​In dieser Themenhilfe erhalten Sie alle relevanten Informationen zur Verwendung von QR-Codes in der WWS.

FAQ

 Allgemein

Der QR-Code (Quick Response Code) ist ein zweidimensionaler Code, der Informationen speichern kann. Der Code ist elektronisch leicht lesbar und es können über 4000 Zeichen darin verpackt und somit einfach übertragen werden.

In den BMD Rechnungsstandardreports ist der QR-Code mit dem Datenfeld QR-Code - Zahlungsinformationen bereits im Zahlungskonditionsband enthalten. Dies entspricht dem seitens BMD vorgeschlagenen und allgemein gültigen Standard und kann in Zahlungsprogrammen wie auch in Buchhaltungsprogrammen verwendet werden.

Soll der QR-Code für das Auslesen der Zahlungsinformationen und damit für die Überweisung bei Bezahlung der Rechnung zur Verfügung stehen, ist der QR-Code mit dem Datenfeld QR-Code - Zahlungsinformationen zu verwenden.

Wenn mit dem QR-Code ausschließlich die Verbuchung in BMD abgewickelt werden soll, reicht es im Grunde auch, den QR-Code mit dem Datenfeld QR-Code - Rechnungsdaten-URL zu verwenden. Über diesen QR-Code kann jedoch keine Bezahlung stattfinden.

A_INFO.bmp Weitere Informationen zu den Varianten "QR-Code für Zahlungsinformationen" und "QR-Code für Rechnungsdaten-URL" finden Sie in folgender Themenhilfe: QR-Code in der LEA unter Varianten des QR-Codes.
 

 Erstellen eines QR-Codes mit einem Datenbankfeld

Ein eigener QR-Code aus einem Datenbankfeld ist sinnvoll, wenn beispielsweise für jede Position ein QR-Code mit einer am Artikel hinterlegten URL zu einem Kundenportal (z. B. Produktseite auf der Homepage) angedruckt werden soll.

Die Erstellung eines QR-Codes mit einem Datenbankfeld erfolgt in der Bearbeitung des jeweiligen Reports.
Es wird hier das Feld, welches im QR-Code dargestellt werden soll (z. B. Rechnungsnummer), eingefügt und anschließend mit dem Symbol "In Strichcode umwandeln" 1192538483000003870_1.pngvorerst in einen Strichcode umgewandelt.

1192538483000003870_17.png

Im zweiten Schritt wird mit dem Symbol "Strichcode" 1192538483000003870_3.png der Strichcode in den gewünschten QR-Code 2D umgewandelt.

1192538483000003870_18.png

1192538483000003870_19.png

Wird der Report aufbereitet, wird die Information des Feldes in Form des zweidimensionalen QR-Codes angezeigt.

1192538483000003870_13.png

 Erstellen eines QR-Codes mit Verwendungszwecken

 ​Grundsätzliche Informationen zum Aufbau des QR-Codes für Zahlungsinformationen

​Der QR-Code, welcher auf dem Datenfeld QR-Code - Zahlungsinformationen basiert, setzt sich aus fixen und variablen Teilen zusammen. Die Reihenfolge der Informationen ist für zweidimensionale Barcodes nach ISO 18004 (QR-Code) reglementiert und fix festgelegt.

Auszug aus der BCD-Definition (Stand 29.12.2021):

1220186221000003460_0.png

Die Informationen zu "Zweck" und "Anzeige Benutzerhinweis" können bei Bedarf im Bereich WWS → Stammdaten → Weitere Stammdaten → Verwendungszwecke definiert werden. Dabei stehen Ihnen zwei Varianten zur Verfügung:
  1. Verwendung eines von BMD ausgelieferten Standards: Damit müssen Sie keine weiteren Einstellungen treffen.

  2. Anlage eines abweichenden QR-Code-Verwendungszweckes: Damit können Sie den variablen Inhalt des QR-Codes beeinflussen.

Externe Quelle 
global.png
Quelle für BCD-Definition: https://zv.psa.at/de/download/qr-code.html


 ​Grundsätzliche Informationen zum Verwendungszweck

 ​BMD Standardverwendungszweck

Der ausgelieferte BMD Standardverwendungszweck ermöglicht die sofortige Verwendung eines in den Rechnungsreport eingefügten QR-Codes, ohne dass weitere Einstellungen erforderlich sind. ​

Den BMD Standardverwendungszweck erkennen Sie an dem Häkchen in der Spalte "BMD Import" im Fenster "Verwendungszwecke" unter dem Paket WWS → Stammdaten → Weitere Stammdaten → Verwendungszwecke:

1220186363000003460.png

​Über diesen BMD Standard wird der QR-Code wie in diesem Beispiel aufgebaut:

BCD
001
2
SCT
RLNWATWW278
Dr. Steyrer & Partner
AT763227800000312769
EUR110

QR Code5.png

/DOC/20149997
/UID/ATU24168102/CNR/216001/DOC/20149997/110.00/20140320
Dieser QR-Code wird im BMD Scan bei der QR-Code-Erkennung wie folgt ausgelesen:

QR CODE6.png

​Hinweis Verification of Payee (VoP) - Prüfung auf Übereinstimmung des Empfängers/Kontoinhabers
Hinweis.png
Am 09.10.2025 ist die Verification of Payee (VoP) in Kraft getreten. Das neue Sicherheitsverfahren soll Überweisungen im europäischen Zahlungsverkehr noch sicherer machen. Bei jeder Überweisung prüft die Bank automatisch, ob der Name des Kontoinhabers (Firmenwortlaut) mit den bei der Bank hinterlegten Daten zur IBAN übereinstimmt. Stimmen die Angaben nicht überein, erhält der Überweisende eine Rückmeldung von der Bank, die auf mögliche Unstimmigkeiten hinweist.

Dies kann zu Problemen führen, wenn z. B. ein Konto auf den Unternehmensinhaber läuft, die Rechnung aber vom Unternehmen gestellt wird.

Um diese Vorgabe korrekt im Programm abzuwickeln, geben Sie bitte in den Bankverbindungen der Verrechnungsfirmen im Feld Kontoinhaber den genauen Wortlaut des Kontoinhabers bekannt. Dies ist immer dann erforderlich, wenn dieser bewusst vom Firmennamen der Verrechnungsfirma abweicht.

Die Rückfallebene für die Ermittlung des "Empfängers" für den QR-Code lautet:
  1. Feld Kontoinhaber der Bankverbindung

  2. Wenn dieses Feld leer ist: Firmenname der Verrechnungsfirma, welcher sich für dieses Feld aus den Feldern Name und Name 2 der Firmenstammdaten zusammensetzt.
​Hinweis zum QR-Code in Deutschland Flagge_GER.png 
Hinweis.png
Bitte beachten Sie, dass die Zahlungsreferenz in Deutschland nicht in Verwendung ist. Die Belegnummer im Standard-QR-Code auf Gebührenrechnungen wird daher nicht wie in Österreich im Feld "Zahlungsreferenz" geliefert, sondern im Feld "Verwendungszweck".

Sollte dies auf Ihren deutschen Gebührenrechnungen noch nicht der Fall sein, muss der Standard-Verwendungszweck gelöscht und aus dem Verzeichnis "...\Daten\Standards\Office\STD" neu importiert werden.

​Die Eingangsrechnung kann über den QR-Code, sofern dieser ausgelesen werden kann, über die ER-Kontrolle oder über Papierloses Buchen automatisiert verbucht werden, wenn die UID-Nummer eindeutig dem Lieferantenkonto zugeordnet werden kann.

1220186679000003460_1.png

ER-Kontrolle:

1220186679000003460_2.png

​Achtung! 
Achtung.png
Beim "Papierlosen Buchen" ist Voraussetzung, dass die Buchen-Maske bereits mit der richtigen Fibu, dem richtigen Monat und Belegsymbol (ER) geöffnet ist und eine Buchungszeile in Bearbeitung ist, wenn die Ablageart "Papierloses Buchen" im BMD Scan ausgeführt wird.

 ​Anlage eines eigenen Verwendungszweckes

​Um selbst definieren zu können, welche Inhalte der QR-Code speichern soll, kann ein eigener Verwendungszweck unter dem Paket WWS → Stammdaten → Weitere Stammdaten → Verwendungszwecke angelegt werden.

Der Verwendungszweck muss wie folgt angelegt werden:
  1. Mit "Neu" bzw. F5 starten Sie eine Neuanlage
  2. Zahlungsbankformat: QR-Code
  3. Überweisungsart: Inland
  4. VerwendungsKz: Leistungserfassung (wird fix vorgeschlagen) 
  5. Struktur Verwendungszweck: EACT

​1220187101000003460.png

Die Felder "Verwendungszweck Feld 1-7" haben hier keine Bedeutung. Auch wenn in diesen Feldern eine Information hinterlegt wird, wird diese nicht im QR-Code aufgelöst. Bei einem EACT-Verwendungszweck können keine manuellen Texte in den Feldern hinterlegt werden.

Wichtig für die EACT-Struktur sind die Felder "Hinweistext Feld 1-7" am Reiter "Hinweistexte". Hier müssen die relevanten Informationen eingetragen werden. Wird der QR-Code mit EACT-Verwendungszweck gescannt, werden vor den Feldern fixe Kennzeichen/Tags angedruckt (z. B. CNR vor der Kundennummer).

​1220187214000003460_1.png

​Achtung! 
Achtung.png
Es können NICHT alle aufgelisteten Felder hinterlegt werden. Wird ein Feld ausgewählt, das bei der EACT-Struktur nicht unterstützt wird, wird die Meldung angezeigt, dass die EACT-Struktur nur die Felder "Kontonummer", "Belegdatum", "Ext.Beleg-Nr/Beleg-Nr", "UID-Nr" und "Betrag" erlaubt:

1220187306000003460_0.png

​Hinweis
Hinweis.png
Pro Firma kann nur ein Verwendungszweck mit dem Zahlungsbankformat "QR-Code" angelegt werden. Ansonsten erhalten Sie beim Speichern die Meldung, dass der Datensatz schon vorhanden ist:

1220187396000003460.png

Hinweis 
Hinweis.png
Ist am Auftragskopf das Feld "ZV-Zahlungsreferenz" befüllt, wird diese beim Erstellen des QR-Codes als Zahlungsreferenz beim Druck eines Zahlscheins verwendet. Dieses Feld zieht vorrangig vor der Ermittlung laut Verwendungszweck.

 ​Anlage eines Verwendungszwecks mit Text-Struktur

Die Text-Struktur ist gleich aufgebaut wie die EACT-Struktur. Der Unterschied ist, dass bei der Text-Struktur im Gegensatz zur EACT-Struktur keine "tags" vergeben werden und dass bei der Text-Struktur manuelle Texte im Verwendungszweck angegeben werden können. Der zusätzliche Text dient dazu, dem Kunden nützliche Informationen oder Hinweise direkt im Verwendungszweck der Überweisung bereitzustellen.
 
Die Verwendungszwecke werden im Paket WWS → Stammdaten → Weitere Stammdaten → Verwendungszwecke angelegt.

Der Verwendungszweck muss wie folgt angelegt werden:
  1. Mit "Neu" bzw. F5 starten Sie eine Neuanlage.
  2. Zahlungsbankformat: QR-Code
  3. Überweisungsart: Inland
  4. VerwendungsKz: Leistungserfassung (wird fix vorgeschlagen) 
  5. Struktur Verwendungszweck: Text
1192619312000004670_5.png

Die Felder "Verwendungszweck Feld 1-7" können bei der Text-Struktur im Gegensatz zur EACT-Struktur befüllt werden. Neben den vorgeschlagenen Feldern kann hier auch ein manueller Text eingetragen werden.
 
Achtung! 
Achtung.png
Insgesamt stehen 35 Zeichen bei den Verwendungszwecken zur Verfügung. Werden mehr Zeichen eingetragen, werden diese am QR-Code nicht angedruckt.
 
Jene Information (manueller Text oder Feld), die in die Felder "Hinweistext Feld 1-7" eingetragen werden, werden für die Zusammensetzung des QR-Codes verwendet.

Verwendungszweck Feld 1
  • Feldherkunft: Manuelle Eingabe
  • Feldbezeichnung: Hier kann nichts eingetragen werden.
  • Stelle von-bis: Hier kann nichts eingetragen werden.
  • Manuelle Eingabe: Hier wird der Text eingegeben.
  • Nur bei erster Zahlung: Nein
  • Leerzeichen am Ende: Ja
1192619312000004670_4.png
Hinweistext Feld 1:
  • Feldherkunft: Zahlschein
  • Feldbezeichnung: Mit der Funktion F4 werden die Felder, die hinterlegt werden können, aufgelistet.
  • Stelle von-bis: Hier kann eingestellt werden, welche Stellen vom Inhalt des Feldes angedruckt werden sollen.
  • Manuelle Eingabe: Eine manuelle Eingabe ist nicht möglich.
  • Nur bei erster Zahlung: Dieses Feld nicht anhaken.
  • Leerzeichen am Ende: Am Ende vom Feld wird ein Leerzeichen gedruckt.
1192622402000004670_1.png
 Seitenanfang StartOfPage.png
Hinweistext Feld 3 und 4:
  • Feldherkunft: Manuelle Eingabe
  • Feldbezeichnung: Hier kann nicht eingetragen werden.
  • Stelle von-bis: Hier kann nicht eingetragen werden. 
  • Manuelle Eingabe: Hier wird der Text eingegeben.
  • Nur bei erster Zahlung: Nein
  • Leerzeichen am Ende: Nein
1192622813000004670_1.png
​Mit diesem Verwendungszweck wird der QR-Code wie folgt aufgebaut:

BCD
002
1
SCT
BKAUATWWXXX
BMD Österreich GmbH Muster
AT531100009644275100
EUR103.15

1584872970000005330_2.png

Manuelle Eingabe Verwendungszweck Feld 1
ATU66945568
200001 - 1 Hinweistext Feld 3
Manuelle Eingabe Hinweistext Feld 4

 ​QR-Code für Rechnungsdaten-URL

​Der QR-Code, welcher auf dem Datenfeld QR-Code - Rechnungsdaten-URL basiert, enthält folgende FIXE, von BMD definierte Informationen:
  • Belegdatum
  • Belegnummer
  • UID-Nummer
  • Betrag
Wird dieser QR-Code in der BMD NTCS WWS verwendet, kann und muss keine weitere Einstellung getätigt werden. Die Daten werden fix von BMD im QR-Code ermittelt.

 QR-Code am Rechnungsreport hinterlegen​

​Die Hinterlegung des QR-Codes erfolgt in der Bearbeitung des jeweiligen Reports. Es wird hier das Datenfeld "QR-Code - Zahlungsinformation" oder "QR-Code - Rechnungsdaten-URL" eingefügt und anschließend mit dem Symbol "In Strichcode umwandeln" vorerst in einen Strichcode umgewandelt.

1583925347000004800.png
 
​Hinweis 
Hinweis.png
In den BMD Rechnungsstandardreports ist der QR-Code mit dem Datenfeld QR-Code - Zahlungsinformationen bereits im Zahlungskonditionsband enthalten. Dies entspricht dem seitens BMD vorgeschlagenen und allgemein gültigen Standard.


​Im zweiten Schritt wird mit dem Symbol "Strichcode" 1192538483000003870_3.png der Strichcode in den gewünschten QR-Code 2D umgewandelt.

1583926901000004800.png

1583926901000004800_0.png

​Größe des QR-Codes
Die Größe eines QR-Codes ist von dessen Inhalt abhängig. Das bedeutet, dass man die Größe nicht fix vorgeben kann. Beim Einfügen kann jedoch eingestellt werden, wie groß ein Punkt des QR-Codes sein soll.

1583595940000008950_1.png

Größenübersicht:
1220187882000003460_2.png
  1. Klein - ist zwar platzsparend, jedoch eventuell für manche Geräte nicht lesbar, da zu klein (z. B. Smartphone aus etwas größerer Entfernung).
    Wird ein Dokument mit dieser QR-Code-Größe eingescannt, so kann es durch etwaigen Qualitätsverlust dazu kommen, dass dieser Code von der gescannten Seite nicht mehr gelesen werden kann.

  2. Standardgröße - am besten lesbar und dabei noch so platzsparend wie möglich.
    Es sind keine Qualitätsverluste nach dem Einscannen zu erwarten.

  3. Groß - ist zwar auch aus relativ großen Distanzen lesbar, verbraucht aber unnötig viel Platz.
    Es sind keine Qualitätsverluste nach dem Einscannen zu erwarten.
Andere Größen sind an dieser Stelle nicht erwähnenswert!

Empfehlungen zu den QR-Code-Einstellungen
Zu den Einstellungen des QR-Codes mit Zahlungsinformationen gibt es folgende Empfehlungen seitens der PSA Payment Services Austria GmbH (https://zv.psa.at/de/zahlungsverkehr/qr-code.html):
  • Error Correction: Medium (M)
  • Maximum Version: 13
1583596017000008950.png
​
Hinweis 
Hinweis.png
Bitte beachten Sie, dass die Größendarstellung am Rechnungsformular von der tatsächlichen Größe auf der Rechnung abweichen kann!


 ​FAQ

​QR-Code
Wie kann ich den Inhalt des QR-Codes kontrollieren?
Wie kann ich den Swiss-QR-Code (SIX) einfügen?
Wie kann der QR-Code am Etikettenreport zentriert werden?
Kann ich den Inhalt eines QR-Codes auslesen, ohne den Report zu ändern?


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Siehe auch: