unter "sonstige Verbindlichkeiten":
Darstellung der Ersatzgruppe Verrechnungskonten Finanzamt mit Textnummer 12213 unter "sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände":
Achtung! | Die Vorsteuerkonten und Umsatzsteuerkonten sind unter der Kontogruppe "GRUPPE Verrechnungskonten Finanzamt" nicht darzustellen, da diese im Zuge der Umsatzsteuervoranmeldung sowieso auf Umsatzsteuer-Zahllast umgebucht werden.
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Anhand der Kennzeichnung der Fristigkeit in der jeweiligen Rückstellungsüberschrift im Schema 301 "Bilanz und GuV gemäß UGB" wird grundsätzlich automatisch in "kurzfristig" und "langfristig" unterteilt.
Weiters können im Rückstellungsspiegel (
Spiegel in der Bilanz Punkt 1.1. Aufruf der Spiegel und Punkt 8. Spiegel für Rückstellungen) alle Konten, die unter dem Bilanzposten "Rückstellungen" zugeordnet sind, nach Entwicklung (Verwendung, Auflösung und Zuführung) sowie Fristigkeit (kurzfristig und langfristig) dargestellt werden.
Die Gliederung der Kapitalkonten erfolgt im Bereich des Eigenkapitals in erster Linie anhand der in den
Firmen- und FIBU-Stammdaten hinterlegten Rechtsform.
Im Gliederungsschema 300 "Kontengruppen" in der Klasse 9 sind diese Kontogruppen strukturiert dargestellt:
Die Hinterlegung der richtigen Rechtsform ist essenziell für die Zuordnung und Gliederung der Konten. Die vorhandenen Kontogruppen sind ausschließlich für die vorgesehene Gesellschaftsform zulässig.
Der Standardkontenrahmen bietet einige Konten im Bereich des Eigenkapitals für die jeweilige Gesellschaftsform an, auf diese werden wir in weiterer Folge näher eingehen.
Für die meisten Gesellschaftsformen gibt es jeweis ein Gewinn- und ein Verlustkonto, sowie die dazugehörigen Gegenkonten für die Ergebnisverbuchung. Dazu gehen wir in Punkt 6.3.4. näher auf Kapitalgesellschaften und in Punkt 6.3.7 auf Personengesellschaften ein.
Hier die Darstellung der Fixkonten für die Gewinn-/Verlustbuchung (außer bei Personengesellschaften, da hier die Verbuchung je Gesellschafter durchzuführen ist):
Der Standardkontenrahmen bietet einige Konten im Bereich des Eigenkapitals für Einzelunternehmen.
Die Kontogruppe 4287 Einzelunternehmen ist ausschließlich für folgende Gesellschaftsformen zulässig:
- Einzelunternehmen und
- Gesellschaft öffentlichen Rechts
Folgende Konten sind im Gliederungsschema 300 "Kontengruppen" entsprechend zugeordnet:
9000 Kapital
9009 Kapitaländerungen nach Betriebsprüfung
9350 Jahresgewinn/-verlust
9600 Privat
9610 Privatentnahmen
9611 Warenentnahmen
9612 Privatanteile
9613 Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen
9614 Private Steuern
9618 Privateinlagen
9640 Sacheinlagen (Einzelunternehmen)
9691 Privat
9700 Verrechnungskonto Privat
Das Konto 9000 "Kapital" fungiert als EB-Buchkonto für alle anderen oben angeführen Konten:
Der Standardkontenrahmen bietet einige Konten im Bereich des Eigenkapitals für Gesellschaften mit beschränkter Haftung.
Die Kontogruppe 12459 GmbH ist ausschließlich für folgende Gesellschaftsformen zulässig:
- Kapitalgesellschaft
- Körperschaft und
- Gesellschaft öffentlichen Rechts
Folgende Konten sind im Gliederungsschema 300 "Kontengruppen" entsprechend zugeordnet:
9010 übernommenes Stammkapital
9020 Gründungsprivilegierte Minderung des Stammkapitals
9035 Kapitalerhöhung (GmbH)
9036 eigene Anteile
9100 nicht eingeforderte ausstehende Stammeinlagen
Für diese Konten gibt es kein spezielles EB-Buchkonto, hierfür wird das klassische 9800 "Eröffnungsbilanzkonto" verwendet.
Der Standardkontenrahmen bietet einige Konten im Bereich des Eigenkapitals für Aktiengesellschaften.
Die Kontogruppe 12460 "AG" ist ausschließlich für folgende Gesellschaftsformen zulässig:
- Kapitalgesellschaft
- Körperschaft und
- Gesellschaft öffentlichen Rechts
Folgende Konten sind im Gliederungsschema 300 "Kontengruppen" entsprechend zugeordnet:
9030 übernommenes Grundkapital
9034 Kapitalerhöhung (AG)
9037 eigene Aktien
9120 nicht eingefordertes ausstehendes Grundkapital
Für diese Konten gibt es kein spezielles EB-Buchkonto, hierfür wird das klassische 9800 Eröffnungsbilanzkonto genommen.
Für alle Kapitalgesellschaften gibt es eine separate Kontogruppe 4297 "Bilanzgewinn/-verlust" in der Klasse 9 "Eigenkapital".
Hier sind folgende Konten für die Verbuchung des Jahresgewinn/-verlustes, sowie Gewinn-/Verlustvortragskonten und die Gewinnausschüttung zuzuordnen:
9370 Jahresgewinn
9371 Jahresverlust
9380 Gewinnvortrag aus Vorjahren
9381 Verlustvortrag aus Vorjahren
9385 Gewinnausschüttung
Für die Konten 9370 "Jahresgewinn" und 9371 "Jahresverlust" sowie für das Konto 9385 "Gewinnausschüttung" ist ein spezielles EB-Buchkonto hinterlegt. Damit wird im Folgejahr der Ausweis in der Bilanz-Gliederung richtig auf den entsprechenden Vortragskonten (9380 "Gewinnvortrag aus Vorjahren" bzw. 9381 "Verlustvortrag aus Vorjahren") dargestellt:
9370 Jahresgewinn → 9380 Gewinnvortrag aus Vorjahren
9385 Gewinnausschüttung → 9380 Gewinnvortrag aus Vorjahren
9371 Jahresverlust → 9380 Verlustvortrag aus Vorjahren
a) Vorabgewinnausschüttung
Es ist zu beachten, dass die Gewinnausschüttung nicht höher ist als der Gewinnvortrag aus Vorjahren. Ansonsten würde dieser Differenzbetrag unrichtigerweise als Verlustvortrag dargestellt werden.
Falls also doch mehr Gewinn ausgeschüttet worden ist, dann ist der den Gewinnvortrag übersteigende Betrag als Vorabgewinnausschüttung anzusehen und unter "Forderungen gegenüber Gesellschafter" darzustellen.
Bei diesem Konto "Forderungen gegenüber Gesellschafter" kann man als EB-Buchkontonummer auch gleich 9380 "Gewinnvortrag aus Vorjahren" hinterlegen oder man führt diese Umbuchung im nächsten Geschäftsjahr manuell durch.
b) Überschrift mit Saldo Null wird nicht angedruckt
Falls durch Auflösung bzw. Zuweisung von Rücklagen (im aktuellen Geschäftsjahr oder auch im Vorjahr)
- Jahresgewinn-/verlust
- Gewinn- oder Verlustvortrag aus Vorjahen
- Bilanzgewinn/-verlust
auf Null gesetzt wurden, ist wie folgt vorzugehen:
Schema 301 im Auswertungsshowprogramm oder in der Auswertungsübersicht öffnen und auf "Gliedern" klicken:
Bei der gewünschten Überschrift mit der rechten Maustaste "Für Firma xxx bearbeiten" auswählen und im Feld "Nicht drucken" die Einstellung "Überschrift immer drucken" wählen:

Folgende Konten sind in der Kontogruppe 12428 "OG/GmbH & Co OG" pro Gesellschafter im Gliederungsschema 300 "Kontengruppen" entsprechend vorgesehen und zugeordnet:
9001 vereinbarte Einlage (1. Gesellschafter OG)
9351 nicht eingeforderte Einlage (1. Gesellschafter OG)
9356 genehmigte Entnahmen (1. Gesellschafter OG)
9361 genehmigte Entnahmen aus Vorjahren (1. Gesellschafter OG)
9375 Gewinn-/Verlustanteil (1. Gesellschafter OG)
9390 Entnahmen/-einlagen (1. Gesellschafter OG)
9395 nicht entnommene Gewinne aus Vorjahren (1. Gesellschafter OG)
9601 Verlustanteile aus Vorjahren (1. Gesellschafter OG)
9641 Sacheinlagen (1. Gesellschafter OG)
Folgende Konten sind in der Kontogruppe 4289 "KG" bzw. 12318 "GmbH & Co KG" pro Komplementär im Gliederungsschema 300 "Kontengruppen" entsprechend vorgesehen und zugeordnet:
9040 vereinbarte Einlagen
9045 nicht eingeforderte ausstehende Einlagen
9050 genehmigte Eintnahmen
9374 Verlustanteile
Folgende Konten sind pro Kommanditist im Gliederungsschema 300 "Kontengruppen" entsprechend vorgesehen und zugeordnet:
9060 Bedungene Einlage (1. Kommanditist)
9080 Verlustanteil (1. Kommanditist)
9110 nicht eingeforderte Einlage (1. Kommanditist)
9620 genehmigte Entnahmen (1. Kommanditist)
Die Ermittlung des Ergebnisses bei Personengesellschaften erfolgt auf Unternehmensebene und wird anschließend den Gesellschaftern über ihre Kapitalkonten zugewiesen. Im Gegensatz zu Kapitalgesellschaften fließt das Ergebnis nicht auf ein zentrales Eigenkapitalkonto, sondern wird auf die persönlichen Gesellschafterkonten aufgeteilt.
Hierfür empfehlen wir pro Gesellschafter ein Ergebniskonto mit den entsprechenden Hinterlegungen in den Feldern "GesellNr." und "Gesellschafterkontentyp".
Im Gliederungsschema 300 "Kontengruppen" unter der Klasse 4 sind bereits diverse Umsatzgruppen, aufgeteilt nach verschiedenen Branchen, angelegt.
Falls hier dennoch die passende Umsatzgruppe fehlen sollte, gibt es die in Punkt 6. bereits beschriebenen Möglichkeiten.
Der Standardkontenrahmen bietet nicht für alle Umsatzgruppen (wie z. B. für Bauwirtschaft, Tankstelle, Kfz-Betriebe usw.) separate Konten an. Bei Bedarf ersuchen wir Sie neu
Sachkonten anzulegen und entsprechend in die richtige Kontogruppe zu gliedern.
Die richtige Erfassung des
Anlagenabganges in der Fibu bzw. direkt in der Anlangenbuchhaltung mit der Funktion
Abgang sowie die richtige Hinterlegung der
Konten für Verbuchung in Fibu und die dadurch getrennte Verbuchung (der Erlöse und der Buchwerte) sind Voraussetzung für die richtige Zurodnung der Konten für Erlöse und Buchwerte in die dafür vorgesehene Kontogruppe.
Bitte beachten Sie, dass wenn der Abgang direkt aus der Anlagenbuchhaltung erfasst wird, keine Erlösbuchung (Erlöse aus dem Abgang) durchgeführt wird, dies ist immer direkt in der Fibu zu erledigen. Wenn aber auf dem Erlöskonto das Feld "ANBU-Erfass-Kz." auf "Anlagenabgang" eingestellt ist, geht beim Buchen der Erlösbuchung ein Fenster auf wo Sie das richtige Anlagegut aussuchen können.
Einstellung am Erlöskonto in den Fibu-Stammdaten\Konten:
Während der Erlösbuchung öffnet sich zuerst das Fenster, in dem das richtige Anlagegut auszusuchen ist:
Anschließend kann im nächsten Fenster der Abgang erfasst werden:
Es erscheint anschließend die Abfrage "Der Anlagenabgang wurde gespeichert. Wollen Sie nun den Erlös in der FIBU auf das entsprechende Konto für Gewinn oder Verlust aus Anlagenabgang umbuchen?"
Somit ist die Verbuchung in der Fibu und der Abgang in der Anbu erfasst (hier handelt es sich um keine Vorerfassung!).
Getrennte Gliederung der Verkaufserlöse sowie der Buchwerte in separate Kontengruppen:
a) bei Gewinn aus dem Abgang von Anlagenvermögen in der Klasse 4 im Schema 300 "Kontengruppen":
und dadurch in der GuV (Schema 301) in der Gliederungsüberschrift "Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen":
Die Saldierungsbuchung auf ein eigenes Konto "Ertrag aus dem Anlagenabgang" ist hiermit nicht notwendig.
b) bei Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen in der Klasse 7 im Schema 300 "Kontengruppen":
und dadurch in der GuV (Schema 301) in der Gliederungsüberschrift "Verluste aus dem Abgang vom Anlagevermögen":
Die Saldierungsbuchung auf ein eigenes Konto "Verlust aus dem Anlagenabgang" ist hiermit nicht notwendig.