
Leistungserfassung
→ Stammdaten
→ Honorarfaktoren
→ Nachlässe und Auf-/Abschläge
Im Fenster "Nachlässe und Auf-/Abschläge" werden auf drei Reitern verteilt die Nachlässe als auch die Auf-/Abschläge (firmenbezogen/kundenbezogen) verwaltet.
Achtung! | Diese beiden Formen von Honorarfaktoren unterscheiden sich grundsätzlich voneinander und werden auch an unterschiedlichen Stellen im Programm eingesetzt. Die Nachlässe wirken sich erst auf den Honorarbetrag aus, die Auf-/Abschläge wirken sich bereits auf die Verrechnungssätze aus. |
Dieses Fenster verfügt über ein flexibles Layout und kann sowohl fixe als auch optionale Bereiche enthalten. In manchen Fenstern sind im Standard nicht alle möglichen Bereiche eingeblendet. Hier finden Sie Details zu
Fenstern mit flexiblem Layout.
Das Einstiegsfeld unterscheidet sich je nach Reiter. Im Einstiegsfeld "Kunde" geben Sie bekannt, für welchen Kunden der Nachlass bzw. der kundenbezogene Auf-/Abschlag gelten soll. Im Einstiegsfeld "Firma" geben Sie bekannt, für welche eigene Firma der firmenbezogene Auf-/Abschlag gelten soll.
Auf diesem Reiter werden die Nachlässe gewartet. Je Kunde kann ein individueller, fix gewährter Nachlass in Prozent festgelegt werden, der automatisch bei der
Aufbereitung von Honorarnoten berechnet und vom ursprünglichen Honorar abgezogen wird. Der Nachlass-Betrag beeinflusst somit die Deckungsbeiträge, nicht jedoch den Wert des Originalhonorars (siehe Rechnungsbearbeitung:
Information über gewährte Nachlässe).
Über den LEA Parameter
Berechnung Nachlass kann entschieden werden, auf wie viele Nachkommastellen die kaufmännische Rundung erfolgen soll.
Nachlässe können je Tätigkeit, je Tätigkeitsgruppe oder je Tätigkeitshauptgruppe angelegt werden - eine detaillierte Anlage je Tätigkeit ist bei der Ermittlung des korrekten Nachlasses vorrangig gegenüber einer gröberen Anlage je Tätigkeits(haupt)gruppe. Die Nachlässe selbst müssen historisch vollständig geführt werden (d. h. mit einem Gültigkeitszeitraum, der sich nicht mit anderen Nachlässen, die in derselben Granularität angelegt sind, überschneidet).
Für Artikel können Nachlässe nicht angelegt werden. Sollte eine Barauslage unter eine Tätigkeits(haupt)gruppe fallen, für die ein Nachlass hinterlegt worden ist, wird der Nachlass jedoch auch für die Barauslage angewandt.
Folgende Funktionen stehen Ihnen über die Menüleiste zur Verfügung:
Ein Aufschlag (bzw. ein Abschlag = negativer Aufschlag) kann zur Ermittlung eines
Verrechnungssatzes auf Basis bestehender
Stundensätze geführt werden.
Das Motiv für die Führung von Auf-/Abschlägen ist, sich bei der Wartung oder jährlichen Anpassung zum Beispiel auf die
Selbstkostensätze zu beschränken und den
Verrechnungssatz automatisch davon über einen Aufschlag berechnen zu lassen. Der Auf-/Abschlag ist entweder mit einem fixen Betrag oder mit einem Prozentsatz bekanntzugeben.
Über die Aktivierung entscheidet der LEA Parameter
Auf-/Abschlag von, mit der gleichzeitig festgelegt werden kann, auf welche Basis (Selbstkostensatz, Herstellkostensatz bzw. Verrechnungssatz) der Auf-/Abschlag aufgeschlagen wird.
Auf-/Abschläge können je Verrechnungsfirma oder je Kunde geführt werden. Priorität hat ein Auf-/Abschlag je Kunde.
Die Definition kann innerhalb auf beiden Reitern zudem je Mitarbeiter, je Tätigkeit, je Tätigkeitsgruppe oder je Tätigkeitshauptgruppe erfolgen, wobei ein Aufschlag je Mitarbeiter immer vorrangig herangezogen wird. Weiters gilt: Eine detaillierte Anlage je Tätigkeit ist bei der Ermittlung des korrekten Auf-/Abschlags vorrangig gegenüber einer gröberen Anlage je Tätigkeits(haupt)gruppe. Die Auf-/Abschläge selbst müssen historisch vollständig geführt werden (d. h. mit einem Gültigkeitszeitraum, der sich nicht mit anderen Auf-/Abschlägen, die in derselben Granularität angelegt sind, überschneidet).
Ist trotz aktivierter Einstellung kein Auf-/Abschlag definiert, so wird der gewählte Basis-Stundensatz direkt auch als Verrechnungssatz ermittelt.
Folgende Funktionen stehen Ihnen über die Menüleiste zur Verfügung:
Wie bei allen Honorarfaktoren/Bewertungen, die in der LEA oder in der PLE historisch geführt werden müssen, gibt es auch hier eine Vielzahl von Prüfungen, ob beim Speichern eines neuen Datensatzes eine Überschneidung mit anderen Datensätzen vorliegt. Genauere Informationen dazu erhalten Sie im Kapitel
Historische Führung von Stundensätzen, welche sinngemäß auch für die Nachlässe und für die Auf-/Abschläge gelten.
Einen Nachlass kann man auch pro Honorarnote gewähren, indem man mit der Funktion
Nachlass in der
Rechnungsbearbeitung arbeitet. Diese Funktion würde aber einen automatisch generierten Nachlass verändern - d. h., zwei getrennte Nachlässe auf dieselbe Leistung können nicht hinterlegt, gewährt oder ausgewiesen werden.
- Spalte Honorar: In dieser Spalte wird das Honorar angezeigt, welches nach Abzug des Nachlasses entsteht. Mit der Funktion Honorar mit/ohne Nachlass (unter Extras) erhält die Spalte eine andere Funktionalität: In diesem Fall heißt die Spalte Honorar(+N) und beinhaltet das Honorar, welches den Nachlass-Abzug nicht berücksichtigt.
- Spalte Org-Honorar: In dieser Spalte wird das Honorar angezeigt, welches vor Abzug des Nachlasses entstanden ist.
- Spalte Nachlass: In dieser Spalte wird der Nachlass ausgewiesen.
- Spalte Nachlass in %: In dieser Spalte wird der Nachlass in Prozent des Honorars der Leistungen angezeigt.
Über den LEA Parameter
Ausweis Nachlass kann man zwischen zwei verschiedene Varianten wählen, wie der gewährte Nachlass auf dem Rechnungsausdruck ausgewiesen werden soll. Möglich ist eine Positionierung direkt bei der einzelnen Position oder in Summe vor der Nettosumme. Dabei sind begleitende Maßnahmen in der Formulargestaltung nötig (siehe
Erstellung eines Rechnungsformulars).
Im Falle einer gleichzeitigen Hinterlegung von
Pauschalen und Nachlässen steuert der LEA Parameter
Pauschale und Nachlass, ob der Nachlass auch zur Anwendung kommen soll, wenn man eine
Pauschale aufbereitet.
Kundenbezogene LEA Honorarfaktoren (zu denen die Nachlässe sowie die Auf-/Abschläge zählen), können als
vorgefertigte Tabellen im BMD Standardbrief angedruckt werden. Dies ermöglicht einen übersichtlichen Ausdruck aller Honorarvereinbarungen, die mit einem Kunden getroffen worden sind. Sind Honorarfaktoren über eine vorgefertigte Tabelle in der Vorlage vorhanden, öffnet sich beim Generieren des Briefes das Dialogfenster
Ermittlungsdatum für Kundenpreise, in dem Sie das Ermittlungsdatum bekannt geben müssen. Nähere Informationen zur generellen Verwendung des BMD Standardbriefes finden Sie in der Pakethilfe
Standardbrief kurz und bündig.